© Schwäbische Zeitung - 28.02.2015

Dekan Hellger Koepff

Predigtreihe Freiheit

Biberach (sz) - Da der Gesamtkirchengemeinderat auf Klausur ist, findet am Sonntag, 1. März, um 9.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche Biberach ein zentraler Gottesdienst statt. Die evangelischen Kirchengemeinden beteiligen sich am Kulturleitthema der Stadt Biberach. An vier Sonntagen wird "Freiheit" aus fünf verschiedenen Blickrichtungen betrachtet. Den Auftakt macht Schuldekan Michael Pfeiffer am Sonntag, 1. März. Im zentralen Gottesdienst spricht er über "Freiheit - eines Christenmenschen?" weitere Themen: Freiheit - ohne Bindung? (Pfarrer Ulrich Heinzelmann und Dekan Hellger

Koepff), Freiheit - aber in Grenzen? (Pfarrer Peter Schmogro), Freiheit - durch die Religionen? (Pfarrer Edzard Albers), Freiheit - am Ende des Lebens? (Pfarrerin Andrea Luiking). Die Gottesdienste finden in den evangelischen Kirchen am Sonntagmorgen zu den üblichen Zeiten statt.

© Schwäbische Zeitung - 28.02.2015

Dekan Hellger Koepff

Frau­en von den Ba­ha­mas be­ten mit der gan­zen Welt
Gebetstag der Frauen lockt am Freitag mit verschiedenen Gottesdiensten in der Region

Region - In diesem Jahr haben Frauen des Inselstaats der Bahamas den Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen vorbereitet. In Biberarch, Ummendorf und Ochsenhausen wird er gefeiert.

Wenn man Bahamas hört, denkt man an Urlaub. Aber wie paradiesisch sind die Bahamas wirklich? Es lohnt sich, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und zu spüren, wie die Lebensbedingungen für die Frauen auf den Bahamas wirklich sind. Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti besteht aus 700 Inseln, von denen nur 30 bewohnt sind. Seine rund 372 000 Bewohner sind zu 85 Prozent Nachfahren der ehemals aus Afrika versklavten Menschen, zwölf Prozent haben europäische und drei Prozent lateinamerikanische oder asiatische Wurzeln. Ein lebendiger christlicher Alltag prägt die Bahamas. Über 90 Prozent gehören einer Kirche an (anglikanisch, baptistisch, katholisch). Dieser konfessionelle Reichtum fließt auch in den Gottesdienst zum Weltgebetstag ein, der am 6. März weltweit gefeiert wird. Am Dienstag, 3. März, gibt es in Biberach in der evangelischen Bonhoefferkirche ab 15 Uhr eine Einführung ins Land, am Freitag, 6. März, ist in Sankt Josef ab 18.30 Uhr eine Fotopräsentation zu sehen, um 19 Uhr folgt der Weltgebetstagsgottesdienst. Für die musikalische Gestaltung sorgt der Frauenchor Coro senza nome unter der Leitung von Doris Becker. Anschließend locken landestypische Getränke und Speisen.

In Ummendorf feiern Christen in der Versöhnungskirche ab 18 Uhr den Gebetstag. Dort werden die Kirchgänger gemeinsam singen, beten und mehr über die Bahamas erfahren. Wie immer, sollten für das gemütliche Beisammensein wieder Kleinigkeiten zu essen mitgebracht werden.

In Ochsenhausen wird der Gottesdienst zum ökumenischen Weltgebetstag der Frauen am Freitag, 6. März, um 19 Uhr im katholischen Gemeindehaus Sankt Georg gefeiert. Die Frauen von den Bahamas fragen in ihrem Gottesdienst mit einfühlsamen Texten, Gebeten und landestypischen Liedern "Begreift ihr meine Liebe?". Die Kollekte dient der Unterstützung von Frauenprojekten, die sich auf den Bahamas gegen sexuelle Gewalt einsetzen. Nach dem Gottedienst treffen sich alle zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kostproben aus der bahamaischen Küche.

© Schwäbische Zeitung - 28.02.2015

Hansi Schmehle-Knöpfler zeigte muslimischen und christlichen Besuchern die Krippen.

Hansi Schmehle-Knöpfler (3. v. r.) zeigte muslimischen und christlichen Besuchern die Krippen.

Chris­ten und Mus­li­me pfle­gen Dia­log
Interreligiöses Treffen zum Abschluss der Krippenausstellung in Bad Schussenried
 
Von Stephanie Speiser 28. Februar 2015

Bad Schussenried - Unter der Überschrift "Visionen des Glaubens - Islam trifft Christentum" haben Hansi Schmehle-Knöpfler, die Initiatorin der Krippenausstellung im Kloster Schussenried, und Joachim Moll von den "Staatlichen Schlössern und Gärten" den Austausch zwischen muslimischen und christlichen Mitbürgern organisiert.

Hansi Schmehle-Knöpfler führte die Besucher durch die Krippenausstellung und sprach von den Gemeinsamkeiten, die die Religionen verbinden. Man spürte, wie wichtig ihr das Thema ist. Seit zehn Jahren gibt es hier diese interreligiösen Treffen, seither sei es zu einer "Entwicklung von großer Toleranz" gekommen, betonte sie. Dies sei nicht über theologische Aspekte geschehen, sondern durch die gemeinsame Praxis.

Nachdenklich erinnerte sie an Worte ihres Vaters: "Es ist eine Ehre, Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen."

In beeindruckendem Wechsel trugen Pfarrer Georg Maile von der evangelischen Christuskirche Stellen aus der Bibel und der Imam Murat Kacar Worte aus dem Koran vor. Beide Vorträge fügten sich zu der die Religionen verbindenden Geschichte von Marias Empfängnis, der Geburt Jesu und den Heiligen Drei Königen, wodurch die Krippenausstellung eine ganz neue Dimension annahm.

Engel sind beiden wichtig

Auch den Engeln als Teil der Krippe wurde eine zentrale Stellung zugewiesen. Für Muslime wie für Christen seien Engel, besonders der Engel Chebrail oder Gabriel, wegweisend. Im lebhaften Dialog unter den Besuchern wurden die gemeinsamen Wurzeln bei Adam und Eva, Abraham und Mose betont.

Der ehemalige katholische Pfarrer Anton Schmid berichtete von seinen unzähligen Reisen zu heiligen Stätten beider Religionen. Er ließ Istanbul und die Blaue Moschee mit den Worten "da geht einem doch das Herz auf" vor dem inneren Auge aufleben, schilderte Pergamon und Ephesus und hob hervor: "Wenn man in ein fremdes Land kommt und nicht mit den Menschen zusammenkommt, war man fast umsonst dort."

Schmid sagte: "Es ist wichtig, dass man so wie heute zusammenkommt, dass man nicht immer nur von Integration spricht, sondern dass man das auch zeigt und tut. Ich habe ein Wort im Hinterkopf: Alles wirkliche Leben ist Begegnung, ohne Begegnung gibt es auch kein Leben."

Beeindruckend war die Friedensbotschaft aus dem Koran, auf Deutsch vorgetragen von Imam Kacar. Er unterstrich, wie wichtig im menschlichen Leben die Liebe sei, denn "die größte Macht ist in Liebe verborgen" und "Liebe muss am Herzen gesät werden". Damit griff er einen der entscheidenden Beweggründe für diese Veranstaltung auf.

Der Imam erläuterte den Besuchern eindrucksvoll, dass er nach dem Theologiestudium in der Türkei und Prüfungen die Erlaubnis erhielt, zuerst in der Schweiz und dann in Deutschland für vier Jahre tätig zu sein. Im August wird Murat Kacar Deutschland wieder verlassen und ein neuer Imam wird von der Ditib, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, nach Deutschland kommen. Kacar sagte, dass er Deutschland mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen werde. Seine Familie warte in der Türkei auf ihn, aber er habe hier so viele Freunde gefunden, dass ihm der Abschied gewiss sehr schwerfallen werde.

Deutsch-türkischer Imbiss

Beim Imbiss mit türkischen und deutschen Leckereien zeigte sich, wie einfach und harmonisch sich ein Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen gestalten kann. Muslime hätten schon immer zahlreich an den Treffen teilgenommen, sagte Hansi Schmehle-Knöpfler und fügte sehr erfreut hinzu, dass nun auch etliche christliche Gemeindemitglieder gekommen waren. Das ist "eine ganz große Sache", sagte sie strahlend.

© Schwäbische Zeitung - 27.02.2015

Pre­dig­trei­he: Chris­ten be­fas­sen sich mit The­ma "Frei­heit"

Biberach - Die evangelischen Kirchengemeinden beteiligen sich am Kulturleitthema der Stadt Biberach. "Freiheit ist ein großer und spannender Begriff und zugleich versteht jeder von uns etwas anderes darunter", betont Dekan Hellger Koepff und lädt zu einer Predigtreihe in die evangelischen Kirchen Biberachs und in Ummendorf ein.

Die Pfarrerinnen und Pfarrer beleuchten vom 1. bis 22. März jeweils einen anderen Aspekt der Freiheit. Was ist Freiheit? ",Ich bin so frei', sagte meine Großmutter, wenn sie bei Tisch etwas angeboten bekam, ich fand das als Jugendlicher das schlichte Gegenteil von Freiheit", erinnert sich Koepff.

Was ist Freiheit in den ethischen Entscheidungen etwa am Ende des Lebens? Wo hat die Freiheit ihre Grenzen? Verhilft der christliche Glaube zu innerer oder äußerer Freiheit? An den vier Sonntagen wird "Freiheit" aus fünf verschiedenen Blickrichtungen betrachtet. Den Auftakt macht Schuldekan Michael Pfeiffer am Sonntag, 1. März. Im zentralen Gottesdienst spricht er über "Freiheit - eines Christenmenschen?"

Die Predigten stehen unter folgenden Titeln: Freiheit - eines Christenmenschen? (Schuldekan Michael Pfeiffer); Freiheit - ohne Bindung? (Pfarrer Ulrich Heinzelmann und Dekan Hellger Koepff); Freiheit - aber in Grenzen? (Pfarrer Peter Schmogro); Freiheit - durch die Religionen? (Pfarrer Edzard Albers)

Freiheit - am Ende des Lebens? (Pfarrerin Andrea Luiking). Die Gottesdienste finden in den evangelischen Kirchen am Sonntagmorgen statt.

© Schwäbische Zeitung - 26.02.2015

Mor­gen: Dia­log Chris­ten und Mus­li­me

Bad Saulgau - Der "Dialog der Religionen" steht seit den ersten Kontakten im Jahr 2002 fest im Terminkalender der teilnehmenden Institutionen. Bei den Begegnungen steht jedes Mal ein anderes Schwerpunktthema im Mittelpunkt. Religiöse Feste im Christentum und Islam zählten bislang genau so zu den Diskussionsthemen wie Fastenrituale, Kindererziehung oder auch die Stellung der Frau in der Gesellschaft. "Ein friedliches Miteinander ist nur da möglich, wo gegenseitiger Respekt und Verständnis gelebt werden", sagt Olcay Yilmaz, der seit vielen Jahren zu den festen Teilnehmern zählt, "und dazu braucht es regelmäßige Begegnungen." Das nächste Treffen findet am kommenden Freitag, 27. Februar um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Gutenbergstraße 49, statt, wo auf Wunsch das Thema: Die Säulen des Christentums erläutert werden.

© Schwäbische Zeitung - 26.02.2015

Kan­to­rei führt "Eli­as"-Ora­to­ri­um auf
Evangelische Kirchenmusik 2015 in Riedlingen - Vielfältiges Angebot für alle Generationen

Riedlingen - Das Jahresprogramm der evangelischen Kirchenmusik liegt vor. So ist unter anderem die Aufführung des Oratoriums "Elias" am 25. Oktober geplant. Auch Orgelkonzerte für Kinder stehen im Jahreskalender.

Romantische Oratorien mit symphonischem Orchester brauchen einen großen Chor. Felix Mendelssohn Bartholdy hat zum Beispiel seinen Elias 1846 beim alljährlichen Musikfest in Birmingham mit 271 Chorsängerinnen und Chorsängern uraufgeführt. Um ein solches Werk in Riedlingen aufführen zu können, hat sich die Evangelische Kantorei mit der Martinskantorei Pfullingen zusammengeschlossen.

Beide Chöre, gut 100 Sängerinnen und Sänger, musizieren das Werk am 25. Oktober in der Stadtpfarrkirche St. Georg in Riedlingen. Interessierte neue Sängerinnen und Sänger sind willkommen, auch für das eine Projekt. Die Evangelische Kantorei probt jeden Dienstag um 20 Uhr im Johannes-Zwick-Haus.

Dem Oratorium liegt die alttestamentliche Elias-Erzählung aus dem ersten Buch der Könige zugrunde. Eine knappe Woche vorher wird in einem Einführungsabend im Johannes-Zwick-Haus ausführlich über das Leben, das Werk, seine Entstehung und über die theologischen und musikalischen Aspekte informiert. Dafür konnte Frieder Leube, Leiter des Haus der Familie aus Reutlingen, als Referent für den theologischen Bereich gewonnen werden.

Auch für Kinder gibt es in diesem Jahr interessante Angebote: In einem Orgelkonzert für Kinder ab drei Jahren wird die Geschichte der Kirsche namens Elfriede erzählt, die sich aus Angst vor einem Leben im Einmachglas auf eine Abenteuerreise begibt und sich dabei in den Mond verliebt. In einer Orgelwerkstatt erfahren Kinder auf der Empore der Christuskirche alles Wissenswerte über die Windspeicherung einer Orgel und bauen selber einen Einfaltenbalg.

Konfirmanden formieren sich zu einer kleinen Band und gestalten einen Konfirmationsgottesdienst. Der neue Konfirmandenjahrgang wetteifert im Evangelischen-Gesangbuch-Quiz im Mai wieder mit dem kurz vorher erworbenen Wissen um die höchste Punktzahl, bei dem interessierte Gäste auch mit wetteifern können.

Ein Orgelkonzert und musikalischen Gottesdienste runden das diesjährige Programm ab. Die Flyer "Kirchenmusik 2015" liegen in der Christuskirche und an weiteren Orten in Riedlingen aus.

Nähere Informationen bei Bezirkskantor Jürgen Berron, Telefon 07373/92 16 89

© Schwäbische Zeitung - 25.02.2015

Wer sich für ein Engagement in der Flüchtlingshilfe interessiert, ist ganz konkret zu folgenden Terminen eingeladen: Mittwoch, 25. Februar, um 18 Uhr, Gasthaus Eberbacher Hof, Nebenzimmer; Patencafe der Asylpaten des Freundeskreises Asyl Biberach. Mittwoch, 4. März, um 19 Uhr, Alfons-Auer-Haus, Kolpingstraße 43, Biberach, Treffen des Freundeskreises Asyl Biberach. Donnerstag, 12. März, um 19.30 Uhr, Johannes-Zwick-Haus, Riedlingen; Vortrag: "Das aktuelle Asylrecht und die Auswirkungen auf die ehrenamtliche Arbeit", mit Rechtsanwalt Horst Stumm-Szelenczy.

www.asyl-bc.de

© Schwäbische Zeitung - 25.02.2015

Eh­ren­amt­li­che ver­net­zen sich für Flücht­lin­ge
Neue Internetseite von Diakonie und Caritas Biberach

Biberach - Im Landkreis Biberach gibt es eine neue Internetseite für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. Das teilt die Caritas Biberach-Saulgau mit.

Einhergehend mit den ansteigenden Zuzugszahlen von Asylbewerbern und Flüchtlingen in den Landkreis Biberach wuchs auch die Bereitschaft von Bürgern, sich um diese Menschen zu kümmern, ihnen eine Heimat in der Fremde anzubieten. Im Laufe des vergangenen Jahres entstanden so weitere neue Helferkreise, meist im Umfeld der staatlichen Gemeinschaftsunterkünfte, aber auch in kleineren Gemeinden. Dieses bürgerliche Engagement zu unterstützen und zu fördern, sieht die ökumenische Flüchtlingsarbeit von Diakonie und Caritas als ihre Hauptaufgabe an.

Als Medium der Vernetzung und des Informationsaustausches gibt es nun die Internetseite "Asyl im Landkreis Biberach". Unter der Adresse www.asyl-bc.de findet man aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und Initiativen im Bereich der Flüchtlingsarbeit im Landkreis Biberach, im evangelischen Kirchenbezirk Biberach und in der Caritas-Region Biberach-Saulgau. Die regionalen Gruppierungen können sich präsentieren, Tätigkeitsfelder des ehrenamtlichen Engagements werden vorgestellt.

© Schwäbische Zeitung - 20.02.2015

Dekan Hellger Koepff

In­ter­view: "Ver­zicht lässt uns spü­ren, was zählt im Le­ben"

Der evangelische Dekan Hellger Koepff spricht über den Sinn des Fastens und die Fastenzeit

Biberach - Mit dem Aschermittwoch beginnt für die Christen die 40-tägige Fastenzeit. Sie soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Die Fastenzeit umfasst 46 Kalendertage und dauert bis Karsamstag, die sechs fastenfreien Sonntage (erster bis fünfter Fastensonntag und Palmsonntag) werden nicht mitgerechnet.
Die 40 Tage, in denen sich die Christen auf das Osterfest vorbereiten, sollen genutzt werden, um Verzicht zu üben, um Buße zu tun und um sich auf grundlegende Werte zu besinnen. Redakteurin Tanja Bosch hat mit dem evangelischen Dekan Hellger Koepff über das Fasten, die Fastenzeit und das Motto "7 Wochen Ohne" gesprochen.

Herr Koepff, ist Fasten heute noch "in"?

Die Aktion "7 Wochen Ohne" erfährt in den letzten Jahren enormen Zuspruch. Diese Form "evangelischen Fastens" hat sich seit 1983, als sie in Hamburg mit 70 Personen begann, zu einer der bekanntesten Aktionen der Evangelischen Kirche in Deutschland entwickelt. Mehr als drei Millionen Menschen lassen sich anregen, in der Passionszeit zu verzichten oder Neues für ihr Leben dazuzugewinnen.

Was ist der Sinn des Fastens?

Verzicht lässt uns spüren, was wirklich zählt im Leben und wie das im Alltag unter die Räder gerät. Es geht um die innere Einstellung zum Leben, zu mir selbst und zu anderen. "Fasten im Kopf" haben das die Verantwortlichen genannt. Für Christen ist damit - katholisch und evangelisch etwas unterschiedlich - die Vorbereitung auf Ostern verbunden. Osterfreude erleben mit dem ersten Glas Wein zum Mittagessen am Ostersonntag oder dem ersten Kaffee, das macht die Osterfreude körperlich erfahrbar.

Wie soll man fasten? Auf was kann man alles verzichten?

Verzichten kann ich auf viele Dinge, das können klassisch Zigaretten, Alkohol, Süßigkeiten oder auch Kaffee sein. Sieben Wochen ohne Handy, der Verzicht auf unnötiges Sitzen am Computer oder keine Videospiele sind andere Möglichkeiten. Manche versuchen, mal bewusst die Eigenheiten bleiben zu lassen, die dem Partner oder der Partnerin auf die Nerven gehen. Oder sie lassen das Auto sieben Wochen für alle Fahrten, die auch anders gehen, in der Garage. Aber sie können sich auch vornehmen, bewusst anderen Menschen etwas Freundliches zu sagen.

Was hat das diesjährige Motto "Du bist schön! Sieben Wochen ohne Runtermachen" mit dem Fasten zu tun?

Eine ganze Menge. Wer ist denn noch zufrieden mit sich selbst - beim Blick auf die Waage oder in den Spiegel? Wer ist innerlich mit sich im Reinen? Wir meinen, immer noch besser werden zu müssen und tappen von einer Selbstoptimierungsfalle in die andere. Immer häufiger wird schönheitschirurgisch nachgeholfen. Dabei sind wir doch so, wie wir sind, von Gott geschaffen und geliebt, seien wir darum doch auch barmherzig mit uns selbst. Das diesjährige Motto ruft uns das in Erinnerung.

Ich finde, das hat Auswirkungen. Stellen Sie sich nur mal vor, Eltern verzichten in diesen Wochen auf Kommentare zum Outfit der Kinder: Was löst das aus? Wer sich selbst liebevoll im Spiegel anschaut und glücklich mit sich ist, wird auch anderen zur Wohltat. Wer dagegen sich selbst runtermacht, wird anderen kaum mit freiem Herzen sagen, wie gut sie einem tun.

Gibt es das Fasten in allen Religionen?

Ob wirklich in allen Religionen, kann ich nicht sagen. Juden, Christen und Muslime haben jeweils ihre eigenen Fastentraditionen, die für die Gläubigen schon immer eine große Bedeutung hatten und bis heute haben.

Sollen auch Kinder fasten?

Ich kannte eine Familie, die hatte im Familienrat beschlossen, sieben Wochen den Fernseher auf die Bühne zu stellen. Nach Ostern hatte niemand mehr Lust, ihn herunterzuholen, das Leben in der Familie war so bunt und vielfältig geworden. Die evangelische Fastenaktion ist freiwillig, ich finde, das muss bei aller Motivation erst recht für Kinder gelten.

Auf was verzichten Sie persönlich?

Ich versuche wie fast in jedem Jahr, bewusst Alkohol zu meiden. Dadurch spüre ich, wie präsent alkoholische Getränke bei uns sind, es ist unglaublich - gerade auch bei offiziellen Anlässen. Ich bin immer erstaunt, wie die Menschen darauf reagieren. Eine gute Alternative ist übrigens Blapf, das Biberacher Jugendgetränk, das kann ich nur empfehlen.

Vorsätze sind gut. Was ist, wenn man das Fasten nicht durchhält?

"7 Wochen Ohne" ist eine freiwillige Aktion. Wenn ich es nicht durchhalte, hat das keine irgendwie gearteten Konsequenzen. Ich kann über mich schmunzeln und es weiter versuchen. Wichtig scheint mir aber auch zu fragen: Warum hast du es nicht geschafft? So kann ich mir selbst auf die Schliche kommen.

© Schwäbische Zeitung - 20.02.2015

Im Kinderorgelclub sind auch dieses Jahr Aktivitäten geplant. FOTO: PRIVAT

Kantorei führt "Elias" - Oratorium auf

Evangelische Kirchenmusik 2015 - Vielfältiges Angebot für alle Generationen
Riedlingen - Das Jahresprogramm der evangelischen Kirchenmusik liegt vor. So ist unter anderem die Aufführung des Oratoriums "Elias" am 25. Oktober geplant. Auch Orgelkonzerte für Kinder stehen im Jahreskalender.

Romantische Oratorien mit symphonischem Orchester brauchen einen großen Chor. Felix Mendelssohn Bartholdy hat zum Beispiel seinen Elias 1846 beim alljährlichen Musikfest in Birmingham mit 271 Chorsängerinnen und Chorsängern uraufgeführt. Um ein solches Werk in Riedlingen aufführen zu können hat sich die Evangelische Kantorei mit der Martinskantorei Pfullingen zusammengeschlossen.

Beide Chöre, gut 100 Sängerinnen und Sänger, musizieren das Werk am 25. Oktober in der Stadtpfarrkirche St. Georg in Riedlingen. Interessierte neue Sängerinnen und Sänger sind willkommen, auch für das eine Projekt. Die Evangelische Kantorei probt jeden Dienstag um 20 Uhr im Johannes-Zwick-Haus.
Dem Oratorium liegt die alttestamentliche Elias-Erzählung aus dem ersten Buch der Könige zugrunde. Eine knappe Woche vorher wird in einem Einführungsabend im Johannes-Zwick-Haus ausführlich über das Leben, das Werk, seine Entstehung und über die theologischen und musikalischen Aspekte informiert. Dafür konnte Frieder Leube, Leiter des Haus der Familie aus Reutlingen, als Referent für den theologischen Bereich gewonnen werden.

Auch für Kinder gibt es in diesem Jahr interessante Angebote: In einem Orgelkonzert für Kinder ab drei Jahren wird die Geschichte der Kirsche namens Elfriede erzählt, die sich aus Angst vor einem Leben im Einmachglas auf eine Abenteuerreise begibt und sich dabei in den Mond verliebt. In einer Orgelwerkstatt erfahren Kinder auf der Empore der Christuskirche alles Wissenswerte über die Windspeicherung einer Orgel und bauen selber einen Einfaltenbalg.

Konfirmanden formieren sich zu einer kleinen Band und gestalten einen Konfirmationsgottesdienst. Der neue Konfirmandenjahrgang wetteifert im Evangelischen-Gesangbuch-Quiz im Mai wieder mit dem kurz vorher erworbenen Wissen um die höchste Punktzahl, bei dem interessierte Gäste auch mit wetteifern können. Ein Orgelkonzert und musikalischen Gottesdienste runden das diesjährige Programm ab. Die Flyer "Kirchenmusik 2015" liegen in der Christuskirche und an weiteren Orten in Riedlingen aus.

Nähere Informationen bei Bezirkskantor Jürgen Berron, Telefon 07373/921689 oder oder auf www.ev-kirche-riedlingen.de.

© Schwäbische Zeitung - 20.02.2015

Einträglicher Bücherbasar: Pat Götz (links) und Inge Grieser (rechts)

Bücherbasar: 3000 Euro für die Flüchtlingsarbeit

Ochsenhausen - Der Bücherbasar mit Versteigerung vor wenigen Wochen der Ochsenhauser Buchhändlerinnen Pat Götz und Inge Grieser hat 3000 Euro ergeben. Nun überreichten die Inhaberinnen der "Lesebar" Pfarrer Matthias Ströhle vom Arbeitskreis Asyl in Ochsenhausen einen symbolischen Scheck.

Das Geld soll der Flüchtlingsarbeit in der Rottumstadt zugutekommen und damit Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten oder vertrieben wurden. Menschen, denen das Schicksal in den vergangenen Wochen oder teils Monaten hart zugesetzt hat. Diesen Menschen zu helfen, ist das Ziel der beiden Buchhändlerinnen. Ihre Idee, Bücher aus ihrem Privatbesitz oder von Verlagen zugeschickte Remittenden zu veräußern - hochwertige Bücher wurden versteigert, andere wurden gegen eine selbst festgelegte Spende abgegeben - brachte eine hohe Summe ein.

Zwei Besucherinnen des Basars waren besonders großzügig: Eine Biberacherin, die nicht namentlich erwähnt werden wollte, spendete spontan 100 Euro, Brigitte Kuhn aus Ochsenhausen rundete den Betrag, als er am Ende bei 2850 Euro stand, auf 3000 Euro auf.

© Schwäbische Zeitung - 20.02.2015

Pfarrer Peter Schmogro (Vorsitzender des diakonischen Bezirksausschusses des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach), Annemarie Strobl (Vorstand

Breites Angebot unter einem Dach vereint

Das neue Gemeindepsychiatrische Zentrum in Biberach

Biberach - Caritas, Diakonie, ZfP Südwürttemberg und Sankt-Elisabeth-Stiftung haben zusammen den Einzug in die neuen Räume des Gemeindepsychiatrischen Zentrums Biberach (GPZ) in der Saulgauer Straße 51 gefeiert. Im GPZ sind vielfältige Angebote für Menschen mit einer psychischen Erkrankung unter einem Dach gebündelt.

"Es ist gut, dass im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in Biberach jetzt ein so breites Angebot zusammengefasst ist", lobt die Sozialdezernentin des Landkreises Biberach, Petra Alger. "Der neue Ort bietet viele Möglichkeiten, das GPZ in der Zukunft noch weiterzuentwickeln." Der Landkreis hatte das gemeinsame Gemeindepsychiatrische Zentrum im Teilhabeplan für Menschen mit seelischer Behinderung explizit als Ziel benannt - die Caritas Biberach, die Diakonie Biberach, das ZfP Südwürttemberg und die Sankt-Elisabeth-Stiftung betreiben die Einrichtung in Kooperation.

Durch die Kooperation kann das GPZ Leistungen in den Bereichen Arbeit, Behandlung, Beratung, Freizeitgestaltung und Wohnen anbieten. Fester Bestandteil ist auch eine Sprechstunde der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) des ZfP Südwürttemberg. "Das GPZ passt sehr gut zu unserer Strategie, möglichst wohnortnah Angebote zu machen und eng mit anderen Einrichtungen vor Ort zusammenzuarbeiten", erklärt Dr. Helmtraud Kantor, im ZfP Südwürttemberg ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Donau-Riss.

Das GPZ ist dabei Anlaufstelle für Menschen mit psychischer Erkrankung, die Angebote der Träger können einzeln wahrgenommen oder eng aufeinander abgestimmt und verwoben werden.

Verschiedene Kostenträger

Das Team arbeitet zudem mit der Angehörigenvertretung, dem Patientenfürsprecher, Psychiatrie-Erfahrenen, Selbsthilfegruppen und dem Integrationsfachdienst zusammen. Kostenträger sind Landratsämter, Deutsche Rentenversicherung, Krankenkassen, Agentur für Arbeit und Berufsgenossenschaften.

Peter Grundler, Leiter der Caritas Region Biberach-Saulgau, erinnert daran, dass bereits 2001 die Idee geboren wurde. 2014 schließlich hat die Sankt-Elisabeth-Stiftung als Eigentümerin 2,4 Millionen Euro in den Umbau der Gebäude investiert, nachdem die Werkstatt für behinderte Menschen nach Birkenhard umgezogen war. 1,3 Millionen Euro flossen direkt in die Räume des neuen GPZ. "Ich hoffe, dass die Menschen sich hier wohlfühlen und dass die Zusammenarbeit zwischen den Partnern gut gelingt", sagt Annemarie Strobl, Vorstand der Sankt-Elisabeth-Stiftung. Pfarrer Peter Schmogro, Vorsitzender des diakonischen Bezirksausschusses des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach, fügt hinzu: "Hilfestellung zur Teilhabe, so viel Normalität wie möglich - das neue GPZ nimmt jetzt mit einem breit gefächerten Angebot für Menschen mit psychischer Erkrankung so richtig Fahrt auf."

© Schwäbische Zeitung - 16.02.2015

Karl Kopp, Anthi Wiedenmayer, Giannis Boutaris, Pia Fruth und Reinhold Gall (v. l.) diskutieren über Asyl, Flüchtlinge und Humanität. SZ-FOTO: JUDITH EZEREX

Ein biss­chen Klug­heit tut gut

Podiumsdiskussion zur Vorbereitung auf den 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag

Biberach - Eine Veranstaltung, die auf den 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart vorbereiten soll, hat sich am Freitag im Martin-Luther-Gemeindehaus in einer Podiumsdiskussion mit dem Thema "Europa an den Grenzen - Welche Flüchtlingspolitik brauchen wir?" beschäftigt.

Eingeladen hatten der evangelische Kirchenbezirk, Caritas, Amnesty International und das Bezirkspfarramt für Asyl und Flüchtlinge. Pfarrer Edzard Albers, Kirchentagsbeauftragter des Kreises, begrüßte ein hochrangig besetztes Podium mit Innenminister Reinhold Gall, Giannis Boutaris, Bürgermeister von Thessaloniki, und Anthi Wiedenmayer von der Aristoteles-Universität Thessaloniki, die übersetzte, sowie Karl Kopp, Europareferent "Pro Asyl". 300 Menschen wollten zuhören und mitdiskutieren.

"Damit wir klug werden" (Psalm 90, 12) ist das Leitwort des Stuttgarter Kirchentags. Pia Fruth, SWR-Mitarbeiterin und Moderatorin des Abends, findet, dass "wir eigentlich ganz ganz unten anfangen müssen mit Aufklärung". Denn die erste Frage aus dem Publikum lautet: "Wieso so viele Flüchtlinge?" Eine Antwort gab Karl Kopp. Dass die größte Zahl an Flüchtlingen seit dem Zweiten Weltkrieg Hilfe suche, liege an den nicht befriedeten Ländern Irak und Afghanistan, der Terrorgefahr durch den Islamischen Staat (IS) und den vielen Krisengebieten wie Somalia und Eritrea. Aber nur ein relativ geringer Anteil komme überhaupt nach Europa, betonte Kopp, 86 Prozent aller Flüchtlinge lebten in der unmittelbaren Nachbarregion ihrer Heimatstaaten.


Hilfsbereitschaft der Bürger

Doch diejenigen Flüchtlinge, die in Europa ankommen, stellten die europäischen Staaten vor große Probleme. Die Unterkünfte aus früheren Jahren seien alle zurückgebaut, weiß Kreis-Sozialdezernentin Petra Alger, die im Publikum sitzt. Seit 2009 hätte sich die Zahl der Unterkünfte im Kreis auf zwölf vervierfacht, aber das reiche nicht aus, denn der Flüchtlingsstrom reiße nicht ab.

Innenminister Gall sieht die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bürger, die die Menschen, die Zuflucht suchen, mit offenen Armen aufnehmen. Er sehe aber auch Ablehnung, Ressentiments. Er erinnerte daran, dass auch die Deutschen vor 300 oder 800 Jahren in den Osten wanderten. Das Flüchtlingsaufnahmegesetz gewähre Anspruch auf Wohnraum und Unterbringung, es solle den Menschen helfen, sich zu integrieren. Das sei bei täglich 500 neuen Flüchtlingen ein schwieriges Unterfangen. "Wir haben alle Hände voll zu tun, um die Ankömmlinge zu registrieren, unterzubringen und ihnen ein Bett anzubieten", sagt Gall.

Bürgermeister Boutaris hat einen anderen Schwerpunkt: Unterbringung und Verpflegung seien es nicht allein, sondern die Menschen bräuchten ein Dokument, "ein Reisedokument, worauf steht, wer du bist. Man kann arbeiten gehen und eine Wohnung finden, ohne dass man verhaftete wird." Auch beklagt er den Mangel an europäischer Solidarität, dass die Länder an den Außengrenzen Europas mit dem Ansturm an Flüchtlingen alleine gelassen würden. Größten Beifall findet ein Vorschlag aus dem Publikum: "Eine Asylsteuer auf Waffenexporte als zusätzliche Einnahmequelle", ein Gedanke, den auch Kopp und Boutaris unterstützen, denn es gehe um das Verursacherprinzip.

Es war ein Abend mit vielen Informationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. "Ich wünsche mir", so Dekan Hellger Koepff , "dass die Leute nach dem Abend weiterfragen". An so einem Abend könne man keine Lösungen finden, aber es könne eine gute Sensibilisierung stattfinden.

© Schwäbische Zeitung - 11.02.2015

Prominenz aus Kirche und Politik bei der Einweihungsfeier der beiden Häuser 1 und 2 des Dornahofs: Dekan Hellger Koepff (links), Michael Heck; Dornahof-Vorstand Albrecht Weil, Manfred Lucha und Landrat Kurt Widmaier.

Artur K.M. Bay

Dornahof bietet mehr Platz

Feierliche Einweihung von Haus 1 und 2 – Menschenwürdige Unterkunft

Altshausen sz Die Einrichtung des Dornahofs in Altshausen besteht nunmehr seit 132 Jahren. Menschen aus den Rändern der Gesellschaft, die in ihrem Leben so gut wie alles verloren haben, finden dort eine Anlaufstation, die ihnen wieder etwas Halt und Mut geben kann. Wichtig ist, sie werden ernst genommen und es kann ihnen geholfen werden.

Kürzlich sind zwei bestehende Gebäudetrakte nach knapp vierjährigen Umbaumaßnahmen mit einer feierlichen Einweihung ihrer Bestimmung übergeben worden. „Haus 1 und 2“ ist die Bezeichnung für die beiden Projekte, in denen zum einen ältere Menschen, darunter zum größten Teil Wohnsitzlose eine menschenwürdige Bleibe finden. Kirchliche und politische Prominenz des Landes und aus der Region war bei diesem Festakt zugegen. Allen voran konnte Dornahof-Vorstand Albrecht Weil den Vertreter des Landes Baden-Württemberg, den Landtagsabgeordneten Manfred Lucha, willkommen heißen. Lucha unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Wohnungslosenhilfe, deren Titel Programm ist: „Die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten.“ „Mehr denn je bräuchte die Gesellschaft präventive und möglichst frühzeitige Hilfen, um der Verelendung eines immer größer werdenden Personenkreises vorzubeugen“, sagte Lucha.

Als einen wichtigen Baustein im sozialen Bereich stufte Landrat Kurt Widmaier das Engagement und die enormen Aktivitäten des Dornahofs ein. Die insgesamt 210 Plätze böten den Hilfebedürftigen „nicht nur ein Heim, sondern vor allen anderen Dingen Heimat.“
Ein menschenwürdiges Leben und die Selbstbestimmung jedes einzelnen Bewohners werde in den Mittelpunkt aller Bemühungen gerückt, dafür zollte der Landrat dem gesamten Mitarbeiterstab und den Verantwortlichen Respekt und Anerkennung. Der Referatsleiter vom Kommunalverband für Jugend und Soziales in Baden-Württemberg, Michael Heck, hob hervor, dass die solidarische Unterstützung im Land eine Grundvoraussetzung dafür sei, ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Auch die Bewohner sollen die gleichen Voraussetzung haben.

Der evangelische Dekan Hellger Koepff gab zu verstehen, dass die Diakonie das nach außen schlagende Herz der Kirche ist. Er sprach von der „inneren Güte und Qualität einer Gesellschaft“, wenn hilfsbedürftige und schwache, kranke und ältere Menschen ebenso geachtet würden, wie die erfolgreichen und starken. Den musikalischen Rahmen bildete das heimische Quartett „Enge Kehle und Freunde Altshausen“ mit ihren selbstverfassten Liedbeiträgen.

© Evangelisches Gemeindeblatt Württemberg - No. 7 /2015

Seit über 20 Jahren organisiert das Team "Frühgottesdienste" in Biberach

Mit einem Kirchenlied im Ohr zur Arbeit

Link zum Text

© Schwäbische Zeitung - 10.02.2015

Glück des Frie­dens soll­te al­les an­de­re als selbst­ver­ständ­lich sein
Zum ersten Friedensgebet kommen 60 Menschen ins Laupheimer Dreifaltigkeitskloster


Laupheim - 60 Menschen haben sich am vergangenen Donnerstag im Dreifaltigkeitskloster zum ersten Friedensgebet getroffen. Eingeladen hatten die Steyler Missionarinnen in Kooperation mit dem Arbeitskreis christlicher Kirchen (ACK) Laupheim.

Schon beim Betreten des Saals fielen der Olivenbaum und die Regenbogenfahnen ins Auge, zwei biblische Friedenssymbole aus alttestamentlicher Zeit, die bis heute nichts an Symbolkraft verloren haben. Schwester Lucia Reyering und Marga Hess begrüßten die Gäste. Sie betonten, dass Friede Geschenk und Gabe, aber auch Aufgabe ist. Als Geschöpfe der einen Welt sorgten sich die Menschen um politischen, sozialen und religiösen Frieden. Das Glück des Friedens "sollte uns allen alles andere als selbstverständlich sein". Ein guter Grund, dafür zu beten.

In die Begrüßung eingestreut waren aktuelle Schlagzeilen zu den Konflikten in der Welt, von Nigeria über Italien und Deutschland bis hin zur Ukraine. Das anschließende Lied wurde von Hubert Stützle und Martin Gröner mit Gitarre und Geige gefühlvoll begleitet.

Schwester Hildegard Ossege betete im Wechsel mit den Teilnehmer Psalm 85. Danach bot eine Zeit des Schweigens, untermalt von sanften Instrumentalklängen, Raum für persönliches Meditieren.

"Friede, Schalom und Salam"

Das Gebet "Dialog zwischen den Religionen" von Herrmann Schalück, gelesen von Martin Gröner, bringt schon in der ersten Strophe das Verbindende der Religionen zum Ausdruck: "Dein Name, Herr, ist Leben, Friede, Schalom und Salam". Gern folgten die Besucher der Einladung Anne Gröners, sich beim "Vater unser"-Gebet zum Zeichen der Verbundenheit an den Händen zu fassen.

Ute Weis bedankte sich bei allen fürs Kommen und lud zum nächsten Friedensgebet in einem Monat ein, das voraussichtlich in der evangelischen Kirche stattfinden wird. Genaueres wird noch bekannt gege-ben.


© Schwäbische Zeitung - 03.02.2015

Ein Tag für Frau­en und ein Nach­mit­tag für Fa­mi­li­en
Evangelisches Bauernwerk lädt zu zwei Veranstaltungen nach Wain


Wain - Das evangelische Bauernwerk im Kirchenbezirk Biberach lädt zur zwei Veranstaltungen nach Wain ein. Am Donnerstag, 5. Februar, findet das Treffen für Frauen aus dem ländlichen Raum von 9.30 bis 16 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Wain statt. Das Thema lautet "Frauen in der Reformation, Frauen in der Mission". Am Vormittag spricht Landesfrauenpfarrerin Eva-Maria Bachteler über "Frauen und ihr Wirken für die Reformation". Am Nachmittag berichtet Missionarin Elisabeth Weinmann über die "Arbeit mit und für Frauen in Taiwan". Zudem stehen unter anderem Mittagessen, Kirchenführung, Heiteres und Besinnliches mit Pfarrer Ernst Eyrich, Kaffeetrinken und Informationen des evangelischen Bauernwerks auf dem Programm.

Es geht um Kirche auf dem Land


Familien aus dem ländlichen Raum sind am Sonntag, 8. Februar, eingeladen. Von 13.30 bis 16 Uhr geht es im evangelischen Gemeindehaus um "Kirche auf dem Land, Kirche für das Land". Bei Kaffee und Kuchen wird es auch Zeit zur Begegnung und zum Austausch geben.

Unter anderem steht um 14.15 Uhr ein Vortrag von Willi Mönikheim, ehemaliger Landesbauernpfarrer und Mundartpfarrer, auf dem Programm. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.