© Schwäbische Zeitung - 17.08.2015

Ar­beits­kreis Asyl wird vom Land un­ter­stützt
Ochsenhauser Flüchtlingshilfe in das Programm "Gemeinsam in Vielfalt" aufgenommen

Ochsenhausen - Die Landesregierung stellt wie berichtet eine Million Euro zur Verfügung, um bürgerschaftliche Initiativen der Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Im Kreis Biberach profitiert von dem Programm mit dem Titel "Gemeinsam in Vielfalt" neben dem Ummendorfer Unterstützerkreis für Flüchtlinge auch der Ökumenische Arbeitskreis Asyl Ochsenhausen.

"In der Regel" erhält jede Initiative nach Auskunft des Sozialministeriums 15 000 Euro. Das Geld soll genutzt werden, um Beteiligte der Flüchtlingshilfe vor Ort zusammenzubringen, damit Projekte zur Integration von Flüchtlingen leichter umgesetzt werden können. Pfarrer Matthias Ströhle aus Rot/Rot, der als Beauftragter für Asyl- und Flüchtlingsfragen im Evangelischen Kirchenbezirk Biberach den Antrag gestellt hatte, sagt: "Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat."

Das Geld soll nun beispielsweise für die Stärkung der neuen ehrenamtlichen Mitarbeiter durch Fortbildungen und Coaching, die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Belange der Flüchtlinge durch Bildungsangebote oder für die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur für die Arbeit der Ehrenamtlichen eingesetzt werden. Des Weiteren, erklärt Ströhle, sollen Strukturen geschaffen werden, damit Flüchtlinge sich selbst an Projekten der Initiative beteiligen können.

Konkret sei überlegt, dass Flüchtlinge als Co-Lehrkräfte im Deutschunterricht tätig werden oder bei der Verwaltung der derzeit in der Planung befindlichen Kleiderkammer mithelfen. Zudem sei die Entwicklung einer Unterrichtseinheit an Schulen geplant, damit die Flüchtlinge über sich und die Situation in ihrem Heimatland berichten können.

Ein Teil des Geldes, rund 3000 Euro, soll von den Flüchtlingen selbst verwaltet werden. Dies sieht auch das Programm "Gemeinsam in Vielfalt" so vor.

© Schwäbische Zeitung - 15.08.2015

Ers­tes of­fe­nes Tref­fen zwi­schen Flücht­lin­gen und Bür­gern in Rot
Kirche will sich auf steigende Asylbewerberzahlen vorbereiten

Rot an der Rot - Zurzeit leben nur wenige Flüchtlinge in Rot an der Rot. Da es in der Gemeinde keine Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises gibt, betreut Rot aktuell nur eine Familie und ein paar junge Männer in der sogenannten Anschlussunterbringung. Das bedeutet, dass diese Menschen zwar immer noch keinen geklärten Aufenthaltsstatus haben, aber schon einige Zeit in Deutschland leben.

Trotzdem planen die evangelische und katholische Kirchengemeinden nun, den Kontakt zu den im Ort lebenden Asylbewerbern zu intensivieren. "Auch wenn es nur wenige Flüchtlinge sind, wollen wir vermeiden, dass hier Parallelstrukturen entstehen", sagt Pfarrer Matthias Ströhle, evangelischer Pfarrer in Rot. Zudem gehe er davon aus, dass innerhalb der nächsten Monate die Zahl der Flüchtlinge sich im Einzugsgebiet seiner Kirchengemeinde drastisch erhöhen werde. "Darauf wollen wir vorbereitet sein und erste Strukturen für eine Willkommenskultur schaffen." In ungefähr vier Wochen soll es ein erstes offenes Café geben, bei dem Roter Bürger und Asylbewerber sich bei Kaffee, Kuchen und Brettspielen zwanglos kennenlernen können.

"Je nachdem, wie schnell die Zahlen dann steigen, werden wir weiter überlegen, wie wir diese Menschen empfangen wollen", so Ströhle. Generell gelte, dass man den Flüchtlingen vor allem Hilfe zur Selbsthilfe geben wolle. Keiner solle das Gefühl haben, alleine gelassen zu werden. Wer interessiert daran, sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge einzusetzen, könne sich bei beiden Kirchengemeinden melden.

© Schwäbische Zeitung - 13.08.2015

"Mittendrin - voll inklusiv" wird von Johanna Wiedergrün als Projektleiterin betreut.

"Mittendrin - voll inklusiv" wird von Johanna Wiedergrün als Projektleiterin betreut. SZ-Foto: Tanja Bosch

In­ter­view: "Die Teil­ha­be ist ein Men­schen­recht"
Johanna Wiedergrün vom Verein fiB spricht über das kreisweite Inklusionsprojekt "Mittendrin - voll inklusiv"

Biberach - Der Biberacher Verein fiB (familienunterstützende, integrative Behindertenarbeit) hat gemeinsam mit Mariaberg, der Lebenshilfe, der St.-Elisabeth-Stiftung und weiteren Partnern im Landkreis das Inklusionsprojekt "Mittendrin - voll inklusiv" ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung. Welche Ideen bereits erarbeitet wurden und wie es weitergeht? Redakteurin Tanja Bosch hat mit Projektleiterin Johanna Wiedergrün vom Verein fiB gesprochen.

Frau Wiedergrün, warum kommt mir der Name "Mittendrin - voll inklusiv" so bekannt vor?

Es gibt die "Mittendrin-Party", die seit 2004 zweimal im Jahr von fiB, der St.-Elisabeth-Stiftung und der Lebenshilfe veranstaltet wird. Bei diesen Veranstaltungen kommen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um gemeinsam Spaß zu haben, ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen. Daraus entstand der Gedanke eines gemeinsamen Inklusionsprojekts.

Wie sieht dieses Projekt aus?

Wir haben drei Projektideen gemeinsam herausgearbeitet, die im Mittelpunkt stehen. Sie lauten "Leicht unterwegs", dabei geht es um Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr, "Leicht durchs Amt", das betrifft die Barrierefreiheit bei Behörden und Ämtern und der Punkt "Leicht dabei" befasst sich mit der Verbesserung des Zugangs zu Bildungs- und Freizeitangeboten. Am Ende sollen die Ideen, die wir gemeinsam mit den Projektpartnern erarbeiten, natürlich auch umgesetzt werden.

Welcher Schritt kommt als nächstes?

Jetzt wollen wir in Gruppen tiefer in die drei Teilprojekte einsteigen und verschiedene Zielsetzungen erarbeiten. Im Januar soll es dazu eine öffentliche Veranstaltung geben, bei der wir unser Vorhaben präsentieren wollen. Bei uns können alle Menschen mit einsteigen, die Interesse am Thema haben. Auch bei uns soll Inklusion stattfinden.

Wie weit ist das Thema Inklusion tatsächlich in unserer Gesellschaft angekommen?

Durch die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland unterzeichnet hat, hat sich schon einiges getan. Inzwischen gehen auch immer mehr Kommunen und Gemeinden Schritte in Richtung inklusiver Prozesse. Sie bemerken, dass dies auch eine Chance im Gemeinwesen darstellt. Auch in der Öffentlichkeit ist das Thema durchaus präsent und das ist auch gut so.

Warum ist das so wichtig?

Menschen mit Beeinträchtigungen sind eine Personengruppe, die in höherem Maße vom Ausschluss betroffen ist. Sie werden oftmals benachteiligt und das verstößt einfach gegen ein Menschenrecht. Die Teilhabe ist ein Menschenrecht und das gilt für alle Menschen. Es sind auch nicht nur Menschen mit Behinderung, die ausgeschlossen werden, das Thema könnte beispielsweise auch ältere Menschen betreffen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Inklusion ist ein Prozess. Dieser Prozess ermöglicht hoffentlich irgendwann, dass die Gesellschaft verantwortungsvoller und offener wird für die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Sind beim Inklusionsprojekt auch Menschen mit Beeinträchtigungen involviert?

Natürlich. Wir nennen sie Experten in eigener Sache. Eine Frau, die zum Beispiel im Rollstuhl sitzt, kann viel mehr darüber Auskunft geben, wo es im Alltag Barrieren gibt und wie man sie abbauen kann. Wir haben einen Beirat und auch dort sitzen Menschen mit Beeinträchtigungen, die uns beratend zur Seite stehen.

Wie wird das Projekt finanziert?

Es wurde ein Antrag bei "Aktion Mensch" gestellt, der dann auch bewilligt wurde. Seit 1. Juli gibt es bei fiB eine 100-Prozent-Stelle, die nun mit mir als Projektleiterin besetzt ist. Die kommenden drei Jahre ist das Inklusionsprojekt finanziell abgesichert.

Was erhoffen Sie sich?

Ich freue mich auf die kommenden drei Jahre. Das Projekt ist auf jeden Fall eine große Herausforderung und ich hoffe, dass sich in dieser Zeit schon etwas in den Strukturen verändert hat. Und im allerbesten Fall wird die Stimmung so sein, dass wir weitermachen wollen und können, denn bei diesem Thema stehen wir erst am Anfang. Es gibt so viele Bereiche, in denen wir Inklusion angehen sollten.

Weitere Informationen gibt es bei Projektleiterin Johanna Wiedergrün unter Telefon 07351/5779476, per E-Mail an johanna.wiedergruen@fib-bc.de oder auch im Internet unter

© Schwäbische Zeitung - 13.08.2015

Auf ei­nen Blick - Projekt "Mittendrin - Voll inklusiv"

Der vollständige Projekttitel lautet in originaler Schreibweise der Initiatoren "Mittendr!n - voll inklusiv. Gemeinsam Zukunft gestalten in und um Biberach". Initiiert haben das Projekt die Vereine fiB (familienunterstützende, integrative Behindertenarbeit), Mariaberg, Lebenshilfe und die St.-Elisabeth-Stiftung. Weitere Kooperationspartner sind außerdem die Stadtwerke Biberach, der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING), der Integrationsfachdienst Biberach, die Familienbildungsstätte (FBS) der Evangelischen Kirche, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) der Dekanate Biberach und Saulgau, die Turngemeinde Biberach und die Volkshochschule Biberach.

© Schwäbische Zeitung - 13.08.2015

Auf die Radler wartete am Pfäffikersee ein Empfangskomitee.

Auf die Radler wartete am Pfäffikersee ein Empfangskomitee. Foto: privat

Pfarr­fa­mi­lie ra­delt in neue Hei­mat in der Schweiz
Nach zehn Jahren verlässt Pfarrer Edzard Albers seine Biberacher Gemeinde

Biberach / Dürnten - Zehn Jahre lang hat sich Pfarrer Edzard Albers um die Belange der evangelischen Bonhoeffer-Kirchengemeinde auf dem Biberacher Mittelberg gekümmert. Nun hieß es Abschied nehmen. Anstatt die lange Reise in die Schweiz mit dem Auto anzutreten, entschied sich die sportliche Familie, die gesamte Strecke mit dem Rad zu bewältigen.

Für die Biberacher Kirchenmitglieder kein ungewöhnlicher Anblick, denn Pfarrer Albers ist für seine Freude am Radfahren bekannt. Wann immer es möglich war, war er mit dem Rad unterwegs. "Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat einen näheren Draht zu seiner unmittelbaren Umgebung, ist meistens schneller als mit dem Auto und sucht nie einen Parkplatz", sagt Albers. Das seltene Pedersen-Fahrrad wird in Biberach schnell zu einem Markenzeichen für Pfarrer Edzard Albers.

Um ihren Pfarrer und seine Familie zu verabschieden, trafen sich zu Beginn der Sommerferien 19 Mitglieder der Gemeinde. Die Begeisterung für das Fahrradfahren steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Mit dabei sind neben Albers und seiner Ehefrau Pfarrerin Anne Polster auch die beiden Söhne, der dreijährige Urs und der einjährige Jon. Erwartungsvoll sitzen sie in der Ladetonne des dänischen Familienfahrrads Nihola. Eskortiert werden sie von ganz unterschiedlichen Menschen an ihrer bisherigen Wirkungsstätte. Ziel ist heute Friedrichshafen am Bodensee. Je nach Kondition, persönlichem Terminkalender, Lust und Laune radeln die Begleiter einen Teil der Strecke mit.

Zwei Grundschüler im Alter von sieben und neun Jahren bewältigen den ersten Abschnitt bis Aulendorf mit immerhin 25 Kilometern. In Ravensburg steigen drei weitere Mitfahrer in den Zug, weil sie noch weitere Termine am gleichen Abend wahrnehmen möchten. Denn eigentlich ist das Wetter viel zu schön, um hier schon umzukehren. Der Rest der Gruppe trifft nachmittags in Friedrichshafen ein.

In den Tagen des Abschieds gehen die Gedanken in vielen Erinnerungen an die Arbeit in Biberach zurück. Pfarrer Edzard Albers blickt dankbar zurück auf das Vertrauen, welches die Menschen in der Bonhoeffer-Kirchengemeinde in ihn als Gemeindepfarrer und Seelsorger gelegt haben. Voller Zutrauen haben sie prägende Erinnerungen aus ihrem eigenen Leben, an Wendepunkten, in schweren Krisen mit ihm geteilt. "Wie oft sind wir gemeinsam an ein Grab gegangen, haben gemeinsam geweint, getrauert, nach vorne geschaut, nach neuen Wegen gesucht", so Albers dankbar und staunend im Rückblick.

Prägende Erinnerungen liegen in den ökumenischen Begegnungen in Biberach. Auf dem Mittelberg sind Projekte entstanden wie der Ökumenische Lebendige Adventskalender und die Ökumenische Kaffeetafel. Wichtige Ereignisse für Albers waren auch die Biberacher Begegnungen mit Gästegruppen aus Kenia, genauso wie die Begegnungen aus den verschiedenen Partnergemeinden.

Die Bonhoeffer-Kirchengemeinde ist für Albers in vielfältiger Weise Heimat geworden: "Wie oft haben wir immer wieder am Gottesdienst gefeilt, ausprobiert, nachgebessert. Ich erinnere mich an Menschen in meiner Gemeinde, die mitdenken, die mitmachen, die Rückmeldung geben. Für die Bonhoefferkirche haben wir um die passende Liturgie des Abendmahls gerungen, haben neue liturgische Wege gesucht in Gottesdiensten für Kinder und ihre Familien, haben mit den Schülern der Mittelberg-Grundschule und der Schwarzbach-Schule ökumenische Gottesdienste gefeiert und damit bunte Facetten in die Gottesdienst-Landschaft in Biberach gemalt."

Unterwegs wird die Familie in Empfang genommen von 21 velobegeisterten Mitgliedern ihrer neuen Kirchgemeinde. Die letzten zehn Kilometer werden sie eskortiert an ihren neuen Wohn- und Arbeitsort. Zeit für ein erstes Kennenlernen und für neue Begegnungen. Nach 160 Kilometern auf dem Fahrrad erreicht die Pfarrfamilie ihr Ziel in der Schweiz.

© Schwäbische Zeitung - 11.08.2015

„Schwester Kathy“ (links) mit einem ihrer Urlaubsgäste. FOTO: PRIVAT

Ge­gen die Ein­sam­keit im Al­ter

Diakonie-Sozialstation Biberach bietet den "Urlaub ohne Koffer" für Senioren an

Biberach - Die Diakonie-Sozialstation Biberach entführt auch in diesem Jahr wieder pflegebedürftige Senioren in den "Urlaub ohne Koffer". Ziel des Ferienangebots ist es, gegen die Einsamkeit im Alter vorzugehen.

"Fünf Tage Urlaub ohne Koffer. Das Gemeindehaus Sandgraben, Biberach-Birkendorf ist das Reiseziel", teilt der Veranstalter mit. Mahlzeiten, Fahrdienst sowie ein buntes Rahmenprogramm seien inklusive.

Helfende Hände

Kathrin Hausseur, stellvertretende Pflegedienstleiterin der Zieglerschen Diakonie-Sozialstation in Biberach, betreut dieses Projekt nun schon im dritten Jahr. Ihr zur Seite stehen Emine Zahaj und noch sieben weitere Nachbarschaftshelfer, die aber nur einen Teil ihrer wirklichen Arbeitszeit für die Abrechnung aufschreiben.

"Schwester Kathy" nennen die Urlaubsgäste Kathrin Hausseur. Sie liebe ihren Beruf, betont sie immer wieder: "Ich versorge die Menschen so, wie ich selber einmal versorgt werden möchte, wenn ich selbstständig nicht mehr in der Lage bin, mich zu versorgen. Mit Einfühlungsvermögen und Respekt. "

Eine Entdeckung hat "Schwester Kathy" in den vergangenen Jahren bei ihrer Arbeit gemacht. Die Menschen, die in diesen Urlaub der besonderen Art kommen, kennen sich im Allgemeinen vorher nicht. Dennoch finden sich, fast schlafwandlerisch und intuitiv, ganz schnell die richtigen Gespanne.

Drei haben sich gefunden

Die Projektleiterin erzählt zum Beispiel von "ihren" drei Frauen: Die 97-jährige Frau E., die in ihrem Berufsleben Gardinen genäht hat. Die Jüngste aus dem Trio, die 79-jährige Frau A., Mutter und Hausfrau in ihren früheren Jahren. Und die 86-jährige Frau J., die Schneiderin war. Alle drei sind Witwen. Und alle drei seien, ganz liebevoll gemeint, "richtige Tratschtanten". Sie könnten gut miteinander und seien froh, sich gefunden zu haben. Vielleicht halten sie auch nach diesen Urlaubstagen noch Kontakt miteinander, wenigstens telefonisch. Und sind somit der Einsamkeit ein Stück weit entronnen.

Für das Rahmenprogramm hat eine Betonfirma aus Biberach handgroße Betonbärchen gegossen, die der Urlaubsrunde ohne Koffer zum Anmalen zur Verfügung stehen.

"Urlaub ohne Koffer" ist ein spendenfinanziertes Projekt. Damit es auch in den kommenden Jahren wieder angeboten werden kann sind weitere Spenden herzlich erbeten. Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE 9860 1205 0000 0779 5600

© Schwäbische Zeitung - 10.08.2015

Das Foto zeigt Sonja Walter (von links), Joana Frieß, Dunja Striebel, Dennis Lang, Marco Huberle und Pfarrer Matthias Ströhle. Foto: privat

Chor spen­det 900 Euro an den Ar­beits­kreis Asyl

Ochsenhausen - Einen Scheck in Höhe von 900 Euro haben die Schüler des Mittel- und Oberstufenchors des Gymnasiums Ochsenhausen an den Arbeitskreis Asyl Ochsenhausen übergeben können. Im Rahmen der Schulmusicalaufführung "Amazing Grace" Mitte Juli in der Kapfhalle sammelten die Schüler Spenden für die Flüchtlingsarbeit des Arbeitskreises. Pfarrer Matthias Ströhle und Pfarrerin Dorothee Sauer, die sich beide im Arbeitskreis Asyl engagieren, stellten im Rahmen der Spendenübergabe die Arbeit des Arbeitskreises vor und beantworteten die Fragen der Schüler. Die Förderung der Gemeinschaft in den Unterkünften, Veranstaltungen zur Pflege der Kontakte zwischen Mitgliedern des Arbeitskreises und den Flüchtlingen, Jugendhilfe und Hilfe bei der Integration, ehrenamtliche Deutschkurse und viele weitere Aufgaben gehören zur Arbeit der ehrenamtlichen Helfer des Arbeitskreises Asyl. Das Foto zeigt Sonja Walter (von links), Joana Frieß, Dunja Striebel, Dennis Lang, Marco Huberle und Pfarrer Matthias Ströhle. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 08.08.2015

Spielend lernen: Sanson (von links), Simon und Abdoulage verbessern ihre Sprachkenntnisse im Asylcafé bei Eva-Maria Genter (rechts). FOTO: VR

Freund­schaft­li­che Be­zie­hun­gen ent­ste­hen

Beim Asylcafé lernen Flüchtlinge spielerisch die deutsche Sprache kennen


Mengen - Das Ziel ist, sich kennen zu lernen, ins Gespräch zu kommen. Am Donnerstagabend, zwischen 19 und 21 Uhr ist jede Woche Asylcafé im Jugendraum der Evangelischen Kirchengemeinde in der Zeppelinstraße. Es kommen viele Flüchtlinge und Bürger zusammen: Sie verbringen heitere und spannende Stunden. Ein festes Programm gibt es nicht. Es gibt Kaffee und Tee, man bedient sich. Es ist verblüffend, wie gut manche Flüchtlinge schon Deutsch gelernt haben und mit den Einheimischen sprechen. Die Stimmung ist freundlich-heiter.

Draußen wird Ball gespielt und musiziert. Drinnen sitzen Flüchtlinge und Einheimische in Gruppen zusammen. Manche reden miteinander, andere spielen Karten. An zwei Tischen wird "gearbeitet", besser gesagt: spielerisch Deutsch gelernt.

In der Mitte sitzt Eva-Maria Genter. Sie ist eine erfahrene Pädagogin. Seit fünf Jahren leitet sie die Grundschule in Scheer. Einmal in der Woche engagiert sie sich ehrenamtlich für drei Stunden, um den Flüchtlingen die Sprache zu vermitteln.

Sie hat ein Spiel mitgebracht. Auf dem Spielbrett ist ein Haus mit Räumen und Einrichtungsgegenständen. Es wird gewürfelt. Wer den Stern erwürfelt, darf eine Karte ziehen. Darauf ist ein Gegenstand aufgemalt. Man muss das richtige Wort dafür sagen und es auf dem Brett suchen. Das ist die leichteste Variante.

Genter hat selber noch weitere Karten entworfen, eine zweite Schwierigkeitsstufe. Darauf hat sie deutsche Sätze geschrieben, die um die Gegenstände kreisen. "Je nachdem, wer sich an den Tisch setzt, nehmen wir die eine oder andere Kategorie", berichtet Eva-Maria Genter.

Das Niveau der Spieler ist unterschiedlich. Manche Flüchtlinge lernen schneller oder sind schon länger in Mengen. Bisher gingen die Flüchtlinge zweimal die Woche zum Sprachunterricht, inzwischen ist er auf dreimal die Woche aufgestockt worden, berichtet Pfarrerin Ines Fischer. Um diese zusätzlichen Unterrichtsstunden zu finanzieren, würden Spenden sehr helfen, sagt sie. Es werden drei Gruppen gebildet, sodass jeder seinem Niveau entsprechend gefördert werden kann.

Sprachpaten werden gesucht

Die Sprachförderung ist sehr wichtig, damit die Flüchtlinge eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle finden - sich integrieren - können. Abseits der Sprachkurse hat sich deshalb schon ein Netz von 29 Bürgern, sogenannten Sprachpaten, gebildet, die unter der Woche mit den Flüchtlingen üben. Es entstehen zum Teil freundschaftliche Beziehungen. Die Sprachpaten sind zwischen 14 und 78 Jahre alt. "Wir suchen auch noch Sprachpaten", erklärt Pfarrerin Fischer. Wer sich engagieren möchte, dürfe sich bei ihr gerne melden.

Beim Asylcafé geht es jedoch eher um das Spielerische. Da wird Sprache auf legere Weise geübt. Die Methode von Eva-Maria Genter ist dazu sehr geeignet. Manche Flüchtlinge nehmen sogar die Arbeitsblätter, auf denen die Texte aller Karten gedruckt sind, mit nach Hause, um am darauffolgenden Donnerstag noch sicherer zu sein. "Es macht Spaß zu erleben, wie die Spieler Lust am Lernen haben", freut sich die Pädagogin Eva-Maria Genter.

In gut zwei Jahren wird sie in Rente gehen. Dann könne es gut sein, dass sie sich ein wenig mehr in die Sprachförderung der Flüchtlinge einbringt. "Ich würde sie gern sprachlich und inhaltlich auf den Stand bringen, der es ihnen ermöglicht, als Schulfremde einen Schulabschluss zu machen", erklärt sie. Denn wer über 21 Jahre ist, kann nicht mehr in den regulären Schulunterricht gehen. Er muss nachweisen, dass er in allen Fächern firm ist. "Das liegt in weiter Ferne. Aber man könnte so etwas organisieren", sagt Genter.

Spenden für den Sprachunterricht (Betreff: Asylsprachkurs) können auf die Kontonummer 604 626 der Kreissparkasse Sigmaringen mit der BLZ 653 510 50 überwiesen werden.

© Schwäbische Zeitung - 07.08.2015

Die Kinder hatten viel Spaß bei gemeinsamen Spielen. FOTO: PRIVAT

Men­schen als Mit­men­schen be­han­deln

Ökumenischer Freundeskreises Asyl in Bad Buchau feiert großes Grillfest


Bad Buchau - Auf dem Gelände des Vereins der Hundefreunde Bad Buchau im Plankental hat der Ökumenische Freundeskreis Asyl Bad Buchau sein Grillfest gefeiert. Eingeladen waren die Bewohner des Hauses Asyl, aber auch Flüchtlingsfamilien, die bereits in Wohnungen in der Stadt oder den Federseegemeinden wohnen. Mit den Mitarbeitern des Freundeskreises sowie einigen interessierten Bürgern fanden sich ungefähr 70 Personen zum Feiern ein. Die Kinder hatten viel Spaß beim Spielen mit Bällen und anderen Spielgeräten.

Dem Ökumenischen Freundeskreis Asyl ist es ein Anliegen, die Menschen, die bei uns Zuflucht oder eine Heimat suchen, willkommen zu heißen und als Mitmenschen zu behandeln, ganz unabhängig von Herkunft und der vermuteten Dauer des Bleibens. Das nächste Treffen des Freundeskreises wird am Dienstag, 8. September, um 18.30 Uhr im Haus Asyl in der Hauptstraße 28, Bad Buchau stattfinden. Gerne können engagierte Bürger, die bei Hausaufgabenbetreuung und anderen Aufgaben mithelfen wollen, dazukommen.

© Schwäbische Zeitung - 05.08.2015

Ihre Reaktionsfähigkeit konnten die Hölzle-Kinder bei diesem Spiel testen. SZ-FOTO: SARAH WARCHHOLD

1000 Kin­der er­le­ben Fe­ri­en­spaß

Die Kinderfreizeit "Hölzle" der evangelischen Kirche hat begonnen

Biberach - Versteckt zwischen vielen Bäumen liegt auf einem Hügel bei Bergerhausen das Gelände des evangelischen Ferienwaldheims Hölzle. Wie schon seit vielen Jahren läuteten die Organisatoren und Betreuer am vergangenen Sonntag mit den Kindern und ihren Eltern die Sommerferien ein. Sechs Wochen Spiel, Spaß und Freizeit stehen rund 1000 angemeldeten Kindern im Alter zwischen drei und 15 Jahren bevor. In insgesamt drei Abschnitten werden sie hier jeweils 14 Tage ihrer Sommerferien mit anderen Kindern auf dem Hölzlegelände verbringen.

Viele Eltern nahmen an diesem Eröffnungssonntag die Möglichkeit wahr, mit ihren Kindern gemeinsam das Gelände zu erkunden. Geleitet von verlockenden Gerüchen schlenderten die Familien über das Gelände. Den großen Hunger stillten beispielsweise eine Portion Pommes oder schwäbische Maultaschen im Tausch gegen vorher gekaufte Bons. Neben verschiedenen Getränken gab es auch Crêpes, Eis oder Zuckerwatte. Die zahlreichen Betreuer in ihren orangefarbenen T-Shirts zeigten nicht nur, dass sie mit Nahrungsmitteln verantwortungsvoll umgehen können, sondern gaben auch einen ersten Vorgeschmack auf ihre Kreativität im Umgang mit den Kindern.


Hölzlequiz mit Schätzfragen

Verschiedene Actionspiele auf dem Gelände wie Bierbankklettern oder ein menschlicher Tischkicker wurden für die Besucher angeboten. Wer beim Spielen lieber seine Geschicklichkeit unter Beweis stellte, bekam beim Balancieren eines Balls mithilfe einer Schnur über eine Löcherwand oder beim Dosenwerfen die Gelegenheit dazu. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit konnte beim Treffen eines herausschießenden Bonbons aus einem Rohr mit einem Holzhammer getestet werden. Für Rätselfreunde gab es das Hölzlequiz mit vielen Fragen, deren Antworten geschätzt werden mussten. Darunter fand sich beispielsweise auch die Frage, wie viele Tonnen Beton für den neuen Kletterturm benötigt wurden, oder wie lange es den Hölzleverein schon gibt. Für die kleineren Kinder gab es eine große Hüpfburg, die von Betreuern beaufsichtigt wurde. So hatten die Eltern die Chance, sich mit anderen Eltern gemütlich auf eine Bank zu setzen und sich schon mal kennenzulernen. Auch für die Kinder war es ein wichtiger Tag. Geklärt wurde, wer in welche Gruppe kommt, wen man schon kennt und wen noch nicht. Immer wieder entstehen im Hölzle langjährige Freundschaften zwischen Kindern aus verschiedenen Ortschaften.

"Neues Wahrzeichen Biberachs"

Floriane Karnath aus Biberach ist schon zum dritten Mal dabei. Etwas schüchtern steht die Siebenjährige dem neuen zwölf Meter hohen Kletterturm gegenüber. Leider ist sie noch zu jung, um dort ihre Kletterkünste auszuprobieren. Laut Betreuer Bastian Hartmann dürfen Kinder erst ab dem Alter von neun Jahren und ab einer gewissen Körpergröße klettern. Nur so könne durch den korrekten Sitz der hochwertigen Klettergurte absolute Sicherheit gewährleistet werden. Hölzlevorstand Jürgen Weynen bezeichnete den neuen Kletterturm scherzhaft als "neues Wahrzeichen Biberachs", denn er soll nicht nur während des Hölzles Verwendung finden, sondern auch für teambildende Maßnahmen Schulen und Vereinen zur Verfügung stehen.

© Schwäbische Zeitung - 03.08.2015

Pflummerns Ortsversteher Manfred Goller will die neue Pfarrerin Gudrun Berner „nicht im Regen stehen lassen“. SZ-FOTO: ALEXANDER TREMP

Wie­der­ein­keh­ren­de Kon­ti­nui­tät

Gudrun Berner ist die neue Pfarrerin der Kirchengemeinde Pflummern/Heiligkreuztal

Pflummern/Heilligkreuztal -
Im Rahmen eines Investiturgottesdienstes haben zahlreiche Menschen die Einsetzung von Pfarrerin Gudrun Berner in Pflummern gefeiert.

Neben Vertretern der Kommunen und der evangelischen Kirchengemeinden waren auch katholische Pfarrer gekommen, um Berner im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindehaus willkommen zu heißen. Gudrun Berner folgt Pfarrer Hans Rieger nach, der sein Amt vor einem Jahr niedergelegt hatte.

"Ich bin ganz überwältigt von der großen Teilhabe und Freundlichkeit, mit der ich empfangen werde", sagte Pfarrerin Berner nach den vielen Begrüßungsworten und Glückwünschen von Pfarrerkollegen, Kirchengemeinderäten, Ortsvorsteher Manfred Goller, Riedlingens Bürgermeister Marcus Schafft, des Dekans und des ökumenischen Arbeitskreises.

Ökumenisches Miteinander

Berner machte deutlich, dass man in der Gemeinde einander brauche. Wichtig sei aber auch die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde in Riedlingen und die ökumenische Verbundenheit. Die Bedeutung eines ökumenischen Miteinanders hatte auch ihr katholischer Kollege, Pfarrer Matthias Speck, der für die Kirchengemeinden Dürrenwaldstetten, Friedingen und Ittenhausen zuständig ist, zuvor unterstrichen. "Je besser wir zusammenarbeiten, desto besser können wir auch in die Gesellschaft wirken", sagte er. Pfarrer Uwe Grau, der für die Seelsorgeeinheit Riedlingen gekommen war, überreichte Brot und Wein als Zeichen der Eucharestie und der Einladung, öfters gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Mirjam Weggerle, die erste Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats sagte, dass sich Pflummern nun auf die wiedereinkehrende Kontinuität in Predigt und Seelsorge freue. Sie bedankte sich an dieser Stelle bei allen, die sich in der Zeit ohne Pfarrer eingebracht hatten. "Sie werden in einer glühenden Gemeinde wirken und können auf aktive und engagierte Hilfe bauen", versicherte sie Berner. Ein Zeichen für gute Zusammenarbeit setzte auch Ortsvorsteher Manfred Goller, indem er Berner einen Regenschirm schenkte: "Wir werden Sie nicht im Regen stehen lassen."

Kollegialität im Kirchenbezirk

Dekan Hellger Koepff aus Biberach, der Berner zuvor im Investiturgottesdienst offiziell eingesetzt hatte, betonte ebenfalls die ausgesprochen gute Kollegialität im Kirchenbezirk Biberach. Man sei in dem Bewusstsein unterwegs, dass man sich gegenseitig brauche. Weitere Begrüßungsworte und Glückwünsche gab es von Bürgermeister Markus Schafft, von Paul Lenz als Vertreter des evangelischen Kirchengemeinderats Riedlingen, von Pfarrer Paul Bräuchle aus Bad Saulgau und von Marlene Müller vom ökumenischen Arbeitskreis.

Die Pfarrstelle in Pflummern war seit der Pensionierung Hans Riegers im Frühjahr 2014 unbesetzt gewesen. Gudrun Berner, die in Riedlingen und Pflummern aufwuchs und bis Juli 2014 als Pfarrerin in Sigmaringen eingesetzt war, wird künftig auch die Seelsorge in der Sana-Klinik und dem Fachpflegeheim des Zentrums für Psychatrie in Riedlingen übernehmen.

© Schwäbische Zeitung - 03.08.2015

Tschüss, Bonhoefferkirche! Für etwa ein Jahr zieht die Gemeinde in die katholische Dreifaltigkeitskirche um. FOTO: GEM

Bon­hoef­fer­ge­mein­de zieht für etwa ein Jahr um

Wegen der Bauarbeiten am Gemeindezentrum finden die Gottesdienste in der Dreifaltigkeitskirche statt

Biberach - Mit einem symbolischen Umzug haben sich die Gemeindemitglieder der evangelischen Bonhoefferkirche am Mittelberg am Sonntag vorübergehend von ihrer Kirche verabschiedet. Wegen des Umbaus der Bonhoefferkirche und des Neubau der Mariaberger Diakonieeinrichtung können dort für etwa ein Jahr keine Gottesdienste stattfinden. Sie werden stattdessen in die nicht weit entfernt gelegene katholische Dreifaltigkeitskirche verlegt, wo sie an zwei bis drei Sonntagen im Monat jeweils ab 11 Uhr stattfinden. Den ersten Gottesdienst am neuen Ort feierten die Gläubigen am gestrigen Sonntag mit Pfarrerin Birgit Schmogro.

© Schwäbische Zeitung - 01.08.2015

Gesamtwaldheimleiter Steffen Mohr zeigt den Telefonanschluss, der im Juni durch einen Blitzschlag explodiert ist.

Gesamtwaldheimleiter Steffen Mohr zeigt den Telefonanschluss, der im Juni durch einen Blitzschlag explodiert ist. SZ-Fotos: Jasmin Amend


 
Von Klinikpfarrerin Dorothee Schieber, Bad Saulgau 1. August 2015

© Schwäbische Zeitung - 01.08.2015

Er­fah­re­ne Pfar­re­rin für Pflum­mern
Gudrun Berner, neue Pfarrerin in Pflummern und Heiligkreuztal, wird am Sonntag feierlich eingesetzt


Pflummern (lsu) - Die neue Pflummerer Pfarrerin Gudrun Berner wird am Sonntag, 2. August, um 9.30 Uhr in einem Investiturgottesdienst in der evangelischen Kirche in ihr Amt eingeführt. Die Pfarrstelle in Pflummern-Heiligkreuztal war seit eineinhalb Jahren nach dem Weggang von Pfarrer Hans Rieger unbesetzt.

"Pflummern ist eine sehr schöne Gemeinde", meint die neue Pfarrerin. Sie freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und vor allem mit den Menschen vor Ort. "Bisher habe ich gute Erfahrungen gemacht", sagt die gebürtige Riedlingerin.

Am Sonntag wird der Biberacher Dekan Hellger Koepff in einer feierlichen Zeremonie die neue Pfarrerin einsetzen und segnen. Der gemischte Chor Pflummern und die Kinderkirche gestalten den Investiturgottesdienst mit. Im Anschluss daran gibt es einen Stehempfang im Konrad-Villinger-Gemeindehaus. Miriam Weggerle wird als erste Vorsitzende des Gemeinderates einige Worte an die neue Pfarrerin richten. Weggerle freut sich auch schon auf die zukünftige Zusammenarbeit. Anschließend besteht die Möglichkeit, mit Pfarrerin Berner persönlich in Kontakt zu treten. Musikalisch umrahmt wird dieser Stehempfang von der Musikkapelle Pflummern.

Gudrun Berner wurde in Riedlingen geboren und zog während ihrer Kindheit mit ihren Eltern nach Pflummern. Obwohl sie seit vielen Jahren nicht mehr in dem Riedlinger Teilort war, hat sie dennoch immer das Geschehen rund um die Kirchengemeinde verfolgt. Zudem bringt Gudrun Berner reichlich Erfahrung mit nach Pflummern, unter anderem war sie mehr als 20 Jahre im Gemeindepfarramt in Sigmaringen tätig.