c) Evangelisches Gemeindeblatt Ausgabe 8

© Schwäbische Zeitung - 28.02.2012

Vortrag schildert das Leid von Flüchtlingen

Der Europareferent von „Pro Asyl“, Karl Kopp, referiert in Ochsenhausen

Ochsenhausen (sz) - „Leiden ohne Ende – Europas Asylpolitik an den Außengrenzen der EU“ lautet der Titel eines Vortrags, der am Donnerstag, 8. März, im evangelischen Gemeindehaus Ochsenhausen von Karl Kopp gehalten wird. Kopp ist Europareferent von „Pro Asyl“. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in der Poststraße 48. Veranstalter sind der „Arbeitskreis Asyl“ und der „Spurwechsel Ochsenhausen“. Der Unkostenbeitrag beträgt vier Euro.

Seit Sommer 2010 ereignet sich laut „Pro Asyl“ an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei eine der größten Katastrophen innereuropäischer Flüchtlingspolitik. Die Lage in den Flüchtlingslagern Griechenlands ist katastrophal. Die Lager sind brechend voll, medizinische Versorgung ist so gut wie nicht vorhanden. Teilweise ist sogar von Misshandlungen bis hin zur Folter mit Elektroschocks zu hören. Bis zu 400 Flüchtlinge werden zeitweise auf engstem Raum ohne Matratzen zusammengepfercht. Ein geregeltes Asylverfahren ist nicht möglich.

Gräben und Stacheldraht

Während die griechische Regierung nichts tut, um die Missstände zu beheben, bereitet die europäische Grenzschutzagentur Frontex seit Januar 2011 den Bau eines Schutzwalls aus Stahl, Stacheldraht und Hightech entlang des Flusses Evros vor. Ein Wassergraben von mehr als 14 Kilometer Länge ist bereits ausgehoben.

Die Bundesregierung hat die menschenunwürdige Situation erkannt und schiebt seit einigen Monaten nicht mehr nach Griechenland ab. Vor Ort hat sich jedoch nichts geändert.

Der Referent, der Sozialwissenschaftler Karl Kopp, ist ein fundierter Kenner der Situation der Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen. Er lebt in Frankfurt am Main und arbeitet seit 1992 in der Bundesgeschäftsstelle der Menschenrechtsorganisation „Pro Asyl“. Seit 1999 ist er Europareferent der Organisation. Von 2001 bis 2009 war Kopp zudem Vorstandsmitglied des europäischen Flüchtlingsrates ECRE.

Ansprechpartner für diesen Vortragsabend im evangelischen Gemeindezentrum in Ochsenhausen sind Beate Herold, Telefon 07352/3715, und Pfarrer Matthias Ströhle, Telefon 08395/9369380.

© Schwäbische Zeitung - 28.02.2012

Pfarrerin Christiane Kohler-Weiß, Dekan Hellger Koepff, Oberkirchenrat Dr. Volker Faigle, Brunhilde Raiser, Geschäftsführerin des EBO.

 

Faigle rät zur „Goldenen Regel“ bei Organspenden

 

Oberkirchenrat beschreibt Position der evangelischen Kirchen – und fordert mehr Beschäftigung mit dem Thema


Von Wolfgang-Amadeus Müller


Biberach - Extra aus Berlin angereist war Oberkirchenrat Dr. Volker Faigle für einen Vortrag in Biberach. Er ist Berater der Bundesregierung und des EU-Parlaments für die Evangelische Kirche. Faigle sollte auf Einladung des Evangelischen Bildungswerks Oberschwaben die Position der Evangelischen Kirche zum Thema Organspende vertreten und sich den Fragen der Biberacher stellen.


In der ehemaligen oberen Siechenstube des Spitals, in der sich heute die Evangelische Spitalkirche befindet, moderierte die Geschäftsführerin Brunhilde Raiser, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, den spannenden Abend. Nach dem Vortrag des Beraters gab es dabei eine durchaus kontroverse Diskussion.


Dr. Faigle erklärte, dass im Parlament parteiübergreifend unter der Leitung von Volker Kauder (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) verschiedene Ansätze entworfen wurden, wie die Bevölkerung näher an das Thema gebracht werden kann. Diskutiert werden demnach die „enge“ (jeder Mensch bestimmt allein über sich) oder die „erweiterte“ Zustimmungsregelung (neben dem Sterbenden können auch stellvertretend dessen Angehörige entscheiden). Im Gange sei derzeit die Diskussion darüber, wie die Zustimmung – oder Ablehnung – zur Organspende eingeholt werden soll: Entweder gebe es eine verpflichtende Entscheidung, etwa bei der Ausgabe eines Personalausweises, oder grundsätzlich solle Zustimmung unterstellt werden; nur, wer dem schriftlich widerspricht, ist von der Organspende befreit.


Die Entscheidung sei wohl schon gefallen, erklärte Faigle, sie ist aber noch nicht öffentlich gemacht.


Freiwilliger Akt des Einzelnen


Die Kirchen haben hierzu offensichtlich eine gemeinsame Haltung eingenommen: „Gott ist ein Freund des Lebens“, Organspende deshalb als ein Akt der Nächstenliebe willkommen und ethisch einwandfrei. Allerdings muss dies ein freiwilliger Akt des Einzelnen sein – und davon Abstand zu nehmen, sei im Umkehrschluss keinesfalls mit Schuld behaftet. Jeder Mensch hat auch das Recht, „im Sterben nicht gestört zu werden!“ Andererseits, so Dr. Faigle, warten in Deutschland etwa 12500 Menschen auf eine Organspende. Jährlich sterben wohl 1000 Menschen, weil kein Spender erscheint.


Und hier sieht Faigle alle Menschen in der Pflicht, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Der Tod muss sprachfähig werden“, forderte er. Die Familien, die Gesellschaft, die Menschen müssten sich des Themas annehmen und bewusst Stellung beziehen. Und die Aussage „hier wird moralischer Druck aufgebaut“ lehnt er als oberflächliches Killerargument ab. Er empfiehlt die „Goldene Regel“: Jeder verhalte sich so, wie er im Notfall selbst behandelt werden möchte.


In einer anschließenden Diskussionsrunde ging es dann kontrovers zur Sache. Die vorher gehörten Fakten und Meinungen wurden unter medizinischen, juristischen und ethischen Aspekten beleuchtet. Wann ist ein Mensch tot? Wenn seine Organe in anderen Menschen weiterleben, kann er dann gestorben sein? Was bedeutet Hirntod, wer bestimmt ihn und wann?


Dr. Christian Appel, Chefarzt der Geriatrischen Reha in der Kreisklinik Biberach, gab interessante Einblicke in die Arbeits- und Denkwelt der Palliativmedizin. Er schilderte auch die Problematik, wenn Angehörige und Ärzte unter Zeitdruck über eine Organspende entscheiden sollen und damit häufig an ihre Grenzen gelangen.


Faigle schloss dabei ein Fazit: Das Dilemma, dass die Bürde der Entscheidung auf andere übertragen werde, kann nur dadurch vermieden werden, wenn jeder rechtzeitig in Ruhe abwägt, vielleicht die Einstellung sogar mehrfach ändert. Aber keiner darf sich dieser Herausforderung entziehen, so Dr. Faigle.


Beim Vortrag zum Thema Organspende wirkten mit: Pfarrerin Christiane Kohler-Weiß von der Kammer für öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche Deutschland, Dekan Hellger Koepff und Oberkirchenrat Dr. Volker Faigle. Brunhilde Raiser, Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks Oberschwaben, moderierte den Abend.

© Schwäbische Zeitung - 25.02.2012

Marc Marshall kommt am 30. März nach Biberach.Foto: pr

Marc Marshall spricht und singt in Biberach


Der Baritonsänger spricht am 30. März über seinen Glauben, sein Leben und die Musik


BIBERACH (sz) - Menschen begegnen, die aus ihrem christlichen Glauben leben: Das will das Evangelische Gemeindeblatt für Württemberg am Freitag, 30. März, ermöglichen. Zusammen mit dem Kirchenbezirk Biberach lädt die Kirchenzeitung alle Interessierten ab 19.30 Uhr zu einem Gesprächsabend mit dem Bariton-sänger Marc Marshall, dem Sohn von Tony Marshall, ins Martin-Luther-Gemeindehaus, Waldseer Straße 20, in Biberach ein.


„Erleben, woran wir glauben“ – unter diesem Motto sollen Menschen ins Gespräch kommen: über ihre Gemeinden, ihren Glauben – und die Musik. Alexander Schweda, Chef vom Dienst des Evangelischen Gemeindeblatts, wird zunächst mit Marc Marshall sprechen und anschließend auch die Besucher ins Gespräch einbinden.


Die musikalische Umrahmung übernimmt der Bezirksprojektchor unter der Leitung von Bezirkskantor Jürgen Berron mit Liedern zur Passions- und Osterzeit. Diese dürfen die SZ-Leser selbst bestimmen (siehe Kasten) und können auch etwas gewinnen.


Marc Marshall, Baritonsänger und evangelischer Christ, wird in einem persönlichen Gespräch Einblicke in seinen Glauben, sein Leben und seine Musik geben. Gott zur Ehre singen, das ist bei Marc Marshall eine Herzensangelegenheit. Und dies erlebbar zu machen, ist das Ziel dieses Abends, an dem natürlich auch Musik zu hören sein wird.


Die Reihe „Evangelisches Gemeindeblatt im Gespräch“ findet in den nächsten Jahren immer in einem anderen Dekanat statt und wird die Themen der Lutherdekade bis zum Jahr 2017 aufgreifen. In diesem Jahr ist es das Thema Musik.


Der Eintritt ist frei, das Ende der Veranstaltung ist für 22 Uhr vorgesehen.

© Schwäbische Zeitung - 25.02.2012

Roland Wersch, Pfarrer Peter Schmogro, Martina Eisele und Christian Walz bereiten zurzeit die Ausstellung „Gest-alt-en“ vor. SZ-Foto: Hemm

Wie einst Fremde in Biberach alt werden


Die Ausstellung „Gest-alt-en“ widmet sich Senioren mit Migrationshintergrund


Von Alina Hemm


Biberach - Sprechen Menschen über Integrationsarbeit, so stehen meist Kinder, Jugendliche oder Arbeitnehmer im Fokus der Diskussionen. Nur selten fällt der Blick auf eine andere Gruppe: Senioren mit Migrationshintergrund. Biberachs Bevölkerung besteht zu 28,6 Prozent aus Migranten, davon sind 5,16 Prozent über 60 Jahre alt. Die Ausstellung „Gest-alt-en“ im Biberacher Rathausfoyer widmet ihre Aufmerksamkeit ab 28. Februar zugewanderten älteren Menschen: Sie zeigt, wie diese Menschen bei uns leben, wie sie das Älterwerden sehen und wie sie über den Tod denken.


Organisiert haben die Ausstellung der Diakonieausschuss der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Biberach, die Stadt Biberach und das Seniorenbüro. „Wir wollten das Thema ,Alt werden als Migrant in Biberach‘ auf sympathische Weise rüberbringen“, sagt Pfarrer Peter Schmogro, Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde. So wurde in Zusammenarbeit mit einer Soziologin eine Umfrage gemacht. 50 ältere Frauen und Männer mit Migrationshintergrund wurden im Sommer 2009 zu ihrem Leben, teilweise in ihrer Landessprache, befragt. „Die Gespräche waren sehr persönlich“, sagt Martina Eisele, Integrationsbeauftragte der Stadt Biberach. Außerdem wurden alle Befragten von dem Mittelbiberacher Fotografen Steffen Dietze porträtiert. Die Ausstellung zeigt nun die Ergebnisse der Umfrage, sie vermittelt, wie ältere Migranten ihr Leben in Biberach sehen, wie sie es gestalten und es bewältigen.


„Es ist wichtig, dass wir uns des Themas annehmen“, sagt Biberachs Erster Bürgermeister Roland Wersch. „Migranten glauben oft, dass sie im Alter weniger Hilfe brauchen, weil sie sich auf ihre Familie verlassen.“ Es sei jedoch nicht immer der Fall, dass Kinder oder Enkel zur Pflege bereit sind. Also müsse man älteren Menschen mit Migrationshintergrund Angebote wie Pflegeheime und Pflegedienste erst einmal näherbringen. Es sei nicht so, dass die Angebote nicht bekannt seien, die meisten wollten die Möglichkeiten einfach nicht in Anspruch nehmen, sagt Pfarrer Schmogro. Entweder, weil ihre Kultur solche Einrichtungen nicht kennt oder weil das Vertrauen in sie noch fehle.


„Natürlich müssen sich auch Pflegedienste und Altenheime auf die anderen Kulturen einstellen, um ein Aufeinanderzugehen möglich zu machen“, sagt Christian Walz vom Seniorenbüro. Das Wissen, dass für Moslems Schweinefleisch tabu ist, oder dass man in türkischen Wohnungen die Schuhe auszieht, muss sich in Pflegediensten und -heimen etablieren. Migranten sollen in die Gremien.


Auch im Stadtseniorenrat und der Stadtteilarbeit finden sich wenige Menschen mit nichtdeutschen Wurzeln, bedauert Martina Eisele. „Auch hier wollen wir Migranten hinzugewinnen“, sagt sie. Die mit dem Integrationspreis gekürte Ausstellung, die bereits 2009 in der Kreissparkasse zu sehen war, soll ein Impuls sein, sich mit dem Thema Integration im Alter zu beschäftigen.


Begleitet wird die Ausstellung von drei Veranstaltungen: Basri Askin am Dienstag, 6. März, mit „Multikulturen im Gesundheitssystem“, am Samstag, 10. März, können zugewanderte Biberacher ihre eigene Geschichte erzählen, und Christian Walz vom Seniorenbüro gibt am 13. März eine Einführung in die Ausstellung.

 

Die Ausstellung ist vom 28. Februar bis 14. März im Rathausfoyer zu den Öffnungszeiten zu sehen. 

 

© Schwäbische Zeitung - 20.02.2012

Das Plakat zur diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche. Foto: pr

Fastenwochen lenken den Blick auf falschen Ehrgeiz

Evangelische Gesamtkirchengemeinde eröffnet Programm an Aschermittwoch

biberach (sz) - „Sieben-Wochen-ohne“ ist die Fastenaktion der Evangelischen Kirche, heuer hat sie das Motto „Gut genug! Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz“. In Biberach wird die Fastenaktion jedes Jahr in der evangelischen Gesamtkirchengemeinde angeboten. Ab jetzt ist im Gemeindebüro, Maliweg 9, der Fastenkalender zur Fastenaktion erhältlich, oder beim Eröffnungsabend am Aschermittwoch, 22. Februar, ab 20 Uhr, Martin-Luther-Gemeindehaus. An diesem Abend wird kurz in das Thema der diesjährigen Aktion eingeführt. Jeden Sonntagabend während der Fastenzeit ist in der evangelischen Spitalkirche um 19 Uhr ein Taizé-Gebet zur Fastenaktion.

Der Mensch hat für sich Wert

Worum geht es? „Jeden Tag ein bisschen besser“ – mit diesem Slogan preist nicht nur die Werbung den Ehrgeiz. Auch Eltern, Lehrer, Arbeitgeber stimmen in das Credo ein. Nach den jüngsten Erfolgen werden immer gleich die neuen Ziele ausgerufen. Was gestern gut war, muss morgen überboten werden: Die Skala ist nach oben immer offen. Jeder könnte besser, schneller, attraktiver sein. Karriere, Körper, Netzwerke – alles Aktivposten in einem Leben voller Potenziale und Optionen. Bildung, Schönheitsbehandlungen, Therapien: Ein Heer an Dienstleistern steht bereit, um aus uns allen das Letzte herauszuholen. „Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz – gut genug!“, lautet die Botschaft, die dem entgegengesetzt wird. Sieben Fastenwochen es gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks.

Christen sagen: Jenseits allen Werkelns hat der Mensch einen Wert an sich.




© Schwäbische Zeitung - 16.02.2012

sz-foto: Warnack

Dem ersten Mohren-Ehepaar fällt das Lachen nie schwer

Erster Doppelpack und erste Frau: Die evangelischen Pfarrer Helga und Martin Elsässer erhalten Vollreinigung

Riedlingen (mad) - „Heute wird's eng im Zuber“, hatten die Waschweiber ganz richtig läuten hören. Aber nicht etwa wegen der Leibesfülle des 2012 Gewaschenen, wie zuerst vermutet wurde. Nein, zum ersten Mal hatte die Zunft gleich zwei Persönlichkeiten ausgeguckt, die heuer für ihre Verdienste um die Stadt zum Riedlinger Mohr gewaschen werden sollten. Max und Moritz? Ne, ne, zwei Kinder haben sie auch, hatte Mechtild mitbekommen. Beim ersten Mohren-Doppelpack muss also zum ersten Mal eine Frau dabei sein, schlussfolgerte Pia messerscharf und freuten sich schon auf den Waschgang: endlich mal ein Gespräch „von Frau zu Frau“. Trauen wird die sich schon, oh doch, zumal man munkelt, „dass sie daheim ganz schön die Hosen anhat“. Aus dem Unterland hierher

Vor fast acht Jahren sind sie aus dem Unterland ins schöne Oberland gekommen. „Die ganzen Stuttgarter kommen lieber nach Riedlingen, weil wir hier noch einen Bahnhof haben, und zwar oberirdisch.“ Dafür ist ja der Oberländer und ebenfalls schon zum Riedlinger Mohr gewaschene Winfried Kretschmann ins Unterland gezogen „und regiert von dort aus jetzt unser Ländle“. Dass die Riedlinger Mohren 2012 „Schwätz-Schaffer“ sind und er St. Pauli-Fan, aber trotzdem mit Bürgermeister Hans Petermann mal auf der Rückfahrt von einem VfB-Spiel in eine Verkehrskontrolle geriet, wurde bei der Gelegenheit auch noch bekannt.

Das evangelische Pfarrerehepaar Helga Steible-Elässser und Martin Elsässer jedenfalls habe das Brauchtum hochgehalten, lobte Zunftmeister Thomas Maichel. „Mir glaubet, ihr passt hierher, des Lacha fällt euch niemals schwer“, reimte der Zunfte. Also ab in den Zuber, Donaukiesel und angesichts des Wetters „hoffentlich warmes“ Donauwasser dazu und kräftig geschrubbt. Bevor die Ehrenurkunden ausgehändigt wurden und es ins Sportheim ging, mussten sich die Geehrten noch diversen Tests unterziehen und Fragen beantworten. Wenn die Waschweiber geschlossen in den Kirchengemeinderat einträten, käme vielleicht eine Mehrheit für eine Narrenmesse bei den Evangelischen zustande, rieten die Elsässers. Und wer hat jetzt die Hosen an daheim? „Beide, je nach Tagesform“, antwortete er. Und gebetet wird „immer gemeinsam“.

Die zügig und flüssig durchgezogene Zeremonie wusste zu gefallen. Seit 2005 hat die Narrenzunft Gole den aus den 30er-Jahren bekannten Brauch wiederaufleben lassen, jährlich einen Riedlinger zum Mohr zu waschen. Diese Ehre wird Riedlingern zuteil, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, aber nicht in der Kernstadt geboren sind. Der Brauch knüpft an die Legende an, dass einst ein Zirkus mit einem Schwarzen in die Stadt gekommen sein soll. Die Riedlinger Waschweiber hätten gedacht, er sei dreckig, und ihn geschrubbt, so geht die Sage.

Die evangelischen Pfarrer Martin Elsässer und Helga Steible-Elsässer „passen hierher“ und werden zu Riedlinger Mohren gewaschen.

© Schwäbische Zeitung - 03.02.2012

Dr. Beate M. Weingardt. Foto: te

 

„Sehnsucht des Menschen nach Frieden ist groß“

 

Das Frauentreffen in Wain ist gut besucht – Im Vortrag behandelt Dr. Beate M. Weingardt das Thema Frieden

 

Von Kurt Kiechle


WAIN - Einen bereichernden und interessanten Tag haben gestern an Lichtmess rund 90 engagierte Frauen im evangelischen Gemeindehaus in Wain erlebt. Sie waren der Einladung des „Arbeitskreis Frauen des evangelischen Bauernwerks in Württemberg“ gefolgt. Im Mittelpunkt dieses erstmaligen Treffens in Wain für Frauen jeden Alters, stand der mit einer großen Portion Humor, Zitaten und Bibelsprüchen gewürzte, von Glauben, Lebensweisheit und Erfahrung geprägte Vortrag mit dem Thema „Frieden und Zufriedenheit – Sehnsucht des Menschen“.

 

Als kompetente Referentin hatten Bezirksbauernpfarrer Ernst Eyrich (Wain) und Bildungsreferentin Renate Wittlinger (Prälatur Ulm) – sie war für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich – Dr. Beate M. Weingardt gewinnen können. Aus ihrer Erfahrung als Theologin und Psychologin im Umgang mit zufriedenen und in Unfrieden lebenden Menschen, nannte sie viele Gründe, die zu Harmonie oder aber ebenso oft zu dauerhaften Konflikten und mangelnder Harmonie in Familie und Gesellschaft führen können. Dass Unfrieden kein Dauerzustand sein müsse, betonte die 1960 in Blaubeuren geborene Buchautorin nicht nur einmal, „denn die Sehnsucht des Menschen nach Frieden ist groß und gottgewollt“.


Pfarrer Ernst Eyrich freute sich in seiner Begrüßung über ein voll besetztes Haus und griff bei der anschließenden Kurzandacht den Text aus dem Lukasevangelium auf, um eine Brücke zum Tagesthema zu schlagen. Den „Morgensegen“ von Martin Luther sprachen sich die aus dem gesamten Kirchenbezirk Biberach versammelten Frauen gegenseitig zu. Sie waren gespannt auf den Vortrag und genauso auf die von Renate Wittlinger angekündigte Referentin, die wie sie versicherte, gern gekommen sei.


Frieden ist Dauerthema


Beate Weingardt hatte ihre Ausführungen in vier Punkte aufgeteilt, beginnend mit „Frieden als Dauerthema“. Tag für Tag würden die Zeitungen von Konflikten und Unfrieden berichten. Gewalt in jeder Form beherrsche die Medien, Unzufriedenheit durchziehe viele Bereiche des Lebens. Das viel zitierte Sprichwort „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“, wollte Weingardt allerdings so nicht stehen lassen. Alle Menschen müssten im Zusammenleben etwas tun, um Frieden zu leben, denn Frieden ist ein kostbares Gut. „Wir müssen in unserem Umfeld und mit uns selbst im Reinen sein.“


Einen zeitlich breiten Raum nahm das Kapitel „Frieden in der Bibel“ ein. Der Begriff „Friede – Shalom“ – finde in der Bibel vielfach Verwendung. Ebenso oft würden aber auch Unruhe- und Unfriedenstifter beschrieben, angefangen bei Kain und Abel. Neid und Missgunst unter Geschwistern, etwa wenn es ums Erbe gehe, würden nicht selten zu dauerhaften Zerwürfnissen und Zwietracht innerhalb der Familie führen. Aber Unfrieden dürfe kein Dauerzustand sein, Frieden hingegen trage zum persönlichen Wohlbefinden bei.


Die Referentin, die mit sechs Geschwistern aufgewachsen ist, zeigte anhand von vielen Beispielen zum Komplex „Die Dimensionen des Friedens“ Chancen, Wege und Bemühungen zum Frieden und zur Zufriedenheit auf. „Versuchen wir einander zu verzeihen, nach Konfliktsituationen nicht nachtragend, sondern versöhnungsbereit zu sein. Machen wir den ersten Schritt zum Frieden schließen.“


Nach dem gemeinsamen Mittagessen erlebten die Frauen eine Kirchenführung mit Pfarrer Eyrich, freuten sich über einen visuellen Streifzug „Durch das Tal der Rot“ von Gerhard Högerle, Schwendi und über Beiträge des Frauenkreises.

© Schwäbische Zeitung - 02.02.2012

Beim Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2. von links) teilten er, Dekan Hellger Koepff, Sigmund Schänzle und Oberbürgermeister Thomas Fettback (von links) eine rote Decke als Symbol für den Heiligen Martin, der seinen Mantel teilte. Dem Verein Bauhütte Simultaneum ist Kretschmann noch nicht beigetreten. Er sammelt Spenden für die Sanierung der Kirche. Sz-Foto: Kretzschmar

Drei Gruppen teilen sich den Mantel

 

Regierungspräsidium gibt grünes Licht für die Jahrhunderte alte Stiftung Gemeinschaftliche Kirchenpflege

Von Constanze Kretzschmar

Biberach - Die Biberacher Kirchen stecken in einer merkwürdigen Situation. Wird die Stadtpfarrkirche St. Martin renoviert, müssen die katholischen und evangelischen Gemeinden für die Kosten aufkommen. Die Entscheidung über eine Renovierung treffen sie aber nicht selbst, sondern ein Gremium, dem sie nur als Minderheiten angehören: der Gemeinderat in Stiftungssachen. Alle 29 Mitglieder des Gemeinderats dürfen abstimmen, aber nur fünf Vertreter der Kirchen. Nun sollen sich die Kräfteverhältnisse ändern. Ein Sprecher des Regierungspräsidiums (RP) Tübingen bestätigte gestern, dass die „Stiftung Gemeinschaftliche Kirchenpflege Biberach“ nach wie vor existiert.


Neue Satzung erarbeitet


Die Stiftung ist uralt. Sie ist aber nicht mehr im Stiftungsregister eingetragen und bisher nicht rechtsfähig. Nun haben die Stadt und Vertreter der Kirchen eine Satzung erarbeitet. OB Thomas Fettback und der evangelische Dekan Hellger Koepff stellten sie vor knapp zwei Wochen dem Regierungspräsidenten Hermann Strampfer vor: In der Stiftung sollen ein Rat und ein Vorstand über die Belange der Kirche entscheiden.


Zuständig für das tägliche Geschäft wäre ein Stiftungsvorstand. Ihm sollen nach dem bisherigen Konzept der Biberacher OB und je ein Vertreter der katholischen und der evangelischen Gesamtkirchengemeinde angehören. Kontrolliert würde der Vorstand durch den Stiftungsrat, der zugleich Grundsatzentscheidungen treffen würde. Ihm sollen je drei Vertreter der Kirchen und drei der Gemeinde angehören. Beide Kirchen hätten damit in beiden Gremien eine Zweidrittel-Mehrheit.


Eine solche Stiftung sei im Landesrecht nicht vorgesehen, sagt Fettback: Eigentlich gebe es Stiftungen, an denen Gemeinden beteiligt sind, nur „wenn die Gemeinde darin das Sagen hat“. Das RP erkenne mit der Stiftung die Biberacher Besonderheiten an. Schließlich teilen sich Stadt und beide Konfessionen hier schon seit Jahrhunderten die Verantwortung für ihre Kirche. Die Anerkennung des RP sei ein Durchbruch: „Wir wollen gemeinsam diese Kirche für die Zukunft erhalten“, sagt Koepff.


Als nächstes überarbeiten die kirchlichen Gremien und die Stadt den Entwurf für die Satzung. Bisher sieht dieser vor, dass die Mitglieder aus dem Vorstand zugleich dem Rat der Stiftung angehören. Der Rat würde aber den Vorstand kontrollieren – einige Personen würden ihre eigene Arbeit überprüfen. Das RP habe gesagt, es könne die Stiftung mit einem solchen Konzept genehmigen. Aber habe es angeregt, diesen Punkt zu überdenken. „Wir wollen ja eine Stiftung für die nächsten Jahrhunderte auf den Weg bringen“, sagt Fettback. Er rechnet damit, dass die Satzung bis zum Sommer steht.


Welche Heizung St. Martin demnächst wärmen soll, ist noch unklar. Noch immer ringen die Gremien der Kirchen darüber, welche Art Heizung zu welchem Preis sie bevorzugen. Dekan Hellger Koepff will noch nicht einmal eine Vorhersage dazu wagen, wie lange es dauert, bis eine Entscheidung gefallen ist. Derzeit fehlt den Kirchen für eine Sanierung ohnehin noch das Geld – selbst die laufenden Kosten muss beispielsweise die evangelische Gemeinde aus ihren Rücklagen bezahlen. Müsste sie die mehrere Millionen teure Sanierung auch noch mittragen, wären die Rücklagen bald aufgebraucht.


Die neue Stiftung soll Spenden sammeln können, aus denen der Erhalt der Kirche finanziert wird. Bereits 30 000 Euro Spenden hat der Verein Bauhütte Simultaneum gesammelt. Das sei zwar schön, sagt der stellvertretende Vorsitzende Hans Beck, reiche aber bei weitem nicht. „Wir suchen noch neue Mitglieder“, sagt Beck. 35 hat der Verein derzeit. Er habe auch Ministerpräsident Kretschmann einen Antrag auf Mitgliedschaft mitgegeben. „Aber da ist noch nichts zurückgekommen.“

 

© Schwäbische Zeitung - 02.02.2012

Evangelischer Religionslehrer Heinz Weiss im Ruhestand

 

Leute

 

Nach 33 Dienstjahren ist Heinz Weiss am Gymnasium Ochsenhausen in den Ruhestand verabschiedet worden. Im Rahmen eines feierlichen Abschieds würdigte die Schulleiterin Elke Ray sein Wirken als evangelischer Religionslehrer nicht nur am Gymnasium, sondern an insgesamt sieben Schulen in der Region.


Von der ersten bis zur neunten Klassenstufe hat Weiss seit 1978 Religion unterrichtet und dabei an allen Schularten mit Kindern und Jugendlichen über Glaubensfragen, Moral und Ethik debattiert. „Aus heutiger Sicht war Heinz Weiss damit ein echter Pionier für die Gemeinschaftsschule – und zwar lange, bevor die Idee aufkam“, sagte Elke Ray.


Mit welchem Engagement Heinz Weiss unterrichtet habe, zeige auch, dass er in den ersten Jahren seine Schüler noch persönlich von den Höfen in der Gegend abgeholt und nach der Schule wieder zurückgefahren habe. Langweilig wird es Heinz Weiss im Ruhestand wohl nicht werden: Mehr Sport, sein Enkelkind und die Arbeit in der Notfallseelsorge seien, so der scheidende Religionslehrer Heinz Weiss, für die nächsten Jahre schon fest eingeplant. (sz)

© Schwäbische Zeitung - 02.02.2012

„Bildung, die Sinn macht“

 

Frühjahr-Sommer-Programm der Evangelischen Erwachsenenbildung

 

Bad Saulgau (sz) - Derzeit liegen die neuen weißen und fliederfarbenen Faltblätter mit dem aktuellen Programm der evangelischen Erwachsenenbildung Bad Saulgau aus: „Bildung, die Sinn macht“. Verschiedene Angebote, die meist im evangelischen Gemeindehaus in der Gutenbergstraße 49 stattfinden, stehen Interessierten aller Glaubensrichtungen offen.


Die verschiedenen Angebote sind wieder thematisch unterteilt, beginnend mit den Aspekten Glauben und Leben, zu denen acht Angebote gehören. Am Anfang steht der achtteilige Glaubenskurs „Warum ich kein Atheist bin“ mit Pfarrer Samuel Hartmann, der ab dem 5. März immer montags stattfindet. Weiter geht es mit den Gottesdienst-Themenabenden von Juni bis Juli. Im Kloster Sießen findet ein Bibliodrama-Samstag, 25. Februar, von 10 bis 16 Uhr statt, bei dem es darum geht, mithilfe von ganzheitlilchen Elementen die Auferstehung im eigenen Leben zu erfahren.


Frauenfrühstück und Männervesper

 

Zum zweiten Mal im Programm sind Frauenfrühstück und Männervesper. Mit „Nahrung für Leib und Seele“ ist das Frühstück überschrieben und beschäftigt sich am 25. Februar mit Liebe und Frust in einer Patchworkfamilie. Am 2. April heißt es „Die Frauen an Jesu Grab – von der Osterbotschaft verstört?!“ Und am 23. Juni geht es von 9 bis 11 Uhr um: „Durch den Partner geheiligt? – was, wenn der Partner nicht glaubt?“ Beim Männervesper mit Heiko Bräuning am Freitag, 30. März, von 19 bis 21.30 Uhr, berichtet dieser über seine Erfahrungen als Pfarrer in der Medienwelt.


Eine Lesung mit Christa Spilling-Nöcker unter dem Titel „Ein(en) Korb voller Glück“ gibt es am 19. April in der Christuskirche. Mit dem Thema Organspende befasst sich eine Gesprächsrunde am Freitagabend, 23. März, mit Betroffenen und Fachleuten aus medizinischer und theologischer Sicht. In Kooperation mit dem Projekt Elefant (Eltern erfahren Antworten) geht Manfred Faden am 26. April im evangelischen Kinderhaus auf die Bedeutung des Vaters in der Erziehung ein.

Der Dialog der Religionen wird fortgesetzt mit der Begegnung von Christen und Muslimen am Samstag, 24. März, um 15.30 Uhr – einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde mit dem Thema „Christentum früher und heute“.


Der Bibelgesprächskreis „In zwei Jahren durch die Bibel“ ist jeweils dienstags von 18.30 bis 19.30 Uhr. Die Taizé-Andachten in der Christuskirche sind an den Samstagen 3. März, 31. März, 2. Juni und 7. Juli, jeweils um 19 Uhr. Die wöchentlichen Proben des Gospelchors Joyful Singers laufen dienstags und die meditativen Tanzabende mit Sieglinde Ganal, die monatlich einmal freitags angeboten werden, sind am 17. Februar, 9. März, 27. April, 18. Mai und am 29. Juni.


Das wöchentliche Tanzen ab 50 mit Angela Neher ist donnerstagvormittags. Eine Fortsetzung findet auch ein Lauftreff, der immer freitags um 18 Uhr vor dem evangelischen Gemeindehaus startet. Ebenfalls aufgeführt ist die ökumenische Altenbegegnungsstätte mit ihren dienstagnachmittäglichen Vorträge.


Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 07581/86 30. Das Programm kann auf der Homepage der Kirchengemeinde nachgelesen werden: www.evkirche-badsaulgau.de

 

© Schwäbische Zeitung - 01.02.2012

Dritter Kursabend befasst sich mit Heiliger Schrift

Mengen (sz) - Am Montag, 6. Februar, findet der dritte Kursabend mit dem Thema „Christen und Muslime auf dem Weg zum Dialog“ statt. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Andachtsraum in der Zeppelinstraße. An dem Abend befassen sich die Teilnehmer mit dem jeweiligen Verständnis des Korans und der Bibel, lernen den Umgang der beiden Religionen mit ihrer Heiligen Schrift kennen und befassen sich mit den Gemeinsamkeiten und den Unterschieden in beiden Büchern. Auch wer an den anderen Kursabenden nicht teilgenommen hat, kann zum dritten Kursabend dazustoßen, den die Geschäftsführerin des evangelischen Bildungswerkes Oberschwaben Brunhilde Raiser und Pfarrer Wolfgang Raiser leiten.

© Schwäbische Zeitung - 01.02.2012

Renovierung ist billiger

 

An der Michaelskirche sind die Arbeiten abgeschlossen

 

Wain (sz) - Weit mehr als 200 Menschen haben am Festgottesdienst teilgenommen, der den Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Wainer Michaelskirche markiert hat. Einige sind in ihrer „Woimer Tracht“ gekommen. Mitgestaltet wurde der Abendmahlgottesdienst vom Kirchen- und Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Wain. Die Predigt hielt Pfarrer Wolfgang Putschky.


Zum Abschluss des Gottesdienstes sprach Dirk Hübner vom Architekturbüro Bauke über die Details der Kirchensanierung. Er erläuterte, dass im Vordergrund die Instandsetzung der Dachbalken stand, dann noch die Kirche neu verputzt, neue elektrische Leitungen verlegt, das Zugseil des Taufsteins erneuert und neue Lampen im Kirchenschiff angebracht wurden.


Pfarrer Ernst Eyrich bedankte sich für die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Behörden und Institutionen sowie bei den ehrenamtlichen Helfern, die dazu beigetragen haben, die Kosten der Sanierung so gering wie möglich zu halten. Wahrscheinlich können nicht nur die veranschlagten Baukosten in Höhe von 300 000 Euro eingehalten werden, sondern unterschritten werden. „Die Kirchenrenovierung wurde zu einem gelungenen Gemeindeprojekt“, so Pfarrer Eyrich. Nach dem Gottesdienst folgte eine große Zahl der Gottesdienstbesucher der Einladung zum gemeinsamen Mittagessen.