© Schwäbische Zeitung - 29.07.2013

Kabarettduo hinterfragt Treue

Rot an der Rot (sz) - Mit ihrem neuen Programm unternimmt das Kabarettduo „Die Vorletzten“ um Citypfarrer Peter Schaal-Ahlers und Schuldekan Søren Schwesig eine komödiantische Reise in die Welt der Herzkranzgefäße. Zu sehen ist es am Freitag, 13. September, um 19.30 Uhr in der evangelischen Christuskirche in Rot an der Rot. Die Reise führt von machtversessenen Sekretärinnen bis zur Frage, ob der Mensch wirklich zur Treue bestimmt ist.

Karten für den Kabarettabend zu sechs Euro gibt es auf Vorbestellung über das evangelische Pfarramt (Telefon 08395/9369380) oder an der Abendkasse

© Schwäbische Zeitung - 29.07.2013

Foto: privat

„Über den Wolken muss die Freiheit …“

Realschule Erolzheim feiert Schuljahresende und lässt Luftballons steigen

Erolzheim (sz) - Mit einem gemeinsamen Gottesdienst hat die Realschule Erolzheim das Schuljahr beendet. Mitgestaltet wurde die Feier zu dem zu den Sommerferien passenden Thema „Freiheit“ von der katholischen Gemeindereferentin Rosi Hörmann und dem evangelischen Pfarrer Matthias Ströhle.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Bläserklasse stellten Schülergruppen in mehreren pantomimischen Szenen einen Bezug des Themas „Freiheit“ zum Alltag der Schüler her. Gemeinsam wurden dann im Plenum Aspekte der Freiheit zusammengetragen und an Pinnwänden gesammelt.

Pfarrer Ströhle weitete in seiner Predigt den Blick der Schüler über unsere Grenzen hinaus, indem er anschaulich auf die Unfreiheit von Kindern, die in indischen Textilfabriken oder afrikanischen Coltan-Minen schuften müssen, hinwies. „In diesem Sinne“, so Pfarrer Ströhle, „ist euer Schulbesuch ein Ausdruck von großer Freiheit“. Am Beispiel der alttestamentlichen Geschichte vom Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft machte er deutlich, dass der Glaube an Gott frei machen kann.

Am Ende des Gottesdienstes sangen alle Schüler gemeinsam den Klassiker von Reinhard Mey „Über den Wolken“ und die zuvor als Fürbitten vorgetragenen Wünsche und Sehnsüchte der Schüler wurden an Luftballonen in den Erolzheimer Himmel steigen gelassen.

Nach dem Aufräumen der Klassenzimmer und der Ausgabe der Zeugnisse mit zahlreichen Belobigungen und Preisen war es um 11 Uhr soweit: Die große Freiheit der Sommerferien konnte beginnen.

Melanie Münsch (l.), die den Gottesdienst mit einem Kollegenteam zum Erolzheimer Schulentlasstag vorbereitet hat, lässt mit ihren Schülern die Fürbitten in den Himmel steigen! Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 22.07.2013

(v. l.): Pfarrer Ulrich Heinzelmann, Prädikant Hermann Hasenzahl, Hauswirtschaftsleiterin Karin Leiprecht, Diakon Damian Walosczyk, Heimbeiräte Agnes Balansche und Anton Ruess, Einrichtungsleiterin Doris Stetter und Pflegedienstleiter Tobias Stiller Foto: privat

Seniorenheim bekommt einen Mehrzweckraum

Im Senovum in der Riedlingerstraße gibt es jetzt endlich einen Raum für verschiedene Veranstaltungen

Biberach (sz) -
Schon 2012 macht sich der Heimbeirat des Seniorenheims Senovum auf den ausdrücklichen Wunsch vieler Bewohner für einen Mehrzweckraum stark. Es werde ein Raum gebraucht, der für Veranstaltungen aller Art genutzt werden könne. So wurde Ende des vergangenen Jahres mit dem Umbau eines Raums im Anbau des Seniorenheims in der Riedlinger Straße begonnen.

Wände wurden herausgebrochen, Fenster und Türen gesetzt und im Mai 2013 konnte endlich der Boden verlegt werden. Hauswirtschaftsleiterin Karin Leiprecht fungierte als Bauleiterin, finanziert wurde der Umbau größtenteils durch Spenden verschiedener Firmen, die mit dem Seniorenheim verbunden sind und viel Eigenleistung, vor allem auch des Hausmeisters Heinrich Kleinowski. Agnes Balansche und Anton Ruess vom Heimbeirat organisierten einen Tanztee zu Gunsten des Umbaus, bei dem die Senioren so begeistert mittanzten, dass eine Wiederholung geplant ist.

Der neue Mehrzweckraum bietet Platz für 50 Menschen. Zum ökumenischen Einweihungsgottesdienst mit Diakon Damian Walosczyk, Pfarrer Ulrich Heinzelmann und Prädikant Hermann Hasenzahl war der Raum voll besetzt, was noch einmal unterstreicht, wie wichtig ein solcher Raum für die Bewohner ist.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Beate Kiefer am Klavier und Daniela Schweikhart an der Querflöte. Jeden zweiten Freitag um 16.30 Uhr findet dort im Wechsel ein katholischer und evangelischer Gottesdienst statt. Verschiedene Angebote wie gemeinsames Singen und Tanzen im Sitzen sollen künftig auch dort stattfinden. Heide Hasenzahl, die mit den Senioren einmal im Monat einen Feierabend gestaltet, freut sich über den neuen Raum: „Schön ist er geworden und endlich ist auch genug Platz um sich zu bewegen.“

Freuen sich über den neuen Raum (v. l.): Pfarrer Ulrich Heinzelmann, Prädikant Hermann Hasenzahl, Hauswirtschaftsleiterin Karin Leiprecht, Diakon Damian Walosczyk, Heimbeiräte Agnes Balansche und Anton Ruess, Einrichtungsleiterin Doris Stetter und Pflegedienstleiter Tobias Stiller Foto: privat

„Schön ist er geworden und endlich ist auch genug Platz, um sich zu bewegen.“
Heide Hasenzahl tanzt einmal im Monat mit den Senioren.

© Schwäbische Zeitung - 17.07.2013

Gemeinsam musikalisch: Die Chöre der evangelischen Kantorei und von Guernsey Choral Society ergänzten sich wunderbar. sz-Foto: Günter Vogel

Vereinigte Chöre gestalten zwei Messen

 

Evangelische Kantorei und Guernsey Choral Society singen in der Stadtpfarrkirche Messen von Dvorák und Stanék

Von Günter Vogel

Biberach - Biberach ist mit der englischen Kanalinsel Guernsey partnerschaftlich verbunden. Von dort sind jetzt 45 Chorsänger zu Gast in Biberach gewesen – zum gemeinsamen Konzert in der Stadtpfarrkirche. Die Evangelische Kantorei und die Guernsey Choral Society sangen Messen von Dvorák und Stanék.

Die Leiter der Chöre, Ralf Klotz und Helen Grand, studierten für das Konzert zwei Werke tschechischer Komponisten, die „Messe D-Dur“ von Antonin Dvorák und die „Missa Lyrica“ von Pavel Stanék, ein. Begleitet wurden die insgesamt 115 lateinisch singenden Choristen vom Bläser-Kammerensemble Hochdorf.

Sabine Götze, Leiterin der Hochdorfer Bläser, dirigierte zu Beginn die Stanék-Messe.

Die Klangfarben von Gesang und Blasinstrumenten ergänzen sich hier großartig. Stanék, ein herausragender Vertreter sinfonischer Bläsermusik, drückt in der „Missa Lyrica“ die Glaubensaussagen in weicher, lyrischer Form aus. Die Dirigentin führte im eröffnenden „Kyrie“ den Chor zu differenzierter Gestaltung.

Beim „Gloria“ hört man feine Soli im Holz wie im Blech, und das „Credo“ ist ein starkes Glaubensbekenntnis. Der Chor gibt der Wortbedeutung angemessenen Raum.

Großes Melos dann im „Sanctus“ mit langsamem Dreiertakt. Das „Benedictus“ kommt sehr ruhig, assoziiert eine lyrische Opernromanze. Das „Agnus Dei“ am Schluss ist ein tief gläubiger Ruf an das „Lamm Gottes“.

Die von Ralf Klotz dirigierte „Messe D-Dur“ von Antonin Dvorák ist ein Klassiker unter den Messevertonungen, besteht ausschließlich aus Chorstücken im Wechsel mit kurzen Soli. Der Komponist Dvorák erreicht mit dieser Messe, die zu seinen bekanntesten Kirchenkompositionen zählt, einen bemerkenswerten religiösen Tiefgang mit ausdrucksstarker romantischer Tonsprache.

Behutsam und empfindsam

Das eröffnende „Kyrie“ klingt mit seinem Sechsvierteltakt fast wie ein behutsamer Walzer, und empfindsames Singen setzt sich intuitiv körpersprachlich mit sanften Hüftbewegungen der meisten Choristen fort.

Marschmäßig wird das „Gloria“ eröffnet. Im langsamen Mittelteil singen Mechthild Lange und Margarete Herter schön klingende Soli. Der Satz endet herausfordernd mit einem heroischen, blechverstärkten „Amen“.

Das „Credo“ ist harmonisch expressiv, führt sich mit einem sehr bestimmten Marcato ein. Einem weichen, gefühlvollen „Et incarnatus est“ folgt ein dramatisches „Crucificus etiam pro nobis“. Die Musik dieses Satzes ist leidenschaftlich handlungsmalend.

Das „Sanctus“ kommt hymnisch festlich daher, das „Benedictus“ beginnt langsam und eindringlich, das „Hosanna in excelsis“ wird mit mitreißendem Temperament interpretiert.

Im „Agnus Dei“ klingen weiche Solo- sowie Frauen- und Männerchorpassagen. Mit einem sehr ruhigen „Amen“ klingt das ganze Werk aus.

Der Chor bestach mit einer musikalisch wie durchaus auch sprachlich bemerkenswerten Homogenität. Angesichts von nur zwei möglich gewesenen gemeinsamen Proben eine starke Leistung, besonders auch der beiden Dirigenten. Diese gaben mit ausgeprägter Schlagtechnik den Sängern und den Instrumentalisten die erforderlichen Impulse zu dieser eindrucksvollen Leistung.


© Schwäbische Zeitung - 16.07.2013

Feierten gemeinsam Abschied: (von links) Renate Epple, Erika Mentel, Helga Sondhauß (alle drei Kirchengemeinderätinnen Staig), Pfarrer Holger Hörnle, Pfarrer Andreas Kernen, Pfarrerin Doris Seitz-Kernen, Frank Gugumus (Zweiter Vorsitzender Kirchengemeinderat) und Vikar Matthias Marschall. Foto: Patricia Geiger

„Wir hätten Sie gern länger hierbehalten“

 

Kirchengemeinde Oberholzheim hat Pfarrer Holger Hörnle verabschiedet


Von Patricia Geiger

Oberholzheim/Staig - Nach knapp acht Jahren ist Pfarrer Holger Hörnle von der evangelischen Kirchengemeinde Oberholzheim verabschiedet worden. Der letzte Gottesdienst von Hörnle in der katholischen Kirche in Staig wurde vom Chor Liederkranz Oberholzheim begleitet. „In den acht Jahren, in denen ich hier war, ist mir das Miteinander von evangelischen und katholischen Christen eine Herzensangelegenheit geworden“, sagte Pfarrer Hörnle während des Gottesdiensts.

Bei einem Stehempfang im Anschluss an die Messe nahmen viele Gemeindemitglieder die Möglichkeit wahr, sich persönlich von Holger Hörnle zu verabschieden, der ab September in Filderstadt tätig sein wird. Stefan Lepre, Pastoralreferent der katholischen Kirchengemeinde Staig/Steinberg, bedankte sich bei Hörnle für die unkomplizierte Zusammenarbeit und bezeichnete die Ökumene als „Urpflicht der Christen“. Offenheit für die Ideen des jeweils anderen sei an der Tagesordnung gewesen. „Wenn man uns machen ließe, kämen noch ganz andere Sachen raus“, meinte Lepre scherzhaft.

Der Bürgermeister von Staig, Martin Jung, verabschiedete Pfarrer Hörnle stellvertretend für die anderen Bürgermeister der Holzstockgemeinden, in denen Hörnle tätig war. „Sie haben das Gemeindeleben geprägt“, sagte Jung. Zum Abschied schenkten die Bürgermeister dem scheidenden Pfarrer zwei Liegestühle, die beim Entspannen helfen sollen und auch dabei, die innere Mitte und das innere Gleichgewicht zu finden.

Pfarrer Hermann Müller aus Laupheim überreichte Pfarrer Hörnle zum Abschied den Setzling einer finnischen Salweide, einer robusten Baumart, die vielen Widrigkeiten standhält. Einen Holzscheit als Erinnerungsstück erhielt Hörnle von Kirchengemeinderätin Helga Sondhauß – sowie einen Gutschein zum Holzeinkauf in Filderstadt. „Wir hätten Sie gern länger hierbehalten“, sagte sie.

Wie es weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Die Stelle von Pfarrer Hörnle sei um die Hälfte gekürzt worden, erklärte Pfarrer Andreas Kernen, und fügte hinzu: „Wir hoffen, dass sich jemand findet.“ Pfarrer Hörnle leitet am 25. August den letzten Gottesdienst in den Holzstockgemeinden, die Gottesdienste in der Zeit der Vakatur übernimmt Vikar Matthias Marschall. „Der Plan steht bis ins neue Jahr“, sagte Pfarrer Kernen, allerdings finde nur noch einmal im Monat ein Gottesdienst statt.


„Sie haben das Gemeindeleben geprägt.“
Martin Jung, Bürgermeister Staig

© Schwäbische Zeitung - 15.07.2013

Die Pfarrer Paul Brauchle (links) und Peter Müller gestalten den ökumenischen Gottesdienst am Marktplatz. Foto: amm

Der ökumenische Gottesdienst kehrt auf Marktplatz zurück

 

Pfarrer Müller predigt zum Bächtlefest über die Lebensfreude

Von Anita Metzler-Mikuteit

Bad Saulgau - Der ökumenische Gottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Marktplatz war so gut besucht, dass die Sitzplätze längst nicht ausreichten. Begleitet vom Posaunenchor und dem Chor Ultreja der katholischen Kirchengemeinde kamen Gläubige beider Konfessionen, um gemeinsam zu beten und zu singen. Pfarrer Peter Müller benannte in seiner Predigt sieben Symbole, die ein Garten und der gemeinsame Glaube miteinander verbinden. Ministranten brachten dazu nicht nur einen Spaten mit, sondern auch einen Gartenstuhl. „Es geht nicht nur darum zu arbeiten, sondern auch darum, sich zurückzulehnen“, sagte Müller.

Genauso wie der Garten, solle auch der Glaube ein Ort der Lebensfreude und des Genusses sein. Richard Frey, der neue Präsident des Bürgerausschusses für Heimatpflege, bedankte sich bei den Organisatoren und betonte, welch „gute Entscheidung“ es war, den ökumenischen Gottesdienst wieder „mitten in unsere Stadt und in unsere Herzen“ zu holen. Dass dies auch die Gottesdienst-Besucher so sahen, verdeutlichte der lang anhaltende Applaus. „Peter und Paul haben das gerne gemacht“, schmunzelte der evangelische Pfarrer Paul Brauchle und nahm damit Bezug auf die Vornamen beider Pfarrer.

Danach gab es fair gehandelten Kaffee und frisch gebackenen Kuchen, vorbereitet von der Gruppe „Lebensspur“. Die rund 15 Frauen treffen sich einmal pro Monat zu Glaubensgesprächen, zum Innehalten, zum Tanzen und Singen. „Es soll einfach eine Kraftquelle für den Alltag sein“, sagte Mitorganisatorin Marion Lüdtke, die der Gruppe seit 15 Jahren angehört.

© Schwäbische Zeitung - 15.07.2013

Bei der Pfeifenfabrik Killinger werden Orgelpfeifen hergestellt. Foto: privat

Kinder-Orgel-Club besichtigt Orgelpfeifenfabrik Killinger

 

Für die Fahrt am 26. Juli sind noch Plätze frei

Riedlingen (sz) - Der Kinder-Orgel-Club bricht am Freitag, 26. Juli, um 8.30 Uhr am Johannes-Zwick-Haus in Riedlingen zu seiner diesjährigen Besichtigungstour auf. Die Kinder fahren diesmal nicht zu einer berühmten Orgel, sondern in die Süddeutsche Orgelpfeifenfabrik Killinger nach Freiberg am Neckar.

Dort baut der Pfeifenbaumeister Christoph Ulmer mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die verschiedensten Pfeifen für große und kleine Orgeln. Orgelbauer aus Deutschland, Europa und dem weltweiten Ausland kaufen bei ihm die Pfeifen für ihre Instrumente.

Seit fast 60 Jahren sind Killinger- Orgelpfeifen in den Kirchen und Konzertsälen dieser Welt zu finden. Für die „Orgelpfeifenwerkstatt für Kinder“ im vergangenen Jahr spendierte die Firma die Pfeifen zum Intonieren.

Beim Besuch führt Christoph Ulmer die Kinder durch seine Werkstatt und zeigt ihnen, wie man aus dem Orgelmetall die Platten gießt und daraus Orgelpfeifen herstellt. Für die Fahrt sind noch Plätze frei. Interessierte Kinder und Eltern können sich noch anmelden.

Bei der Pfeifenfabrik Killinger werden Orgelpfeifen hergestellt. Foto: privat

Nähere Informationen bei Bezirkskantor Jürgen Berron, Tel 07373/921689 oder www.ev-kirche-riedlingen.de.

© Schwäbische Zeitung - 13.07.2013

Singen am Lagerfeuer, den Sommer und die Natur genießen – das und mehr gehört zum Hölzle-Camp. Foto: privat

Das Hölzle geht campen

Es sind noch Plätze frei – Zeltfreizeit für 13- bis 15-Jährige im Hölzle

Biberach (sz) - Elf Tage lang zeltet das Hölzle-Camp als Außenstelle des bekannten Biberacher Ferienwaldheims in den Sommerferien. Es sind noch Plätze für 13- bis 15-jährige Jugendliche frei.

Lagerfeuer, Teamgeist erfahren, Radtouren, Singen, Vertrauen, Kochen, Chillen, Natur erleben, das alles sind Stichwörter, mit denen man versuchen kann, die Stimmung im Hölzle-Camp zu beschreiben. „Aber eigentlich kann man das gar nicht, man muss es erleben“, finden Teilnehmer und Veranstalter.

In elf Tagen voller Action, Spaß und Gemeinschaftsgefühl erleben maximal 50 Camper und etwa 15 erfahrene Mitarbeiter ein abwechslungsreiches Programm, das von den Campern eigenverantwortlich mitgestaltet wird.

Da kann es sein, dass eine eigene Sauna gezimmert, bei Kerzenlicht Geschichten erzählt, im großen Feuertopf über der Glut gemeinsam gekocht oder einfach nur der Sommer genossen wird. Alles ist möglich.

Veranstaltet vom Evangelischen Jugendwerk Biberach, findet das Hölzle-Camp auf einem Zeltplatz nahe Winterreute (Landkreis Biberach) statt, angelehnt an und versorgt durch das Ferienwaldheim Hölzle. Die Kosten für Übernachtung, Programm und Verpflegung betragen zwischen 195 Euro und 228 Euro.

Weitere Informationen unter Telefon 07351/22330 oder im Internetcamp.hoelzle-online.de Bei Fragen besteht unter camp@hoelzle-online.de der direkte Kontakt zur Campleitung.

© Schwäbische Zeitung - 13.07.2013

Singen am Lagerfeuer, den Sommer und die Natur genießen – das und mehr gehört zum Hölzle-Camp.Foto: privat

Das Hölzle geht campen

 

Es sind noch Plätze frei – Zeltfreizeit für 13- bis 15-Jährige im Hölzle

Biberach (sz) - Elf Tage lang zeltet das Hölzle-Camp als Außenstelle des bekannten Biberacher Ferienwaldheims in den Sommerferien. Es sind noch Plätze für 13- bis 15-jährige Jugendliche frei.

Lagerfeuer, Teamgeist erfahren, Radtouren, Singen, Vertrauen, Kochen, Chillen, Natur erleben, das alles sind Stichwörter, mit denen man versuchen kann, die Stimmung im Hölzle-Camp zu beschreiben. „Aber eigentlich kann man das gar nicht, man muss es erleben“, finden Teilnehmer und Veranstalter.

In elf Tagen voller Action, Spaß und Gemeinschaftsgefühl erleben maximal 50 Camper und etwa 15 erfahrene Mitarbeiter ein abwechslungsreiches Programm, das von den Campern eigenverantwortlich mitgestaltet wird.

Da kann es sein, dass eine eigene Sauna gezimmert, bei Kerzenlicht Geschichten erzählt, im großen Feuertopf über der Glut gemeinsam gekocht oder einfach nur der Sommer genossen wird. Alles ist möglich.

Veranstaltet vom Evangelischen Jugendwerk Biberach, findet das Hölzle-Camp auf einem Zeltplatz nahe Winterreute (Landkreis Biberach) statt, angelehnt an und versorgt durch das Ferienwaldheim Hölzle. Die Kosten für Übernachtung, Programm und Verpflegung betragen zwischen 195 Euro und 228 Euro.

Weitere Informationen unter Telefon 07351/22330 oder im Internetcamp.hoelzle-online.de Bei Fragen besteht unter camp@hoelzle-online.de der direkte Kontakt zur Campleitung.

 

 

© Schwäbische Zeitung - 13.07.2013

Nach dem Auftritt auf Guernsey folgt nun das Konzert des dortigen Chors mit der evangelischen Kantorei in Biberach. Foto: privat

Zwei Chöre singen zu Schützen Dvorák und Stanék

 

Chorkonzert der Kantorei und des Chors aus Guernsey am Schützenmontag in Sankt Martin


Biberach (sz) - Ein Konzert für Chor und Bläser mit etwa 120 Sängern der evangelischen Kantorei und der Guernsey-Choir-Society ist am Schützenmontag, 15. Juli, in Sankt Martin zu hören. Das Konzert, das um 19 Uhr beginnt, steht unter der Leitung von Ralf Klotz und Sabine Götze. Solisten sind neben Mechthild Lange (Sopran) und Margarete Herter (Alt) weitere Sänger aus der Kantorei, begleitet vom eigens für diesen Zweck zusammengestellten Bläser-Kammerensemble aus Hochdorf. Die Chorvereinigung rundet damit den städtepartnerschaftlichen Austausch zwischen Guernsey und Biberach ab, denn erst im Mai war die Kantorei zum Gemeinschaftskonzert auf Guernsey. Auf dem Programm stehen die „Messe D-Dur“ von Anton Dvorák sowie die „Missa Lyrica“ von Pavel Stanék.

Dvoráks Messe D-Dur ist ein Klassiker unter den Messvertonungen geworden. Die Besonderheit, dass sie ausschließlich aus Chorstücken im Wechsel mit wenigen Quartettpassagen besteht, hat mit zu ihrer Beliebtheit beigetragen. Dvorák erreicht mit seiner Messe D-Dur den größten religiösen Tiefgang innerhalb seines ansonsten meist symphonischen Schaffens. Sie gehört zu seinen bekanntesten Kirchenkompositionen und vereinigt ausdrucksstark dessen romantische Klangsprache mit dem Inhalt der Messtexte. In Dvoraks Messe beginnt das Kyrie eleison zunächst ganz in kindlicher Gläubigkeit mit Terzen, ehe es sich dann in seelische Tiefenbereiche begibt. Auch das Gloria in excelsis gibt sich durch aufbrausende Dreiklangsbrechungen ganz dem Text hin. Das Credo beginnt antiphonal und ist zugleich das harmonisch expressivste Stück. Das Sanctus glänzt durch Festlichkeit, demgegenüber wird das Benedictus introvertiert solistisch gesungen. Das Agnus Dei lässt mit reizvollen Frauenchorpassagen sowie seiner Friedensbitte das Werk still ausklingen.

Pavel Stanéks „Missa Lyrica“ für Chor und Blasorchester (alternativ Orgel) wurde 2001 in Bozen (Südtirol) uraufgeführt. Die Klangfarben von Gesang und Blasinstrumenten mischen und ergänzen sich.

Wie der Name Missa Lyrica sagt, drückt die Komposition des Prager Zeitgenossen in besonders lyrisch-weicher und emotionaler Art die Glaubensaussagen aus. Am stärksten trifft der Werkstitel „Lyrica“ aber das Agnus Dei. Das Werk insgesamt schafft eine sehr ansprechende Synthese von moderner Klangsprache und sehr gefühlvollen Wendungen im Wechsel zwischen Chor und Blasorchester.

Der 1927 geborene Stanék zählt europaweit zu den beliebtesten Komponisten. Er hat mit seinem Gesamtwerk die sinfonische Bläsermusik geprägt durch Melos, Rhythmen und üppige Harmonik.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

 

© Schwäbische Zeitung - 12.07.2013

Sechs Bläser werden für langjähriges Engagement geehrt. Foto: pr / Ulrich Studios

Im November vor 24 Jahren fing alles an

 

Evangelische Kirchengemeinde Riedlingen ehrt Jubilare des Bläserkreises

Riedlingen (sz) - Am kommenden Sonntag werden im Gottesdienst in der Christuskirche eine Bläserin und sechs Bläser für ihr langjähriges musikalisches Engagement geehrt. Für die festliche doppelchörige Musik wurde der Posaunenchor aus Gächingen unter der Leitung von Andreas Brändle eingeladen.

Der stellvertretende Bezirksposaunenwart Norbert Bolay wird im Gottesdienst den Jubilaren die Urkunden für 30 bis 56 Jahren überreichen. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein kleiner Stehempfang im Johannes-Zwick-Haus statt, zu dem die Kirchengemeinde, Interessierte und ehemalige Bläser einlädt.

Alles begann an einem grauen Novemberabend vor 24 Jahren, an dem sich zum ersten Mal sechs Blechbläser zum Musizieren trafen. Da einige aus anderen Posaunenchören kamen, war der Wunsch groß, einen eigenen Posaunenchor zu gründen. Der damals neue Pfarrer Gerhard Schwarz, selbst begeisterter Bläser, gab den letzten Ausschlag. Da das Pfarrhaus samt Gemeinderäumen in der Grabenstraße 14 im Umbau begriffen war, traf man sich bei Albrecht Mönch im privaten Wohnzimmer. Zur Einweihung des Johannes-Zwick-Hauses im September 1991 eröffnete der Bläserkreis die Feierstunde. Besondere Anlässe musikalisch zu gestalten ist bis heute Aufgabe des Bläserkreises. Er ist aber auch in Gottesdiensten, bei der Auferstehungsfeier an Ostern auf dem Friedhof und bei Konfirmationen zu hören.

Am ökumenischen Benefizkonzert zugunsten der neuen Orgel in St. Georg und einem ökumenischen Konzert im Jahr des Stadtjubiläums in St. Georg zur Huldigung der drei ehemaligen Stadtpfarrer und Liederdichter der Donaustadt war der Bläserkreis ebenfalls musikalisch beteiligt. In diesem Jahr beteiligen sich die Bläser mit einer Riedlinger Veranstaltung „Tafelmusik – Musik zum Teilen“ an der Initiative von „Brot für die Welt“ in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Württemberg und dem Amt für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche.

Interessierte Mitspieler sind herzlich willkommen. Der Bläserkreis probt freitags von 20 bis 21.30 Uhr im Johannes-Zwick-Haus.

© Schwäbische Zeitung - 12.07.2013

Kinder und Eltern fahren gemeinsam Rasenski – eines von vielen Spielen rund um Geschicklichkeit und Verkehrssicherheit beim Sommerfest der Ummendorfer „Villa Regenbogen“. Foto: privat

„Villa Regenbogen“-Kinder trainieren Verkehrssicherheit

 

Das Sommerfest im Ummendorf gemeinsam mit der Verkehrswacht schärft die Sinne und macht Spaß

Ummendorf (sz) - Der Kindergarten „Villa Regenbogen“ in Ummendorf hat in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Biberach ein gelungenes Sommerfest gefeiert. Das Team des evangelischen Kindergartens mit Krippe und die Eltern waren mit genauso großer Begeisterung dabei wie die Kinder selbst. Der Tag drehte sich um das Thema Verkehrssicherheit.

An zehn Spiel- und Aktionsstationen schärften die Kleinen mit ihren Familien ihre Sinne, übten Konzentration und Geschicklichkeit. Eine Kindersitz-Rutsche zeigte demonstrativ, was passiert, wenn man sich im Autokindersitz nicht anschnallt. Die Puppe flog in hohem Bogen aus dem Sitz heraus.

Bei den Kindern wurden Sehtests gemacht und sie testeten ihre Geschicklichkeit in einem Roller-, Bobbycar- oder Schubkarrenslalom.

Beim Rasenski-Wettrennen konnte die ganze Familie auf zwei Ski ins Rennen gehen. Alle hatten großen Spaß bei diesem Fest und lobten das Team der Verkehrswacht und die Organisatoren für den schönen Tag.


© Schwäbische Zeitung - 11.07.2013

SZ-Archivfoto: Thomas Warnack

Kindergottesdienst und Zillefahren

 

Riedlingen (sz) - Unter dem Thema „Alle in einem Boot?!“ findet am Sonntag, 14. Juli, ab 10.30 Uhr der ökumenische Kinder- und Mini-Gottesdienst der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden auf der Donau-Insel statt. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Picknick geplant, dazu sollten die Familien eine Decke und die Verpflegung selbst mitbringen. Dem Motto entsprechend besteht danach die Möglichkeit, mit Hans-Peter Schreijäg in der Zille zu fahren (Einstieg bei der Kalbinnenhalle). Dort werden von Julia Graf (Erlebnispädagogin) auch Spiele für die ganze Familie angeboten. Bei Regen findet der Kindergottesdienst im Kath. Gemeindehaus statt. Ebenso ist das Zillefahren von entsprechenden Wasser- und Witterungsbedingungen abhängig.

 

© Schwäbische Zeitung - 11.07.2013

Bei der Pfeifenfabrik Killinger werden Orgelpfeifen hergestellt, die europaweit verkauft werden. Foto: privat

Kinder-Orgel-Club besichtigt Orgelpfeifenfabrik Killinger

 

Für die Fahrt am 26. Juli sind noch Plätze frei


Riedlingen (sz) - Der Kinder-Orgel-Club bricht am Freitag, 26. Juli, um 8.30 Uhr am Johannes-Zwick-Haus in Riedlingen zu seiner diesjährigen Besichtigungstour auf. Die Kinder fahren diesmal nicht zu einer berühmten Orgel, sondern in die Süddeutsche Orgelpfeifenfabrik Killinger nach Freiberg am Neckar.

Dort baut der Pfeifenbaumeister Christoph Ulmer mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die verschiedensten Pfeifen für große und kleine Orgeln. Orgelbauer aus Deutschland, Europa und dem weltweiten Ausland kaufen bei ihm die Pfeifen für ihre Instrumente.

Seit fast 60 Jahren sind Killinger Orgelpfeifen in den Kirchen und Konzertsälen dieser Welt zu finden. Für die „Orgelpfeifenwerkstatt für Kinder“ im vergangenen Jahr spendierte die Firma die Pfeifen zum intonieren.

Beim Besuch führt Christoph Ulmer die Kinder durch seine Werkstatt und zeigt ihnen wie man aus dem Orgelmetall die Platten gießt und daraus Orgelpfeifen herstellt. Für die Fahrt sind noch Plätze frei! Interessierte Kinder und Eltern können sich noch anmelden.


Nähere Informationen bei Bezirkskantor Jürgen Berron, Tel 07373-921689 oder www.ev-kirche-riedlingen.de.

© Schwäbische Zeitung - 10.07.2013

Die ehemaligen und jetzigen Macherinnen des Gemeindeclubs: (von links) Cilli Dorner, Gertraud Seifert, Monika Lemke und Marianne Gehweiler. Dahinter ist ein Mitglied des Gemeindeclubs zu sehen, Manfred Hafner. SZ-Foto: Bruno Jungwirth

Ein Platz des Austauschs

 

20 Jahre Gemeindeclub in Riedlingen – Austausch und Treff für Psychisch-Kranke

Von Bruno Jungwirth

Riedlingen - Mit einer kleinen Feier hat der Gemeindeclub Riedlingen sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Seit 20 Jahren gibt es diesen Club für und mit Psychisch-Kranken. Sie treffen sich ein oder mehrmals die Woche, um sich auszutauschen, Kontakte zu pflegen und Angebote wahrzunehmen.

Seit 20 Jahren ist Gertraud Seifert dabei, die den Club auch seit vielen Jahren leitet. „Ich freue mich immer, wenn ich kommen kann“, sagte sie. Sie berichtet etwas aus dem Leben des Clubs. Einmal die Woche treffen sich die Mitglieder im evangelischen Gemeindehaus in Riedlingen für gemeinsame Aktivitäten. Mal werde gemeinsam gekegelt, mal ein Ausflug unternommen, mal ein Vortrag gehört. Zudem gibt es zwei Mal die Woche die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen zu treffen. Begleitet werden sie fachlich von Renate Schick-Vierkorn, der Gertraud Seifert für ihre Arbeit herzlich dankte.

„20 Jahre Gemeindeclub ist etwas besonderes“, sagte Waltraud Riek vom Gemeindepsychiatrieschen Zentrum (GPZ) in Riedlingen. Denn obwohl es inzwischen viele ambulante Hilfsstrukturen gebe, haben die Clubs noch eine wichtige, entscheidende Aufgabe: In diesem Kreise können die Mitglieder Freunde finden und dem Alleinsein vorbeugen.

Seit 20 Jahren hat der Club seine Heimat im Johannes-Zwick-Haus, wofür sich Gertraud Seifert herzlich beim Pfarrerehepaar Steible-Elsässer bedankte. Doch der Dank ging auch zurück: „Sie sind ein lebendiger Teil dieses Hauses“, sagte Martin Elsässer. Der Club sei wichtiges Bindeglied zwischen der Psychiatrie und Gemeinde.

Lob kam auch von Bürgermeister Hans Petermann. „Ich bin zu Ihnen gekommen, weil Sie es vielfach schwerer haben im Leben. Es ist ein Zeichen, dass die Öffentlichkeit zu Ihnen steht“, betonte er.

Gesellschaftliche Akzeptanz

Der Club wurde vor 20 Jahren gegründet, doch sein Vorläufer – den Bussenkreis – gibt es bereits zehn Jahre länger. Damals wurden die ersten ambulanten Strukturen aufgebaut. Christoph Vieten vom Zentrum für Psychiatrie wies in seiner Rede auf die großen Veränderungen in der Behandlung psychisch Kranker hin. Vor 30 Jahren gab es nur die geschlossene Psychiatrie. Heute gebe es deutlich mehr Hilfsangebote und weitaus bessere Strukturen.

Vor allem sei die Akzeptanz in der Gesellschaft höher geworden, es finde keine Stigmatisierung mehr statt: Die Menschen hätten verstanden, dass psychische Erkrankungen wie körperliche behandelt werden müssen.


© Schwäbische Zeitung - 09.07.2013

Die kroatische Folkloregruppe aus der neuen Partnerstadt Mengens tritt auf. Foto: Vera Romeu

Ein ökumenischer Gottesdienst verbindet Christen bei den Heimattagen

 

Die französischen und kroatischen Freunde der Stadt feiern mit

Mengen (vr) - Gemeinsam haben die katholische und die evangelische Kirchengemeinde den Gottesdienst der Heimattage gefeiert. Dieser eindrucksvolle Gottesdienst war nicht nur ökumenisch, sondern auch international: Er wurde auf Französisch und Kroatisch gefeiert, weil die Gäste aus den Partnerstädten Boulay und Novska mitfeierten. „Herzlich willkommen in Mengen, herzlich willkommen in Europa!“, rief Pfarrer Stefan Einsiedler ihnen zu.

Es war ein ganz unkonventioneller Gottesdienst, der aus vielen unterschiedlichen Elementen bestand. Der Chor „Akzente“ gestaltete mit modernen Liedern die Feier. Pfarrer Stefan Einsiedler und Pfarrer Wolfgang Raiser hatten viele Christen zu sich in einen Chor geladen, um gemeinsam die Texte zu lesen und auszulegen.

Der Psalm „Der Herr ist mein Hirte“ stand im Mittelpunkt. Es ging um Heimat und Bedeutung der Heimat. Es ging um die Wege, die Menschen zurücklegen und um den Schutz Gottes, der begleitet. Es ging um die Toleranz, die zwar ein Lieblingswort der Gesellschaft ist, aber doch zu wenig gelebt wird. In Form von Gesprächen wurde darüber nachgedacht. Die Fürbitten wurden in drei Sprachen gebetet.

Pfarrer Einsiedler stellte das neue Gemälde, das er von Franz-Josef Luib für den Gottesdienst der Heimattage hat malen lassen, vor. Ablachtal, Stadt, Ablach, Häuser und Menschen sind darauf zu sehen. Dieses Bild wird der Hintergrund der Krippe in der Martinskirche sein, kündigte Pfarrer Einsiedler an.

Tal, Weg, Tisch und Mensch sind die zentralen Themen des Psalms, weil sie von Heimat sprechen. „Der Mensch ist auf Heimat angewiesen. Sie ist ihm geschenkt“, sagte Pfarrer Raiser. Toleranz heiße, zulassen, dass andere anders sind, dass sie andere Werte haben, dass Dinge sich verändern. Menschen aus dem Ausland leben sich in Mengen ein, machen daraus ihre neue Heimat, wenn auch Einheimische dies nicht immer so wahrnehmen.

© Schwäbische Zeitung - 08.07.2013

Hans Beck vom Förderverein Bauhütte Simultaneum (links) dankt den Künstlern Ralf Klotz (Mitte) und Michael Grube. Foto Helmut Schönecker

Beseelte Geigentöne über Orgelklängen

 

Benefizkonzert zugunsten der Renovierung der Simultankirche

Von Dr. Helmut Schönecker

BIBERACH - „Was man mit Holz doch alles machen kann“, so hat sich der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Bauhütte Simultaneum, Hans Beck, respektvoll und erfreut in seinen abschließenden Dankesworten an den Stargeiger Michael Grube sowie an den Kantor und Organisten der Stadtpfarrkirche Ralf Klotz geäußert. Damit spielte er an auf die wunderbaren Klänge der berühmten Amati-Geige des weitgereisten Violinprofessors.

Eine recht freie Interpretation von Brahms allbekanntem „Wiegenlied“ beendete als Zugabe ein stimmungsvolles Kirchenkonzert mit zwei Künstlern, die sich über alle Distanzen hinweg bestens verstanden und auch ohne eingehende gemeinsame Probenarbeit schnell den gemeinsamen Nenner fanden. Mit vollem Orgelklang und dem Allegro von Bachs Vivaldi-Adaption des Concertos in A-Moll eröffnete Ralf Klotz mit den mächtigen Klängen der Hauptorgel das Benefizkonzert zugunsten der Renovierung der nahezu vollbesetzten Martinskirche.

Nicht ganz frei von virtuosen Marotten inszenierte, der in Südamerika lebende, gebürtige Überlinger Michael Grube seine stilsicher ausgewählten Bravourstücke. Vom beherzten, ja mitunter hart und heftig einsetzenden, leidenschaftlichen Fortissimo zum leisesten Pianissimo-Hauch füllte die legendäre Amati aus dem lombardischen Geigenbauzentrum Cremona mit ihrem unnachahmlichen, zauberhaften Klang den Kirchenraum und ließ das verzückte Publikum in himmlische Sphären entschweben.

Herausforderung klar gemeistert

Von der blinden österreichischen Komponistin Maria Theresia von Paradis, Zeitgenossin von W. A. Mozart, erklang deren wohl bekanntestes Stück, die schwebend leichte „Sicilienne“ für Violine und Klavier, hier sensibel begleitet auf der Chororgel von Ralf Klotz. Die spätromantische „Romanze“ für Violine und (im Original) kleines Orchester von Max Reger folgte, bevor mit Johann Sebastian Bachs „Chaconne“ aus der Partita d-Moll für Violine Solo einer der musikalischen Höhepunkte des Konzertes erklang. Mit dem berühmten Stück, an dem sich seit dem Barockzeitalter die größten Violinvirtuosen abgearbeitet haben, konnte Grube in den 32 Variationen über einem mehrtaktigen Bass- oder Melodiemodell, das chaconne-typisch ständig wiederholt und dabei andauernd variiert wird, in beispielhafter Weise zeigen, dass auch polyphone Mehrstimmigkeit und akkordisches Spiel auf der Violine für die wahren Meister – Bach soll diese Stücke für sich selbst geschrieben haben – vielleicht eine Herausforderung aber keinesfalls ein unlösbares Problem darstellt.

Nach einem kurzen, kantablen Stück aus Mendelssohn-Bartholdys „Liedern ohne Worte“ folgten zwei weitere Sätze, Adagio und Allegro, aus Bachs a-Moll-Konzert für Orgel, bevor eine effektvolle „Balada“ des rumänischen Komponisten Ciprian Porumbescu wieder neue Leidenschaften aufflammen ließ, die sich über Fritz Kreislers „Recitativo und Scherzo Caprice, op. 4“, nur kurz unterbrochen durch den, in diesem Zusammenhang etwas befremdlich wirkenden Choral „Maria durch den Dornwald ging“ in einer Bearbeitung des zeitgenössischen österreichischen Komponisten Gerhard Track, schließlich ins virtuose Eldorado von Nicoló Paganinis Caprice Nr. 13 in B-Dur, das sogenannte „Teufelslachen“, steigerte. Versetzte schon Fritz Kreislers launige „Caprice“ mit ihren virtuosen Griff- und Bogentechniken das Publikum in Erstaunen, so entfachte das Bravourstück des komponierenden Ausnahme-Virtuosen Paganini im Publikum Begeisterung, die sich in lang anhaltendem Beifall entlud und schließlich auch die Spendenkörbchen mit größeren Scheinen füllte – ein herausragender Erfolg, nicht zuletzt auch für den Erhalt der Biberacher Simultankirche.

Michael Grube, der aus Überlingen stammende Stargeiger, hat seiner Amati-Geige Töne entlockt, die das Biberacher Publikum in andere Sphären entführte. SZ-Fotos: hELMUT Schönecker

 

© Schwäbische Zeitung - 08.07.2013

„Ein Tag der Freude und Dankbarkeit“

 

Zahlreiche Gäste feiern die Einweihung des neuen evangelischen Gemeindehauses in Laupheim

Von Reiner Schick

Laupheim - „Belebt soll das Haus sein“, hat sich der Zweite Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats Bernd Pfister in Bezug auf das neue Gemeindehaus gewünscht. Und sein Wunsch wurde schon am ersten Tag erhört: Zur feierlichen Einweihung am Sonntag kamen Hunderte von Besuchern, um sich ein Bild vom Neubau in der Schillerstraße zu machen.

Dem Festgottesdienst am Vormittag schloss sich eine Vorführung des benachbarten Kindergartens Arche Noah im hellen, bei Bestuhlung 120 Plätze bietenden großen Festsaal an. Von einem „Tag der Freude und Dankbarkeit“ sprachen Bernd Pfister und Pfarrer Hermann Müller bei der vom Posaunenchor musikalisch begleiteten Schlüsselübergabe am Nachmittag, zu der zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik, Schule und Wirtschaft, Sponsoren, Gönner, Gemeindemitglieder und Freunde gekommen waren. Pfister und Müller dankten „für alle Hilfe und die Hilfe aller“, die dazu beigetragen hätten, dass „wir nun in diesem schönen Haus stehen dürfen“.

Dazu trug Architekt Werner Lehmann einen wesentlichen Teil bei. Er blickte auf die Entstehungsgeschichte zurück – von den ersten Planungsgesprächen im März 2010 über den Abriss des alten Gebäudes im Herbst 2011, den ersten Spatenstich im März 2012 und das Richtfest im Juni 2012 bis hin zur Einweihung am Sonntag, wobei der lange Winter die Fertigstellung ein wenig verzögert habe. „Es war ein schönes Miteinander“, sagte er und lobte neben den Hauptverantwortlichen der Kirchengemeinde auch das ehrenamtliche Arbeitsteam und die Jugendlichen, die sich beim Einbau der Teeküche im Obergeschoss engagiert hätten.

Als „Blickfang“ bezeichnete Lehmann die Edelstahlküche, als Muss in der heutigen Zeit die moderne Audiotechnologie mit zwei über eine Medienzentrale gesteuerte Beamer. „Die hohe Bildqualität und gute Akustik ermöglichen eine vielseitige Nutzung“, sagte der Architekt. Mit einigen Zahlen (siehe Kasten) verdeutlichte Werner Lehmann die Dimension des Projekts, ehe er den symbolischen Schlüssel an Pfarrer Hermann Müller und Pfarrerin Martina Servatius übergab.

Ein „Gasthaus auf Zeit“

Mit dem Bibelwort „Jesus Christus spricht: Ich bin die Tür“ verband Dekan Helger Koepff den Wunsch, die vielen Türen im Gemeindehaus mögen einerseits für jeden Besucher weit offen, aber auch bisweilen geschlossen sein, um im geborgenen Raum offen sprechen zu können. Der Geistliche vertiefte das Bibelwort und sagte zusammengefasst: Wer durch die Türen geht, möge „eine Weide finden für Leib und Seele“, die Freiheit erhalten, jederzeit rein- und rauszugehen („Ein Gemeindehaus ist ein Gasthaus auf Zeit“) und selig werden, sprich Frieden finden. Daraufhin sang er mit den Besuchern das jüdische Friedenslied „Hevenu shalom aleichem“.

„Wir wünschen uns sehr, dass das Haus mit ökumenischen Aktivitäten belebt wird“, sagte Pfarrer Müller und freute sich über den Besuch von Vertretern der katholischen, baptistischen und der Ecclesia-Gemeinde. Stadtpfarrer Alexander Hermann überreichte als „Zeichen der Verbundenheit“ ein vom Laupheimer Metallkünstler Karl Schlecht gefertigtes Kreuz.

„Ein Gemeindehaus ist mehr als ein Dach überm Kopf – es ist ein Dreh- und Angelpunkt des bürgerlichen Lebens“, sagte Bürgermeister Rainer Kapellen. Die möglichen Hürden auf dem Weg zum fertigen Neubau verdeutlichte er an einer heiteren Geschichte über Noah, der von Gott beauftragt wurde, zum Schutz gegen eine erneute Sintflut nochmals eine Arche zu bauen. Dabei scheiterte Noah an allen denkbaren bau-, umwelt- und tierschutzrechtlichen Hürden der heutigen Zeit. „Ich zerstöre eure Erde nicht“, sagte Gott am Ende, „das schafft schon eure Verwaltung.“

Volksbank spendet 10 000 Euro

Ganz so schlimm dürften die behördlichen Hindernisse für die evangelische Kirchengemeinde indes nicht gewesen sein, und auch die finanziellen sind offensichtlich zu meistern. „Der Kostenrahmen von 1,15 Milionen Euro kann eingehalten werden“, meinte Architekt Lehmann. Dazu trage die Stadt mit einer Kostenbeteiligung an den Tiefbauarbeiten in der Schillerstraße bei. Und zu einer Vielzahl an Sponsoren gesellte sich am Sonntag auch die Volksbank: Vorstandsvorsitzender Hans Fleschhut überreichte Pfarrer Müller einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro.

© Schwäbische Zeitung - 08.07.2013

„Wir wünschen uns sehr, dass das Haus mit ökumenischen Aktivitäten belebt wird.“ Pfarrer Hermann Müller

Bild links: Kindliche Aktivität: Die Kleinen des Kindergartens Arche Noah erzählten mit Gesang und viel Handarbeit die Geschichte des Neubaus.Foto: Manuela Müller

© Schwäbische Zeitung - 08.07.2013

25 Tonnen Stahl

 

Im neuen evangelischen Gemeindehaus mit einem Rauminhalt von 2100 Kubikmetern und einer Nutzungsfläche von 530 Quadratmetern stecken 210 Kubikmeter Beton, 25 Tonnen Stahl, 580 Quadratmeter Ziegelmauerwerk, 15 Kubikmeter Bauholz, 6 Kubikmeter Leimholz (für die Träger), mehr als 1000 Quadratmeter Innen- und Außenwände und 320 Quadratmeter Parkettboden. (sz)



© Schwäbische Zeitung - 06.07.2013

Die Heimattage verbinden alle Bürger, auch die, die sich hier eine neue Heimat geschaffen haben. Russland-deutsche Tänzerinnen begeistern das Publikum. Foto: Vera Romeu

Heimattage beginnen mit besonderem Thema

 

Der erste Festabend gehört zugewanderten Bürgern aus 60 Nationen

Von Vera Romeu

Mengen - Die Heimattage haben mit einem ungewöhnlichen Auftakt begonnen: „Mengen – eine Heimat für Viele“. Unter diesem Titel stand ein Fest mit starkem inhaltlichen Teil am Donnerstag. Die evangelische und katholische Kirche, der Caritasverband und das Jugendhaus Mengen hatten das Fest gemeinsam auf die Beine gestellt. Ziel war es Bürger, die nicht selbstverständlich ins Festzelt gehen, innerhalb der Heimattage einen Platz zu geben. Bürger aus 60 Nationen leben hier und haben in Mengen ihre Heimat gefunden.

Zum Festauftakt fragte Pfarrerin Ines Fischer in den vollen Saal hinein, wer denn sein erstes Lebensjahr in Mengen verbracht habe. „Das ist eine überwältigende Minderheit“, stellte Fischer unter großer Heiterkeit der Besucher fest. Dem Thema ging die Veranstaltung weiter auf die Spur. Vier Mengener Bürger erzählten aus ihrer Lebensgeschichte. Aus dem ehemaligen Jugoslawien ist die Familie von Gerhard Lichtenberger 1943 geflohen: Der Anfang in Mengen war nicht leicht, zumal man sich als evangelischer Christ fremd fühlte. „Wir sind ein gutes Stück Weg nun gemeinsam gegangen“, sagte Lichtenberger. Heimisch geworden ist auch gegen alle Prognosen im Freundeskreis Nadine Schalbe aus Norddeutschland. Sie findet die Atmosphäre in Mengen familiär, warmherzig und gastfreundlich. Natürlich habe sie anfänglich mehrfach nachfragen müssen, schwäbisch ist doch sehr schwer zu verstehen.

Güllo Maasoglu kommt aus der Türkei, lebt seit über 40 Jahre in Deutschland, seit zehn Jahren in Mengen. Pfarrerin Fischer fragte, ob Deutschland oder die Türkei die Heimat sei. „Beide“, sagte Maasoglu, sie fühle sich in Mengen wohl, und in der Türkei gelte sie inzwischen auch als Ausländerin. Shahid Rafik kam aus Pakistan, hat in Deutschland Asyl bekommen. In Mengen seien die Menschen freundlich. Es sei aber schwierig, auf dem privaten Arbeitsmarkt eine Wohnung zu mieten. „Man sieht mir an, dass ich nicht von hier bin“, sagte Rafik leise. Zurück in seine Heimat könne er nicht mehr. Er hoffe, hier Heimat zu finden.

„Fremd sein tut weh, man gehört nicht dazu. Es ist das Gefühl, niemand braucht deine Geschichte. Deine Geschichte gehört aber dazu, weil du da bist“, sagte Aysegül Yildiz. Michael Femmer erklärte, dass zu Heimat auch Vertrauen gehöre. Doch brauche Vertrauen Zeit, um zu wachsen. Es brauche auch ein Gegenüber, das zulasse, dass man ankommt und sich ein neues Zuhause schafft. Romy von Fürich sprach von dieser Kraft des Lebens, die es überall gebe, und je nach Ort einen anderen Namen trage.Feier kommt mit Kulturprogramm nicht zu kurz

Stefanie Thiel, Mitarbeiterin im Migrationsdienst der Caritas, berichtete über die Hilfe bei Alltagsproblemen, damit sich Bürger in der neuen Heimat zurechtfinden. „Mengen ist eine internationale Stadt“, sagte sie und wünschte allen schöne Heimattage. Im Paulussaal ist die Ausstellung „Geschichten, die das Leben schreibt“ zu sehen: Der Fotograf Reiner Löbe hat Menschen porträtiert und mit dem Jugendhaus am Projekt „Vielfalt gefällt – 60 Orte der Integration“ teilgenommen. Zur Veranstaltung gehörte ein Kulturprogramm: Die deutschrussische Lightning Dance-Lady trat zweimal auf. Und zu Kultur gehört natürlich ein gutes Büfett mit einer Vielfalt an kulinarischen Gerichten, so vielfältig wie die Mengener Bürgerschaft.

© Schwäbische Zeitung - 06.07.2013

Ökumene - Kaffeetafel mit tausend und einer Tasse

 

Biberach (sz) - Zur ökumenischen Kaffetafel auf offener Straße auf dem Biberacher Mittelberg laden die evangelische Bonhoeffer-Kirchengemeinde und die katholische Kirchengemeinde zur Heiligsten Dreifaltigkeit ein. Am Sonntag, 7. Juli, von 15 Uhr an, verlegen die Mitglieder der Gemeinden und viele Sympathisanten ihren Sonntagskaffee auf die Mittelbergstraße. Alles, was es dazu braucht, ist ein Tisch, ein paar Stühle, den einen oder anderen Nachbarn – und natürlich Kaffee und Kuchen. Alle bringen etwas mit. Die Kaffeetafel soll ein sichtbares Zeichen der ökumenischen Verbundenheit zwischen den christlichen Glaubensgeschwistern in Biberach werden. Die Kollekte kommt der Bauhütte Simultaneum zugute. Eine weiße Linie wird die Altäre der beiden Kirchen auf dem Mittelberg verbinden. Die Kaffeetafel reiht sich ein auf der Mittelbergstraße zwischen Abzweig Volmarweg und Abzweig Wetterkreuzstraße. Am Sonntag um 10 Uhr wird in einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit Auftakt gefeiert. Die musikalische Gestaltung liegt beim Posaunenchor der evangelischen Gesamtkirchengemeinde und den Gospelfriends – für die 70 Sänger eine Premiere.

 

© Schwäbische Zeitung - 06.07.2013

Das neue evangelische Gemeindehaus in der Laupheimer Schillerstraße. Foto: Manuela Müller

Kirchengemeinde freut sich auf ihr neues Heim

 

Nach rund vierjähriger Planungs- und Bauzeit wird der Neubau in der Schillerstraße nun in Betrieb genommen

Laupheim (mm) - Vor sieben Jahren gab es im evangelischen Kirchengemeinderat die ersten Gedanken zu einer Renovierung des Gemeindehauses. Und nun steht in der Schillerstraße ein Neubau, dessen Fertigstellung mit einer Einweihung am 7. Juli gefeiert wird.

Konzept 2009

Der Oberkirchenrat hatte 2008 beschlossen, das alte Gebäude abzureißen und nicht zu renovieren. 2009 entstand ein Konzept, dass leistbar schien und beinhaltete eine Kostenrechnung von 1 Million Euro. Die Gespräche und Verhandlungen waren geprägt von einer realistischen Einschätzung der Finanzierungsmöglichkeiten und erst an zweiter Stelle stand die Frage nach dem Umfang und der Größe des Gebäudes beziehungsweise der Räumlichkeiten.

Erster Plan 2011

Im Januar 2011 legte der Kirchengemeinderat einen ersten Plan und eine Kostenkalkulation vor. Diese belief sich auf 1,15 Millionen Euro.

Rücklagen der Kirchengemeinde, Zuschüsse des Oberkirchenrates in Höhe von 30 Prozent der Gesamtsumme sowie zehn Prozent vom Kirchenbezirke Biberach decken bereits einen großen Teil der Kosten ab. Bereits vor dem Abriss im Dezember 2010 wurden erste Einrichtungsgegenstände verkauft.

Spendenaktionen

Es begannen Spendenaktionen, unter anderem Benefizkonzerte des Böhringer-Ingelheim Chores sowie des Kirchenchores und Jugendchores der Kirchengemeinde. Die Bürgerstiftung spendete 10 000 Euro für den Fahrstuhl, es gab Bittbriefe an die Gemeindemitglieder mit viel positiver Resonanz. Darüber hinaus fanden auch Basare statt. Bernd Pfister, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates, berichtet , dass es noch keine Kostenüberschreitungen gebe und alles sehr gut vorangekommen sei.


 

© Schwäbische Zeitung - 06.07.2013

Der große Saal bietet künftig 120 Personen Platz und ist mit zwei Trennwänden ausgestattet. Fotos: Manuela Müller

Modern und funktional

 

Großer Saal kann durch Trennwände in drei kleine Räume unterteilt werden

Laupheim (mm) - Der Umfang der Räumlichkeiten ist ähnlich wie im alten Gebäude, aber moderner, funktionaler, freundlicher und individueller. Im Erdgeschoss befindet sich der große Saal, in dem bei Bestuhlung etwa 120 Personen Platz finden.

Der Raum kann durch zwei Trennwände in drei kleinere Räume unterteilt werden, die jeweils eine Extrazugang haben. Des Weiteren gibt es einen Übergang in die gerade neu entstehende Kinderkrippe und somit auch in den daran angrenzenden Kindergarten. Elternabende können dann zum Beispiel im Saal abgehalten werden, „nicht mehr auf den kleinen Stühlen im Kindergarten“, so Bernd Pfister.

Zunächst nur die Gemeinde

Vorerst soll sich die Nutzung auf die Gemeinde beschränken. Unterm Dach befinden sich zwei Räume, die Arbeits- und Freundeskreise für ihre Treffen nutzen werden und in der auch die Konfirmationsarbeit stattfindet. In einem der Räume gibt es eine Teeküche, ebenso ein Büro und eine Sanitäranlage.

Sowohl die Räume im ersten Obergeschoss als auch im Erdgeschoss erhalten Namen großer Persönlichkeiten. Das sind in den oberen Räumen: Katharina von Bora, Ehefrau von Martin Luther, und Elisabeth Cruciger, erste Kirchenliederdichterin der Evangelischen Kirche. Die drei Räume im Erdgeschoss tragen die Namen Albert Einsteins, Dietrich Bonhoeffers und Helene Jacobs‘.


© Schwäbische Zeitung - 06.07.2013

Elke und Bernd Pfister in der neuen Aufwärmküche. Foto mm

„Belebt soll das Haus sein“

Viele Ideen für die künftige Nutzung

Laupheim (mm) - Vor dem Haus befinden sich neun Parkplätze. Gegenüber dem alten Gebäude, das mehr als 50 Jahre alt war, haben die neuen Räume einige deutliche Vorteile. Dazu gehören die ebenerdige Erreichbarkeit und der Fahrstuhl. Der Standard der Küche, eine Aufwärmküche, ist bedeutend höher. „Die Spülmaschine braucht nur eine Minute“, sagt Elke Pfister, „eine große Erleichterung“. Früher haben sie häufiger das Spülmobil ausgeliehen. Die Treffen des Arbeits- und Freundeskreises fanden in den Kellerräumen statt. Nun steht das Obergeschoss mit seinen lichtdurchfluteten und hellen Räumen zur Verfügung.

Für die Nutzung der Räume gibt es bereits weitere Ideen. So zum Beispiel mögliche Eltern- und Sprachkurse, Treffen für die Erzieher der ‚Arche Noah‘, und mittelfristig ist sicher auch mit einem Angebot der Ganztagesbetreuung zu rechnen, so dass die Küche noch viel mehr gebraucht wird. „Belebt soll das Haus sein“, so Bernd Pfister.

Die Begrüßung und Schlüsselübergabe ist am Sonntag, 7. Juli, um 14 Uhr, am Gemeindehaus in der Schillerstraße. Ein kleines musikalisches Rahmenprogramm und Grußworte geladener Gäste sind geplant. Bereits um 10 Uhr gibt es einen Festgottesdienst und im Anschluss eine Aufführung des Kindergartens im neuen Saal. Hier kann man bei Fingerfood und Getränken bereits einen Blick in die Räumlichkeiten werfen.

© Schwäbische Zeitung - 04.07.2013

Gemeinsam zu den Quellen des Glaubens

Die evangelische und katholische Kirchengemeinde der Biberacher Simultankirche pilgerten ins Heilige Land

Biberach (sz) - Pfarrer Ulrich Heinzelmann berichtet am Freitag, 5. Juli, im Ochsenhauser Hof in Biberach von einer unvergesslichen Reise ins Heilige Land. Beginn ist um um 15 Uhr. Gezeigt werden auch einige Bilder.

Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde der Biberacher Simultankirche machten sich auf einen Pilgerweg: Erstmals ein Versuch, im Geist der Ökumene gemeinsam zu den Ursprungsorten des christlichen Glaubens zu pilgern.

Jerusalem beeindruckt

Die Pilgergruppe unter der geistlichen Leitung von Pfarrer Kaspar Baumgärtner und Pfarrer Ulrich Heinzelmann besuchte im Sommer 2012 die Orte, deren Namen durch das Lesen der Bibel, durch Gottesdienst und Religionsunterricht vertraut sind.

Die ökumenische Pilgergruppe aus Biberach sah sich durch zahlreiche Eindrücke bereichert. Aber auch die Spannungen im Miteinander von Israel mit seinen palästinensischen Nachbarn heute zeigten sich überdeutlich. Jerusalem ist der Ort, an dem die drei großen, monotheistischen Religionen und ihre verschiedenen Konfessionen aufeinandertreffen. Alle Religionen beschreiben in ihren Heiligen Schriften die Suche nach Miteinander und Frieden als Ziel, dennoch ist das Land geprägt von vielerlei Spannungen und Auseinandersetzungen.

© Schwäbische Zeitung - 03.07.2013

Sieglinde Hedke (von links), Uli Schreijäg, Helga Ruopp, Bettina Schulz, Birgit Schmogro, Ulrike Chuchra, Karin Thormeier und Ingrid Hüttl gehören zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Biberach. Foto: Irene Woitun

Gemeinsam und dennoch eigenständig

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen will Ökumene in Biberach voranbringen

Biberach (sz
) - Die Ökumene in Biberach voranbringen, bei Veranstaltungen gemeinsam auftreten und dennoch das jeweils eigene Profil beibehalten. Das ist das Ziel der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, die jetzt christliche Frauen der verschiedenen Gemeinden zu einem ersten Austauschtreffen in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Biberach (EFG) eingeladen hat. Das Ergebnis dieses ersten Austauschtreffens hätten alle Beteiligten als durchaus gelungen empfunden, teilt der Veranstalter mit.

Die EFG hat zwei Angebote für Frauen: den Frauennachmittag, der seit rund 40 Jahren besteht, und den vor rund neun Jahren ins Leben gerufenen Frauenfeierabend. Die Evangelische Landeskirche hält in der Friedenskirche Biberach drei Angebote für Frauen vor: den offenen Abend, den muslimisch-christlichen Frauentreff und den deutsch-russischen Frauentreff.

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), Zweigverein Biberach, ist als katholischer Verband für die Frauen der Gesamtkirchengemeinde Biberach aktiv und stellte das Jahresprogramm mit Begegnung, spirituellen Angeboten und Bildungsangeboten vor. Außerdem ist das Projekt gegen Zwangsprostitution und Frauenhandel ein politisches Anliegen des Zweigvereins. Der KDFB ist zudem Mitglied der lokalen Agenda „geschlechtergerecht“ der Stadt Biberach.

Die unterschiedlichen Strukturen der drei Beteiligten seien keine Barriere für die christliche Frauenarbeit in Biberach, so die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Grundsätzlich seien alle Angebote für alle interessierten Frauen offen und gegenseitige Besuche sind erwünscht.

Es sei wichtig, so das Fazit, „voneinander zu wissen, füreinander zu werben und miteinander aufzutreten“ etwa beim Weltgebetstag, in gemeinsamen Gottesdiensten oder bei einer Veranstaltung beispielsweise gegen Zwangsprostitution. Das sei das Ziel der Ökumene.

Sieglinde Hedke (von links), Uli Schreijäg, Helga Ruopp, Bettina Schulz, Birgit Schmogro, Ulrike Chuchra, Karin Thormeier und Ingrid Hüttl gehören zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Biberach. Foto: Irene Woitun

© Schwäbische Zeitung - 03.07.2013

Michael Grube (Violine) Foto: privat

Benefizkonzert für Biberacher Bauhütte

Biberach (sz) - Zu einem musikalischen Erlebnis der Spitzenklasse lädt der Förderverein Simultaneum Bauhütte Biberach ein. Am Freitag, 5. Juli, beginnt um 19 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Martin Biberach das Benefizkonzert mit dem Geiger Michael Grube und Ralf Klotz (Orgel). Sie spielen unter anderem Werke von Paganini, Kreisler, Mendelssohn, Bach, Reger.

Grube zählt zu den weltbekannten und vielfach ausgezeichneten Violinisten. Nach dem Studium der Musikwissenschaft und der Komposition mit anschließender Promotion in Musikphilosophie gab er auf seiner Violine von Nicola Amati, die aus dem 17. Jahrhundert stammt, Konzerte in 110 Ländern auf allen Kontinenten. 2003 wurde er in Großbritannien zum internationalen „Musiker des Jahres“ gewählt. Zudem war er Juryvorsitzender des bedeutenden Mozart-Festival-Streicherwettbewerbs in den USA.

Nun gibt der Geiger in der Stadtpfarrkirche Biberach ein Benefizkonzert und macht sich damit für den Erhalt der Simultankirche stark. Begleitet wird er auf der Chororgel von Kantor Ralf Klotz. Auf dem Programm stehen die Sicilienne von Maria Theresia von Paradis, die Romanze in G-Dur von Max Reger, Chaconne von Johann Sebastian Bach, Lied ohne Worte von Felix Mendelssohn Bartholdy, Balada von Ciprian Porumbescu, Scherzo-Caprice von Fritz Kreisler und das Teufelslachen von Niccolo Paganini. Als Solobeitrag der Orgel erklingt das Concerto a-Moll in der Bearbeitung von Bach nach Antonio Vivaldi, original für zwei Violinen und Streichorchester.

Er spielt am Freitag die Orgel beim Biberacher Benefizkonzert: Kantor Ralf Klotz.


Spielt in der ganzen Welt und nun auch in Biberach: Michael Grube (Violine) Foto: privat

Der Veranstalter verzichtet beim Benefizkonzert auf Eintrittsgeld und hofft stattdessen auf eine Spende vor Ort oder per Überweisung.

© Schwäbische Zeitung - 01.07.2013

(v. l.): Prälatin Gabriele Wulz, der evangelische Schuldekan Michael Pfeffer, Oberkirchenrat Werner Baur und Ochsenhausens Sonderschulrektor Karl Geßler. Foto: privat

Rottumtalschule erhält Lob für kirchliches Miteinander

Evangelische Prälatin Gabriele Wulz und Oberkirchenrat Werner erhalten Einblick in Ochsenhauser Schulalltag

Ochsenhausen (sz) - Rektor Karl Geßler, Leiter der Rottumtalschule Ochsenhausen (Förderschule) hat zwei wichtige evangelische Kirchenvertreter in der Schule begrüßen dürfen. Prälatin Gabriele Wulz und Oberkirchenrat Werner Baur waren zu einem Informationsaustausch in den Schulamtsbezirk Biberach gekommen und machten dabei, auf Anregung des evangelischen Schuldekans, Michael Pfeiffer, auch einen Abstecher an die Rottumtalschule.

Die Trommelgruppe der Schule begrüßte die Gäste lautstark und der Schulleiter, Karl Geßler, führte die Gäste durch das Haus. Bei diesem Rundgang erläuterte er die Gesamtkonzeption der Schule von den kooperativen Klassen – gemeinsamer Unterricht von Grundschulkindern und Förderschulkindern der Grundstufe – bis zu den handwerklichen und hauswirtschaftlichen Schwerpunkten der Hauptstufe.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt von den umfassenden Förderangeboten im Rahmen der ganztägigen Angebote: Sprachförderung, Hausaufgabenbetreuung, Psychomotorik, Sportangebote, Technik- und Kochprojekte, musikalische Früherziehung und Trommelgruppe, Computerangebote ab Kl. 5, Schulbienenprojekt, Verkehrsübungen mit den Schulfahrrädern, Mädchengruppe und nicht zuletzt die Aufsichts- und Betreuungsangebote während der Mittagszeit.

Gemeinsamkeiten erkennen

Schwerpunkt des Informationsaustausches war jedoch die Vereinbarkeit der verschiedenen Glaubensgemeinschaften im Religionsunterricht und im Schulalltag. Der katholische Religionslehrer Paul Seiffert erläuterte das tägliche Miteinander in der Schule, den gemeinsamen Religionsunterricht auf freiwilliger Basis für die evangelischen Schüler und teilweise auch die muslimischen Schüler. Dabei war und ist es nie Absicht, die Kinder der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften zu missionieren, sondern in erster Linie die Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und die Unterschiede zu kennen. Oberkirchenrat Werner Baur bezeichnete diese Art der Gemeinsamkeit als eine Art Inklusion der Religionen. Für die sich derzeit sich verändernde Schullandschaft vielleicht eine zukunftsweisendes Modell.

Im pädagogischen Austausch (v. l.): Prälatin Gabriele Wulz, der evangelische Schuldekan Michael Pfeffer, Oberkirchenrat Werner Baur und Ochsenhausens Sonderschulrektor Karl Geßler. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 01.07.2013

(Foto: privat)

Leute

Daniela Bleher (Foto: privat) heißt die neue Pfarrerin für die evangelische Heilig-Geist-Gemeinde in Biberach. Sie wurde auf Vorschlag des Oberkirchenrats vom zuständigen Besetzungsgremium gewählt. Voraussichtlich im Herbst wird sie mit ihrem Mann nach Biberach kommen. Die 40-jährige Theologin tritt damit die Nachfolge von Pfarrer Ulrich Weber an, der nach Pforzheim gewechselt ist.

Aufgewachsen ist Daniela Bleher in Münsingen. Nach dem Abitur und dem Diakonischen Jahr im Behindertenheim Grafeneck studierte sie Theologie in Tübingen, Leipzig und an der Hebräischen Universität in Jerusalem. „Angeregt durch das Studienjahr in Israel interessiere ich mich für das jüdisch-christliche Gespräch und für eine Auslegung der Bibel aus jüdischer Sicht“, betont Bleher.

Es folgten das Vikariat in Leonberg und verschiedene Aufträge im Großraum Stuttgart. Anschließend spezialisierte sich Bleher als Seelsorgerin auf einer Sonderpfarrstelle im Klinikum Esslingen. Die seelsorgerliche Haltung prägt sie bis heute: „Immer wieder bin ich bewegt, wenn ich von Menschen im Trauergespräch oder bei einem Geburtstagsbesuch erfahre, wie sie mit Höhen und Tiefen ihres Lebens umgegangen sind und was ihnen geholfen hat ihr Leben zu leben und zu dem zu machen, was es ist.“

Seit 2008 arbeitete sie als Gemeindepfarrerin in Kirchheim an der Christuskirche. Hier „hatte ich durch den angegliederten kirchlichen Kindergarten einen Schwerpunkt in der Arbeit mit Kindern, der mir zusehends mehr Freude gemacht hat“, erzählt sie im Rückblick. Neben der Seelsorge und den Gottesdiensten wird die neue Pfarrerin in Biberach für die Begleitung der Jugendarbeit und des Hölzles zuständig sein. (sz)