© Schwäbische Zeitung - 30.09.2013

Im Freien steht ein Blasmusikbläser und darum Kinder und Eltern

Die erste Station des Besinnungsweges mit Lesung, Gebet, musikalischer Umrahmung und dem gemeinsamen Lied war vor der Christuskirche. SZ-Foto: Eva Winkhart

Zum Erntedank gibt es Musik zum Teilen

Die evangelische Kirchengemeinde macht auf Armut und Tafeln aufmerksam

Von Eva Winkhart

Riedlingen - Kartoffelsuppe – mit und ohne Speck – haben die Teilnehmer am Besinnungsweg gemeinsam gegessen. Zum Ende des musikalischen Weges über mehrere Stationen „Musik zum Teilen“ waren am Sonntag die Tische gedeckt im Johannes-Zwick-Haus in Riedlingen, zum Aufwärmen bei unwirtlichem Herbstwetter.


Aus 15 Kilo Kartoffeln, einer Menge Gemüse und Gemüsebrühe hatten Petra Schoppenhauer und Martin Wiegand, Kirchengemeinderäte der evangelischen Kirche Riedlingen, 40 Liter Suppe gekocht. Diese fünfte Station bildete den Abschluss des besonderen Erntedanks, initiiert vom Amt für Kirchenmusik in der Evangelischen Landeskirche, der Diakonie Württemberg und der Aktion „Brot für die Welt“. Auf die Armut, die Armut in der Welt und die in Deutschland, sollte aufmerksam gemacht werden – auch mit dem gemeinsamen Essen.


Zum ersten Mal wurde ein Besinnungsweg unter diesem Aspekt von der evangelischen Kirchengemeinde unter Pfarrerin Helga Steible-Elsässer veranstaltet. Ausgehend von der Christuskirche und begleitet vom Evangelischen Bläserkreis, geleitet von Jürgen Berron, trafen sich die Gottesdienstteilnehmer und weitere Dazukommende vor der Kirche – der ersten Station.


Pfarrerin Helga Steible-Elsässer sprach in ihrer Einführung vom Brotwunder aus dem Markus-Evangelium, das den Besinnungsweg begleite. Das Bläserensemble umrahmte den gesamten Weg, auch das gemeinsam gesungene Lied „Brich mit den Hungrigen dein Brot“. An jeder Station wurde eine Strophe gesungen – zu Beginn noch zögerlich, am Ende im Gemeindehaus klappte das Singen auf Anhieb.


Stationen, die alle mit der Armut und ihrer Bekämpfung zu tun haben, besuchte die Gruppe. Dabei hielt sie Halt vor dem Sozialamt in der Grabenstraße an. Hier machte Steible-Elsässer mit Zahlen aus dem Armutsbericht bekannt. Auch dass Armut mit Scham und Angst einhergehe, sprach sie an. Als deren Ursachen nannte sie die Arbeitslosigkeit, den Tod eines Partners bis zu Mithaftungen bei Geschäften. Besonders gefährdet seien Alleinerziehende mit ihren Kindern. Auch die große Zahl der von Armut betroffenen Personen mit Migrationshintergrund mache nachdenklich.


Beim Tafelladen, der dritten Station, machte Pfarrerin Steible-Elsässer aufmerksam auf die tätige Hilfe, die die etwa 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter hier leisteten. „Die Vernetzung in Riedlingen klappt“, sagte sie. Zwei der Mitarbeiterinnen berichteten über Geschichte und Tätigkeiten des Teams der Riedlinger Tafel; auch wenn ein Tafelladen ein Armutszeugnis sei in unserer Gesellschaft, sei er „auch ein Lernort, weil wir hier zusammen etwas gegen die tiefen Gräben tun.“ Steible-Elsässer ergänzte, dass Schüler und Praktikanten zum Helfen gern gesehen wären.


Text über Kinder in Neu-Guinea


Das leitete zur vierten Station über, dem Kreisgymnasium. Schüler und Lehrer unterstützen die Tafel auf vielfältige Weise, auch mit Spendensammeln und Einkaufen. Hier trugen Schüler einen Textteil über Kinder in Papua-Neuguinea vor, um deren Situation in Schule und Elternhaus zu beschreiben. Das Markus-Evangelium war an der Aufteilung der fünf Brote und zwei Fische angekommen, die für alle reichen mussten und alle satt machten. Das gemeinsame Essen im Zwick-Haus folgte.

© Schwäbische Zeitung - 28.09.2013

Brotbotschafterin Margarete Kührt (v.l.), Dekan Hellger Koepff, Prälatin Gabriele Wulz und Bäckereiinhaber Gustl Eisinger freuen sich, dass das „Brot für die Welt“ gut ankommt... sz-Foto: Luana Salvaggio

Brotbotschafterin Margarete Kührt (v.l.), Dekan Hellger Koepff, Prälatin Gabriele Wulz und Bäckereiinhaber Gustl Eisinger freuen sich, dass das „Brot für die Welt“ gut ankommt... sz-Foto: Luana Salvaggio

Gabriele Wulz verkauft „Brot für die Welt“

Eine Stunde lang wird die Prälatin zur Brotverkäuferin

BIBERACH - „Ich finde das Projekt ,Brot für die Welt‘ einfach toll und mache das sehr gern“, sagt Prälatin Gabriele Wulz, während sie in der Bäckerei Eisinger ein „Brot für die Welt“ verkauft. Eine Stunde lang unterstützte die Prälatin tatkräftig die gemeinsame Aktion von evangelischer Kirche und Landesinnungsverband der Bäcker und brachte das Aktionsbrot an den Mann. „Mir liegt Brot am Herzen, mir liegt ,Brot für die Welt‘ am Herzen und natürlich liegt mir auch Biberach am Herzen“, sagt die Prälatin.

Fünf Bäckereien beteiligen sich dieses Jahr wieder an dem Projekt. Dabei gibt es in jeder Bäckerei ein Aktionsbrot, von dem 30 Cent Erlös an die Stiftung gehen. „Für mich war das heute eine Premiere und ich war auch ein bisschen aufgeregt“, gesteht Gabriele Wulz. Mit „Brot für die Welt“ sei die Prälatin aufgewachsen. Es liege ihr am Herzen, dass man solidarisch etwas zurückgeben kann und den Menschen hilft, denen es schlecht geht. „Es ist einfach wichtig, dass man sich einbringt“, sagt sie.

© Schwäbische Zeitung - 27.09.2013

Hilfe für Protestanten in der Diaspora

Der Gustav-Adolf-Frauenkreis in Laupheim feiert am Sonntag das 100-jährige Bestehen


LAUPHEIM - Den 100. Geburtstag feiert dieses Jahr der Gustav-Adolf-Frauenkreis in der Evangelischen Kirchengemeinde Laupheim. Im Gottesdienst am Sonntag, 29. September (Evangelische Kirche in der Radstraße, 10 Uhr), wird das Jubi-läum gewürdigt. Die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz hält die Festpredigt. Gisela Mohr, Leiterin der Gustav-Adolf-Frauenarbeit Stuttgart, spricht ein Grußwort.

Der Name des Frauenkreises geht zurück auf den 1632 in der Schlacht bei Lützen gefallenen Schweden-könig. Gustav Adolf II. eilte den evangelischen Glaubensgeschwistern zu Hilfe, als sie im Dreißigjährigen Krieg gegen die vom Hause Habsburg angeführte katholische Übermacht in arge Bedrängnis gerieten. Wegen seiner Siege über die kaiserlichen Truppen wurde er als Retter der Protestanten gefeiert.

1832 wurde die Gustav-Adolf-Stiftung Leipzig ins Leben gerufen. Stiftungszweck war die Unterstützung der Protestanten in der Diaspora. In der Folgezeit wurden auch in anderen deutschen Ländern Stiftungen gegründet, im Königreich Württemberg 1843. Im Rheinland entstand 1848 der erste Gustav-Adolf-Frauenverein.

1913 wurde unter dem Stadtpfarrer Trefz ein Gustav-Adolf-Frauenkreis in Laupheim aus der Taufe gehoben. Erste Vorsitzende war Emma Rentschler. Sie und ihre Stellvertreterin Eugenie Buttmie leiteten den Kreis gut vier Jahrzehnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er neu gegründet.

Heute gehören dem Kreis noch zwölf Frauen an; seit 1989 wird er von Margarete Beurer und Irene Jucknies geleitet. Zum Programm gehören Andachten und 14-tägige Treffen mit Kaffeerunde, Singen, Vorlesen, Projektinformationen und wechselnden Themen. Der Weltgebetstag wird mit der Liturgie und Bildern aus dem Herkunftsland gefeiert. Das Ziel, evangelischen Minderheiten im Ausland zu helfen, besteht nach wie vor.

Auf dem Brunnenfest betreiben die Frauen seit sieben Jahren einen Flohmarktstand, jedes Jahr für ein anderes Hilftsprojekt, das sie den Besuchern mit Bildern und Texten vorstellen. Große Bedeutung kam früher dem Bazar zu; davor verwandelte sich der Gruppenraum in eine Werkstatt. „Heute können wir nicht mehr so viele Handarbeiten fertigen, weil Hände und Augen dem Alter Tribut zollen“, schreiben Margarete und Wolf Beurer in einem Beitrag für den Evangelischen Gemeindebrief. Wegen des Gemeindehaus-Neubaus ruht der Bazar.

© Schwäbische Zeitung - 27.09.2013

Die beiden Indianer-Missionarinnen Brigitte Schweizer (links) und Lydia Goede auf der Oberlandtagung in Wain. Foto: Hofmann

Missionsarbeit bei den Indianern

Zwei Frauen erzählen bei der Oberlandtagung in Wain von ihrer Tätigkeit

Wain (dh) - Außerordentlich gut besucht gewesen ist die Oberlandtagung des Deutschen Frauenmissionsgebetsbundes (DFMGB) in Wain. Fast 80 Frauen und auch einige Männer waren der Einladung gefolgt, um die Tätigkeitsberichte der beiden Indianer-Missionarinnen Brigitte Schweizer und Lydia Goede zu hören. Letztere arbeitet mit der Vereinigten Deutschen Missionshilfe (VDM) in Kanada, Brigitte Schweizer mit der Deutschen Indianer Pionier Mission (DIPM) in Brasilien.

Nach der Begrüßung durch die Wainer Kreismutter, Christa Stetter, erfolgte eine kurze Vorstellung der beiden Missionarinnen durch die Bezirksmutter, Barbara Eyrich, ebenfalls aus Wain. Im Anschluss hielt Brigitte Schweizer eine kurze Andacht über die biblische Gestalt des Jona und betonte, wie wichtig es sei, Gottes Auftrag auszuführen und sich keine Ausreden zu überlegen.

Danach berichtete sie von ihrer Arbeit unter den Guaraní-Indianern im Südwesten Brasiliens. Mit vielen Bildern brachte sie den interessiert lauschenden Zuhörerinnen ihre Missionsstation Pirajui nahe. Voll Stolz erzählte sie von der Indianergemeinde, in der die Einheimischen immer mehr Verantwortung übernehmen, von der Arbeit mit den Kindern, die der 50-Jährigen ganz besonders viel Freude bereitet, und von verschiedenen Freizeiten, die auf dem Gelände einer benachbarten Missionsstation regelmäßig stattfinden.

Und immer wieder berichtete sie von einzelnen Dorfbewohnern und deren Schicksal. Aber auch, dass Alkohol und Drogen ein großes Problem in der Dorfgemeinschaft darstellen und viele Familien entzweien, wie auch der Schamanismus. Auch zeigte die Missionarin die Notwendigkeit auf, weitere Langzeitmissionare zu den Indianern zu schicken.

Lydia Goede erzählte von ihrer Arbeit unter den Indianern im nördlichen Teil der Provinz Saskatchewan in Kanada. In Kooperation mit der Northern Canadian Evangelical Mission (NCEM) arbeitet sie dort an unterschiedlichen Projekten mit. Der Hauptteil ihrer Arbeit ist die Betreuung eines christlichen Buch-ladens.

Erstaunliche Offenheit

Am meisten Freude bereitet der 42-Jährigen jedoch der Kontakt zu ihren Kunden, erzählte Lydia Goede weiter. Immer wieder sei sie überrascht, wie offen die den Laden besuchenden Indianer ihr ihre Probleme erzählen und gerne die Möglichkeit nutzen, mit ihr zusammen zu beten.

Einen weiteren wichtigen Teil ihrer Arbeit sieht sie darin, jedes Jahr das Sommerlager für die Kinder und Teenager zu planen und durchzuführen. Denn gerade die Heranwachsenden bräuchten besonders viel Unterstützung, so die Missionarin. Zu den weiteren Aufgaben ihrer in St. Albert angesiedelten Missionsarbeit zählen die Suppenküche, die Gefängnisarbeit und die Mitarbeit beim christlichen Fernsehsender „Tribal Trails“, der vielen in entlegenen Dörfern lebenden Indianern die Kirche er-setzt.

Mit nach Hause nehmen konnten die Besucher, dass die Arbeit unter den Indianern den beiden Missionarinnen sehr viel Freude bereitet, aber auch nicht immer einfach ist.

Die beiden Indianer-Missionarinnen Brigitte Schweizer (links) und Lydia Goede auf der Oberlandtagung in Wain. Foto: Hofmann

© Schwäbische Zeitung - 26.09.2013

„Schlicht Und Ergreifend“ tritt im Evangelischen Gemeindehaus auf. Foto: pr

„Schlicht Und Ergreifend“ tritt im Evangelischen Gemeindehaus auf. Foto: pr

Konzert mit „SchlichtUndErgreifend“

Die vier Musiker geben im evangelischen Gemeindehaus am Samstagabend ein Konzert

BAD BUCHAU - Am kommenden Samstag, den 28. September, sind um 19.30 Uhr die vier Musiker von „SchlichtUndErgreifend“ im Evangelischen Gemeindehaus Bad Buchau zu Gast.

Ein buntes Terrain

Das Quadro „SchlichtUndErgreifend“ hat sich der Neuinterpretation von allem verschrieben, was sich irgendwann einmal in ihre musikalischen Herzen geschlichen hat. Auf einem bunten Terrain, das von „Mein kleiner grüner Kaktus“, Rio Reisers „König von Deutschland“ über Nena, Police bis hin zu Queens „We will rock you“ reicht, agieren die vier Musiker mit mehrstimmigem und vielharmonischem Gesang als „unplugged“-Formation, die klangtechnisch der Quadrophonie eine Schlicht Und Ergreifend neue Bedeutung gibt. Zunehmend eigene Stücke bereichern das „SchlichtUndErgreifende“-Programm.

Die Besetzung spricht für sich: Vier Männer, die sich drei Gesangsstimmen, Gitarre, Klavier, Bass, Cajon, Saxophon, Posaune, Mundharmonika und eine Geige teilen. Zwei der Musiker waren Teil von „Die Söhne Edgars“. Christoph Lutz, Friedemann Lutz, Joel Lutz und Christoph Schmid – das sind „Schlicht UndErgreifend“.


© Schwäbische Zeitung - 26.09.2013

An Erntedank: Musik zum Teilen

Riedlingen (sz) - Am Sonntag, 29. September, hat die Evangelische Kirchengemeinde Riedlingen mit dem Motto „An Erntedank: Musik zum Teilen“ eine Idee des Amts für Kirchenmusik in der Württembergischen Landeskirche und der Aktion Brot für die Welt aufgegriffen. Nach dem Familiengottesdienst um 9.30 Uhr in der geschmückten Christuskirche, ist ab 10.30 Uhr ein musikalischer Besinnungsweg geplant, der in Riedlingen besondere Orte zum Thema miteinander verbindet. Beginnend an der Christuskirche führt der Weg zum Sozialamt in der Grabenstraße mit einem Impuls zur Armutssituation in einer reichen Gesellschaft, dann weiter zu Tafelladen, wo das Tafelteam informiert. Anschließend geht es über den Parkplatz zum Kreisgymnasium: Bildung – Etwas voneinander wissen wollen in der Einen Welt, diese Station gestaltet die Kinderkirche. Der Weg endet schließlich mit Tafelmusik im Johannes-Zwick-Haus, wo gegen 12 Uhr gemeinsam eine Erntedank-Suppe – auch vegetarisch – gegessen werden kann. Zu diesem besonderen Erntedankweg mit seinen vier Stationen sind Große und Kleine herzlich willkommen.

Ein Team mit Pfarrerin Steible-Elsässer gestaltet die Stationen. Der Bläserkreis Riedlingen unter Leitung von Jürgen Berron musiziert Intraden, Spirituals und begleitet die Lieder auf dem Weg.

© Schwäbische Zeitung - 26.09.2013

Kinder singen, ein Kind hat eine Gitarre in der Hand.

Die Kinderkirche der evangelischen Kirchengemeinde sorgt mit „elephantastischen“ Songs für Begeisterung. SZ-Foto: Michaela Kegel

Kinderkirche feiert zehnjähriges Jubiläum


Seit zehn Jahren gibt es vierzehntägig die evangelische Kinderkirche im Ertinger Gerhard-Berner-Haus

Von Michaela Kegel

Ertingen - „Echt elephantastisch – einfach bombastisch“ – wenn dieses Lied erklingt, sind die „Kinderkirchkinder“ der evangelischen Kirchengemeinde nicht mehr zu halten. Mit rhythmischem Klatschen und freudigem Singen machen sie „Musik, die uns gefällt, von Gott und seiner Welt“.

Dass tolle Lieder fröhlich machen und die Kinder gerne kommen, kann Kirchengemeinderätin Silke Renz nur bestätigen. Sie war von Anfang an dabei, als die Kinderkirche in Ertingen aus der Taufe gehoben wurde. Weil sie damals selbst kleine Kinder hatte, habe sie den „Bedarf“ gesehen. Mit dabei bei der Umsetzung waren auch ihre Kolleginnen aus dem Kirchengemeinderat, Sonja Kanthak und Anneliese Gregot. Später kamen noch Irina Ihbe und das Ehepaar Barbara und Joachim Hering aus Dürmentingen dazu. Seit nunmehr zehn Jahren gibt es vierzehntägig die Kinderkirche im Ertinger Gerhard-Berner-Haus – immer zu den Gottesdiensten um 10.45 Uhr.

„Wir haben einfach herausgefunden, dass diese Zeit besser für Familien geeignet ist und dann mehr Kinder zu uns kommen“, sagt Silke Renz. Die Kinderkirche findet zu Beginn ganz bewusst im Gottesdienst statt, denn die Kinder sollen an den regelmäßigen Gottesdienstbesuch gewöhnt werden. Stets wird zu Beginn dasselbe Lied gesungen, die Kinderkirche hat auch ihre eigene Kerze auf dem Altar stehen und vor der Predigt zieht das Team dann mit den Kindern in einen separaten Raum. „Dort hören die Kinder eine biblische Geschichte und es wird auch dazu gebastelt“, sagt Silke Renz, die erklärt, dass man so das Gehörte besser vertiefen und verstehen kann. Ganz besonders gut kommt auch die Schatzkiste der Kinderkirche an. Wer kommt, erhält einen Stempel und wer fünf Stempel hat, darf in die Schatzkiste greifen. Dort warten dann kleine Puzzles und andere Geschenke, die alle etwas mit der Kirche zu tun haben. Die Altersspanne der „Kinderkirchkinder“ reicht circa von einem bis zwölf Jahren. Es gibt keine Altersbeschränkung – alle Kinder sind willkommen. Am kommenden Sonntag wird nun das zehnjährige Bestehen der evangelischen Kinderkirche mit einem Familiengottesdienst in Ertingen gefeiert. Auch alle ehemaligen „Kinderkirchkinder“ sind dazu eingeladen. Es werden Erinnerungstische aufgestellt und jeder darf mitbringen, was ihm beim Besuch der Kinderkirche besonders wichtig war – so etwa einen Gegenstand, der einmal gebastelt wurde und heute noch von Bedeutung ist. Die Kinder stellen während des Gottesdienstes zwei Lieder vor, die sie besonders gerne singen. Dabei ist natürlich „Echt Elephantastisch“ und das Segenslied „Das wünsche ich dir sehr“. Danach soll bei einem gemeinsamen Mittagessen noch ein Gedankenaustausch stattfinden.

Viele Jugendliche, die der Kinderkirche längst entwachsen sind, bleiben ihr übrigens noch lange verbunden. „Sie sind da, wenn man sie braucht und wirken auch gerne beim Krippenspiel an Heiligabend mit – das ist immer der Höhepunkt unserer Kinderkirche“, sagt Kirchengemeinderätin Silke Renz. Die Arbeit des „Kinderkirche“-Teams ist auch für Pfarrer Dr. Hans-Martin Rieger von großer Bedeutung. Die evangelische Kirchengemeinde in Ertingen sei eine „junge Kirche“, sagt er und meint damit, dass das Gerhard-Berner-Gemeindehaus erst im Jahr 2000 gebaut worden ist. Neben den älteren Kirchenbesuchern sieht er die zweite tragende Säule in den jungen Familien. „Wir müssen schauen, dass wir junge Leute für die Kirche begeistern und Kinder sind leicht zu gewinnen“, sagt er.

Der Familiengottesdienst im Ertinger Gerhard-Berner-Haus zum Jubiläum „zehn Jahre Kinderkirche“ findet am Sonntag, 29. September, um 10.45 Uhr statt.

 
 

© Schwäbische Zeitung - 25.09.2013

Foto: privat

Christen und Muslime feiern miteinander

Biberach (sz) - Katholische und evangelische Christen sowie Moslems begehen am Samstag, 28. September, von 17 Uhr an in der Friedenskirche Biberach gemeinsam zum dritten Mal eine interreligiöse Feier.

 

Was vor zwei Jahren für Biberach eine kleine Sensation war, scheint sich zur festen Tradition zu entwickeln. Die Verantwortlichen wollen damit ein Zeichen setzen, dass es bei aller Unterschiedlichkeit in der Lehre und im Verständnis der Religionen genug Gemeinsamkeiten gibt, um miteinander in gegenseitigem Respekt und Toleranz zu feiern.

 

„Auf was es ankommt – Welche Werte bestimmen unser Leben und Handeln?“, lautet das Motto der Feierstunde. Es werden Texte aus Bibel und Koran in Bezug zueinander gebracht und es wird gesungen und musiziert. Die Veranstaltung ist Teil der interkulturellen Wochen der Stadt Biberach und wird von den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, dem türkisch-islamischen Kulturverein DITIB und dem Migrationsdienst der Caritas ausgerichtet. Nach der Feier besteht am Büfett des christlich-muslimischen Frauentreffs Gelegenheit zur Begegnung.

© Schwäbische Zeitung - 24.09.2013

Die Kinder feiern den Open-Air-Gottesdienst. Foto: privat

„Gemeindefest im Grünen“ kommt gut an

Evangelische Kirchengemeinde Biberach feiert zum zweiten Mal großes GiG-Fest

Biberach (sz) - Alle evangelischen Kirchengemeinden Biberachs haben zum zweiten Mal miteinander das „Gemeindefest im Grünen“ im Hölzle gefeiert. Auftakt des Fests war ein Danke-Abend für alle Mitarbeiter: „Die Arbeit der Ehrenamtlichen in einer Kirchengemeinde geschieht oft im Verborgenen. Was Ehrenamtliche leisten, merkt man oft erst, wenn die Arbeit nicht mehr getan wird“, sagte Dekan Hellger Koepff.

Fest gelingt bei Sonnenschein

Für Auflockerung sorgte im Laufe des Fests Zauberkünstler Wolfang Merk vom Duo „Chicago“ aus Lindau. Mit seinen Kunststücken verzauberte und erheiterte er Jung und Alt. Höhepunkt des Abends war die Feuershow, zu der sich alle Gäste draußen ums Lagerfeuer versammelten. Nach dem Abendsegen durch Dekan Koepff gingen die Gäste zufrieden nach Hause. Während am Sonntagmorgen unten in der Stadt Biberach noch der Nebel waberte, saßen viele Besucher beim Gottesdienst im Hölzle schon im warmen Sonnenlicht. „Brot zum Teilen“, lautete das Thema des Gottesdienstes, der vom Posaunenchor Biberach unter Leitung von Katharina Bickel und Kantor Ralf Klotz musikalisch gestaltet wurde. Die Kinder der sieben evangelischen Kindergärten brachten die Brot-Elemente Wasser, Mehl und Salz zum Altar und sangen Lieder mit der Gemeinde. Mit der Austeilung von Brot und Trauben durch die Biberacher Pfarrer lud Dekan Koepff alle zum Teilen ein: „Wer teilt, der wird nicht arm, sondern beschenkt.“

Nach dem Gottesdienst konnten die Kinder sich in der Hüpfburg des Jugendwerkes austoben, die Bastelangebote der evangelischen Kindergärten oder das Hölzlegelände für ihre eigenen Erkundungen nutzen.


Die Kinder feiern den Open-Air-Gottesdienst. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 24.09.2013

Auch der Wainer Kirchengemeinderat Martin Walcher freut sich über das Geschenk. Foto: privat

Der Heiland wirkt verletzlich

Die Evangelische Gemeinde Wain hat eine spätgotische Christusfigur für die Michaelskirche geschenkt bekommen

WAIN (sz) - „Fällt Ihnen etwas auf?“ Diese Frage hat Pfarrer Ernst Eyrich am Sonntag den Gottesdienstbesuchern in der Wainer Michaelskirche gestellt. Tatsächlich hat sich im Gotteshaus etwas geändert: Am Südeingang, unterhalb der Empore, findet sich eine spätgotische Christusfigur. Vor drei Monaten bekam die evangelische Kirchengemeinde die Antiquität geschenkt.

Über die Herkunft des aus Holz geschnitzten Heilands ist nicht viel bekannt. In den vergangenen 50 Jahren war sie im Besitz einer Privatperson, die anonym bleiben möchte. Davor verliert sich die Spur. Man sieht der Figur jedoch deutlich an, dass der Zahn der Zeit nicht spurlos an ihr vorübergegangen ist. Ursprünglich „saß“ der weltenrichtende Christus wohl auf einer Weltkugel und hatte in der einen Hand ein Zepter und die andere zum Segen erhoben. Doch weder die Kugel noch die beiden Hände sind erhalten geblieben.

Gott weicht dem Schmerz nicht aus

Bewusst habe sich die Kirchengemeinde gegen eine Restaurierung entschieden, so Pfarrer Eyrich. Auf diese Weise wolle man auch ein Zeichen setzen, dass Gott dem Schmerz und Leid der Welt nicht ausweicht, sondern sich bewusst mitten hinein begibt.

So kann man also die ehemalige Bemalung des Gewands in leuchtendem Rot und Blau nur noch an wenigen Stellen erkennen. Beim genauen Betrachten der Skulptur fällt vor allem der sehr detailliert gearbeitete Kopf auf. Mit viel Sorgfalt wurde jede Locke des Haupthaars und jede Gesichtslinie gearbeitet, wohingegen der Körper fast ein wenig plump wirkt. Deutlich ist zu erkennen, wo der Bildhauer seine Werkzeuge angesetzt hat. Doch gerade im Umhang der Figur findet sich die Dreieinigkeit des christlichen Glaubens immer wieder, sei es im dreieckigen Halsausschnitt oder im Faltenwurf des Mantels. Dieser fällt „drei-faltig“, jede Falte kann in drei einzelne Falten aufgeteilt werden.

Der Predigttext aus 1. Mose 32 passte gut zu der Enthüllung der Christusfigur. In dem Bibelabschnitt geht es darum, wie Jakob am Abend des Tages, bevor er seinen Bruder Esau wiedersieht, vor dem er etwa 20 Jahre zuvor geflohen war, mit Gott ringt. Auch in diesem Text geht es um Verletzbarkeit. Jakob wird während des Ringkampfs an der Hüfte verwundet, sodass er für den Rest seines Lebens hinken wird. Die Christusfigur, die jetzt in der Michaelskirche die Menschen beim Verlassen des Gotteshauses anschaut, ist im Lauf der vergangenen Jahrhunderte immer wieder beschädigt worden, sodass auch sie verletzlich wirkt.

Die Christusfigur hat beim Südeingang der Michaelskirche ihren Platz bekommen. Auch der Wainer Kirchengemeinderat Martin Walcher freut sich über das Geschenk. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 21.09.2013

Konfirmanden stellen sich vor

MENGEN - Die evangelische Kirchengemeinde lädt zu einem Taizégottesdienst mit den neuen Konfirmanden ein. Am Sonntag werden im Gottesdienst in der Pauluskirche um 10 Uhr die Konfirmanden vorgestellt. An die Vorstellung schließt sich ein Kartoffelessen an

© Schwäbische Zeitung - 21.09.2013

Die Bäcker Paul Traub, Petra Bold, Anton Zoll, hier mit Brotbotschafterin Margarete Kührt, Pfarrer Peter Schmogro, Bäcker Franz Seefelder, von der Bäckerei Eisinger, und Hans ...

Die Bäcker Paul Traub, Petra Bold, Anton Zoll, hier mit Brotbotschafterin Margarete Kührt, Pfarrer Peter Schmogro, Bäcker Franz Seefelder, von der Bäckerei Eisinger, und Hans ..

So gut kann Hilfe schmecken

Fünf Bäckereien aus Biberach beteiligen sich an „Brot zum Teilen“

BIBERACH - „Brot zum Teilen“ – das bedeutet für Biberach: Die fünf Bäckereien Bold, Zoll, Eisinger, Schmid und Traub verkaufen ihr Lieblingsbrot als 600 Gramm schweren runden Laib mit Banderole und spenden pro Exemplar 30 Cent an das Hilfswerk „Brot für die Welt“. Ab Montag, 23. September, können Kunden das Brot für den guten Zweck in den genannten Bäckereien kaufen.

Bäckerin Petra Bold beschreibt ihr Engagement so: „Mein Motto lautet: jeden Tag eine gute Tat. Wir haben uns schon vergangenes Jahr an dieser Aktion beteiligt und wollen auch dieses Mal wieder mitwirken.“ Wichtig sei ihr auch, dass die Kunden wissen, dass das Brot deswegen nicht teurer wird: „Die 30 Cent zahlen die Bäckereien und nicht die Kunden.“

Auch Anton Zoll wirkte bei dieser Aktion bereits 2009 und 2011 mit: „Wir leben hier im Überfluss und andere haben fast gar nichts“, war für ihn Motivation. Er findet die Aktion gut; besonders weil Brot ja auch ein Symbol für Nahrung sei.

„Brot zum Teilen“ haben die Diakonie Württemberg und der Landesinnungsverband für das Württembergische Bäckerhandwerk ins Leben gerufen. Brotbotschafterin Margarete Kührt hat die Bäckereien ermuntert teilzunehmen: „Die Aktion dient auch dazu, auf das Hilfswerk aufmerksam zu machen.“


© Schwäbische Zeitung - 19.09.2013

Pfarrer Ulrich Heinzelmann (links) war überwältigt von seiner Überraschungsparty im Hölzle. Foto: privat

19 Jahre mit Herz bei der Jugendarbeit

Ulrich Heinzelmann verlässt das Evangelische Jugendwerk und Ferienwaldheim Hölzle

Biberach (sz)
- Pfarrer Ulrich Heinzelmann wechselt nach 19 Jahren vom Jugendpfarramt in den Kindergartenbereich. Die Mitarbeiter des evangelischen Jugendwerks und des Ferienwaldheims Hölzle haben sich mit einem großen Mitarbeiterfest verabschiedet.

Mehr als 150 Mitarbeiter kamen ins Hölzle, um ihren „Uli“, wie sie ihn nennen, zu verabschieden. Ohne auch nur die geringste Ahnung kam auch Pfarrer Heinzelmann zum „Onkel- und Tantenabend“, wie der Mitarbeiterabend im Hölzle heißt. Umso größer war die Freude, als er die Gesichter der Waldheimleitung, des Konficamps, des Winterhölzles und des Jugendwerks sah.

Das Motto des Abends war Italien. Italien deshalb, weil Ulrich Heinzelmann ein Liebhaber von allem, was mit Italien zu tun hat, ist. Viele Mitarbeiter haben sich passend dazu verkleidet. Steffen Mohr, Jugendreferent des evangelischen Jugendwerks, führte durch den Abend. Neben vielen Danksagungen und Grußreden von den Vorsitzenden des Jugendwerks, des Hölzle-Vereins als auch der Waldheimleitung gab es auch ein Programm, darunter ein „Strumpfhosentanz“ der Mitarbeiter und eine Diaschau mit „Uli-Bildern“.

Zahlen verdeutlichen die Jahre

In der Regel taufte Uli Heinzelmann ein Kind pro Saison im Hölzle, erlebte drei Jugendreferenten, dichtete vier Strophen des Hölzle-Lieds, hatte in den vergangenen Jahren fünf Funktionen im Hölzle, sang dieses Jahr 15-mal mit Kindern, hat 20 Hölzle-Jahre hinter sich und arbeitete 1997 am Neubau mit. 16900 Kinder verbrachten mit Ulrich Heinzelmann das Hölzle.

Auch im evangelischen Jugendwerk war Ulrich Heinzelmann äußerst aktiv, so war er Mitbegründer des Winterhölzles und leitete dies die vergangenen Jahre theologisch mit, auch bei den Konficamps war er immer aktiv dabei und ebenso eine wichtige Stütze im leitenden Gremium des Jugendwerks, dem Jugendfachausschuss. Pfarrer Heinzelmann war weit mehr als sein Dienstauftrag es hergab für die Jugendarbeit da, als Motivator, Mediator, Moderator und vieles mehr. Jetzt gibt er das Jugendpfarramt der Gesamtkirchengemeinde im Dezember ab, seine Nachfolge übernimmt die im Dezember startende Kollegin in der Heilig-Geist-Kirche.

Pfarrer Ulrich Heinzelmann (links) war überwältigt von seiner Überraschungsparty im Hölzle. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 18.09.2013

sz-Foto: Elena Pagano

sz-Foto: Elena Pagano

„Wer Demenz nicht versteht, kann ihr nicht begegnen“

Das Netzwerk Demenz veranstaltet den achten Fachtag Demenz im Landratsamt Biberach

BIBERACH - Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz. „In diesem Satz stecken drei tragende Begriffe“, sagt Thomas Münsch von der Caritas Biberach. „Und zwar ‚gemeinsam’, ‚besseres’ und ‚mit Demenz’.“ Unter diesem Titel findet am Freitag, 20. September, der achte Fachtag Demenz im Landratsamt Biberach statt. „Mit dem Fachtag Demenz möchten wir die Herausforderungen mit der Demenz benennen“, sagt Münsch. „Wir möchten, dass die Demenz als Teil des Gemeinwesens wahrgenommen wird und sie bei Betroffenen und Angehörigen thematisieren.“ Angesprochen werden sollen jedoch nicht nur bereits Betroffene und deren Angehörige, sondern auch Fachkräfte. „Wir möchten fachliche Impulse geben, darum auch der Name Fachtag Demenz“, sagt Münsch.

Ab 13.30 Uhr stellen mehr als 20 verschiedene Anbieter aus den Bereichen Pflege, Medizin, Psychiatrie, ehrenamtlicher Hilfen sowie aus dem ambulanten und stationären Bereich ihre Angebote an Infotischen vor. „Zur Einstimmung liest die Schauspielerin Cornelia Sikora aus Biberach um 14 Uhr eine Geschichte von Michael Wissussek vor“, sagt Münsch. „Mit der Lesung soll verständlicher gemacht werden, was ein Betroffener fühlt. Nicht unbedingt verstehen, aber vielleicht versuchen, damit umzugehen, wie der Betroffene handelt. Es gibt viele Menschen, die sich fragen: ‚Was soll ich tun, wenn mein Partner den dritten Brotlaib kauft?‘“

Unter dem gleichnamigen Titel „Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz“ hält Sylvia Kern, Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg, um 14.15 Uhr einen Vortrag. Kern engagiert sich seit bereits zwölf Jahren für Menschen mit Demenz und deren Angehörige.

Nach einer halbstündigen Pause werden um 16 Uhr drei verschiedene Workshops angeboten. Chefarzt Dr. Michael Sabolek von den Sana-Kliniken referiert zum Thema „Bin ich nur vergesslich oder mehr?“, Sylvia Kern informiert über „Die frühe Phase – was brauchen Betroffene mit einer beginnenden Demenz?“ und Anne Magin-Kaiser, Karl-Heinrich Gils und Michael Wissussek vom Netzwerk Demenz bieten „Demenz-Hilfen im Landkreis Biberach“ an. „Wir möchten die Frage klären, wie man demenzkranke Menschen richtig begleiten kann“, sagt Magin-Kaiser. „Denn wer Demenz nicht versteht, kann ihr nicht begegnen.“

© Schwäbische Zeitung - 18.09.2013

Unter den Regenschirmen blicken die Verantwortlichen für das Gemeindefest im Grünen zuversichtlich auf das kommende Wochenende. Steffen Mohr und Ulrike Werthmann, Nina Maier-Schuck und Hellger Koepff (von rechts) präsentieren die Einladung der evangelischen Gesamtkirchengemeinde ins Hölzle. Foto: privat

Gemeinden fördern Miteinander

Evangelischer Gesamtkirchengemeinderat veranstaltet am Sonntag ein Gemeindefest im Grünen

Biberach (sz) „Das erste Gemeindefest im Grünen vor zwei Jahren war ein Riesenerfolg“, erinnert sich Ulrike Werthmann, zweite Vorsitzende des evangelischen Gesamtkirchengemeinderates. Alle fünf Gemeinden feierten miteinander. „Da wollen wir weitermachen, der Zusammenhalt ist ganz wichtig und wo geht das besser als beim gemeinsamen Gottesdienst und einem rauschenden Fest?“ Schon am Samstagabend treffen sich die Mitarbeiter der Gesamtkirchengemeinde. „Wer sich das ganze Jahr für die Kirche einsetzt, dem wollen wir Danke sagen“, unterstreicht Werthmann.

Um elf Uhr beginnt am Sonntag auf dem Gelände des Ferienwaldheims Hölzle der große Open-Air-Gottesdienst. Dort dreht sich alles um das tägliche Brot. Die evangelischen Kindergärten wirken ebenso mit wie der Posaunenchor und die evangelische Pfarrerschaft Biberachs.

„Im Anschluss daran feiern wir weiter: Mittagessen und Spiele, Musik vom Musikverein Ringschnait, dem Biberacher Harmonika Orchester und der Jazzband Miles and More“, zählen die Cheforganisatoren Nina Maier-Schuck und Steffen Mohr auf. Über ein halbes Jahr haben sie das Fest vorbereitet. „Es ist beeindruckend, wie viele Gemeindeglieder sich für das gemeinsame Fest stark machen“, sagt Nina Maier-Schuck und Steffen Mohr weist auf das Hölzle-Gelände: „Im Sommer kamen tausend Kinder, jetzt warten wir auf ebenso viele Leute vom Kind bis zu den Senioren.“

„Noch brauchen wir die Regenschirme, die Aussichten für Sonntag sind jedoch trocken“, beruhigt Dekan Hellger Koepff angesichts vieler kritischer Blicke in den Himmel. „Wir werden kurzfristig entscheiden, am Samstag informieren wir über die Schwäbische Zeitung.“ Und wenn es wirklich regnen sollte? Gefeiert wird trotzdem, das ganze Programm wird in den Saal des Martin-Luther-Gemeindehauses verlegt. „Aber wir bleiben voller Hoffnung“, so der Dekan.

Unter den Regenschirmen blicken die Verantwortlichen für das Gemeindefest im Grünen zuversichtlich auf das kommende Wochenende. Steffen Mohr und Ulrike Werthmann, Nina Maier-Schuck und Hellger Koepff (von rechts) präsentieren die Einladung der evangelischen Gesamtkirchengemeinde ins Hölzle. Foto: privat

Ein Bus-Shuttle ist eingerichtet, die Abfahrtszeiten sind in
den Pfarrämtern erhältlich oder können abgerufen werden auf www.evangelisch-in-biberach.de

© Schwäbische Zeitung - 17.09.2013

Hatten Spaß in Wain: Nach dem Gottesdienst gab es für 22 Kinder einen Brunch. Foto: privat

22 Mädchen und Jungen kommen in die Kinderkirche

Mit einem Brunch eröffnen Kinder in Wain nach der Sommerpause das neue Kinderkirchjahr

Wain (sz) - Die Sommerpause der Kinderkirche in Wain ist vorbei: Am vergangenen Sonntag sind 22 Mädchen und Jungen aus Wain und Umgebung der Einladung zum Kindergottesdienst gefolgt. Als Höhepunkt hatten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helferkreises überlegt, das neue Kinderkirchjahr mit einer besonderen Aktion zu starten – einem Brunch für die Kinder.

Pünktlich um 9 Uhr versammelten sie sich im Wainer Gemeindehaus und waren gespannt, was passieren würde. Denn einen Kinderkirchbrunch hatte es in der evangelischen Kirchengemeinde Wain wohl noch nie gegeben.

Zunächst jedoch lief alles wie immer ab. Die Kinderkirchmitarbeiter sangen und beteten mit den Kindern und teilten sie dem Alter entsprechend in drei Gruppen auf, um ihnen einen biblische Geschichte zu erzählen. Am Sonntag wurde ein Text aus Markus 4, Jesus stillt den Sturm, in der Vorbereitungshilfe der Mitarbeiter vorgeschlagen und auch in Wain umgesetzt. Je nach Altersgruppe wurde die Geschichte entweder erzählt, nachgespielt oder darüber gesprochen. Im Anschluss daran wurde in manchen Gruppen noch ein kleines Papierboot gebastelt.

Nach Ende des regulären Kindergottesdienstes um 10 Uhr kam endlich der von den Kindern heiß ersehnte Moment: der Brunch konnte beginnen. Während ein Teil der Mitarbeiter mit den Kindern Programm gemacht hatte, war der andere Teil in der Küche fleißig damit beschäftigt, alles herzurichten, damit es den Kindern an nichts mangelte. Von Apfelschorle und anderen warmen und kalten Getränken bis hin zu warmen Wiener Würstchen war aufs Beste für das Wohl der Kinder gesorgt. Diese ließen es sich gut schmecken und genossen es, von den Mitarbeitern nach Strich und Faden bedient zu werden. Gegen 11 Uhr war der gelungene Einstieg in ein weiteres Jahr Kinderkirche auch schon wieder vorbei.

Hatten Spaß in Wain: Nach dem Gottesdienst gab es für 22 Kinder einen Brunch. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 16.09.2013

Foto: privat

Foto: privat

Brigitte Angele spendet der „Arche Noah“ Orgelgeld

LAUPHEIM - Kinder und Erzieherinnen im Kindergarten „Arche Noah“ sind glücklich: 300 Euro hat Brigitte Angele (obere Reihe, Dritte von links) anlässlich des Brunnenfests mit der Drehorgel für ein Spielplatzgerät gesammelt. Jetzt hat die Stadträtin den Spendenscheck überreicht. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 13.09.2013

Die Evangelische Kantorei vor dem Neuen Schloss in Tettnang.

Die Evangelische Kantorei vor dem Neuen Schloss in Tettnang. Foto: privat

Kantoreimitglieder erleben die Region

Wilhelmsdorf, Pfrunger Ried und das Tettnanger Schloss sind Ausflugsziele


BIBERACH - Der Jahresausflug der Evangelischen Kantorei Biberach hat die Teilnehmer zum Museum für bäuerliches Handwerk und Kultur in Wilhelmsdorf geführt, ins Pfrunger Ried, auf den Höchsten sowie auf das Neue Schloss in Tettnang.

Vor mehr als 40 Jahren begann Sepp Schelshorn das zu sammeln, was die Bauern als „alten Kruscht“ wegwarfen. Aus dieser Sammlung heraus entstand das privat geführte Museum in Wilhelmsdorf. Zu sehen ist eine komplett eingerichtete Wohnung aus der Zeit um 1880, mit Stall und Scheune und mehr als 30 bäuerliche Werkstätten, wie Schmid, Wagner, Zimmermann, Maurer, Sattler, Schuhmacher, Weber.

Ein Rundgang durch das Pfrunger Ried war die nächste Station. Entstanden ist diese Landschaft durch eiszeitliche Gletscher, die vor mehr als 10000 Jahren auch den Pfrunger Ursee entstehen ließen, aus dem das heute zweitgrößte Moorgebiet Südwestdeutschlands gebildet wurde.

Nach einem zünftigen Eintopfessen ging die Fahrt weiter zum Höchsten, mit 837 Metern die höchste Erhebung im Linzgau. Vom Aussichtspunkt genoss die Gruppe einen traumhaften Blick über die Region zum Bodensee und zu den fernen Alpen, bevor sich die Fahrt nach Tettnang anschloss.

Das Neue Schloss beherrscht bis heute das Städtchen Tettnang. Von der barocken Residenz der Grafen von Montfort reicht der Blick weit bis zum Bodensee und zu den Alpen. Bei einer Führung durch die Zimmer des Schlosses wurde die barocke Pracht für die Gruppe erlebbar.




© Schwäbische Zeitung - 13.09.2013

Politik in vollen Zügen

 

Polit-Speed-Dating im Öchsle: Junge Wähler stellen den Direktkandidaten Fragen


Von Florian Lehmuth


Warthausen - „Wir wollen erreichen, dass Politik mit Personen verbunden wird“, sagt Matthias Ströhle am Öchsle-Bahnhof in Warthausen. Umringt wird er von einer Gruppe Jugendlicher. Etwa 55 Interessierte haben sich für das Polit-Speed-Dating des Kreisjugendrings Biberach angemeldet. Sie warten darauf, dass die Direktkandidaten für die Bundestagswahl eintreffen. Dann soll eine Zugfahrt nach Ochsenhausen beginnen, bei der sich die Politiker jeweils sieben Minuten lang dem Kreuzverhör der Jugendlichen stellen.


Um das Fazit vorwegzunehmen: Die Organisatoren waren nach der Veranstaltung begeistert vom Erfolg. „Ich bin überwältigt“, sagte Carsten Reinaerdts vom Kreisjugendring. „Die Fahrt im Öchsle war ein Experiment, das wir erstmalig veranstaltet haben.“ Pfarrer Matthias Ströhle ergänzte: „Die Jugendlichen waren extrem gut vorbereitet.“ Und er freue sich, dass alle Kandidaten gekommen waren.


Jonathan Gräter, 21, aus Ochsenhausen fiel auf: „Die Kandidaten, die schon einmal im Bundestag saßen, haben einen deutlichen Vorsprung.“ Trotzdem beeindruckte ihn das Engagement der jungen Piratin. Der Biberacher Clemens Stegmiller, 22, bilanzierte: „Es ist toll, alle Kandidaten an einem Ort zu sehen.“ Seine politische Einstellung habe sich zwar nicht stark verändert, aber er habe neue Alternativen entdeckt. Dem pflichtete die 18-jährige Melanie Kammerer aus Schemmerberg bei, die an dem Abend in ihrer Wahlentscheidung bestärkt wurde. „Das war eine gute Möglichkeit, um sich noch einmal richtig zu informieren.“

 

Fragen zur Maut und B 312


Josef Rief (CDU) war als Letzter eingetroffen, bevor das Öchsle abfuhr. Er hatte kurz gezögert, als er das Abteil betrat und in gespannte Gesichter blickte. Dann begab er sich in die Offensive: „Die Infrastruktur der Region muss in Sachen Straßen, Bahn und Internet dringend ausgebaut werden.“ Er befürworte eine Erweiterung der B312. Rief erklärte, das Geld für Straßenbauprojekte ließe sich durch eine Pkw-Maut für Ausländer generieren.


SPD-Mann Martin Gerster hielt im Gespräch mit den Jugendlichen eine Maut für ungerecht und ökologisch nicht sinnvoll. Als ihm vorgehalten wurde, in anderen EU-Ländern würden Autofahrer auch zur Kasse gebeten, merkte er an: „Für eine Vignette muss auch ein Hartz-IV-Empfänger bezahlen. Bei einer Finanzierung des Straßenbaus aus Steuergeldern werden die Kosten umverteilt.“ Eine Maut, die nur für Ausländer gilt, ließe sich nicht mit EU-Recht vereinbaren. Den Ausbau der B312 unterstützt er auch.


Für die FDP stellt sich der gebürtige Österreicher Norbert Mayer zur Wahl. Seit Oktober 2012 ist er deutscher Staatsbürger. Auf die Frage nach der doppelten Staatsbürgerschaft antwortete er: „Ich finde es nicht schlimm, dass man sich entscheiden muss. Ich habe mich für Deutschland entschieden.“


Die Grünen hatten Johann Späh als Ersatz für ihren Bundestagskandidaten Eugen Schlachter geschickt. Zur B312 befragten ihn die Jungwähler nicht. Dafür interessierten sie sich für seine Ansichten zur Finanzpolitik. Späh sagte, das Vorurteil, die Grünen beanspruchten die Mittelschicht zu sehr, sei weit verbreitet, aber falsch. „Wir finden, Großverdiener ab 80000 Euro im Jahr können durchaus mehr schultern. Das betrifft dann aber höchstens die obere Mittelschicht.“

 

Vermögen und Schulpolitik


Ralph Heidenreich bot allen Anwesenden das Du an. Der Kandidat der Linken setzt sich für eine Umverteilung großer Vermögen ein. „Vermögensverteilung ist wie Monopoly: Wenn eine Person das Geld anhäuft, wird das Spiel für alle langweilig und ungerecht“, erklärte er. Er erkenne einen großen Unterschied zwischen bildungsnahen und bildungsfernen Familien. „Gymnasien sind auf Mitglieder der Oberschicht beschränkt, die sich fünf Mal pro Woche Nachhilfe leisten können.“


Für die Piratenpartei war Lisa Rudolf gekommen. Die 19-Jährige fiel kaum als Politikerin auf. Als sie sich vorstellte, erzählte sie, wie sie mit zwölf Jahren ihren PC auseinandergebaut habe. Sie fachsimpelte über Programmiersprachen. Zur NSA-Affäre sagte sie: „Es lässt sich nicht verhindern, dass Staaten uns ausspähen.“ Wichtig sei, früh über den richtigen Umgang mit persönlichen Informationen aufzuklären.


Für die Freien Wähler trat Ulrich Bossler an. Als Vorstand einer Raiffeisenbank bot er eine Expertise zu Finanzfragen. „Alle Parteien im Bundestag sind in Sachen Euro auf dem falschen Weg“, sagte er. Er wolle den Euro nicht abschaffen, sondern um Parallelwährungen ergänzen, die sich auf nationaler Ebene auf- und abwerten lassen. Dieses Modell habe bereits funktioniert. „Die Milliarden, die wir momentan nach Griechenland karren, kommen beim Volk nicht an“, sagte Bossler.


Gudrun Diebold vertrat die ÖDP. Sie musste ihre Partei erst vorstellen, viele hörten den Namen zum ersten Mal. „Wir nehmen keine Firmenspenden an“, erklärte die Musiklehrerin. „Damit ist unser Handlungsspielraum begrenzt, aber wir bleiben frei und unabhängig.“ Als sie zum Ausbau der B312 befragt wurde, konterte sie mit einer Wachstumskritik: „Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten. Ich halte den Wachstumswahn für gefährlich.“


Als sich alle Politiker den Fragen der Jungwähler gestellt hatten, war es draußen dunkel geworden. Das Öchsle fuhr in den Bahnhof Ochsenhausen ein, wo die Teilnehmer von den „Spitzbuam Musikanten“ aus Maselheim erwartet wurden.


Teilnehmende Politiker:

Josef Rief (CDU)

Martin Gerster (SPD)
Dr. Norbert Mayer (FDP)

Johann Späh (GRÜNE) in Vertretung von Eugen Schlachter
Ralph Heidenreich (DIE LINKE)
Lisa Rudolf (PIRATEN)

Gudrun Diebold (ÖDP)

Ulrich Bossler (Freie Wähler)

 

Nachfolgend sz-fotos: von Florian Lehmuth

 

 

© Schwäbische Zeitung - 13.09.2013

© Schwäbische Zeitung - 11.09.2013

Der Trompeter Kuno Högerle und der Organist Ralf Klotz präsentierten ein Konzert italienischen Barocks. sz-Foto: günter Vogel

Der Trompeter Kuno Högerle und der Organist Ralf Klotz präsentierten ein Konzert italienischen Barocks. sz-Foto: günter Vogel

Orgel und Trompete erklingen italienisch

Kuno Högerle und Ralf Klotz spielen in Biberach ein Konzert italienischen Barocks

BIBERACH - Werke von Johann Sebastian Bach, Arcangelo Corelli und Antonio Vivaldi haben das reizvolle Programm in der Biberacher Stadtpfarrkirche St. Martin bestimmt. Dort gaben der Trompeter Kuno Högerle und der Organist Ralf Klotz ein Konzert italienischen Barocks.

Im Barock war das sich Beschäftigen mit und das Uminstrumentieren von Werken bekannter Kollegen eine häufige Übung. Bach brachte der italienischen Musik, besonders der von Antonio Vivaldi, große Wertschätzung entgegen. So machte er aus dessen Violinkonzert seine „Ouvertüre B-Dur“ für Cembalo, die in Biberach in einer Bearbeitung mit Trompete und Orgel zu hören war. Die italienische Heiterkeit erhielt Bach; zwei kongeniale Musiker boten sie in flottem Allegro dar. Aus Bachs „Concerto nach italienischem Gusto in F“ spielte Klotz als Orgelsolo das Presto in Ritornelltechnik mit fließenden Tonfolgen. Von Arcangelo Corelli zu dessen 300. Todesjahr dessen Sonate B-Dur, die thematisch sehr abwechslungsreich ist und mit erhabener Heiterkeit in der Leadtrompete daherkommt. Dann kam ein Barock-Klassiker: Zwei Teile aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi, der alle vier Sätze als Violinkonzerte angelegt hatte.

Der „Herbst“ assoziierte in seinem majestätischen Aufbau des barocken Großmeisters Georg Friedrich Händel. Das ständig auftauchende Ritornell ähnelt dem des Frühlings, doch viel schlichter als bäuerliches Trinklied in einfachster Harmonisierung. Geradezu verpflichtend für eine barocke Herbstmusik ist das Motiv der Jagd mit stilisiertem Dreiertakt. Der „Winter“ beschreibt die Stimmung eines Winterabends in Venedig, das sachte Prasseln des Regens am Fenster, die Wärme eines offenen Kamins.

Virtuose Interpretation

Von Antonio Vivaldi wurde dann von der Solo-Orgel das „Largo“ aus dem „Konzert d-Moll“, und vom selben Komponisten das Concerto B-Dur – in der Bearbeitung für Trompete und Orgel – gespielt. Die Trompete mit ihren dynamischen und klanglichen Möglichkeiten kann zusammen mit der vielfältigen Klangfarbigkeit der Orgel diesem Kleinod der Musik eine neue Lebendigkeit sowie eine meditative Stimmung im seelenvollen Largo verleihen. Bach hatte neben einer Reihe anderer Werke auch Vivaldis „Concerto a-Moll“ für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo bearbeitet, das die Musiker virtuos interpretierten.

Mit zwei Zugaben von Vivaldi unterstrichen Klotz und Högerle brillant ihren elegant-virtuosen Stil und rundeten damit den freudvollen Konzertnachmittag ab.



© Schwäbische Zeitung - 10.09.2013

Citypfarrer Peter Schaal-Ahlers (rechts) und Dekan Søren Schwesig (links)

Foto: Privat, Citypfarrer Peter Schaal-Ahlers (rechts) und Dekan Søren Schwesig (links)

„Die Vorletzten“ lästern in Rot

ROT/ROT - Mit ihrem neuen Programm tritt das Kabarettduo „Die Vorletzten“ am Freitag, 13. September, 19.30 Uhr, in der evangelischen Christuskirche in Rot an der Rot auf. Dabei unternehmen Citypfarrer Peter Schaal-Ahlers (rechts) und Dekan Søren Schwesig (links) eine komödiantische Reise in die Welt der Herzkranzgefäße. Die Reise führt von machtversessenen Sekretärinnen über die Frage, ob der Mensch wirklich zur Treue bestimmt ist, hin zu dem, was der Altkabarettist Dieter Hildebrandt einer vergreisenden Gesellschaft mitgibt. Von verschiedenen Seiten beleuchten die beiden kabaretterfahrenen Pfarrer so den menschlichen Alltag. Karten zum Preis von sechs Euro gibt es an der Abendkasse oder auf Vorbestellung über das Evangelische Pfarramt, Telefon 08395/9369380.