© Schwäbische Zeitung - 30.04.2013

Foto: alexandra Wäscher-Holderried

Abschied im Zeichen der Versöhnung

Pfarrer Bruno Schneckenburger verlässt Altshausen – Viel Wertschätzung beim Empfang

Von Alexandra Wäscher-Holderried

Altshausen - „Dass dieser Abschied auch mit Konflikten belastet wird, darf nicht verschwiegen werden“, sagte Altshausens evangelischer Pfarrer Bruno Schneckenburger am Sonntagnachmittag. Dennoch wollte er seinen Abschiedsgottesdienst nicht damit belasten, hatte er doch zuvor die Menschen eingeladen, miteinander zu singen, Gottesdienst zu feiern und sich aus dem Alltag herauszunehmen. Und doch lässt sich aus seinen Worten erahnen, was dem Geistlichen in den vergangenen Jahren zu schaffen machte. „Wenige leisten viel“, sagt er und erklärt, dass eine Kirchengemeinde mehr sei, als eine lose Vereinigung zur persönlichen Erbauung, mehr als ein Dienstleistungszentrum, sondern dass es zum Gelingen einer Gemeinde die Erkenntnis benötige, sich selbst einzubringen, dass die Menschen sich vernetzen und gemeinsam als Gemeinde Jesu fungieren.

Und obwohl er in seiner Predigt ausschließlich Bezug nimmt auf den alttestamentlichen Schöpfungstext und die damit verbundene Sonderstellung des Sabbats, des siebten Tages der Schöpfung, darf der Zuhörer zwischen den Zeilen erkennen, was Bruno Schneckenburger all die Jahre zu vermitteln suchte: heilige Orte und Zeiten, kirchliche Rituale, die Kraft und Ruhe vermitteln; Begegnungen mit dem Schöpfer, christliche Werte und Seelsorge.

Dekan Hellger Koepff stellte seine Worte ganz unter das Motto der Versöhnung. Nach zehn Jahren sei es für einen evangelischen Pfarrer völlig angebracht, die Dienststelle zu wechseln. Man könne nun so tun, als ob nichts geschehen wäre und die Konflikte verschweigen. „Das Evangelium verbietet uns dies aber“, spricht Koepff, „als Christen habt ihr das nicht nötig.“ Es ginge vielmehr um den Mut zur Wahrheit, das Gelungene zu sehen, wertzuschätzen, aber auch das Scheitern wahrzunehmen, darüber zu trauern, um es dann ablegen zu können.

Die Versöhnung sei die Basis allen christlichen Miteinanders und jeder sei gefordert, ehrlich zu unterscheiden zwischen Gelungenem und Gescheitertem. Der Dekan erinnerte an die schönen Feste, an die gehaltvollen und intellektuellen Predigten, an die Energie und die ungebrochene Initiative von Bruno Schneckenburger und er rief die Gemeinde auf, sich des Guten zu erinnern. Vor allem aber forderte er die Mitglieder der Gemeinde auf, sich darauf zu besinnen, wo denn ihr eigener Anteil an den Konflikten gelegen haben mag: „Ich wünsche Ihnen allen, dass das Wort der Versöhnung unter Ihnen wirkt und Wunder tut.“

Noch während des Gottesdienstes in der evangelischen Kirche, aber vor allem beim anschließendem Stehempfang, war dann zu erkennen: Es war so viel mehr gelungen, als gescheitert. Viele schöne Erinnerungen wurden ausgetauscht, große und kleine Gesten der Wertschätzung gezeigt und am Ende war den meisten klar: Altshausen verliert einen guten Seelsorger.

Dekan Hellger Koepff (rechts) stellt seine Worte beim Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Bruno Schneckenburger unter das Motto der Versöhnung. Foto: alexandra Wäscher-Holderried

© Schwäbische Zeitung - 30.04.2013

„Musik bringt Mauern zum Einstürzen“

 

Konzert führt Jung und Alt zusammen – Gerhard Schließer übergibt an Sarah Locher

Von Franz Liesch


WAIN - Den Sonntag „Kantate“ hat die evangelische Gemeinde Wain zum Anlass genommen zu einem Konzert in der Michaelskirche. Mit diesem Konzert verabschiedete sich der langjährige Dirigent des Kirchenchors, Gerhard Schließer. Er übergibt die Leitung an Sarah Locher.

Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich den Konzertbesuchern beim Betreten des Gotteshauses: Bemalte Umzugskartons stellten eine Mauer dar und versperrten den Blick zum Chor. Dahinter sang der Kinderchor mit seinen frischen Stimmen „Mose“ von Hella Heizmann. „Mose, bist du sicher, dass die Richtung stimmt?“, fragen darin die Sänger verzweifelt.

Posaunisten traten vor die Mauer. Sie brach in sich zusammen. „Musik bringt Mauern zum Einstürzen“, sagte Pfarrer Ernst Eyrich. Und Musik habe am Kantate-Sonntag, dem vierten Sonntag nach Ostern, eine besondere Bedeutung. Das Singen bringe Jung und Alt zusammen. „Mögen unsere Herzen aufgeschlossen werden durch die Musik“, wünschte sich der Seelsorger.

Die temperamentvolle, moderne Musik in Begleitung von Schlagzeug, E-Gitarre und Keyboard von Hella Heizmann, unter der Leitung von Sarah Locher, bewerkstelligte dies. In zwei Liedern sang der Kinderchor zu Erzählungen aus der Bibel. Sie berichten von der Kraft des Glaubens und vom Gottvertrauen. In den nachfolgenden Melodien hob der Kirchenchor zu einem großen, eindrucksvollen Lobgesang für Gott an, ähnlich dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus.

Die „Kleine Kantate“ ist ein Werk von Klaus Heizmann. 22 Jahre war er verheiratet mit der Schöpferin der Werke, die der Kinderchor vortrug. Die gemeinsame Liebe zur christlichen Musik brachte sie auch menschlich zusammen. Die Scheidung führte Hella Heizmann in die Depression. Mit „Abendwind“ und „Sternenzünder“ bereicherte sie die Welt mit liebenswürdigen, sanften Melodien, die der Kinderchor einfühlsam interpretierte.

Nach einem Gemeindelied wagte sich der Kirchenchor unter der Leitung von Gerhard Schließer an Stücke aus dem „Messias“, dem Oratorium von Georg Friedrich Händel, das besonders gern in der österlichen Zeit aufgeführt wird. Es ist ein anspruchsvolles Werk, das mit seinen Rezitativen, Sopranen und dem Chorgesang eine große Herausforderung darstellt.

Stehende Ovationen

In Wain waren die Zuhörer von der Darbietung und dem ganzen Konzertabend hell begeistert. Das zeigten die Kommentare am Schluss der Aufführung in der voll besetzten Michaelskirche. In stehenden Ovationen feierten sie die Darbietungen.

An diesem Abend ging in Wain kirchenmusikalisch eine Ära zu Ende. Nach 47 Jahren verlässt Gerhard Schließer das Dirigentenpult. Pfarrer Ernst Eyrich sprach ihm den Dank für zuverlässige Dienste aus. „Gott hat mir diese Aufgabe gegeben“, ist der Scheidende überzeugt. Sein Lebensmotto sei: „Soli deo gloria“ (Gott allein zur Ehre).

© Schwäbische Zeitung - 30.04.2013

In einem munteren Konzert sangen Kinder- und Kirchenchor Wain am Sonntag „Kantate“ zum Lobe Gottes.

© Schwäbische Zeitung - 29.04.2013

„Die Stiftung ist errichtet“

 

Für den langfristigen Erhalt der Wainer Michaelskirche machen sich viele stark

Von Roland Ray

WAIN - Seit dem 12. Jahrhundert wird Gottes Wort an diesem Ort verkündet. Als nach dem Dreißigjährigen Krieg evangelische Glaubensflüchtlinge aus Kärnten und der Steiermark in Wain eine neue Heimat fanden, wurde die alte, im gotischen Stil gebaute Michaelskirche jedoch bald zu klein, „die Menge der immer sich mehrenden Gemein“ zu fassen. Baufällig war sie überdies, wie die Ortschronik berichtet.

1687/88 haben die Wainer deshalb ihre Kirche bis auf den Turm und einige Mauerteile abgebrochen und sie erweitert. 325 Jahre ist das her, am gestrigen Sonntag Kantate feierte die Gemeinde das Jubiläum. Flötenkreis und Posaunenchor, Kirchen- und Kinderchor gestalteten den Festgottesdienst musikalisch.

„Zur Heimat gehört Kirche, zum heimisch sein die Gemeinschaft mit anderen Menschen und die gemeinsame Ausrichtung auf Gott“: Das sei eine prägende Botschaft bis heute, betonte die Vikarin Rahel Kießecker. „Die Michaelskirche war und ist ein Zufluchtsort“, sagte Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm in ihrer Predigt. „Sie vergegenwärtigt Heilsgeschichte.“

92 800 Euro Stiftungskapital

Um den Erhalt des Gotteshauses zu unterstützen und das kirchliche Leben in Wain nachhaltig zu fördern, hat die Evangelische Kirchengemeinde 2012 eine gemeinnützige „Stiftung Michaelskirche Wain“ auf den Weg gebracht. Gestern wurde sie im Anschluss an den Gottesdienst gegründet. Ein Anfangskapital von 75 000 Euro hatten die Initiatoren als Ziel genannt. Es wurde deutlich übertroffen: Auf 92 800 Euro war das Vermögen bis zur Gründungsfeier angewachsen. „Ich glaube, wir schaffen es, bis Weihnachten auf 100 000 Euro zu kommen“, ist Pfarrer Ernst Eyrich zuversichtlich.

Sein Amtsbruder Helmut Liebs, Stiftungsberater der Evangelischen Landeskirche, verlas das Stiftungsgeschäft; so heißt der offizielle Akt, mit dem Stiftungen Rechtskraft erlangen. Als Erste unterschrieben Pfarrer Eyrich und die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Klara Villwock. Sie gehören kraft Amtes dem vierköpfigen Stiftungsrat an, gewählte Mitglieder sind Markus Hammel und Frieder Wegmann.

Bis Ende 2013 kann man noch Gründungsstifter werden. 39 sind es zur Stunde. Etwa die Hälfte von ihnen trat am Sonntag vor, das Stiftungsgeschäft öffentlich mit Tinte zu zeichnen. Ein jeder bekam eine Urkunde und eine Rose überreicht. Dann gab Helmut Liebs bekannt: „Meine Damen und Herren, die Stiftung ist errichtet.“ Beifall brandete auf.

„Sie haben mit viel Schwung auf diesen Tag hingearbeitet, nun ernten Sie die Früchte Ihrer Mühen“, gratulierte Gabriele Wulz im Namen der Landeskirche. Der 28. April 2013 werde in die Wainer Annalen eingehen.

Für die Kommunen Wain und Schwendi sprach der stellvertretende Wainer Bürgermeister Peter Obrist. Er lobte Pfarrer Eyrich und die Kirchengemeinderäte für ihren Mut, eine solche Stiftung anzugehen. In einer Zeit, da Kirchen aus Geldmangel verkauft, abgerissen oder zu Café-häusern umgestaltet werden, hätten sie den nötigen Weitblick bewiesen, „um ein solches Schicksal von unserer Michaelskirche abzuwenden“. Das Wainer Gotteshaus begleite viele Menschen durch ihr ganzes Leben. Alles, was bis heute von ihm ausgegangen sei, „mögen noch viele Generationen hier erleben dürfen“.

„Die Michaelskirche war immer ein segensvoller Raum, der Heimat bietet, ein Ankerplatz des Glaubens“, sagte Diakon i. R. Günther Rahn von der katholischen Seelsorgeeinheit Schwendi-Wain. Der Schutzpatron Michael spreche Mut zu, unheilvollen Mächten Widerstand zu leisten – „zu Gott gibt es keine Alternative“.

© Schwäbische Zeitung - 29.04.2013

© Schwäbische Zeitung - 27.04.2013

Spargelverkauf zugunsten der Bauhütte Simultaneum

 

Kochclub Oberschwaben setzt sich für die Stadtpfarrkirche ein

Biberach (sz) - Auch in diesem Jahr wird der Kochclub Oberschwaben zu einem gelungenen und entspannten Muttertag beitragen. Damit alle Mütter an ihrem Ehrentag nicht lange in der Küche stehen müssen, verkaufen die Köche und Auszubildenden des Clubs am 11. Mai auf dem Biberacher Wochenmarkt geschälten Spargel. Besonders schön: Die Kunden tun damit nicht nur sich und ihren Müttern, sondern auch dem Verein Bauhütte Simultaneum etwas Gutes. Denn der Verkauf findet in diesem Jahr zugunsten des Fördervereins statt, der Spenden zum Erhalt und für eine Heizung in der Stadtpfarrkirche St. Martin sammelt.

„Spargelgerichte sind am Muttertag besonders beliebt“, so Franz Waibel, Jugendwart des Kochclubs und Küchenleiter bei Liebherr in Biberach. „Und damit den Müttern wenigstens am Muttertag das Schälen erspart bleibt, verkaufen wir am Tag vorher schon seit Jahren geschälten Spargel auf dem Biberacher Wochenmarkt.“ Den Reinerlös der Aktion spendeten die fleißigen Köche in der Vergangenheit meist an heimische Kindergärten. In diesem Jahr hat sich der Kochclub den Förderverein Bauhütte Simultaneum ausgesucht. „Als gebürtigem Biberacher liegt mir die Stadtpfarrkirche besonders am Herzen. Sie ist ein Denkmal, das erhalten werden muss“, sagt Waibel, dessen Stand am Rathaus zu finden ist.

Neben dem Spargelverkauf, der bis 14 Uhr läuft, bieten die Kochprofis ab etwa 10 Uhr ein frisch zubereitetes Spargelragout an.

© Schwäbische Zeitung - 23.04.2013

Martin Höfer erklärte den Kindern die Gegenstände, die er aus Brasilien mitgebracht hatte. Foto: privat

Martin Höfer lässt die Kinder staunen

 

Langjähriger Brasilienmissionar hat beim Wainer Kindergottesdienst viel zu erzählen


Wain (sz) - Einen Gottesdienst der besonderen Art hat die Kinderkirche Wain am vergangenen Sonntag gefeiert: Der langjährige Brasilienmissionar Martin Höfer erzählte spannend von seiner Arbeit unter Indianern im Amazonasgebiet Brasiliens. Schon seit vielen Jahren geht das in der Kinderkirche Wain gegebene Opfer an die Deutsche Indianerpioniermission – die Gesellschaft, die auch Martin Höfer und seine Familie für zwölf Jahre nach Brasilien geschickt hat.

Schon im Vorfeld hatte wochenlang große Aufregung unter den Kindern geherrscht, die regelmäßig den Kindergottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Wain besuchen. Beim Betreten der Kirche bewunderten sie die vielen Ausstellungstücke, die Martin Höfer ihnen mitgebracht hatte. Nach einer kurzen Begrüßung hatten die 20 Kinder die Möglichkeit, ein neues Lied zu lernen – sowohl auf Deutsch als auch auf Portugiesisch. Missionar Höfer begleitete die Kinder dabei auf seiner Gitarre.

Danach nahm Martin Höfer die Kinder mit auf eine Reise nach Brasilien. Zuerst zeigte er ihnen auf einer Landkarte, wo Brasilien überhaupt liegt und wie groß das Land im Vergleich zu Deutschland ist. Mit vielen Bildern brachte er den Kindern die Lebenssituation der Indianerstämme im Amazonasgebiet nahe.

Ganz besonders lernten die Kinder Wesley kennen, einen Jungen im Vorschulalter. Sein Großvater ist der Medizinmann des Stammes, sein Vater der Häuptling. Besonders beeindruckt waren die Wainer Kinder davon, dass die Schüler in Brasilien immer wieder „Jagd-frei“ in der Schule bekommen, wenn der Lehrer anstelle zu unterrichten lieber auf die Jagd gehen will. Dies ist besonders oft der Fall, wenn sich der Zahnarzt angekündigt hat, berichtete Höfer weiter.

Wunderschöne Naturaufnahmen

Die Kinder der Wainer Kinderkirche konnten viele wunderschöne Landschafts- und Naturaufnahmen bestaunen und sich so das einfache Leben des Indianerstamms sehr gut vorstellen. Begeisterung löste vor allem bei den Jungen ein Video aus, das bei einer Überlandfahrt während der Regenzeit aufgenommen wurde. Die Straßen und Brücken sind in einem so schlechten Zustand, dass man es sich nicht vorstellen kann, dass sie tatsächlich noch zu befahren sind.

In einem zweiten Teil seines Vortrags zeigte der Missionar, der heute mit seiner Familie in Deckenpfronn lebt, Bilder, die seine Frau auch im Kindergottesdienst in Brasilien verwendet hat, um den Kindern die gute Nachricht nahe zu bringen.

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung blieben die meisten Kinder noch da und ließen sich mit großer Begeisterung die verschiedenen Gegenstände erklären, die Martin Höfer mitgebracht hatte. Sie bestaunten die Schmuckstücke genauso wie Pfeil und Bogen und andere Kriegswerkzeuge. Besonders waren die Kinder von einem kleinen aus einem Ast geschnitzten Boot begeistert. Auch die Mütter, die in der Zwischenzeit dazugekommen waren, um nach ihren Kinder zu schauen, führten noch angeregte Gespräche mit dem Evangelisten.

© Schwäbische Zeitung - 20.04.2013

Foto: privat

Morgen ist in Sankt Martin Konfirmation

 

Biberach (sz) - Morgen ist der große Tag für die Konfirmanden von Stadtpfarr- und Heilig-Geist-Gemeinde gekommen. Ihre Konfirmation beginnt am Sonntag um 9.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Das Thema lautet „Brot des Lebens“. Heute, am Vorabend, gibt es einen Katechismusgottesdienst als Jugendgottesdienst gestaltet ab 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche zum Thema „Ein guter Anfang“. Die Konfirmanden dieses Jahres heißen: Alexandra Becker, Julia Benirschke, Henri Clauss, Miriam Dorsch, Marc Ferger, Emma Fey, Ulla Ganßer, Joline Hildebrandt, Florian Hirt, Christoph Kaiser, Mariesa Kramer, Jan Krebs, Melanie Kuhn, Emilio Limbach, Marius Limbeck, Nico Manske, Danny Märtins, Alexander Neudeck, Helen Schremf, Maike Steeb und Felix Zaune.





© Schwäbische Zeitung - 19.04.2013

Konfirmanden treten an den Tisch des Herrn

 

33 Jugendliche der Friedenskirchengemeinde sind bald Vollmitglieder der evangelischen Kirche

Biberach (sz) - In der Friedenskirchengemeinde werden am kommenden und am darauf folgenden Wochenende junge Menschen feierlich konfirmiert. Insgesamt 33 Jugendliche werden mit ihrer Einsegnung zu Vollmitgliedern der Kirchengemeinde und sind – nach Änderung des kirchlichen Wahlrechts – auch wahlberechtigt, wenn am 1. Dezember die Kirchenwahlen stattfinden und ein neuer Kirchengemeinderat sowie eine neue Landessynode zu wählen sind. Hinter den Mädchen und Jungen liegt fast ein Jahr Konfirmandenkurs. Immer wieder waren neben den drei Kursleiterinnen – Pfarrerin Birgit Schmogro, Bärbel Klüglich und Magdalene Schneider – weitere Personen zu Gast: Referenten von auswärts, Kirchengemeinderäte und junge Menschen aus der Jugendarbeit, um den Jugendlichen einen Einblick in die große Bandbreite des christlichen Kirchenlebens zu vermitteln. Der Konfirmandenunterricht wurde in zwei Gruppen erteilt. Diese feiern nun je für sich an den beiden kommenden Wochenenden ihre Konfirmation.

© Schwäbische Zeitung - 18.04.2013

Evangelisches Moderatorenteam freut sich auf das Sonntagsgespräch um sechs (von links): Wolfgang Horstmann, Andrea Luiking, Brunhilde Raiser, Michael Pfeiffer und Ulrich Heinzelmann. SZ-Foto: Gerd Mägerle

Moderatoren freuen sich auf erste Runde

Mit „Mensch Nachbar“ startet die evangelische Kirche in Biberach neue Gesprächsreihe

 

Von Gerd Mägerle


Biberach - Kein Gottesdienst, keine Talkshow, sondern „irgendetwas dazwischen“ soll die neue Veranstaltungsreihe „Mensch Nachbar“ des evangelischen Bildungswerks Oberschwaben und der evangelischen Gesamtkirchengemeinde sein, die künftig vierteljährlich in der evangelischen Spitalkirche in Biberach stattfindet – zum ersten Mal am Sonntag, 21. April, ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Ralf Klotz und Andreas Winter musizieren an Orgel und E-Piano.

Jeweils ein Gast aus Biberach spricht mit zwei Moderatoren aus Kirche und Bildungsarbeit. Dieses Moderatorenteam setzt sich zusammen aus Brunhilde Raiser, Geschäftsführerin des evangelischen Bildungswerks Oberschwaben, Pfarrerin Andrea Luiking, Vorsitzende des Bildungswerks, Wolfgang Horstmann, Pfarrer Ulrich Heinzelmann und Schuldekan Michael Pfeiffer. „Wir wollen damit ein Angebot machen, um Menschen ins Gespräch zu bringen, auch Menschen, die nicht unbedingt in der Kirche zu Hause sind“, sagt Brunhilde Raiser.

Die evangelische Spitalkirche biete sich dafür geradezu an, so Heinzelmann: „Wir sind bei der Bestuhlung flexibel, außerdem ist es ein sehr schöner Raum, der – im Gegensatz zur Stadtpfarrkirche – auch beheizbar ist.“

„Wir wollen mit unserem Gast in ein Gespräch kommen, bei dem es nicht darum geht, einen Fragenkatalog abzuarbeiten“, sagt Ulrich Heinzelmann.

Im Vordergrund sollen zentrale Fragen des Lebens stehen, die nicht unbedingt mit dem Beruf des Gesprächsgasts zu tun haben. So geht es mit Dr. Jobst Isbary, ehemaliger ärztlicher Direktor an der Kreisklinik Biberach, der am 21. April den Auftakt macht, nicht etwa um Medizinisches, sondern um das Thema Toleranz. „Es geht uns darum, jeweils den Menschen in den Vordergrund zu rücken, ihn vielleicht von einer neuen Seite zu zeigen oder ihn besser kennenzulernen“, sagt Heinzelmann. Dazu sollen auch Musikstücke beitragen, die mit dem jeweiligen Gesprächspartner ausgewählt werden. Am 21. April begleitet Ralf Klotz an der Orgel, künftig soll auch die Bruno-Frey-Musikschule eingebunden werden.

Die Dauer des Gesprächs ist bewusst auf eine Stunde angelegt. „Wir richten uns mit der Reihe bewusst an Berufstätige, die nicht so viel Zeit haben“, sagt Andrea Luiking. Auch die Uhrzeit 18 Uhr sei bewusst gewählt – „zwischen Spazierengehen und Tatort“. Wer möchte, darf aber auch nach Ablauf der Stunde noch dableiben und das Gespräch bei Wein und Gebäck fortsetzen.

Vier Termine sind für dieses Jahr geplant, nach Dr. Isbary werden Dr. Uwe Degreif vom Museum Biberach und die Biberacher Kinderärztin Dr. Adelheid Olischläger zu Gast sein. Der vierte Gast zum Jahresende steht noch nicht fest. „Wenn es gut läuft, wollen wir die Reihe über 2013 hinaus fortsetzen“, sagt Heinzelmann, „und zwar nicht nur mit prominenten Biberachern, sondern gerne auch mit ganz normalen Menschen aus der Stadt, die zu einem bestimmten Thema etwas zu erzählen haben.“

„Wir richten uns mit der Reihe bewusst an Berufstätige, die nicht so viel Zeit haben.“
Pfarrerin Andrea Luiking

© Schwäbische Zeitung - 18.04.2013

Foto: privat

"Kinder lauschen dem musikalischen Märchen und der Wolf“

Riedlingen (sz) - Trotz des ersten sonnigen und warmen Sonntags haben sich viele interessierte Kinder und Erwachsene in die Christuskirche aufgemacht um dem spannenden musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ in der Orgelfassung zu lauschen. Gut ergänzten sich die beiden zusätzlichen Instrumente, Flöte, Judith Eber und Fagott, Martin Hölzle mit den vielen verschiedenen Klangfarben der Orgel. Nach einer kurzen Einführung in das Werk durch den Organisten Jürgen Berron in einem Zwiegespräch mit dem Erzähler Hans-Martin Rieger und der Vorstellung der den Darstellern zugeordneten Erkennungsmelodien, begann das Märchen mit den Worten: „Früh am Morgen öffnet Peter die Gartentür und geht hinaus auf die große grüne Wiese“.

© Schwäbische Zeitung - 13.04.2013

Martin Höfer erklärte den Kindern die Gegenstände, die er aus Brasilien mitgebracht hatte. Foto: privat

Zahlreiche Gäste folgen der Einladung zum ersten ökumenischen Osterempfang der Kirchen in Biberach

Biberach (sz) - Die katholische und evangelische Gesamtkirchengemeinden haben zum ersten ökumenischen Osterempfang ins Gemeindehaus St. Martin eingeladen. Zahlreiche Vertreter der Kirchengemeinderäte, des kommunalen Gemeinderats, der Verwaltungsspitze, der Schützendirektion, der Dekanate, der kirchlichen Mitarbeiter, Abgeordnete, Schulleiter sowie Mitglieder des türkisch-muslimischen Kulturvereins Ditib und weiterer türkischer Vereine folgten der Einladung.

„Wir wollten zu dem Fest einladen, das uns als Christen am wichtigsten ist: Ostern“, erklärte Stadtpfarrer Kaspar Baumgärtner. „Uns war es wichtig, dass es Raum für Begegnung gibt und dass die Menschen miteinander schwätzen können.“

Dekan Hellger Koepff ging in einer kurzen Ansprache auf das ein, was die Kirchen derzeit bewegt. Die Gleichzeitigkeit sei das neue Zauberwort des Lebens. Sie fordere die Menschen und führe zu einer grenzenlosen Beschleunigung. Es werde erwartet, möglichst viel und auch sich widersprechende Dinge gleichzeitig zu tun. Das gelte auch für die Kirchen. Diese beschäftige natürlich das Evangelium und seine Botschaft. „Das Leben ist viel mehr, als wir daraus machen können. Versöhnung und Liebe haben den längeren Atem als Streit und Intrige. Das Leben hat das letzte Wort“, so Koepff. Das Evangelium von Jesus Christus verbinde die Kirchen und sie können nicht durch Stil- oder Machtfragen geteilt werden. Allerdings bauen die Kirchen auch rückwärts: Die Zahl der Christen nehme ab, Stellen werden reduziert, Gebäude auf den Prüfstand gestellt. „Vom Rückbau ausgeschlossen ist unsere Hoffnung. Die kann und darf uns niemand nehmen – nicht einmal wir selbst.“

Die Sankt-Martins-Chorknaben haben den ökumenischen Osterempfang musikalisch abgerundet. Foto: Privat

© Schwäbische Zeitung - 13.04.2013

Stiftung Michaelskirche Wain wird aus der Taufe gehoben

Am 28. April ist Gründungsfeier – Bisher sind mehr als 80 000 Euro an Stiftungskapital beisammen

Von Roland Ray

WAIN - Seit einem Jahr sammelt die Evangelische Kirchengemeinde Wain für eine gemeinnützige „Stiftung Michaelskirche Wain“. Zweck der Stiftung ist es, das sakrale Bauwerk, das als schönste evangelische Dorfkirche Oberschwabens gilt, langfristig zu erhalten und das gottesdienstliche und kirchenmusikalische Leben am Ort nachhaltig zu fördern.

Am Sonntag, 28. April, feiern die Wainer das 325-jährige Bestehen der Michaelskirche in ihrer heutigen Ausprägung. Um 9.30 Uhr beginnt der Festgottesdienst mit Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm und den Chören der Gemeinde. Im Anschluss (10.30 Uhr) wird die Stiftung aus der Taufe gehoben. Bei der Gründungsfeier bekommen die Stifter Urkunden und das Stiftungsgeschäft wird mit Tinte gezeichnet. Um 19 Uhr geben der Kirchenchor und der Kinderprojektchor ein Konzert im Gotteshaus.

Das Ziel ist übertroffen

„Unser Ziel war es, bis April 2013 einen Grundstock an Stiftungskapital von 75 000 Euro zusammenzutragen“, sagt Pfarrer Ernst Eyrich. Diese Marke ist bereits übertroffen: Der aktuelle Stand lautet 80 300 Euro, und bis zur Gründungsfeier dürfte es noch etwas mehr werden, schätzt Eyrich. „Ich hoffe, bis zum Jahresende werden wir 100 000 Euro beisammen haben.“

Für Gründungsstiftungen war ein Betrag von mindestens 2000 Euro gewünscht. Noch bis Ende 2013 kann man mit einer solchen Spende Gründungsstifter werden. Familien- oder Vereinsmitglieder können sich auch zusammentun. Vom 29. April an sind auch Zustiftungen in beliebiger Höhe möglich.

© Schwäbische Zeitung - 10.04.2013

Foto: privat

Evangelischer Kirchengemeinderat geht in Klausur

Riedlingen (sz) – Das Jahr 2013 ist Wahljahr, auch in der evangelischen Kirche. Im Dezember stehen Kirchengemeinderatswahlen an. Deshalb hat sich der Riedlinger Kirchengemeinderat in der evangelischen Akademie Bad Boll zu einem Klausurwochenende des Innehaltens und Auswertens versammelt. Manches sei gewachsen in den vergangenen sechs Jahren: Tafelladen, Kinderkrippe, Gottesdienstformen, „fresh“, Kinderkurse Abendmahl, Ökumenischer Bibelkurs. Anderes bleibe Herausforderung und wolle gestaltet werden, so die Bilanz. Unter dem Motto „Aufkreuzen – Ankreuzen“ werden wieder aus allen Teilorten Frauen und Männer ab 18 Jahren gesucht für das neue Gremium, das am 1. Dezember gewählt wird. Die Kirchengemeinde bittet alle Gemeindeglieder zu prüfen, ob sie den Gemeindebrief erhalten und also in der Wählerliste verzeichnet sind. Wer erst vor drei Monaten zugezogen ist, solle sich im evangelischen Pfarrbüro melden.

© Schwäbische Zeitung - 10.04.2013

Der Riedlinger Bezirkskantor Jürgen Berron. SZ-Foto: Jungwirth/Archiv

Mit „Peter und der Wolf“ steht ein Klassiker auf dem Plan

Orgelkonzert für Kinder am kommenden Sonntag – Leitung liegt bei Jürgen Berron

Riedlingen (sz) - Für Kinder und Erwachsene ist am kommenden Sonntag, 14. April, ab 16 Uhr das dritte Orgelkonzert für Kinder. Es findet auf der Orgelempore der evangelischen Christuskirche in Riedlingen statt. Im Mittelpunkt steht diesmal das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew, der sowohl die Musik als auch den Text schrieb.

Angeregt durch die künstlerische Leiterin des Moskauer zentralen Kindertheaters schrieb er das Werk 1936, um Kinder mit den Instrumenten des Sinfonieorchesters vertraut zu machen.

Der katholische Kirchenmusiker Heinrich Grimm hat anlässlich des 50. Todesjahres des Komponisten das Werk ungekürzt für Orgel bearbeitet. Wie bei der Orchesterfassung wurden auch hier den einzelnen Figuren charakteristische Klangfarben zugeordnet. Für die Rollen des „kleinen Vogels“ und des „Großvaters“ bei diesem Konzert hat der Organist zwei Instrumentalisten aus dem Orchester dazu geholt, da die Orgel in der Christuskirche für die komplette Darstellung zu klein ist.

Die Hauptrolle spieltPlan ein kleiner Junge namens Peter. Er lebt mit seinem Großvater in einer ländlichen Gegend in Russland. Eines Morgens lässt er die Gartentüre offen und diese Gelegenheit nutzt die Ente und watschelt in den nahegelegenen Teich um darin genüsslich zu baden. Sie gerät mit Peters Freund, dem kleinen Vogel, in Streit, der sich nur mit knapper Not vor der heranschleichenden Katze auf einen Baum retten kann.

Der Großvater ärgert sich, dass Peter die Gartentüre offengelassen hat denn der Wolf im Wald ist gefährlich. Er nimmt Peter bei der Hand, schließt die Türe und geht mit ihm ins Haus. Kurz darauf erscheint tatsächlich der große, graue Wolf…

Drei Musiker und ein Sprecher

Das Stück wird in Riedingen von drei Musikern und einem Sprecher aufgeführt: Judith Eber an der Flöte, Martin Hölzle am Fagott, Jürgen Berron an der Orgel und Sprecher ist Hans-Martin Rieger.


Der Eintritt kostet drei Euro

© Schwäbische Zeitung - 06.04.2013

Muslimas und Christinnen besuchen Weltladen

 

Biberach (sz) - Alle Interessierten der „Christlich-Muslimischen Frauenbegegnung“ treffen sich am kommenden Montag, 8. April, um 20 Uhr im Weltladen in Biberach, Schadenhofstraße 11 (gegenüber von Intersport Heinzel). Susanne Barth und Margret Kührt, zwei Mitarbeiterinnen des Weltladens, werden an diesem Abend über die Arbeitsweise des Weltladens mit seinen vielfältigen Produkten aus aller Welt informieren. Was sich unter dem Markenzeichen „Fairer Handel“ verbirgt und wie diese Produktangebote zu verstehen sind, werden die Mitarbeiterinnen des Biberacher Weltladens an Beispielen erläutern. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei.

© Schwäbische Zeitung - 04.04.2013

Evangelische Gemeinde ist bald ohne Pfarrer (Foto: jul)

Evangelische Gemeinde ist bald ohne Pfarrer


Bruno Schneckenburger verlässt Altshausen und übernimmt Vertretungsdienste im Dekanat Blaubeuren


Von Gerhard Blessing

Altshausen Pfarrer Bruno Schneckenburger verabschiedet sich Ende April von der Kirchengemeinde. Der 58-jährige Seelsorger war seit 2002 in Altshausen. Er wird zum 1. Juli auf eine bewegliche Pfarrstelle versetzt und zunächst im Dekanat Blaubeuren Vertretungsdienste übernehmen. Über eine Nachfolgeregelung konnte das zuständige Dekanat in Biberach auf Anfrage der SZ noch keine Auskunft geben. Eine Vertretung ist aber geregelt.

„Jetzt haben Sie mir eine schlaflose Nacht bereitet.“ So reagierte eine Mitarbeiterin Ende Januar bei einem Mitarbeiterabend auf seine Ankündigung, Altshausen zu verlassen. Ihr Bedauern teilten sicherlich einige Mitarbeiter. Doch auch Erleichterung war bei manchen spürbar, dass sich jetzt für die Kirchengemeinde und für Pfarrer Schneckenburger Zukunftsmöglichkeiten eröffnen. Er sagte selbst über die vergangenen Jahre: „Konflikte und Enttäuschungen auf der Seite der Gemeinde und auf meiner Seite blieben nicht aus.“ Sein Dank richtet sich an alle, die ihn und seine Familie, seine Frau Doris sowie seine drei erwachsenen Kinder, während seiner elf Jahre wohlwollend begleitet und unterstützt haben.

Mit „Kirche on tour“ Gemeinden im Verwaltungsverband besucht
Mit Pfarrer Schneckenburger wagte sich die Gemeinde immer wieder auf Neuland. Auf seine Initiative hin veranstaltete die Gemeinde mehrere Wochenenden, bei denen Ideen für die Entwicklung gesammelt wurden. Sie sollten die Gemeinschaft stärken und den Austausch über religiöse Fragen ermöglichen. Resultate daraus waren die teilweise Umsetzung des Gottesdienstbuches und der Abendmahlsfeier, die Initiative zu Seniorennachmittagen, die Gestaltung der Männersonntage, die Konzipierung der erfolgreichen kirchenmusikalischen Reihe „Um Sieben“ und die Besuchsreihe „Kirche on tour“, bei der Mitarbeiter der Gemeinde zusammen mit Pfarrer Schneckenburger in den einzelnen Gemeinden des Verwaltungsverbandes Altshausen die evangelische Kirchengemeinde vorstellten und mit den dortigen Gemeindegliedern ins Gespräch kamen.

Ein einschneidendes Ereignis war die Zertifizierung des Umweltmanagements „Grüner Gockel“, mit dem sich die Gemeinde künftig verpflichtet, alle Aktivitäten auf Umweltverträglichkeit hin zu prüfen. Erstes Resultat war die Installation einer Voltaikanlage auf dem Gemeindehausdach.
Das herausragende Ereignis seiner Amtszeit war 2005 die Jubiläumswoche zum 150-jährigen Bestehen der evangelischen Kirchengemeinde Altshausen. In jenem Herbst veranstalteten die evangelische und katholische Kirchengemeinde einen Abend zu „Ökumene im Gespräch – 40 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil“. „Ökumene soll in Liebe geschehen“, titelte damals die Schwäbische Zeitung. Dieses Zitat kann auch als Auftrag gesehen werden für die vielen ökumenischen Bibelabende beider Kirchengemeinden in Altshausen, die von den beiden Pfarren und einigen Ehrenamtlichen gestaltet wurden. Die gemeinsame Feier des Buß-und Bettagsgottesdienstes über viele Jahre hinweg ist bis heute unter diesem Leitmotiv zu sehen.

Bewegend für Pfarrer Schneckenburger waren auch einige Personalwechsel in der Kirchengemeinde, angefangen vom Ausscheiden des Mesnerehepaars Scharmach, vom Wechsel in der Leitung des Kirchenchores über die Besetzung der Stelle der Kirchenpflegerin bis zur Neubesetzung der Hausmeisterstelle im Gemeindehaus. Und schließlich war auch der Kirchengemeinderat durch mehrmalige Zuwahlen zum Gremium und mit der Einarbeitung der neuen Mitglieder gefordert. Zusammen mit dem Kirchengemeinderat steht nun Pfarrer Schneckenburger mitten in seinem letzten Projekt in der Kirchengemeinde: der Innenrenovierung der evangelischen Kirche.
Den Verabschiedungsgottesdienst feiert die evangelische Gemeinde Altshausen am Sonntag, 28. April, um 14.30 Uhr. Die Predigt wird Pfarrer Schneckenburger halten, Dekan Hellger Koepff wird die Verabschiedung von Bruno Schneckenburger vom Kirchenbezirk vornehmen. Während der Vakatur vertreten Pfarrer aus Aulendorf, Bad Buchau und Bad Schussenried die Gemeinde.

(Erschienen: 04.04.2013 11:15 szon.de)