© Schwäbische Zeitung - 31.05.2013

Stärkung für Körper, Seele und Geist

 

30 Bürger beim Seniorenhölze in Biberach – Tiere als Schwerpunktthema

Biberach (sz) - „Große und kleine Tiere“ hat es beim viertägigen Seniorenhölzle in Biberach geheißen. 30 Bürger stärkten bei dem ganzheitlichen Programm Körper, Seele und Geist.

In den ökumenischen Morgenandachten wurde entfaltet, welche Rolle die Tiere in der Bibel einnehmen und welche Zusagen und Bilder durch Tiere vermittelt werden. Bei Hanne Keims Sitzgymnastik wurden abwechslungsreich Beweglichkeit und Koordination trainiert. Nach der Vorstellungsrunde zum Lieblingstier informierte Rainer Gerster über Fledermäuse. Angeregt wurde auch über die Fledermausbrücken bei der neuen Nordwest-Umfahrung diskutiert.

An einem anderen Tag wurden kleine Mäusle als Serviettenhalter und Andenken an diese Zeit gefertigt. Nachmittags erfreuten die Kinder des Kindergartens Sandberg mit Kinderliedern von Schweinchen, Fischen und weiteren Tieren. Tags darauf wurde das Gedächtnis spielerisch trainiert. Am einzigen trockenen Nachmittag stellte sich die Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes vor.

Die Gäste genossen die Gemeinschaft und die Gespräche auch beim zweiten Frühstück, beim Mittagessen und beimm Kaffeetrinken. Ingrid Laub und Rose Ruff hatten als Küchenfeen die Mahlzeiten sorgfältig auf die Bedürfnisse der Senioren abgestimmt. Auch wenn die Gruppe wegen des Wetters die Mittagsruhe fast nie im Freien halten konnte, tat das der Stimmung keinen Abbruch.

Nachdem man in der Gemeinschaft ein Stück zusammengewachsen war, hieß es am Freitagnachmittag schon wieder Abschied nehmen. Mit dem Dank an die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen war der Wunsch verbunden, auch im nächsten Jahr zum Seniorenhölzle zu kommen.

© Schwäbische Zeitung - 27.05.2013

SZ-Foto: Jungwirth

Kirchen-Manager geht in den Ruhestand

Gerhard Reichelt kümmerte sich über 40 Jahre um die Finanzen der Evangelischen Kirchengemeinde

Von Bruno Jungwirth

Riedlingen - „Ich kenne die Evangelische Kirchengemeinde wie meine Westentasche“, sagt Kirchenpfleger Gerhard Reichelt. Das ist beileibe keine Übertreibung. Denn Reichelt kümmert sich seit mehr als 40 Jahren um die Finanzen der Kirchengemeinde. Die großen Bauvorhaben in der Zeit wurden von ihm abgewickelt. Doch bald ist Schluss: Am 28. Mai feiert der ehemalige Sparkassen-Chef seinen 70. Geburtstag und zum 1. Juli will er dann auch das Kirchenpfleger-Amt abgeben.

Am 1. Oktober 1972, fünf Jahre nachdem er in die Stadt gezogen ist, hat er das Amt angetreten. Der damalige Hüter der Kirchenfinanzen hat ihn, den jungen Banker, angesprochen. Und Reichelt hat zugesagt. Er hat es nicht bereut. Ihm machte und mache die Arbeit Spaß, sagt er.

Vor allem Bauprojekte anzustoßen und zu begleiten, waren ihm ein Anliegen. „Das Bauen war ein Hobby“, gibt er auch unumwunden zu. Er hat die Notwendigkeiten erkannt und umgesetzt. Ob Johannes-Zwick-Haus in Riedlingen, das Gerhard-Berner-Haus in Ertingen oder Umbau des Pfarrhauses. Oder etwa beim Kindergarten: Als in der Grüninger Siedlung ein Baugebiet erschlossen wurde, war für ihn klar – da braucht es noch einen Kindergarten. Der wurde inzwischen durch eine Krippe ergänzt. Reichelt hat so manches Projekt auf den Weg gebracht und auch durchgepeitscht, wenn er davon überzeugt war. Dabei hat er sich im einen oder anderen Fall auch einen Rüffel vom Oberkirchenrat eingehandelt. Weil er schneller war, als es die Bürokratie erlaubte. So war der Kindergarten schon ein Vierteljahr in Betrieb ehe die Zuschussgenehmigung aus Stuttgart eintraf. Beim Gemeindehaus war es ähnlich. „Man muss einfach Mut haben, das war immer meine Art“, sagt der 69-Jährige.

In diesen 40 Jahren hat sich auch in der Kirchengemeinde viel verändert. Vor allem durch den Zuzug der Aussiedler. Die evangelische Kirche hat sich sehr für die Integration der Russlanddeutschen engagiert. Das Pfarrer-Ehepaar Schwarz und die aktuellen Pfarrer Helga Steible-Elsässer und Martin Elsässer haben sich darum bemüht. Und damit auch viele evangelische Christen wieder in die Kirche geholt. „Einmal habe ich 24 Taufen an einem Tag erlebt“, erzählt er. Von ehemals rund 2000 Mitgliedern hat sich die Kirchengemeinde auf knapp 4200 Gemeindemitglieder verdoppelt. Auch das muss erst einmal bewerkstelligt werden.

Kirchenpfleger hört sich ein bisschen nach Vereinskassier an. Dabei steckt deutlich mehr dahinter. Denn die Kirchengemeinde ist fast ein mittelständisches Unternehmen. Derzeit hat die Gemeinde 31 Mitarbeiter. Der Kindergarten mit Kinderkrippe ist mit elf Mitarbeitern die größte Gruppe, vor den evangelischen Mitarbeiterinnen des Krankenpflegevereins. Dazu kommen auch die Pfarrer und der Bezirkskantor. Das will alles auch finanziell gemanagt werden. Das macht Gerhard Reichelt. Seit vielen, vielen Jahren.

Dass er seit fünf Jahren in Rente ist und viel auf Reisen war, tat dem Ganzen keinen Abbruch. Dank moderner Technik konnte er von vielen Orten der Erde die anfallenden Dinge regeln. Auch wenn er auf dem Campingplatz in Frankreich war, konnte er per Mail oder Fax Rechnungen annehmen oder Buchungen anweisen. „Ist das nicht toll?“, meint er. Wenn Gerhard Reichelt von „seiner“ Kirchengemeinde spricht, bekommt er fast schon leuchtende Augen. Er schwärmt von der konstruktiven und offenen Arbeit im Kirchengemeinderat. Er ist begeistert über das gelebte Ehrenamt in der Kirchengemeinde, über den ökumenischen Freundeskreis, die Kleiderkammer, den Tafelladen, die Kantorei.

Diese Kirchengemeinde wird auch weiterhin seine Kirchengemeinde bleiben. Aber bald nicht mehr in leitender Funktion. Dann wird er vielleicht noch ein bisschen mehr Zeit für die Dinge haben, die ihm wichtig sind: Vor allem für seine Familie, seine Frau, seine fünf Kinder und seine 13 Enkelkinder.

Nach über 40 Jahren ist Schluss: Gerhard Reichelt gibt das Amt des Kirchenpflegers der evangelischen Kirchengemeinde ab. SZ-Foto: Jungwirth

„Man muss einfach Mut haben, das war immer meine Art“,
Gerhard Reichelt

© Schwäbische Zeitung - 22.05.2013

Foto: privat

Christen aus Valence und Biberach festigen ihre Freundschaft

Bei der ökumenischen Gemeindebegegnung stellen die Teilnehmer den gemeinsamen Glauben in den Vordergrund

Biberach (sz) - Ökumene begreift der Herkunft des Wortes nach die Erde als den Lebensraum der Menschen. Für die Christen bedeutet sie die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen den Konfessionen. Katholisch oder evangelisch, französisch oder deutsch – bei der ökumenischen Gemeindebegegnung zwischen Valence und Biberach Mitte Mai stand wie immer der gemeinsame Glaube an Gott im Vordergrund sowie die zwischen den Mitgliedern der Pfarreien beider Städte gewachsene Freundschaft.

Ein buntes Programm erwartete die Gäste aus Valence, die an Christi Himmelfahrt in einem ökumenischen Gottesdienst willkommen geheißen wurden. Anschließend bekamen sie Informationen über die Hospizarbeit und das Spitalwesen in Biberach. Am Freitag standen der Besuch der Benediktinerabtei von Neresheim und eine Stadtführung durch Ellwangen auf dem Programm.

Der Samstag stand zur freien Verfügung. Wer wollte, konnte an einer französischen Stadtführung teilnehmen. Und am Abend festigten alle Beteiligten ihre Freundschaft im Gemeindehaus Sankt Martin bei gutem Essen, musikalischen Darbietungen und persönlichen Rückblicken von Menschen, die schon am Beginn dieser Partnerschaft standen. Die Christen aus Valence und Biberach fühlten sich darin bestätigt, den gemeinsam begonnenen Weg weiterzugehen.

Die Gäste aus der französischen Partnerstadt und ihre Biberacher Gastgeber wollen den gemeinsam begonnenen Weg weitergehen.Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 21.05.2013

>

Foto: pr

56 Jugendliche feiern ihre Konfirmation

Riedlingen/Ertingen (sz) - In vier festlichen Konfirmationsgottesdiensten in Riedlingen und Ertingen (Foto unten rechts) haben 56 Jugendliche aus der Evangelischen Kirchengemeinde Riedlingen ihre Konfirmation erhalten, zum ersten Mal – nach der neuen Ordnung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg – an Sonntagen nach Ostern. Wie in jedem Jahr gab es für die von Pfarrer Martin Elsässer und Pfarrer Dr. Hans-Martin Rieger geleiteten Gottesdienste besondere musikalische Gestaltungen. So musizierten die von Bezirkskantor Jürgen Berron eigens zusammengestellte Konfi-Band und ein Gitarrenensemble mit Bernd Geisler jeweils mit Konfirmandinnen und Konfirmanden. Auch der Bläserkreis der Kirchengemeinde war wieder aktiv. Die Themen der Gottesdienste gingen unter anderem von einem Gleichnis Jesu aus: „Vom Senfkorn lernen: Was ist klein und was ist groß?“ oder vom Psalmwort „Licht ist das Kleid, das du anhast.“

Die Konfirmation ist für evangelische Christen eine entscheidende Station auf dem Weg ein erwachsener und mündiger Christ zu werden. Das zeigt sich auch im neuen Wahlgesetz der Landeskirche: Zur Kirchenwahl am 1. Dezember werden alle 14-Jährigen wahlberechtigt sein, um die Leitung ihrer Gemeinde (Kirchengemeinderat) und ihre Landeskirche (Landessynode) selber mit zu wählen. In diesen Tagen startete nun der neue Konfirmandenjahrgang mit Jugendlichen meist aus den 7. Klassen. Nach einem informativen und fröhlichen Abend zum Gesangbuch stehen im Juni die Vorstellungsgottesdienste und das Konfi-Camp auf dem Programm. Fotos: pr

© Schwäbische Zeitung - 21.05.2013

Pfingstmontag begegnen sich Christen

Ökumenischer Gottesdienst in der Pauluskirche

Mengen (sz) - Ein ökumenischer Gottesdienst hat am Pfingstmontag evangelische und katholische Christen und Christinnen in der evangelischen Pauluskirche zusammengebracht.

Gemeindereferentin Magdalena Reif und Pfarrerin Ines Fischer gestalteten gemeinsam mit einem Team den Gottesdienst, der unter dem Thema „Freiheit in Christus“ stand. Persönliche Gedanken über die eigene konfessionelle Prägung, einengende und befreiende Traditionen und Gedanken des Aufbruches zu mehr ökumenischem Miteinander, standen im Mittelpunkt der Feier zum Pfingstfest. Nach dem gut besuchten Gottesdienst, der durch den Posaunenchor in ökumenischer Besetzung musikalisch mitgestaltet wurde, war Zeit für Gespräche und Begegnungen.

„Es ist schön, dass es diese Gelegenheit zum ökumenischen Gespräch nun in der Zukunft am Pfingstmontag regelmäßig geben soll“, waren sich die Beteiligten nach der Veranstaltung einig, denn „nur, wenn wir uns begegnen, können wir auch aufeinander zugehen und erkennen, was uns über alle konfessionellen Grenzen hinweg gerade auch miteinander verbindet“.

© Schwäbische Zeitung - 21.05.2013

SZ-Foto: Walter

Gottes Segen unter freiem Himmel

Biberach (hel) - Einer Tradition, die es seit 1978 gibt, sind viele Menschen am Pfingstmontag gefolgt. Wie jedes Jahr fand der evangelische Gottesdienst im Grünen im Burrenwald statt, und der Einladung des Pfarrerehepaars Schmogro waren rund 600 Gäste gefolgt. Sechs Kinder empfingen unter freiem Himmel das Sakrament der Taufe von Pfarrerin Birgit Schmogro (Foto). Auch die vier Monate alte Hanna Marie Maurer im Arm ihres Taufpaten Markus Rösch. SZ-Foto: Walter

© Schwäbische Zeitung - 17.05.2013

Sänger aus Biberach und Guernsey haben auf der Insel gemeinsam Verdis Requiem aufgeführt.Foto: privat

Evangelische Kantorei singt auf Guernsey

 

Biberacher Gruppe erlebt Liberation-Day auf der Kanalinsel


Biberach (ew) - Über 40 Sänger der Evangelischen Kantorei sind kürzlich nach Guernsey gereist, um als Gastsänger am Jahreskonzert der „Guernsey Choral and Orchestral Society“ teilzunehmen. Von Kantor Ralf Klotz vorbereitet, war die gemeinsame Aufführung des Verdi-Requiems in der St. James Concert Hall der Höhepunkt der mehrtägigen Reise. Unter der Leitung von Helen Grand fanden beide Chöre mit insgesamt über 120 Sängern, Solisten und großem Orchester zu einem Ganzen zusammen. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten und Zuhörer, teilt die Gruppe mit.

Trotz Proben und Konzert blieb jedoch genügend Zeit, die Sehenswürdigkeiten der Insel näher kennenzulernen. Reiseleiterin Rotraud Rebmann, Expertin für Guernsey-Fahrten, hatte ein interessantes Programm vorbereitet und die Gruppe im Vorfeld über die Besonderheit der Freundschaft zwischen Biberach und Guernsey informiert sowie geschichtliche und politische Eckdaten vermittelt. Ein erster Höhepunkt waren die Feierlichkeiten zum Liberation-Day am 9. Mai. Mit einer Liberation-Church-Parade und einem festlichen Dankgottesdienst wurde der Tag traditionell begonnen. Dekan Hellger Koepff, Pfarrer Eberhard Göhner, Schuldekan Pfeiffer und Pfarrerin Annette Roser-Koepff zogen feierlich mit in die Kirche ein und ein Teil der Gruppe war in die Festgemeinde integriert.

Beim Vin d’Honneur

Nach den offiziellen Feierlichkeiten wurde der Tag zu einem fröhlichen Fest für die ganze Bevölkerung. Eine besondere Ehre für die Kantorei-Mitglieder war die Teilnahme am festlichen Liberation-Day-Dinner auf Einladung der Channel-Islands-Occupation-Society sowie der Empfang zum „Vin d’Honneur“ im Royal Court bei Bailiff Richard Collas und weiteren Honorationen. Mit einer sehr bewegenden Rede wurden die Gäste von Bailiff Richard Collas begrüßt, Rotraud Rebmann war als Übersetzerin unentbehrlich. Bei dieser Gelegenheit konnte auch ein Brief von Oberbürgermeister Norbert Zeidler überreicht werden. Sowohl Bailiff Richard Collas als auch Oberbürgermeister Norbert Zeidler sind neu im Amt. In einem Radio-Interview sprachen Wolfgang Horstmann und Klaus Roth – stellvertretend für die Biberacher Gruppe – über ihre Eindrücke von Guernsey. Überall wurden die Gäste aus Biberach sehr herzlich aufgenommen und es entstanden vielerlei interessante Gespräche.

Beeindruckend war auch das „Liberation-Festival-Concert“ in der St. James Concert Hall. Für die Teilnehmer der Biberacher Gruppe sprach Gudrun Daneck einige Grußworte.

Gegenbesuch an Schützen

Die Freizeit wurde genutzt für den Besuch verschiedener Museen, eine Inselrundfahrt, eine Wattwanderung zur Insel Lihou und eine Fahrt zur kleinen Insel Herm. Ein besonderes Erlebnis waren die Wanderungen auf dem Klippenpfad mit Einblicken in den „Bluebell Wood“. Hier bilden die Bluebells, eine Waldhyazinthe, einen blauen Waldteppichboden, der einzigartig ist. Aus Anlass des Biberacher Schützenfests werden die Sänger des Guernsey Chors zusammen mit der Kantorei am Schützenmontag, 15. Juli, 19 Uhr, ein gemeinsames Konzert – Dvorák-Messe – in der Stadtpfarrkirche geben. Das Verdi-Requiem wird am 13. Oktober nochmals in der Stadtpfarrkirche zusammen mit dem Basilika-Chor Weingarten zu hören sein.



© Schwäbische Zeitung - 17.05.2013

Steffen Dietze (links) und Cesar Gamero (Mitte) umschreiben die Schöpfung in sieben Bildern. Pfarrer Ulrich Heinzelmann (rechts) liest aus der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments.SZ-Foto: Schönecker

Wenn Gott ruht und schaut, dann entsteht Musik

 

Dietzes Schöpfungsgeschichte in sieben Bildern

Von Helmut Schönecker

BIBERACH - Die Musik als solche ist nach der festen Überzeugung von Pfarrer Heinzelmann am siebten Tage der Schöpfung entstanden. Nachdem alle Arbeit getan war, hatte Gott Muße, das Getane zu betrachten. Und er fand, dass es gut war.

Aus der kontemplativen Stille dieser andächtigen Betrachtung heraus entstand schließlich eine Art „musica mundana“, eine bereits von den antiken griechischen Philosophen beschriebene „Sphärenharmonie“ die allen Dingen innewohnt und die der gewöhnliche Sterbliche nur deshalb nicht hören kann, weil sie schon immer um ihn herum war. Nur von Gott begnadete Komponisten vermochten es, diese „harmonia mundi“, die verborgene Harmonie der Welt, zum Klingen zu bringen. Zum Dank für diese Gabe unterzeichneten sie viele Jahrhunderte lang ihre Werke mit „Soli Deo Gloria“.

Ganz im Stile einer neuzeitlichen „Weltmusik“ vermochte Steffen Dietze in sieben musikalischen Bildern, für jeden Tag der Schöpfungsgeschichte eines, seine tiefsinnige Sicht der Dinge in Töne zu fassen. Ob er seine Komposition wie oben unterzeichnete, ist nicht bekannt. Den beiden Biberacher Musikern Steffen Dietze (Klavier) und seinem Percussionisten Cesar Gamero gelang es jedenfalls in aphoristischer Kürze, Melodien und Rhythmen in einer irisierenden Vielfalt in ein Gebäude aus zeitgemäß erweiterter Harmonik und vielfältigen Strukturen einzubinden. Nicht nur aufgrund der eingesetzten lateinamerikanischen Perkussionsinstrumente, vom Cajon über Bongos, Maracas oder Shaker bis hin zu Chimes und Regenrohr, lag der Verdacht nahe, dass Gott ein Südamerikaner war. Auch das Schlussstück von Astor Piazzolla, dem Erfinder des argentinischen Tango Nuevo, lieferte einen weiteren Hinweis darauf und bot einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis der uraufgeführten Komposition Dietzes.

Wie Piazzolla in seiner Musik die Tanzrhythmen seiner Zeit mit barocken oder klassischen Elementen der europäischen Musiktradition verband und damit weltweite Begeisterung auslöste, so hat Steffen Dietze auch keinerlei Berührungsängste gegenüber den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen. Gerade erklingen noch barock anmutende Akkordsequenzen aus früherer Zeit, öffnen sich bereits im nächsten Moment mit lateinamerikanischen Rhythmen und bunten, collageartig zusammengesetzten, mitunter auch jazzigen Motiven und Phrasen Ausblicke auf die schnelllebige Gegenwart.

Konzert-Gottesdienst kommt an

Dietze gelang es, in seiner modern wirkenden Musiksprache Assoziationen zu den jeweiligen Abschnitten der Schöpfungsgeschichte zu wecken, Himmel und Erde, Tag und Nacht zu verbinden und das anfängliche Chaos zu beseitigen. Besonders eindrucksvoll gelang dies mit dem dreiteiligen vierten Schöpfungstag, mit der Erschaffung von Sternen, der heiteren, alles überstrahlenden Sonne und vor allem dem düsteren Mond, den Dietze eher von seiner mystischen Seite her zu begreifen schien. Die gut gefüllte Heilig-Geist-Kirche hallte schließlich vom lang anhaltenden Beifall wider, der Konzert-Gottesdienst scheint zu einer segensreichen Einrichtung geworden zu sein.

© Schwäbische Zeitung - 16.05.2013

Hunderte kommen zum evangelischen Oberschwabentag

 

Landesbischof und Familien feiern in der Dobelmühle bei Aulendorf das Unterwegssein


Von Dietmar Hermanutz

Aulendorf - Aufbrechen, Neues entdecken, Dinge mitnehmen oder zurücklassen: „Unterwegs“ hieß das aus der Jahreslosung abgeleitete Motto des diesjährigen evangelischen Oberschwabentags in der Aulendorfer Dobelmühle. Und welch vielseitige Facetten das Unterwegssein hat, zeigte sich in den Angeboten. Eines davon war, barfuß mit verbundenen Augen auf dem Abenteuerweg durch unzählige scharfe Mausefallen zu gehen. Markus Best aus Ummendorf meisterte sie, weil er seiner Familie, die ihn lotste, „blind“ vertrauen konnte. Ein Vertrauen, das beim Oberschwabentag viele erleben und auf das sie sich neu besinnen konnten.

Mit rund 500 Teilnehmern wurde es im kreisrunden Zirkuszelt eng, als Landesbischof Frank O. July den Festgottesdienst zelebrierte. Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Gospelchor „Almost Heaven“ aus Friedrichshafen und einem Bläserchor aus den Bezirken Biberach und Ravensburg, welcher die Kirchenlieder begleitete.

„Nichts im Leben ist sicher“

Bischof July richtete seine Predigt an der Jahreslosung „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ aus dem Hebräerbrief aus. Für ihn hält diese Losung Tröstliches in sich, nämlich den Blick auf die zukünftige Stadt, aber auch die Erfahrung, dass nichts im Leben sicher ist, Pläne durchkreuzt werden und Menschen verletzlich sind. Das wandernde Gottesvolk, das unterwegs ist durch die Zeit, weiß um die Herrlichkeit der zukünftigen Stadt, wie sie in der Offenbarung beschrieben wird.

Während der Bischof zu den Erwachsenen über Wirtschafts- und Steuerethik sprach und darauf abhob, dass niemand den Lauf der Zeit beeinflussen könne, fanden parallel ein Kinder- und ein Jugendgottesdienst statt. Pfarrer Eberhard Seybold bastelte mit den Kindern rund um die Geschichte vom Auszug und Aufbruch Abrahams. Mit den Worten „Ich glaube, am meisten wird man gesegnet, wenn man dabei einen anderen an der Hand hält“, motivierte er natürlich und einleuchtend die Kinder zum Vater unser und zum Segensgebet.

Carmen Siebert aus Ravensburg hat den Jugendgottesdienst äußerst interessant gefunden, an dem ein iranischer Flüchtling und eine junge Frau im Bundesfreiwilligendienst über ihre Erfahrungen zum Komplex „Heimat – Aufbruch – neue Heimat“ berichtet haben. Nach Verpflegung in der großen Tenne bot das weitläufige Gelände der Dobelmühle vor allem Platz für sportliche Herausforderungen. Die zehnjährige Lena Lerch kraxelte die Kletterwand hoch, und der neunjährige Sebastian Zweifel genoss die Riesenschaukel, nachdem Coach Ali Binder die Sicherheitsgurte sorgfältig fixiert hatte.

Eher die ältere Generation sprach Altbischof Gerhard Maier mit seinem Bibelgespräch zur Jahreslosung an. Interessant war auch das Kreativprogramm auf der großen Zeltwiese, mit dem Brunhilde Henkel-Leichtle die Besucherinnen einlud, den Lebensweg auf mannsgroße Bretter zu malen. Waltraud Kraußmüller aus Molpertshaus war begeistert dabei, und für sie war klar, „trotz Schatten und Turbulenzen, oben wird es ganz hell, wie das himmlische Jerusalem aus der Offenbarung“.

© Schwäbische Zeitung - 16.05.2013

SZ-Fotos: Weiss

Konfirmanden erneuern Taufversprechen

 

Bad Buchau (kwe) - In der Evangelischen Kirche in Bad Buchau wurden 15 Jugendliche konfirmiert. Gemeinsam mit der Gemeinde feierten sie Abendmahl. Pfarrer Markus Lutz legte in der Predigt den Konfirmanden ans Herz, Gott in der Lebensplanung nicht zu vergessen und ihr Leben im Vertrauen auf Jesus Christus zu führen. Der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats Wolfgang Zippel erinnerte daran, dass die Jugendlichen in Gott einen festen Halt für ihr Leben hätten.

© Schwäbische Zeitung - 15.05.2013

Konfirmanden-Quiz zum Gesangbuch

 

Riedlingen (sz) - Die neuen Konfirmanden, ihre Eltern und alle, die das Evangelische Gesangbuch kennenlernen möchten, sind am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr ins Johannes-Zwick-Haus eingeladen.

Bezirkskantor Jürgen Berron führt zu Beginn des Abends mit einer Präsentation in das Evangelische Gesangbuch ein und stellt Lieder aus verschiedenen Gattungen im Evangelischen Gesangbuch vor. Im zweiten Teil des Abends steht das EG-Quiz im Mittelpunkt. Drei Gruppen wetteifern mit Geschick, Schnelligkeit und ihrem neu erworbenem Wissen um den ersten Platz. Das Evangelische Gesangbuch wurde vor fast 17 Jahren eingeführt und bietet eine Fülle von Liedern für Jung bis Alt. Gebete, Zwischentexte, Bilder, Gottesdienstordnungen, Geschichtliches und Informationen zu Text- und Liederdichtern runden das vielfältige Angebot ab.

© Schwäbische Zeitung - 15.05.2013

Acht Burgrieder Konfirmanden erhalten den Segen

 

Burgrieden/Oberholzheim (sz) - Unter dem Wort Jesu „Ich bin das Licht der Welt“ und dem Motto „Was Farben über unseren Glauben erzählen“ wurden acht Konfirmanden aus Burgrieden bei ihrer Konfirmation von Pfarrerin Seitz-Kernen und Vikar Marschall in der Peter-und-Paul-Kirche Oberholzheim eingesegnet. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden: Philipp Drinko, Daniel Gall, Alicia Gust, Laura Häckel, Sebastian Koch, Kim Maurer, Alexander Schmid und Dominik Metzler. Foto: privat

 

© Schwäbische Zeitung - 14.05.2013

„Sacralissimo“ gastiert in der evangelischen Kirche

 

Ensemble singt an Pfingstsonntag Bad Buchau (sz) - Das Ensemble „Sacralissimo“ konzertiert am Pfingstsonntag, 19. Mai, um 20 Uhr in der Evangelischen Kirche Bad Buchau. Der ganze Raum wird durchdrungen vom leidenschaftlichen Klang der bulgarischen Sänger. Jeder von ihnen hat sein Fach studiert und jeder ist gefragter Solist – für große Rollen auf Opernbühnen und bei namhaften Chören. Sakrale Gesänge, Opernarien oder folkloristisch geprägte Stücke begeistern das Publikum überall, wo Sacralissmo auftritt.Sacralissimo, das sind: Dilian Kushev – er klingt mit seinem facettenreichen Bariton mal hell und strahlend, mal dunkel und samtig. Sein Vortrag geht tief unter die Haut. Jurii Nikolov (Tenor) berührt durch kraftvolle und dann wieder sehr zarte und leise Töne. Der Intensität von Jordan Vodevs sonorem Bass kann sich niemand entziehen. Manol Paskalev ist einfühlsamer Begleiter an den Tasten. Er hat Gelegenheit, seine wahre Virtuosität im eigenen Solo auszuleben. Dargeboten werden weltbekannte sakrale Arien und Lieder wie zum beispiel Ich bete an die Macht der Liebe, Ave Maria, Agnus die, Ombra mai fu, Caro mio ben, Heiliger Gott u.v.m. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

 

© Schwäbische Zeitung - 13.05.2013

Aulendorf hat jetzt einen Kneippkindergarten

 

Von Carina Maucher

 

Evangelischer Kindergarten erhält nach zwei Jahren Ausbildung die Kneippzertifizierung

 

Auf diese fünf Säulen kam auch Julia Niepmann-Eisenlauer vom Kneipp-Landesverband Baden-Württemberg in ihrer Rede zu sprechen. Sie meinte, dass an erster Stelle die Heilpflanzen stehen. Die Natur stellt uns viele Pflanzen bereit, die uns auf natürlichem Weg zu Gesundheit verhelfen.

 

Es muss nicht immer zu den chemischen Keulen gegriffen werden. Dann folgt das Wasser, welches uns laut Kneipp, heilen kann. Säule drei, die Bewegung kommt in der heutigen Gesellschaft oft zu kurz, ist aber für die Gesundheit sehr wichtig. Die Ernährung bildet Säule vier, sie hat eine elementare Bedeutung. Die Menschen müssen weg von denaturierten und industriellen Nahrungsmitteln, zurück zu natürlichen Produkten.

 

Und zuletzt muss auch der Lebensrhythmus stimmen. Es muss immer

ein geregeltes Maß zwischen Anspannung und Entspannung geben.

Nach diesem Exkurs in die Lehre Kneipps, verlieh Niepmann–Eisenlauer

die Kneippplakette und eine Urkunde an Kindergartenleiterin Eva Sommer und ihr Team. Für jedes Kind gab es eine Utensilientasche, in der künftig alle Gegenstände für den Körper untergebracht werden können.

 

„Wir setzen die fünf Säulen regelmäßig in unserem Wochenplan um.

So treten sie nie in Vergessenheit und werden Teil des Lebens. Eine Regelmäßigkeit ist wichtig, sodass die Kinder die neu erlernte Lebensweise mit

nach Hause tragen“, so Koch. Dr. Hans-Georg Eisenlauer Vorstand

im Kneippverband Aulendorf, hob hervor, dass Kinder noch begeisterungsfähig, neugierig und gut zu beeinflussen sind. Sie können von einer neuen Lebensweise nach Kneipp überzeugt werden, da sie noch nicht in

einem Trott festgefahren sind. „Wir hoffen, dass die Kinder diese Lebensweise

auch in ihre Familien tragen und wir auch außerhalb des Kindergartens

viel verändern können.“ Für die Zukunft plant er das Konzept Kneipp auf

die Grundschule auszuweiten.

 

Auch Bürgermeister Mathias Burth gratulierte allen Beteiligten zur Ehrung. „Der Kneippkindergarten ist eine wichtige Erweiterung für das Betreuungsangebot der Stadt Aulendorf. Ich wünsche den Erziehern viel Spaß

bei der täglichen Arbeit mit Kneipp und den Kindern gutes Gelingen beim

Erleben und Entdecken des gesunden Lebens“, so Burth. Seine Rede schloss

er mit den Worten Kneipps ab: „Was dem Menschen hilft gesund zu werden,

das ist gut für ihn.“

 

Vom Konzept überzeugt ist Eva Sommer und ihr Team: „Wir sind froh, dass wir das Konzept jetzt umsetzen und weiter in die Familien tragen können. Wer weiß, vielleicht können wir dort auch ein Umdenken schaffen. Uns Erzieherinnen hat die Weiterbildung persönlich sehr viel gebracht. Das wollen wir teilen“, so Sommer. Nach dem Gottesdienst fand ein großes Gemeindefest im Gemeindesaal statt. Neben gutem Essen, Trinken, Kaffee und Kuchen wartete ein Parcour.

© Schwäbische Zeitung - 11.05.2013

Heidi Merk (rechts) besucht regelmäßig Petra Maichel und ihre vier Kinder Hannes, Anne, Theo und Max. Foto: privat

„Wellcome“-Team sucht Mitstreiter

 

Ehrenamtliche unterstützen Familien mit Kindern unter einem Jahr

Biberach (sz) - Was für manch einen selbstverständliche und alltägliche Erledigungen bedeutet, ist für Petra Maichel eine große Herausforderung oder fast unmöglich ohne die Hilfe anderer Menschen. Petra Maichel ist Mutter von vier Kindern. Hannes, der Älteste, ist drei Jahre alt und besucht vormittags den Kindergarten im Nachbardorf. Anne ist eineinhalb Jahre alt und wie ihre beiden kleinen Zwillingsbrüder Theo und Max (vier Monate) den ganzen Tag zu Hause. Der Vater hat als selbstständiger Landwirt viel zu tun.

Unterstützt wird Familie Maichel vom „Wellcome-Engel“ Heidi Merk, die selbst vierfache Mutter von vier erwachsenen Söhnen. Heidi Merk besucht die Familie Maichel jeden Montagnachmittag für ein paar Stunden. Sie spielt mit Hannes und Anne, wickelt, tröstet und trägt die beiden vier Monate alten Zwillinge Theo und Max bei Bedarf abwechselnd auf dem Arm.

In dieser Zeit kann Petra Maichel einkaufen gehen, Arzttermine wahrnehmen, alltägliche Dinge alleine erledigen oder einfach eine kleine Auszeit nehmen. Auf diese Art engagieren sich momentan mehrere Frauen ehrenamtlich im Wellcome-Team im Landkreis in Trägerschaft der Evangelischen Familienbildungsstätte (FBS). Weitere „Wellcome-Engel“ werden dringend gesucht. Fortbildungen, Versicherungsschutz und Fahrtkosten werden übernommen.

 

Interessierte wenden sich an Hedwig Häderer, Telefon 01578/7512312, E-Mail biberach@wellcome-online.de oder an die FBS, Telefon 07351/75688.

© Schwäbische Zeitung - 11.05.2013

Die Teilnehmer aus dem evangelischen Kirchenbezirk Biberach waren angetan vom Kirchentag in Hamburg. Foto: Privat

Bewusstsein für gerechtes Wirtschaften

Kirchenbezirk Biberach beim Evangelischen Kirchentag mit 185 Teilnehmern vertreten

Biberach/Hamburg (sz) - Mit dem Schlussgottesdienst ist der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag Hamburg 2013 zu Ende gegangen. Rund 130000 Menschen feierten gemeinsam das Abendmahl, darunter waren auch 185 Teilnehmer aus dem evangelischen Kirchenbezirk Biberach.

Nach dem Eröffnungsgottesdienst flanierten die Biberacher durch die Hamburger Hafencity und trafen an den Magellanterrassen viele andere Gäste, die sich am Stand der Evangelischen Landeskirche in Württemberg begegneten. Unter den 1000 Besuchern war die Überraschung umso größer, als sich der Biberacher Gemeindepfarrer Edzard Albers und zwei seiner Gemeindeglieder zufällig begegneten. So ging es vielen. Alte Bekannte, die sich lange nicht mehr gesehen hatten, standen sich unvermittelt gegenüber und fielen sich in die Arme. Der Kirchentag brachte die Welt zusammen. Aus ganz Deutschland und 85 Ländern der Erde kamen Menschen zusammen, um sich in gesellschaftlichen Fragen und auf der Suche nach religiöser Orientierung auf den aktuellen Stand zu bringen.

Der Kirchentag in Hamburg nahm das gerechte Wirtschaften unter die Lupe. „So viel du brauchst …“ hieß einst die Botschaft Gottes an die Israeliten bei deren Flucht aus Ägypten. Es ist zugleich Verheißung und Mahnung für unsere Zeit: Nimm, so viel du brauchst, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Das Treffen in Hamburg schärfte das Bewusstsein über ein „Genug“, sodass es für alle reicht.

Die Biberacher wählten sich aus den 2500 Veranstaltungen des Kirchentages die passenden aus. Über die Tage in Hamburg wuchs die Gruppe zusammen, die aus unterschiedlichen Organisationen kamen – aus dem Biberacher Schülerkalender, dem evangelischen Jugendwerk Biberach, den evangelischen Kirchengemeinden, aus Schulen oder dem evangelischen Bildungswerk Oberschwaben.

„Vom 3. bis 7. Juni 2015 sind wir wieder dabei, wenn der 35. Evangelische Kirchentag nach Stuttgart einlädt.“ Pfarrerin Dorothee Sauer, Pfarrer Matthias Ströhle, Pfarrer Edzard Albers und ihr Organisationsteam freuen sich schon auf den nächsten Kirchentag.

© Schwäbische Zeitung - 11.05.2013

Kirchengemeinde lädt zum Konfirmandenunterricht

 

Künftige Achtklässler können sich am 15. Mai in der evangelischen Kirche anmelden


Laupheim (sz) - Jugendliche, die sich zum Unterricht für die Konfirmationen 2014 anmelden wollen, treffen sich hierzu am Mittwoch, 15. Mai, 18.30 Uhr in der Evangelischen Kirche, Radstraße 12, in Laupheim. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 25 Euro.


Konfirmandenunterricht ist ein Angebot der Evangelischen Kirchengemeinde Laupheim, das sich an alle interessierten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren richtet. Die freie Fortbildungsmöglichkeit in Sachen Religion und Kirche, Bekenntnis-Gemeinschaft und persönlichem Glauben hat eine lange Tradition. Der Unterricht soll zur Religionsmündigkeit hinführen und schließt mit dem Fest der Konfirmation ab.


Jeder Kurs beschreitet dabei seinen eigenen Weg. Auch wenn die Themen durch die Landeskirche vorgegeben sind, treten in jedem Jahr eigene Schwerpunkte hervor, die von den Jugendlichen mitbestimmt werden können.


Zur Anmeldung für den Unterricht sind Jugendliche eingeladen, die im nächsten Schuljahr (ab Herbst) die achte Klasse besuchen. Diese Klassenstufe ist mit den örtlichen Schulen vereinbart. Die einheitliche Regelung ermöglicht es, nach den Sommerferien den Konfirmandenunterricht ohne Überschneidungen mit dem schulischen Unterricht durchzuführen. Weitere Informationen erteilt das evangelische Pfarrbüro in der Radstraße 12.

© Schwäbische Zeitung - 10.05.2013

Beim Kinderkirchfest zeigte Kantor Ralf Klotz (l.), welche musikalischen Möglichkeiten die Orgel der Stadtpfarrkirche bietet. Foto: privat

Kinder erkunden die Kirche

 

Großes Interesse am Kinderkirchfest in Biberach


Biberach (sz) - „Das Kinderkirchfest war ein voller Erfolg, wir hatten mehr Besucher, als erwartet.“ Das Kinderkirchteam der evangelischen Stadtpfarr- und Heilig-Geist-Gemeinde war angetan vom Interesse an dem Fest, das unter dem „Rund um mich her ist alles Kirche“ stand.

In der Stadtpfarrkirche erkundeten die Kinder die sonst verschlossene Seitenbühne unter dem Dach des Kirchenschiffs, ließen gefaltete Tauben von der Empore schweben oder bauten den vom Blitz getroffenen und abgebrannten gotischen Kirchturm nach. Die nächsten Gottesdienste der evangelischen Kinderkirche sind am 9. Juni, 7. Juli und 15. September im Nonnenschopf parallel zum Hauptgottesdienst um 9.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Weitere Termine liegen am Schriftenstand in der Stadtpfarrkirche aus.


© Schwäbische Zeitung - 08.05.2013

Konfirmanden bekennen sich zu Gott

 

Oberholzheim (sz) - Unter dem Wort Jesu „Ich bin das Licht der Welt“ und dem Motto „Was Farben über unseren Glauben erzählen“ stand die Konfirmation, die Pfarrerin Seitz-Kernen und Vikar Marschall in der Peter- und Paulkirche in Oberholzheim vornahmen. Die Konfirmanden: Celine Trögele, Alexander Reiff, Denis Schoenenberger, Sandra Pelzl, Maike Diener, Annika Pohl, Janine Braig, Wilhelm Frese, Kim Trögele Madeleine Schwendt, Sam Reichle, Sarah Halder und Nico Hofmann. Foto: privat



© Schwäbische Zeitung - 07.05.2013

26 Jugendliche hat Pfarrerin Ines Fischer in der evangelischen Pauluskirche in Mengen konfirmiert. In den Gottesdiensten lasen die Jugendlichen ihre eigenen Texte zum Thema „Glaube und Kirche“, bekräftigten durch ihr eigenes Ja ihre Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche und gaben ihrem eigenen Glauben unter anderem Ausdruck in Form von musikalischen Beiträgen. Nach der Konfirmation sind unterschiedliche Formen von Engagement in der evangelischen Kirchengemeinde möglich, die von mehreren Jugendlichen auch bereits genutzt werden. Fotos: Privat

 

© Schwäbische Zeitung - 07.05.2013

Fotos privat

© Schwäbische Zeitung - 07.05.2013

Foto privat. Brunhilde Raiser, Geschäftsführerin Evangelisches Bildungswerk Oberschwaben

Nachgefragt


„Bildung hat viele Gesichter“

 

Sich lebenslang zu bilden gehört immer mehr zu einem geglückten Lebensentwurf. Junge Mütter gehen abends in die Volkshochschule, Senioren schreiben sich an der Universität ein. Bildung hat viele Gesichter bekommen. SZ-Mitarbeiterin Vera Romeu sprach darüber mit der Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks Oberschwaben Brunhilde Raiser.


Warum mischen sich Kirchen in die Bildungsarbeit ein?


Kirchen haben in Baden-Württemberg einen Auftrag, sind vertraglich verpflichtet und berechtigt, wie Volkshochschulen Bildungsinhalte zu vermitteln. Die Württembergische Landeskirche hat diese Aufgabe ernst genommen und daher gibt es Einrichtungen wie in unserer Region das Evangelische Bildungswerk Oberschwaben. Ziel ist, den Menschen Gelegenheit zu geben, sich mit Fragen auseinander zu setzen und in einem Prozess Antworten zu finden.

Wie sieht Bildungsarbeit konkret aus?


Es gibt die klassischen Formate wie Gemeindeabend, Vortrag, Seminar, Diskussionsrunde oder Workshop. Die Themen sind aus dem Leben gegriffen, aus der Region heraus formuliert: Es geht beispielsweise um alt werden, um Organspende, um die Veränderungen, wenn Kinder aus dem Haus gehen, aber auch um Fragen wie „Brauchen wir eine Rüstungsindustrie am Bodensee?“, also brennend aktuelle politische Fragen oder auch: „Was bedeutet Taufe?“

Was ist neu an der Gestaltung von Bildungsarbeit?


Die klassischen Formate haben weiterhin ihre Interessenten, doch spüren wir, dass Menschen ganzheitlicher denken und fühlen wollen. Worte sprechen den Geist an, zusätzlich sprechen wir nun die Sinne mit Musik, Filmen, Gedichten, Essen und Bewegung an. Deshalb werden neuerdings bewusst zum Beispiel Wanderungen angeboten und zunehmend begehrt sind Bildungsreisen mit dem Bus.

Und wer fährt bei solchen Reisen mit?

Ganz unterschiedliche Menschen mit ganz unterschiedlichen Motiven. Woran wir bewusst arbeiten ist, das Reisen einem breiteren Spektrum der Gesellschaft anzubieten. Ganz gelingt es uns noch nicht, reisen ist immer mit Kosten verbunden. Manche Teilnehmer lassen es sich schenken, Kinder beschenken ihre Eltern, weil sie wissen, dass eine Busreise ein geschützter Raum ist: Man ist nicht allein, man isst in Gesellschaft, man lernt neue Leute kennen, man teilt die Freuden der Entdeckungen. Man muss aber nicht immer in der Gruppe sein, es gibt Zeiten, in denen jeder sich auch ein wenig zurückziehen kann, um zu genießen, nachzudenken oder einfach auszuruhen. Und noch eins, man muss nicht evangelisch sein, um teilzunehmen: Verschiedene Sichten bereichern die Auseinandersetzung mit den Themen, die man gerade auf Reisen vertieft besprechen kann.



Zwei Busreisen werden in diesem Jahr vom Evangelischen Bildungswerk Oberschwaben angeboten: „Auf Luthers Wegen zum Dresdner Barock“ vom 5. bis 11. August. Die Reise führt von Eisenach, Wartburg, Wittenberg, Erfurt nach Dresden, Meißen, Moritzburg und Pillnitz. Vom 26. Oktober bis 3. zum November findet die Flug- und Busreise nach Spanien, in das eindrucksvolle und abgelegene Landesinnere in die Extremadura, statt. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0751/41041.

© Schwäbische Zeitung - 04.05.2013

Konfirmanden aus Laupheim vertrauen auf den Herrn

 

Laupheim (sz) - „Der Herr ist mein Hirte“ – unter diesem Wort des Psalm 23,1 haben die Konfirmationen in der evangelischen Kirche Laupheim gestanden. Pfarrer Hermann Müller hat den feierlichen Gottesdienst gehalten. Die Konfirmanden heißen (27. April): Jill Biffar, Cyprian Busch, Kim Dürr, Lisa Epple, Jochen Fischer, Evelyn-Rafaela Hert, Laura Johnen, Edgar Jung, Anna Mangold, Kaya Paskowski, Jakob Pfiz, Nico Schmidberger und Angelika Schneider. 28. April: Darius Brand, Dominik Hable, Elsa Krämer, Dennis Mumber, Benjamin Rotärmel, Carolin Seiter, Julia Tietze und Dennis Wiegel.

 

© Schwäbische Zeitung - 04.05.2013

© Schwäbische Zeitung - 03.05.2013

Das Team der Kinderkirche der Heilig-Geist- und Stadtpfarrkirchengemeinde (von links: Christine Bittner, Monika Benirschke, Pfarrer Ulrich Heinzelmann, Sibylle Ganßer) freut sich auf Sonntag. Foto: privat

Kinderkirchfest belebt die Stadtpfarrkirche

 

Mitmachtag soll monatliches Angebot bekannt machen


Biberach (sz) - Seit mehr als einem Jahr schon feiern die Heilig-Geist-Gemeinde und die evangelische Gemeinde der Stadtpfarrkirche gemeinsam Kindergottesdienst. Das Kinderkirchenteam, bestehend aus Monika Benirschke, Christine Bittner, Sibylle Ganßer und Verena Harzer, bereitet religiöse und biblische Themen kindgerecht und anregend vor. Um dieses Angebot noch bekannter zu machen, lädt das Team um Pfarrer Ulrich Heinzelmann ein zum ersten Kinderkirchfest rund um die Stadtpfarrkirche am Sonntag, 5. Mai, von 14 bis 16.30 Uhr. Alle Kinder der Gemeinden im entsprechenden Alter hatten in der vergangenen Woche schon ihre Einladungskarten im Briefkasten. „In unserer Kirche gibt es viel zu sehen“, verspricht Sibylle Ganßer vom Kinderkirchenteam, „da bietet sich eine Entdeckungsreise für Kinder geradezu an!“ Und so dürfen die Kinder auch Winkel erkunden, die Kirchenbesuchern üblicherweise verborgen bleiben. An zwölf Stationen wird gebastelt, gemalt, gebaut, aber auch getastet, gespielt und gefaltet. Der ganze Kirchenraum soll für Kinder erfahrbar gemacht werden. „Auch einen Raum der Stille und des Gebets wird es geben“, erklärt Pfarrer Ulrich Heinzelmann, „das gehört zur Kirche selbstverständlich dazu.“ Und Verena Harzer: „Das Kinderkirchfest soll die Kinder ansprechen, ihnen zeigen, was es hier alles zu entdecken gibt und was Kinderkirche bietet.“

Das Evangelische Jugendwerk hat die Bewirtung mit Snacks und Erfrischungsgetränken übernommen, dazu wird die „Simultaneum-Box“ aktiviert. Gemeinsamer Abschluss wird eine Kinder-Orgelführung mit Kantor Ralf Klotz ab 16 Uhr sein. In den zwei Stunden zuvor zählen die Organisatoren auf die Kreativität der Kinder.


Kinderkirche ist wieder am 9. Juni und 7. Juli, jeweils parallel zum Gottesdienst um 9.30 Uhr im Nonnenschopf in der Stadtpfarrkirche.