© Schwäbische Zeitung - 31.05.2012

Pfarrer Ernst Eyrich moderiert Christustag

Evangelische Christen feiern an Fronleichnam in Weingarten – Gemeinsame Busfahrt aus Wain

Weingarten/Wain (sz) - Seit mehr als 50 Jahren treffen sich evangelische Christen aller Generationen an Fronleichnam zum „Christustag“, einer regelmäßigen Bibel- und Glaubenskonferenz. In 19 Städten in Baden-Württemberg, darunter auch Weingarten, werden insgesamt mehr als 10 000 Besucher erwartet. Am Donnerstag, 7. Juni, steht der Christustag unter dem Thema „Jesus (un)verändert“.

Beginn ist um 9.30 Uhr

Die Veranstaltung im Kultur- und Kongresszentrum beginnt um 9.30 Uhr. Die Bibelarbeiten halten Oberkirchenrat Werner Baur (Stuttgart) und Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell. In einem „Blitzlicht aus Oberschwaben“ stellt sich das Chörle des Rotachheimes, einer Einrichtung der Zieglerschen, mit Gebärden vor. Die „Hilfsaktion Märtyerkirche“ (Uhldingen-Mühlhofen) berichtet über die Lage der verfolgten Christen. Musikalisch umrahmt wird der Christustag in Weingarten vom Posaunen- und Kirchenchor Wain.

Parallel dazu wird für die Kinder ab vier Jahren ein gesonderter Christustag angeboten, der von einem Team der evangelischen Brüdergemeinde im Gemeindehaus, Abt-Hyller-Straße 17, gestaltet wird. Der Christustag, der von Pfarrer Ernst Eyrich moderiert wird, endet um 12.50 Uhr. Die Flyer zum Christustag liegen in der Wainer Kirche und im Gemeindehaus auf.

7.37 Uhr ist Abfahrt in Wain

Eine gemeinsame kostenlose Busfahrt wird organisiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Abfahrten: 7.25 Uhr, Bushaltestelle Oberbalzheim; 7.28 Uhr, Dorfplatz Unterbalzheim; 7.30 Uhr, Netto Dietenheim; 7.35 Uhr, Bushaltestelle Auttagershofen; 7.37 Uhr, Gemeindehaus Wain.

Der Christustag wird von der Christus-Bewegung „Lebendige Gemeinde“ gemeinsam mit der evangelischen Vereinigung für Bibel und Bekenntnis in Baden veranstaltet. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.christustag.de.

© Schwäbische Zeitung - 30.05.2012

Das Seniorenhölzle, die Freizeit für Senioren in Biberach, hat begonnen. SZ-Foto: bogenrieder-kramer

Senioren treffen sich im Hölzle

Die diesjährige Seniorenfreizeit in Biberach thematisiert das Älterwerden

 

Von Carmen Bogenrieder-Kramer

Biberach - Die 14. Seniorenfreizeit im Hölzle Biberach-Bergerhausen ist eröffnet. Acht ehrenamtliche Helferinnen und ein Mann für alle Fälle gestalten zusammen mit Ursula Schulz von der Diakonie Biberach diese besondere Freizeit, die bis Freitag andauert.

Die Vorfreude, die in der Luft lag, war zu spüren. Das Team um Ursula Schulz wartete in der dekorierten Ferienstätte auf die Gäste. Verschiedenen Fahrdienste brachten die ersten Urlauber ins Hölzle, insgesamt sind 31 Gäste angemeldet. Einige kennen sich schon seit vielen Jahren, sie brachten ihre Wiedersehensfreude durch Umarmungen zum Ausdruck. Andere sind zum ersten Mal dabei wie das Ehepaar Guther und Walter Donath. Alle freuten sich auf ihren viertägigen Urlaub im Hölzle.

„Wir verwöhnen unsere Gäste. Sie haben es verdient“, sagte Ursula Wachter, eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Sie arbeitet zusammen mit ihrem Mann schon seit vielen Jahren im Seniorenhölzle. Sie strahlt, wenn sie spricht - und das tut allen gut.

Schon vor dem gemeinsamen Frühstück wird gesungen. „Was wir brauchen gibt uns Gott, frohen Mut und täglich Brot.“ Fast könnte man meinen, dass dieses Lied täglich im Kanon gesungen wird. Alle stimmen ein, junge Ältere und ältere Junggebliebene. Ein schöner Auftakt, bei dem auch Pfarrerin Birgit Schmogro anwesend ist. Sie gestaltete im Anschluss eine Andacht, die zum Motto des diesjährigen Seniorenhölzles passte. „Alles hat seine Zeit“, auch das Älterwerden und das alt sein.

Zeit spielt auch in den kommenden Tagen eine gewisse Rolle. Helmut Ruff wird seine Uhrensammlung präsentieren und Notar Michael Kopf über Wissenswertes rund um das Testament referieren. Daneben stehen Gymnastik, Spiel und Spaß täglich auf dem Programm. Auch an die Mittagspause ist gedacht. „Wenn das Wetter so schön ist wie heute, dann stelle ich die Liegen im Freien auf“, sagte Erich Wachter. Für das leibliche Wohl sorgt das ehrenamtliche Küchenduo Ingrid Laub und Rose Ruff. Sie haben mit der Zubereitung von Frühstück, Mittagessen und Kaffee samt Kuchen am Nachmittag Einiges zu tun.

© Schwäbische Zeitung - 25.05.2012

Franz Waibel wiegt Spargel ab. SZ-Foto: Kohler

Köche schälen 160 Kilogramm Spargel

 

Erlös geht an den Kindergarten Villa Regenbogen in Ummendorf

Von Kim Kohler

Biberach - In den Genuss frisch geschälten Spargels sind die Besucher des Biberacher Wochenmarkts kürzlich gekommen. Unter der Leitung von Franz Waibel trafen sich fünf Köche und ein Auszubildender, die in verschiedenen Betrieben Oberschwabens arbeiten, bereits zum fünften Mal zum Spargelschälen auf dem Biberacher Marktplatz. Auch von dem regnerisch trüben Wetter ließen sie sich nicht abhalten, vor den Augen der Marktbesucher sieben Stunden lang Spargel für einen guten Zweck zu schälen und zum Verkauf anzubieten.

In blauen Pavillons gut vor dem Regen geschützt verarbeiteten sie im Laufe des Morgens 160 Kilogramm frischen Bodenseespargel. Neben Spargel konnten sich die Besucher auch mit einem selbst gekochten Spargelragout mit Baguette zum Mittagessen verwöhnen lassen, das auch gerne angenommen wurde. Das fleißige Spargelschälen lohnte sich. Am Ende des Tages konnten die Köche des Kochclubs einen Erlös von 315 Euro verzeichnen, der dem Kindergarten Villa Regenbogen in Ummendorf gespendet wurde.

Die Leiterin des Kindergartens, Susanne Maier, nahm stellvertretend für die gesamte evangelische Kirchengemeinde Ummendorf dankend den Scheck entgegen. Das Geld werde für die Renovierung der Außenanlage des Kindergartens verwendet. Und die Köche planen bereits die Fortsetzung dieser mittlerweile schon fast zur Tradition gewordenen Aktion. Auch für 2013 ist das „Spargelschälen für den guten Zweck“ wieder geplant, dann einen Tag vor dem Muttertag. Sie hoffen darauf, dass der Himmel ein Einsehen hat und sie die Marktbesucher dann bei gutem Wetter mit frischem Spargel beglücken können.

© Schwäbische Zeitung - 23.05.2012

Gesangbuch-Quiz für Konfirmanden

Riedlingen (sz) - Ein neuer Konfirmandenjahrgang hat begonnen. Unter dem Motto „Der mich zu allen Zeiten kann geleiten“ aus dem Lied „Ich möcht´, dass einer mit mir geht“, sind am kommenden Mittwoch, 23. Mai, um 19 Uhr die neuen Konfirmanden, ihre Eltern und alle, die das Evangelische Gesangbuch kennenlernen möchten, ins Johannes-Zwick-Haus eingeladen. Bezirkskantor Jürgen Berron führt zu Beginn in das Evangelische Gesangbuch ein und stellt Lieder aus verschiedenen Gattungen im Evangelischen Gesangbuch vor. Im zweiten Teil des Abends steht dann ein Quiz im Mittelpunkt. Drei Gruppen wetteifern dabei mit Geschick, Schnelligkeit und ihrem neuen Wissen um den ersten Platz. Das Evangelische Gesangbuch bietet eine Fülle von Liedern für Jung und Alt.

© Schwäbische Zeitung - 22.05.2012

Foto privat

Sieben Jugendliche sagen „Ja“ zum Glauben

 

Gemeinde der Christuskirche Bad Schussenried feiert mit den Konfirmanden Bad Schussenried (sz) - Sieben Jugendliche sind in der Evangelischen Christuskirche konfirmiert worden. Die Jugendlichen haben sich ein Jahr lang mit dem christlichen Glauben beschäftigt und sich entschieden, ihr eigenes „Ja“ zu ihrer Taufe und zum christlichen Glauben zu sagen. Der Gottesdienst mit Pfarrerin Dorothee Moser stand unter dem Leitvers „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“. Mehr als 150 Familienangehörige und Gemeindeglieder haben mit den Jugendlichen gefeiert. Jedem Einzelnen wurde der Segen Gottes zugesprochen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einer Band unter Leitung von Peter Doubeck. Mit der Konfirmation sind die 14-Jährigen religionsmündig, können das Patenamt übernehmen und dürfen sich bei der Kirchenwahl beteiligen.Sieben Konfirmanden wurden von Pfarrerin Dorothee Moser in der Christuskirche Bad Schussenried eingesegnet.

© Schwäbische Zeitung - 22.05.2012

Wolfgang Rieger (l.), Renate Gleinser (Zweite von rechts) und Ingoldingens Bürgermeister Jürgen Schell (r.) nahmen Abschied von Pfarrerin Dorothee Moser und Alexander Steiner.sz-foto: aß

"Gemeinde blickt auf "sieben fette Jahre"

 

Christuskirchengemeinde nimmt Abschied von Pfarrerin Dorothee MoserVon Josef Aßfalg


Bad Schussenried - In der vollbesetzten Christuskirche hat Pfarrerin Dorothee Moser am Sonntag nach sieben Jahren ihren letzten Gottesdienst in Bad Schussenried abgehalten. In ihrer Abschlusspredigt ging sie auf den biblischen Text aus Matthäus 13 ein und brachte dafür ein kleines Senfkorn mit. Auch das Himmelsreich gleiche einem ausgesäten Senfkorn. Wenn es wächst, werde es zu einem Baum, in dem die Vögel des Himmels nisten. „Ich sehe vieles, was bei uns in den sieben Jahren gewachsen ist, wie aus dem Senfkorn ein Baum wurde, manches Senfkorn muss noch gedeihen“, verglich Moser. Der Gottesdienst wurde umrahmt vom Posaunenchor unter Dierk Jakob, dem evangelischen Kirchenchor unter Christiane Ewald und dem Organisten Peter Doubek, der gleichzeitig Bläser des Posaunenchors ist.


Die anschließende Matinée wurde mit dem Hymnus „Panis angelicus“ aus Cesar Franks Messe mit Orgel und Tenorgesang von Charles Schlicker eröffnet. Beate Walaschek-Leube, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, sagte bei ihrer Begrüßung: „Sieben Jahre hat unsere Pfarrerin die Kirche gefüllt, und unsere Gemeinde mit ihrem lebendigen, Mut machenden und fröhlichen Wirken erfüllt. Dorothee Moser hat in der Stille zugehört, alle großen und kleinen Sorgen und Freuden ernst genommen, mitgefühlt, geteilt, Mut gemacht und getröstet. Der Kirchengemeinderat hatte mit Ihnen sieben fette Jahre“.


Mit Moser wurden die Heizung und Glasfront an der Ostseite des Gemeindezentrums energetisch saniert. Ein Meilenstein war auch die Gründung der Stiftung Christuskirche im Dezember. Ein großes Lob hatte Walaschek-Leube auch an Mosers Ehemann Alexander Steiner, der engagiert bei Veranstaltungen und technischen Problemen geholfen habe.


„Ein neues Kapitel aufgeschlagen“


In Vertretung von Bürgermeister Achim Deinet rechnete Stellvertreter Wolfgang Dangel augenzwinkernd vor: „Seit 829 Jahren gibt es in Schussenried christliche Pfarreien, die letzten sieben Jahre waren in weiblicher Besetzung. Damit haben sie ein neues Kapitel aufgeschlagen“.


Bürgermeister Jürgen Schell aus Ingoldingen brachte für die passionierte Bergwanderin ein Bergseil mit. Weitere Gruß- und Anerkennungsworte folgten von Jürgen Kunth, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenbezirks Biberach, Marco Schöttner vom Seniorenzentrum Regenta und Dr. Rudolf Metzger, ärztlicher Direktor am ZfP. Konrektor Udo Jeske und Sabine Jacob von der Jakob-Emele-Realschule nahmen mit einem Gitarrenständchen Abschied. Pfarrerin Annette Roser-Koepf wandte sich als Vertreterin des Distrikts an Moser: „Wir lassen dich ungern gehen, du hast uns mit deiner wohltuenden Freundlichkeit gut getan“. Für das evangelische Bildungswerk Oberschwaben sprach Brunhilde Raiser und Pfarrer Joachim Meckler für die katholische Kirchengemeinde St. Magnus. Renate Gleinser von der katholischen Seelsorgeeinheit Riß-Federbach bemerkte: „Sie sind nicht unsere Pfarrerin, aber wir lassen Sie ungern ziehen“. Stiftungsbeirat Wolfgang Rieger bot Moser als Initiatorin der Stiftung Christuskirche eine externe Mitgliedschaft an.


In ihrem Schlusswort machte Pfarrerin Moser deutlich, dass der Rückblick den Abschied nicht leichter macht. Für die Zukunft wünschte sie „Schönes gemeinsam erleben und Schweres miteinander zu ertragen“. Während des anschließenden Empfangs nahm auch die Stadtkapelle Bad Schussenried musikalisch Abschied.



© Schwäbische Zeitung - 19.05.2012

sz-foto: Grüninger

Von der Kanzel in die Gremien

 

Pfarrerin Dorothee Moser verlässt Bad Schussenried – und wird zum 1. Juni Schuldekanin

Von Annette Grüninger

Bad Schussenried - Keine Umzugskartons, kein halb ausgeräumtes Regal: Anzeichen ihres baldigen Aufbruchs sucht man in Dorothee Mosers Büro vergeblich. Lückenlos reiht sich Band an Band im Bücherregal, die Bilder hängen voller Gewissheit an der Wand. Und auch die kleine Engelsskulptur, ein hübsch marmorierter Kieselstein und all die anderen Kleinigkeiten, die zur gastfreundlichen Gelassenheit des Raums beitragen, lassen nicht erkennen, dass die evangelische Gemeindepfarrerin nun, nach fast sieben Jahren, Bad Schussenried verlässt. Und warum auch? „Ich bin noch komplett da“, betont Moser.

Gefühlsmäßig ist Dorothee Moser freilich schon einen Schritt weiter. Die Gedanken wandern zwischen Heute und Morgen. „Ich spüre eine große Wehmut, von hier zu gehen – und gleichzeitig die Energie vor dem Aufbruch“, beschreibt die Pfarrerin ihren inneren Zwiespalt. Diese Energie möchte Moser bald ihrer neuen Aufgabe widmen: Zum 1. Juni tritt sie die Stelle der evangelischen Schuldekanin für die Kirchenbezirke Kirchheim unter Teck und Nürtingen an. 270 Religionslehrer an mehr als 85 Schulen zählen dann zu ihrem Zuständigkeitsbereich. Für sie möchte die Theologin „für gute Rahmenbedingungen sorgen und auch eine gute Unterstützung und Motivation sein“.

Kinder haben Recht auf Religion

Dass sich derzeit die ganze Schullandschaft im Umbruch befindet, empfindet sie dabei als Herausforderung. Für Moser, die „leidenschaftlich gerne Religionslehrerin“ war, bleibt Glaubensvermittlung aber ein unverzichtbarer Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung: „Wir haben kein Recht, Kindern Religion zu verweigern – wie sie dann später entscheiden, das müssen wir allerdings offenlassen.“

Neben ihrer Ausbildung als Pfarrerin hat Moser ihr Diplom in Pädagogik gemacht. Auch Theologie habe sie zunächst auf Lehramt studiert, berichtet die 48-Jährige lachend: „Ursprünglich wollte ich nicht Pfarrerin werden, da mein Vater schon Pfarrer war.“ Dann sei die Theologie aber doch zu faszinierend gewesen. Nach ihrem Vikariat in Schwäbisch Gmünd ging Moser jedoch nicht gleich in eine Gemeinde, sondern war zunächst drei Jahre als theologische Referentin im Büro der Frauenbeauftragten der evangelischen Landeskirche tätig. Eine Erfahrung, die ihr nun weiterhelfe, ist Moser überzeugt, genauso wie ihr Amt als Vorsitzende des evangelischen Bildungswerks Oberschwaben: „Es ist einfach eine tolle Aufgabe, begleiten und gestalten zu dürfen.“

Dafür ist die Theologin bereit, vollen Einsatz zu zeigen. „Morgens Besuche an Schulen, bis spät abends in Gremien und dazwischen Organisatorisches“, beschreibt Moser ihren künftigen Berufsalltag. Mit ihrem Ehemann Alexander Steiner möchte sie nach Lenningen auf die Alb ziehen. „Meine Aufgabe ist jetzt aber an vielen Orten“, sagt die Pfarrerin. Die „Verortung“ in einer Gemeinde wie Bad Schussenried werde sie wohl vermissen. Und auch „das bunte Treiben auf der Kinderwoche rund um die Christuskirche“, die musikalischen Gottesdienste mit Kirchenchor, Posaunenchor und dem „super Organisten“, die tollen Gemeindefeste, aber vor allem „das ganz, ganz Alltägliche, die Begegnungen auf der Straße“.

Da ist sie dann wieder, die Wehmut des Abschieds. Und dennoch: „Ich bin eine Person, die gerne eine neue Herausforderung annimmt“, sagt die begeisterte Bergsteigerin von sich. „Weiterentwicklung finde ich einfach gut.“

Das bunte Gemeindeleben in der Bad Schussenrieder Christuskirche wird Pfarrerin Dorothee Moser vermissen. Gleichzeitig freut sich die 48-Jährige auf ihre neue Aufgabe als Schuldekanin.

Ihren letzten Gottesdienst in Bad Schussenried hält Pfarrerin Dorothee Moser am morgigen Sonntag um 9.30 Uhr in der evangelischen Christuskirche, begleitet von Kirchen- und Posaunenchor. Ab 10.30 Uhr findet eine Matinée mit Grußworten und Stehempfang statt.

© Schwäbische Zeitung - 14.05.2012

sz/Foto: pr

16 junge Menschen feiern in Wain Konfirmation

 

Sechzehn junge Menschen haben am Sonntag in Wain Konfirmation gefeiert. Bei einem Festgottesdienst in der Michaelskirche bekannten sich Jonas Ballenberger, Kai Gietl, Tobias Heilmann, Tobias Kern, Alexander Knaak, Johannes Mästele, Ralf Maier, Maximilian Schaumann, Andreas Stetter, Anna Bugar, Vanessa Dirlosan, Lea Fromm, Nina Klotz, Vanessa Ott, Lisa Schewe und Anastasia Sikorin zu Jesus Christus und seiner Kirche.

 

Vikarin Rahel Kießecker und Pfarrer Ernst Eyrich hatten den Gottesdienst mit den Konfirmanden intensiv vorbereitet. Gestaunt hat die Festgemeinde über den auswendig vorgetragenen umfangreichen Katechismus der jungen Christen. Pfarrer Eyrich predigte über das Pauluswort „Alles gehört Euch, Ihr gehört Christus.“ Der Posaunenchor gestaltete den Gottesdienst mit. Traditionelle Choräle und modernes geistliches Liedgut wechselten sich ab. Dekoriert war die Kirche mit lila Flieder und Netzen. Die Konfirmanden hatten Gebetspaten. Vor nicht ganz einem Jahr wurden anonym die Namen der zu Konfirmierenden von Gemeindemitgliedern gezogen. Die Paten beteten ein Jahr lang für ihre Patenkinder. Ihnen wurde im Gottesdienst in besonderer Weise gedankt.

© Schwäbische Zeitung - 14.05.2012

Bürgermeister Klaus B. Reichert begrüßt die Gäste.sz-foto: aßfalg

Floriansjünger ziehen in neues Gerätehaus ein

 

Ummendorfer Feuerwehr hat die Einweihung gefeiert


Von Josef Aßfalg

 

Ummendorf - Für geschätzte 1,25 Millionen Euro hat die Freiwillige Feuerwehr Ummendorf ein neues Feuerwehrhaus in der Schweinhauser Straße erhalten. „Die Unfallkasse Baden-Württemberg hat das bisherige Feuerwehrhaus in der Bachstraße beanstandet“, sagte Bürgermeister Klaus B. Reichert bei der Einweihungsfeier. Bei der Überprüfung vor fünf Jahren wurden gravierende sicherheitsrelevante Mängel festgestellt.

 

Im Prüfbericht der Unfallkasse hieß es damals, dass eine sicherheitstechnisch zufriedenstellende Lösung nur mit einem Neubau erfolgen kann. Aus Teilen der Wehr und Teilen des Gemeinderats wurde eine Projektgruppe gebildet. Am 20. September 2010 erfolgte der erste Spatenstich. Nach 15-monatiger Bauzeit konnte die Feuerwehr Ende 2011 einziehen. Das bisherige Feuerwehrhaus wird gemäß Gemeinderatsbeschluss dem Bauhof für die Lagerung von Gerätschaften zugeordnet. „Beim Bau des Gebäudes haben wir besonders darauf geachtet, dass es energetisch auf dem neuesten Stand ist. Dies betrifft das Mauerwerk und die Belüftungsanlage innerhalb des Feuerwehrhauses“, so Reichert. Und: „Der Bau ist aus meiner Sicht hervorragend gelungen. Es ist ein funktionaler Bau, der der Größe unserer Feuerwehr gerecht wird.“


Bauleiter Wolfgang Blank vom Architekturbüro Osswald in Laupheim bemerkte, dass auch dem umweltpolitischen Aspekt Rechnung getragen wurde. „Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung werden beim Wärmeschutz um 43 Prozent überschritten und der Primärenergiebedarf ist um 15 Prozent unterschritten, obwohl wir eine klassische Heiztechnik verwendet haben“, berichtete Blank. „Erst wenn das letzte Feuerwehrauto eingespart, das letzte Feuerwehrhaus geschlossen und kein Freiwilliger mehr ein Ehrenamt ausübt, dann werden wir merken, dass Geld allein kein Feuer löschen kann“, zitierte Wolfgang Blank einen Feuerwehrspruch.


Die evangelische Pfarrerin Andrea Luiking überreichte bei ihrer Predigt an Feuerwehrkommandant Simon Legnaro drei Bronze-Engel als Geschenk für jeden Einsatzwagen und wünschte „Gottes Segen“ bei allen Einsätzen. Von katholischer Seite war Pater Pirmin Mayer, ein gebürtiger Ummendorfer und heute Geistlicher im befreundeten Rohrbach a.d. Gölsen in Niederösterreich, vertreten. Pater Pirmin ist selbst Feuerwehrmann und trug die Uniform der Rohrbacher Wehr.


Bürgermeister Karl Bader und Feuerwehrkommandant Erich Schildböck aus Rohrbach übergaben nach der Segnung Kommandant Legnaro eine Florian-Statue. Ein Bläserquartett vom Musikverein Ummendorf umrahmte die Einweihungsfeier und der MV Rohrbach spielte beim anschließenden Frühschoppen.



© Schwäbische Zeitung - 11.05.2012

Fast fertig ist das Bild der Projektteilnehmer der Diakonie. sz-Foto: kre

Langzeitarbeitslose erschaffen Kunstwerk

 

Projekt der Diakonie Biberach wird von international tätiger Künstlerin unterstützt


Von Karin Reimold


Biberach - Bunt her ging es diese Woche bei der großen Malaktion rund um das Diakoniegebäude in der Rollinstraße. Vor dem Hintergrund eines Förderprojekts für Langzeitarbeitslose des Beschäftigungs- und Qualifizierungsverbunds Biberach entstand von Montag bis Freitag ein großflächiges und ausdrucksstarkes Bild, das jetzt die Hofauffahrt vor dem Diakoniesozialladen (Disola) schmückt. Gemalt haben es Menschen, die seit langer Zeit arbeitslos sind. Sie legten sich auf den Boden, stellten sich an die Fassade und setzten so ihren Körper als Schablone ein.


Versinnbildlichend für die schwere Lebenssituation der Langzeitarbeitslosen ist das gebrochene Herz im Zentrum des Kunstwerks. Die Idee dazu stammt von der Künstlerin Gisela Paul, die im Rahmen von „mural global“ (weltweites Wandbildprojekt), einer Malaktion unter der Schirmherrschaft der Unesco, bereits an zahlreichen internationalen Projekten mit Menschen in sozialen Randsituationen mitwirkte. Man dürfe die Menschen nicht unterschätzen und müsse das Beste aus ihnen herauskitzeln, so die Künstlerin, die sich die Woche über an der Aktion beteiligte.


Durch das kreative Arbeiten beim einwöchigen Kunstprojekt soll vor allem das Selbstwertgefühl der Teilnehmer gestärkt werden, deren Silhouetten entlang der Hausfassade der Diakonie wie menschliche Säulen das Gebäude tragen. Die eigenen Fähigkeiten entdecken, Bewerbungssituationen trainieren und zur Eigenverantwortlichkeit schulen, stellen die Schwerpunkte des Förderprogramms dar, das seit diesem Jahr läuft. Auch andere Beschäftigungsprojekte, wie das Kennenlernen eines gastronomischen Betriebs am Beispiel Café Kumm in Biberach, schaffen schon alleine durch die Arbeit ein eigenes Wertgefühl, so Diakoniepfarrer Peter Schmogro.


Das Motiv in der Hofeinfahrt zum Disola soll im Juli dieses Jahres in Betlehem entstehen. Die mündliche Zusage vom dortigen Bürgermeister habe Gisela Paul bereits. Zusammen mit ihrem Verein Regenbogenwerkstatt werde sie mit palästinensischen Jugendlichen das Motiv am Krippenplatz anbringen, was die Biberacher Projektteilnehmer noch ein klein wenig stolzer machen dürfte.

 

© Schwäbische Zeitung - 09.05.2012

Bach-Oratorien freuen Herz und Sinn

Evangelische Kantorei musiziert mit Solisten und Orchester

Von Kurt Zieger

Ertingen - Als Höhepunkt im Jahresablauf der evangelischen Kantorei Riedlingen hat Jürgen Berron zwei selten gehörte Oratorien von Johann Sebastian Bach ausgesucht und einstudiert, die den Akteuren und den Zuhörern in der Pfarrkirche Ertingen gleichermaßen unter die Haut gingen. Zusammen mit einem homogenen Solistenquartett und einem engagiert sich einbringenden Orchester führte der Chorleiter seine Sängerschar zu beeindruckenden Interpretationen.

Das Osteroratorium aus dem Jahr 1725 zeigt als Besonderheit, dass die dem Lukasevangelium entnommene Handlung nicht von einem Evangelisten in Form von Rezitativen berichtet, sondern von allen Solisten wechselseitig gesungen wird. In elf Sätzen werden die Zuhörer aufgefordert: „Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße“. Wie bei Bach gewohnt, stimmt eine festliche Sinfonia die Zuhörer in das zu berichtende Geschehen ein. Streicher und Holzblasinstrumente, Trompeten und Pauken bieten die instrumentale Umsetzung der Osterbotschaft.

Ein beseeltes Adagio im zunächst reinen Streichersatz strahlte Ruhe aus, die Melodie wird einer Solo-Oboe übertragen. In zumeist umfangreichen Arien der Solisten kam deren künstlerisches Können zum Ausdruck. Einfühlsam ließ Birgit Jabzynski ihre helle Stimme mühelos in beträchtliche Höhen sich erheben. In fast koloraturartigen Passagen, umrahmt von einer Soloquerflöte, war zu spüren, dass die Sopranistin lebt, was sie singt, wenngleich man sich gelegentlich etwas mehr Zurückhaltung bei den Instrumentalisten gewünscht hätte. Mit raumfüllender Stimme und klarer Aussprache hat die Mezzosopranistin Christine Müller die Alt-Partien übernommen, die sich bei Bach oft besonderer Schönheit erfreuen. Tobias Wall verkörperte mit betörender Klarheit seiner Tenorstimme den Evangelisten, der die Texte auch in großer Höhe verständlich weitergibt. Steffen Balbachs zeigte mit seiner sonoren Bass-Stimme Wendigkeit und Fülle in großem Tonumfang und komplettierte damit das homogen agierende Quartett. Nach instrumental solistischen Beigaben und dem dezent begleitenden Continuo-Ensemble jubilierte der Chor voll innerer Freude: „Preis und Dank, Höll und Teufel sind bezwungen“ als festlichen Schlusschor wie bei anderen Bachschen Oratorien. Obwohl äußerst beweglich in der imposanten Chorfuge „Jauchzet, ihr erlösten Zungen“, hatten es die Sänger nicht immer leicht, sich gegen die Strahlkraft der Trompeten zu behaupten.

Auch im Himmelfahrtsoratorium prägt festlicher Jubel von Chor und Orchester das Geschehen: „Lobt Gott in seinen Reichen!“ Tenor und Bass teilen sich die Aufgabe, den Zuhörern die Abfolge des Geschehens zu verdeutlichen.

Umfangreiche Arien wie „Ach, bleibe doch, mein liebstes Leben“ für Alt mit Solo-Violine oder „Jesu deine Gnadenblicke“ mit innerer Beschwingtheit für Sopran beleben und erfreuen die Seelen der Zuhörer. Spannungsvoll in klarer Ausdeutung gestalteten Tenor und Bass als Männer von Galiläa. Nach dem abschließenden Choral des ersten Teils „Luft, Wasser, Feuer, Erden muss dir zu Diensten werden“ schwang sich der Chor mit dem Orchester als Gesamtschluss des Oratoriums zu begeisternden Klangfolgen auf. Jürgen Berron führte Solisten, Chor und Orchester zu beeindruckenden Wiedergaben dieser melodisch und textlich wunderschönen Oratorien.

Evangelisches Kuratorium spielt Bachs Oster- und Himmelfahrtsoratorien.SZ-Foto: Kurt Zieger

© Schwäbische Zeitung - 07.05.2012

Petrus meint es gut mit den Reitern
Ökumenischer Gottesdienst leitet Sankt-Georgs-Ritt in Ochsenhausen ein


Von Heinz Morlok


Ochsenhausen - „Das gemeinsame Feiern der Gottesdienste ist ein starkes Symbol dafür, dass die Verantwortung für Gottes Schöpfung unteilbar und nicht konfessionell durchzubuchstabieren ist“, schrieb Gabriele Wulz von der Evangelischen Landeskirche, Prälatin in Ulm. In ihrer Predigt ging sie ausführlich auf das Motto des diesjährigen Sankt-Georg-Rittes „Nach uns die Sintflut“ ein.

Am Ende der großen Flut, wollte Gott nicht mehr um des Menschen willen die Erde verfluchen. Die Geschichte der Sintflut zeige, so Prälatin und Regionalbischöfin Gabriele Wulz, dass Gott ja zu uns sagt. Ein flammender Appell an die Bescheidenheit folgte. Ihre Predigt beendete sie mit den Worten: „Wir sind Gäste auf der Erde und sollten uns auch als solche benehmen.“

Diese kraftvolle und mit Überzeugung gehaltene Predigt wurde von den Menschen in der Kirche positiv und mit großer Akzeptanz aufgenommen. Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Katholischen Kirche, Max Hadwiger, sprach in seiner Lesung von einer „gelungenen Ökumene“.

Auf dem Kirchplatz wurde Dekan Schänzle, inzwischen hoch zu Ross, die Kreuzreliquie überreicht. Zusammen mit Bürgermeister Andreas Denzel und Noch-Bürgermeister Peter Züllig aus Erlenmoos zogen sie unter Musikbegleitung zum Aufstellungsplatz. Dieser war schon, soweit das Auge reicht, mit wartenden Blutreitern belegt. Von dort schickten sie den 35. Sankt-Georgs-Ritt durch die Stadt und über Fluren und Felder rund um Ochsenhausen. Fast auf den Tag genau wurde er am 8. Mai 1977 vom damaligen Bürgermeister Max Herold und Dekan Erwin Sonntag wieder ins Leben gerufen.

26 Gruppen ziehen umher

26 Reitergruppen aus nah und fern sowie sieben Musikkapellen zogen in einem teilweise farbenprächtigen Zug durch Ochsenhausen. Die Bürgergarde zu Pferd und die Gelben Husaren aus Altshausen setzten ein optisches Highlight, der berittene Fanfarenzug Altshausen ein akustisches. Auf der Ehrentribüne saß der Stadtrat Josef Rief als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Biberach und Honor Funk, ehemaliger Abgeordneter im Europaparlament.

Der Sankt-Georgs-Ritt wurde mit einem abschließenden Gottesdienst auf dem Klosterhof, an dem auch die meisten Reitergruppen teilnahmen, beendet. Gabriele Wulz hielt anlässlich dieser Messe ihre Predigt in verkürzter Form, der Reiter und der Pferde wegen.

Weitere Bilder vom Sankt-Georgs-Ritt und dem ökumenischen Gottesdienst gibt es im Internet unter www.schwäbische.de

© Schwäbische Zeitung - 05.05.2012

sz/Foto: pr

Am Sonntag Kantate singen zwei Chöre und die Gläubigen

Morgen, 6. Mai, singt die evangelische Kantorei und der Heilig-Geist-Kirchenchor die „Missa Lyrica“ von Pavel Stanek im Gottesdienst. Er beginnt um 9.30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche. Wie der Name Missa Lyrica sagt, drückt die Komposition des Prager Komponisten in besonders lyrisch-weicher und emotionaler Art die Glaubensaussagen von Kyrie, Gloria und Credo aus. Am stärksten trifft der Werkstitel aber das Agnus Dei, das zum Abendmahl gesungen wird. Ein Quintett singt das Benedictus sowie Heinrich Schützens Motette „Verleih uns Frieden gnädiglich“ solistisch. Kantor Ralf Klotz spielt die Orgel und leitet mit Maren Weber die Chöre. Natürlich gibt es auch für die Gemeinde Lieder zum Motto Cantate – Singet. Veranstalter dieses gemeinsamen Gottesdienstes ist die evangelische Kirchengemeinde.

© Schwäbische Zeitung - 05.05.2012

 

Ökumene lebt in Ochsenhausen

 

Katholischer Dekan Sigmund Schänzle beglückwünscht evangelische Konfirmanden und ihre Pfarrer


OCHSENHAUSEN (häm) - Außer der Predigt der evangelischen Prälatin Gabriele Wulz beim morgigen St.-Georgs-Ritt gibt es ein weiteres ökumenisches Ereignis: 16 Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinden werden in der katholischen Herz-Jesu-Kapelle konfirmiert, zwölf weitere am 13. Mai.


Dem Pfarrer und Freund Jörg Schwarz, Pfarrerin Dorothee Sauer, Pfarrer Matthias Ströhle und den Konfirmanden hat Dekan Sigmund Schänzle einen Glückwunschbrief geschrieben. Hierin unterstreicht Dekan Schänzle, dass der morgige Sonntag, 6. Mai, im Zeichen der gelebten Ökumene in Ochsenhausen steht: „Ihre Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm predigt bei unserem ur-katholischen Sankt-Georgs-Ritt, bei dem die Wallfahrer um Gottes Segen für die Schöpfung, für die Früchte der Erde, die menschliche Arbeit, unseren Lebensunterhalt und die Menschen überhaupt bitten, beten und unseren Glauben feiern“. Zeitgleich feiern die evangelischen Christen „die Konfirmation in unserer katholischen Herz-Jesu-Kapelle – sehr gerne sind sie Gast bei uns! Das sind alles sprechende Zeichen eines versöhnten Miteinanders trotz aller Verschiedenheit.“