© Schwäbische Zeitung - 29.05.2015

Die Aktiven des Hospizvereins bekommen von ihrer Vorsitzenden Brunhilde Raiser zum Dank für ihr Engagement eine Rose. FOTO: VERA ROMEU

Eh­ren­amt­li­che be­glei­ten Ster­ben­de

Hospizverein setzt sich ein, die Lebensqualität schwerstkranker Menschen zu erhalten

Mengen - Der Hospizverein begleitet Menschen, die am Ende des Lebens stehen, und bei Bedarf ihre Angehörigen. "Leben, Sterben und Tod sind untrennbar", sagte Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Hospizvereins Mengen, in der Martinskirche. Die Mitglieder des Vereins und die ehrenamtlichen Begleiterinnen feierten mit Pfarrer Stefan Einsiedler und Pfarrer Wolfgang Raiser einen ökumenischen Gottesdienst.

Mit diesem Gottesdienst warb der Verein für seine Arbeit und ermunterte die Bürger, die Dienste der Begleiterinnen in Anspruch zu nehmen. Zu oft werden Sterben und Tod tabuisiert, der Hospizverein möchte das Bewusstsein wieder dafür schärfen, dass Leben und Tod eng zusammengehören und jede Zeit gut gestaltet werden kann. Auch sammelte der Hospizverein Spenden ein, um die Ausbildung, Fortbildung und Supervision der aktiven Begleiterinnen zu bezahlen.

Die Begleiterinnen arbeiten ehrenamtlich, sie betreuen schwerstkranke Menschen zu Hause und setzen sich dafür ein, um die Lebensqualität des Sterbenden und seiner Angehörigen zu erhalten und zu verbessern. "Es ist keine rundum Versorgung", betonte Vorsitzende Raiser, sei aber eine verlässliche Begleitung. Dafür arbeiten die Begleiterinnen mit der Palliativmedizin zusammen, die in den Kliniken des Landkreises angesiedelt ist. Die Palliativmedizin hilft den schwerstkranken Menschen ihre Schmerzen zu lindern und in Würde sterben zu können. Es gehe nicht darum das Leben zu verlängern, sondern die Lebensqualität dieser Zeit zu verbessern, betonte Pfarrer Einsiedler.


Hilfe für Angehörige beim Umgang mit dem Tod


Auch noch nach dem Tod helfen die Begleiterinnen den Angehörigen mit Abschied und Trauer umzugehen und die Bestattung zu organisieren. Deshalb engagiere sich auch der Hospizverein Mengen und arbeite an der Friedhofsgestaltung mit, berichtete Brunhilde Raiser.

Begleiterinnen breiten Mäntel aus

Im Evangelium las Pfarrer Raiser die Stelle, in der Christus sagt, dass es im Haus seines Vaters viele Wohnungen gebe, dass er der Weg sei, der zum Leben führe. Pfarrer Einsiedler ging in seiner Predigt auf die Palliativmedizin und das Wort "Pallium" ein: Pallium bedeute schützender Mantel. Es seien drei schützende Mäntel, die Hospizbegleiterinnen dem Sterbenden über die Schultern legen. Respektvoll und aufmerksam hören sie die Wünsche der Sterbenden heraus und machen aus der schwierigen Phase eine wertvolle Zeit. Wenn der Sterbende und seine Angehörigen es möchten, beten die Begleiterinnen mit ihnen. Schließlich können Riten und
Symbole Geborgenheit geben, das Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Man soll den Mantel aber so zuschneiden, dass er zum Sterbenden passt und nicht den Menschen, sodass er in den Mantel passe, sagte Pfarrer Einsiedler. Der Patient solle selbst entscheiden, was ihm an Spiritualität gut tue. Er dankte den Begleiterinnen für den Dienst, den sie am Menschen tun.

In ihren Fürbitten beteten die Aktiven des Hospizvereins um den Schutz Gottes für alle und um die Einfühlsamkeit und Geduld, Menschen gut zu begleiten und die Angehörigen zu trösten. Mit einer Rose dankte am Ende der Feier die Vorsitzende Brunhilde Raiser den engagierten Mitgliedern des Teams. Neue Begleiterinnen haben die Ausbildung vor Kurzem abgeschlossen und werden nun in den aktiven Dienst gehen, andere, die schon länger dabei sind, möchten in die zweite Reihe treten.

© Schwäbische Zeitung - 29.05.2015

Schauen, wie die Sanierungsarbeiten in der Mittleren Straße vorangehen (v.l.): Pfarrer Wolfgang Raiser, Gerda und Wolfgang Knoch und Anita Klawitter. FOTO: JENNIFER KUHLMANN

Dia­ko­nie­lä­de­le macht län­ge­re Som­mer­pau­se

Noch bis zum 13. Juni können Kunden und Lieferanten den Laden besuchen


Mengen - Noch zwei Wochen ist das Team des Diakonielädeles in der Mittleren Straße für seine Kunden da. Dann wird es eine längere Sommerpause geben, bis die ursprünglichen Räume, die nach dem Brand nicht mehr nutzbar gewesen sind, wieder hergestellt sind. Der Hauseigentümer geht davon aus, dass das Erdgeschoss im Oktober bezugsfertig ist.

Gerda Knoch, die das Lädele vor 18 Jahren ins Leben gerufen und sich seither täglich um den Betrieb gekümmert hat, hat nach dem Brand ihren Rückzug angekündigt. "Ich möchte nicht noch einmal ganz von vorn anfangen und alles neu aufbauen", begründet sie ihre Entscheidung. Der 13. Juni wird ihr letzter Arbeitstag im Diakonielädele sein. "Nach so vielen Jahren im Einsatz wird Gerda Knoch natürlich eine große Lücke hinterlassen", sagt Pfarrer Wolfgang Reiser. "Sie ist mit den Aufgaben gewachsen und hat sich gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang auch intensiv um die Hilfsbedürftigen gekümmert, die mit den Einnahmen des Lädeles unterstützt werden konnten." Dieses Pensum könne nun nicht eins zu eins von einer Nachfolgerin gestemmt werden.
"Genau deshalb wird es ein Leitungsteam geben", sagt Reiser. So könnten die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. "Uns ist wichtig, dass der Laden ehrenamtlich weitergeführt werden kann." Gerade in dieser Organisationsform liege ja der Erfolg des Ladens.

Kirche schmückt sich gern mit dem Laden

"Es ist wirklich beeindruckend, wie vielen Menschen es dank der Hilfe des Diakonielädeles geschafft haben, wieder auf eigenen Beinen zu stehen", so Reiser. Durch die Übernahme von Mietkautionen seien Menschen zu eigenen Wohnungen gekommen, dank finanzieller Unterstützung hätten viele ihre Schulden tilgen und ihre Familie versorgen können. "Die Initiative ging vor 18 Jahren von Frau Knoch aus, der Erfolg des Lädeles ist also nicht der Verdienst der evangelischen Kirchengemeinde", betont Pfarrer Reiser. "Natürlich schmücken wir uns gern mit dem Laden."

Bis zum 13. Juni können noch gebrauchte Kleider, Geschirr, Bettwäsche und Spielzeug im Diakonielädele abgegeben werden. "Wir wollen noch so viel wie möglich verkaufen", sagt Anita Klawitter, die zum künftigen Leitungsteam gehören wird. Alles, was nach dem letzten Verkaufstag noch übrig ist, wird zum Textilrecycler Striebel nach Langenenslingen gebracht. "Wir lagern nichts über den Sommer ein, sondern fangen dann im Oktober von Null wieder an", sagt sie. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Mengener die Sachen, die sie abgeben wollen, über den Sommer aufbewahren, damit sich die Regale beim Neuanfang schnell wieder füllen.

"Unsere Botschaft an unsere Kunden ist: Haltet durch, wir sind bald wieder da", so Pfarrer Reiser. Und weil mit Gerda Knoch noch ein paar andere langjährige Mitarbeiterinnen des Lädeles aufhören wollen, kann das Team auch neue Unterstützung gebrauchen. Interessierte können sich gern bei Pfarrer Wolfgang Reiser melden.

Das Diakonielädele ist noch bis Samstag, 13. Juni, zu den gewohnten Öffnungszeiten für seine Kunden da: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie Mittwoch und Samstag von 9 bis 11 Uhr.

© Schwäbische Zeitung - 27.05.2015

Re­pair-Café: Nächs­ter Ter­min ist am Sams­tag, 30. Mai

Ummendorf -
Das Repair-Café geht in die nächste Runde: Am Samstag, 30. Mai, können von 14 bis 17 Uhr Geräte repariert und Spielzeug, Kleidung oder Sonstiges instand gesetzt werden. Die Reparaturen sind kostenlos, ausgenommen Ersatzteile. Ein freiwilliger Beitrag ist nach Angaben der Veranstalter als Spende für die Aktion "gut beDacht" zur Sanierung des Kirchendachs der evangelischen Versöhnungskirche in Ummendorf willkommen. Wer noch als "Experte" mithelfen möchte, kann sich bei Michael Schmalz unter Telefon 07351/31233 melden.

© Schwäbische Zeitung - 26.05.2015

Birgit und Peter Schmogro feiern den Gottesdienst. FOTO: JUDITH EZEREX

Sie­ben klei­ne Bau­meis­ter wer­den ge­tauft

Mehr als 500 Besucher feiern Gottesdienst mit Pfarrehepaar Birgit und Peter Schmogro im Burrenwald

Biberach - Das Pfarrehepaar Birgit und Peter Schmogro von der Friedenskirchengemeinde hat am Pfingstmontag im Burrenwald Gottesdienst gefeiert. Gläubige beider Konfessionen trafen sich gemeinsam unter freiem Himmel, begleitet wurden sie vom Posaunenchor Attenweiler. Den Gottesdienst im Grünen nutzten auch sieben Familien, die ihre Kinder am Brunnen taufen ließen.

In ihrer Predigt und Taufansprache warfen die beiden Pfarrer die Frage auf, was Eltern ihren Kindern mitgeben. Das Leben bestehe aus Arbeit, wie schon in der Bibel geschrieben stehe: "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen" (1.Mose 3.19). Ruhestand, Rente, das kenne die Bibel nicht, "schaffen muss man, bis zum letzten Schnaufer", so Peter Schmogro. Diese Arbeit gebe dem Leben Sinn, steigere das Selbstwertgefühl. Umso schlimmer sei es deshalb, wenn der Mensch arbeitslos werde. Doch nicht alles im Leben geschehe durch einen selbst, vieles sei Geschenk, Gnade, sozusagen unverdiente Gabe, betonte Birgit Schmogro: "Gott ist auch am Werk, ist mit seinem Geist mit uns, dem Geist, den wir auch an Pfingsten feiern." Zur harten Arbeit gehöre auch das Kreative, Gestalterische, an und in unserer Welt zu bauen und zu gestalten, fuhr Birgit Schmogro fort: "Heute werden sozusagen sieben kleine Baumeister und Baumeisterinnen getauft".

Bereit seit gut 25 Jahren veranstaltet die Gemeinde der Friedenskirche den Gottesdienst im Burrenwald. Tauffamilien aus der gesamten Kirchengemeinde melden ihre Täuflinge schon Anfang des Jahres an, denn so eine Möglichkeit außerhalb eines sakralen Gebäudes gebe es sonst nicht.

© Schwäbische Zeitung - 23.05.2015

54 Ju­gend­li­che fei­ern Kon­fir­ma­ti­on

Riedlingen/Ertingen - (sz) - Den Tag ihrer Konfirmation haben in Riedlingen 36 Konfirmandinnen und Konfirmanden begangen. In Ertingen waren es 18 Jugendliche, die mit ihren Verwandten und Gästen diesen Festtag feierten. Der Wunsch, dass es mit dem Glauben im Alltag weitergeht, stand im Mittelpunkt der Gottesdienste. Pfarrerin Isabella Lehnert-Werner, die vertretungsweise die Konfirmationen in Riedlingen übernommen hatte, verwies dabei auf die große Bedeutung des Gebets. Christsein bestehe darin, den Kontakt mit Gott zu halten und mit ihm im Gespräch zu bleiben, so die Pfarrerin. Pfarrer Dr. Hans-Martin Rieger legte in den Hoffnungskoffer zu den vielen Hoffnungen der Jugendlichen die Hoffnung auf Gott. Sie verleihe dem Leben einen festen Grund, sagte der den Konfirmanden. Unsere Fotos zeigen die Konfirmanden aus Riedlingen (drei Bilder) und Ertingen (1 Bild).

Fotos: Kirchengemeinde

54 Ju­gend­li­che fei­ern Kon­fir­ma­ti­on

© Schwäbische Zeitung - 23.05.2015

Foto: Privat

Se­gen für zwölf jun­ge Men­schen

Altshausen - In der evangelischen Kirche in Altshausen sind folgende Konfirmanden eingesegnet worden: Luca Hübner (oben, von links), Jonas Eninger, Ralph Guist, Constanze Schreiber, Laura Weber, Jonathan Knappe, Bennet Möhrmann, Felix Heni, David Tempel, Leonie Andreesen, Benjamin Sigmund und Robin Küchler. Im Gottesdienst wurde Bennet Möhrmann getauft. Die Konfirmation stand deshalb unter dem Bibelwort "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen". Sie wurde von den Konfirmanden mitgestaltet. Das Leitthema im Gottesdienst war der Name. Deshalb waren auf einem Tuch die Namen aller Konfirmanden mit einem Symbol für ihre Bedeutung aufgemalt. Außerdem ging Pfarrerin Barbara Koch in ihrer Predigt der Frage nach, warum der Name der kostbarste Besitz eines Menschen ist. Musik sorgte für einen feierlichen Rahmen. Ein Elternchor unterstützte den Kirchenchor. Außerdem wurde mit Gitarre, Trommel, Posaune und Orgel der Gottesdienst musikalisch gestaltet. Foto: Privat

© Schwäbische Zeitung - 23.05.2015

Die neuen und scheidenden Notfallseelsorger mit ihren Betreuern: Markus Lutz, Hans-Jürgen Hirschle, Florian Körber, Friedrich Grüner (hinten, von links), Fred Ohmann, Johanna Rieger, Hildegard Hochdorfer, Thomas Härle und Kerstin Leitschuh (vorne von links). FOTO: PRIVAT

Abschied und Neubeginn in der Notfallseelsorge

Drei neue Ersthelfer für die Seele erhalten den ökumenischen Segen

Biberach - Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes in der evangelischen Kirche in Bad Schussenried sind drei Notfallseelsorger mit einem Segen aus ihrem Dienst entlassen worden.Gleichzeitig konnten Pfarrer Markus Lutz, Dekanatsreferentin Kerstin Leitschuh und Diakon Hans-Jürgen Hirschle drei neue Notfallseelsorger für den ehrenamtlichen Dienst beauftragen.

"Unser Dienst ist kein Dienst aus eigener Kraft und Gnade, sondern wir werden gesandt an Christi statt. Darum werden Sie, die Neuen, heute im Namen der evangelischen wie katholischen Kirche beauftragt und ausgesandt", erklärte Diakon Hans-Jürgen Hirschle in der Predigt. Hirschle: "Noch einmal, Sie kommen zu den Menschen, zu denen wir gerufen werden, im Auftrag Jesu Christi. Er macht es uns vor, wie das gehen könnte bei seinen ganzen Heilungs- und Wundergeschichten, wie er hier sich ganz dem Betroffenen zuwendet, zuwendet in der Liebe Gottes, von Angesicht zu Angesicht. Er nimmt Blickkontakt mit ihnen auf, berührt sie evtuell oder legt ihnen die Hände auf."

Thomas Härle (Biberach), Hildegard Hochdorfer (Schönebürg) und Florian Körber (Riedlingen) wurden in den Dienst der Notfallseelsorge aufgenommen. Sie erklärten sich bereit, das Amt in Verantwortung vor Gott und dem Nächsten auszuüben. Künftig werden sie ehrenamtlich erste Hilfe für die Seele leisten. Von der Leitstelle alarmiert, stehen sie nach einem tragischen Ereignis Menschen zur Seite.

Den Dienst beendet haben Johanna Rieger (Oggelshausen), Friedrich Grüner (Oberhöfen) und Fred Ohmann (Berkheim). Sie wurden in der Feierstunde mit einem Segen verabschiedet.

Die Notfallseelsorge im Landkreis Biberach wird von der katholischen und evangelischen Kirche getragen. Die ehrenamtlichen Notfallseelsorger werden nach einem Auswahlgespräch grundlegend ausgebildet und übernehmen nach der Aussendungsfeier regelmäßig Bereitschaftsdienste. Das teilt die Dekanatsreferentin mit. Praxisreflexionstreffen, die Möglichkeit zur Supervision und fortlaufende Weiterbildungen begleiten die Tätigkeit in der Notfallseelsorge.

Es werden immer ehrenamtliche Notfallseelsorger gesucht. Wer Interesse an weiteren Informationen oder an der Ausbildung und Mitarbeit im Landkreis Bibberach hat, kann sich in der Geschäftsstelle des Dekanats Biberach melden: Kolpingstraße 43 in Biberach, unter Telefon 07351/182130 oder per E-Mail dekanat.biberach@drs.de; Ansprechpartnerin ist Kerstin Leitschuh, Dekanatsreferentin.


© Schwäbische Zeitung - 22.05.2015

Foto: privat

Pfingsten im Burrenwald

Biberach - Der evangelische Pfingstgottesdienst auf dem Spielplatz im Burrenwald, der regelmäßig zahlreiche Besucher anlockt, wird am kommenden Pfingstmontag, 25. Mai, ab 10 Uhr, gefeiert. Der schwäbisch-hochdeutsche Gottesdienst wird vom Pfarrerehepaar Birgit und Peter Schmogro sowie dem Attenweiler Posaunenchor gestaltet. Regelmäßig nachgefragt und daher fester Bestandteil sind auch die Taufen: Mehrere Kinder werden unter freiem Himmel am Brunnen des Spielplatzes vor dem Kletterpark getauft. Der Gottesdienst findet bei jedem Wetter statt. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung - 19.05.2015

Gläu­bi­ge wol­len Ver­ant­wor­tung für die Um­welt über­neh­men


Pfarrerin Ines Fischer hält in Scheer einen ökumenischen Gottesdienst im Grünen ab


Scheer - Zu einem Gottesdienst im Grünen auf dem alten Kindergartengelände in Scheer hatte die Evangelischen Kirche am vergangenen Sonntag gemeinsam mit dem DRK Scheer eingeladen. Musikalisch wurde der Gottesdienst, der unter dem Thema "Gottes Schöpfung preisen" stand, gestaltet von der Stadtkapelle Scheer. Pfarrerin Ines Fischer sprach in ihrer Predigt von den vielen Gefährdungen, denen die geschaffene Welt ausgesetzt sei.
Als Beispiel dafür nannte sie das massenhafte Bienensterben, das immer mehr zunehme: "Jeder dritte Bissen unseres Essens hängt davon ab, dass es Bienen gibt, die aber durch große Agrarflächen immer weniger Lebensraum finden." Ausgehend von diesem konkreten Beispiel wurde in den Fürbitten auch die Bitte um die Kraft aufgenommen, sich für einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung einzusetzen und vor Ort kleine Steine des Anstoßes zu geben.

Nach dem Gottesdienst lud das DRK zu einem Mittagessen ein, das die ökumenische Gemeinde bei warmem Sonnenschein genießen konnte. Der Dank der Verantwortlichen ging am Ende auch an die Stadtverwaltung in Scheer, die diesen Gottesdienst seit mittlerweile vier Jahren unterstützt und aktiv mitgestaltet.

© Schwäbische Zeitung - 02.05.2015

Bürgermeister Bubeck sucht das Gespräch mit den Flüchtlingen, die in Mengen leben.

Bürgermeister Bubeck sucht das Gespräch mit den Flüchtlingen, die in Mengen leben. Foto: Jennifer Kuhlmann

Ein Ba­de­zim­mer für elf Män­ner
37 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft schildern ihre Situation und äußern Wünsche

Von Jennifer Kuhlmann 2. Mai 2015

Mengen - Mehr Deutschunterricht, Arbeitsplätze und ein Aufenthaltsraum: Das sind die dringendsten Wünsche der Männer, die in der Flüchtlingsunterkunft in Mengen leben. 37 von ihnen haben sich am Dienstag mit Stefan Bubeck getroffen, um dem Bürgermeister eine Vorstellung von ihrer Situation, ihren Gefühlen und ihren Bedürfnissen zu vermitteln.

Am Ende des Gesprächs stehen starke Worte. "Ich werde mich für Sie einsetzen, das verspreche ich Ihnen", sagt Bubeck zu den Männern, die aus Syrien, Eritrea, Gambia und Nigeria nach Mengen gekommen sind. "Ich kann nur einfordern, dass sich etwas ändert, aber ich werde versuchen, Ihre Stimme zu sein."

Neun Flüchtlinge leben seit mehr als einem halben Jahr in Mengen

Versuchen deshalb, weil viele Probleme, die von den Flüchtlingen angesprochen werden, nicht im Verantwortungsbereich der Stadt liegen. Stefan Bubeck persönlich kann weder dafür sorgen, dass sich die Männer in der Unterkunft nicht mehr zu elft ein Bad teilen müssen (hier ist das Landratsamt zuständig), noch dafür, dass endlich alle in Karlsruhe registriert werden (das ist Sache des Landes). Neun der Flüchtlinge leben schon länger als ein halbes Jahr in Mengen und sind immer noch nicht als Asylbewerber erfasst worden.

"Wir sind dankbar, dass wir hier sein dürfen", bringt es einer Flüchtlinge auf Englisch auf den Punkt. "Aber unser Leben besteht nur aus Warten." Warten auf die Deutschstunden, die zweimal in der Woche stattfinden, auf Post vom Land, auf den nächsten Tag. "Viele von uns haben Angst, nach Italien zurück zu müssen", sagt der Flüchtling weiter. "Dort müssten wir auf der Straße leben, niemand würde uns helfen." In der Flüchtlingsunterkunft gebe es viel Angst, Heimweh nach der Familie und Tränen. "Dabei wollen wir nur Frieden und ein eigenes Leben. Wir sind jung und wollen eine Chance bekommen."

Die Männer wollen arbeiten. Richtig arbeiten, nicht nur als Ein-Euro-Jobber. "Aber dafür müssen wir Deutsch lernen", lässt ein anderer vom Dolmetscher übersetzen. "Zwei Stunden in der Woche sind zu wenig." Nicht alle Flüchtlinge haben das Glück, dass sich ein Ehrenamtlicher aus dem Arbeitskreis Asyl als persönlicher Lehrer intensiver um die Deutschkenntnisse eines Mannes oder mehrerer Männer kümmert. Ein wichtiger Punkt wäre hier ein für alle in der Flüchtlingsunterkunft zugängliches W-Lan. "Der Google-Translater, den alle als App auf ihren Mobiltelefonen haben, ist die wichtigste Hilfe bei der Verständigung", sagt Pfarrerin Ines Fischer.

Bürgermeister will sich nach Arbeitsplätzen umhören

Mit Verantwortlichen reden, dass kann Bubeck in der Tat tun. Beim Landratsamt will er die Wohnsituation und das W-Lan ansprechen, bei Landtagsabgeordneten auf die Beschleunigung der Erfassung von Asylbewerbern drängen. Er verspricht, sich nach Arbeitsplätzen umzuhören und im Gemeinderat das Thema Deutschunterricht anzusprechen, um weitere Ehrenamtliche zu finden. Da die Flüchtlinge zum Teil negative Erfahrungen mit Taschenkontrollen in Supermärkten und Eintrittsverweigerung in Kneipen und Discos gemacht haben, will Bubeck auch deswegen Gespräche führen.

Ein Aufenthaltsraum, den sich die Männer dringend wünschen, könne aus baurechtlichen Gründen nicht einfach an die Unterkunft angebaut werden, so Bubeck. "Wir müssten andere Räume in der Stadt finden." Er weist darauf hin, dass den Flüchtlingen auch das Jugendhaus für ihre Freizeitgestaltung offen steht. Tatsächlich hätten einige das mal ausprobiert, sagt Ines Fischer. Schließlich hätten sie sich aber unter den weit jüngeren Jugendlichen nicht richtig wohl gefühlt. Auch Möglichkeiten, Sport zu treiben, gebe es nicht genug, berichtet ein Flüchtling.

"Das Gespräch ist mir sehr wichtig gewesen", sagt Stefan Bubeck nach anderthalb Stunden. "Es ist wichtig zu wissen, wie Sie sich fühlen und dass Sie Angst haben. Ich kann den Polizeibeamten, die jemanden abholen kommen, nicht verbieten, das zu tun. Aber ich kann auf Politiker zugehen und die Probleme schildern."

Wer sich vorstellen kann, Flüchtlingen ehrenamtlich beim Lernen der deutschen Sprache zu helfen, oder ihnen eine Möglichkeit zu arbeiten vermitteln kann, wendet sich bitte an Pfarrerin Ines Fischer, Telefon: 07572/76 52 00.

© Schwäbische Zeitung - 02.05.2015

Konfirmanden beim Proben in der Friedenskirche

Viel geprobt haben die Konfirmanden für ihren großen Tag. Foto: privat

Jun­ge Men­schen sa­gen Ja zu Gott
Konfirmationen in der Friedenskirche stehen vor der Tür

Biberach - 31 Jugendliche feiern am kommenden und am darauffolgenden Wochenende das Fest ihrer Konfirmation in der evangelischen Friedenskirche in Biberach. Hinter den Mädchen und Jungen liegt ein Kurs mit einem abwechslungsreichen Unterrichtsprogramm, teilt Pfarrerin Birgit Schmogro mit.

Theorie und Praxis, Einzel- und Gruppenarbeit, Lehrstunden und Projekte, Ausflüge und Sozialpraktika, handwerklich Kreatives und spirituell Besinnliches und natürlich auch die obligatorische Konfifreizeit - ein Höhepunkt - wechselten sich immer wieder ab. Zusammen mit Bärbel Klüglich, Kirchengemeinderat Walter Brumme und häufig auch begleitet von Mitarbeitern aus der Jugendgruppe hat Pfarrerin Birgit Schmogro die Konfirmanden in zwei Gruppen fast ein Jahr begleitet.

Nun wird zu den Abendmahls- und Konfirmationsgottesdiensten eingeladen. Die Termine sind: Konfirmation 1, Friedenskirche: Samstag, 2. Mai, 18 Uhr: Abendmahlfeier. Sonntag, 3. Mai, 10 Uhr: Konfirmation. Konfirmanden der Gruppe sind Lukas Brumme, Lynn Dobler, Max Goletz, Julian Grieser, Theresa Hiller, Leon Höchst, Emil Jakob, Niklas Knörle, Melissa Nusser, Madeleine Prestle, Erik Raumel, Timon Rosenbrock, Nicolas Rück, Matthes Scheel, Luca Sörgel und Friederike Ulrich

Konfirmation 2, Friedenskirche: Samstag, 9. Mai, 18 Uhr: Abendmahlfeier. Sonntag, 10. Mai, 10 Uhr: Konfirmation

Konfirmanden der Gruppe sind: Sophie Crönlein, Philine Frank, Carmen Gils, Dennis Hirling, Marieke Kreye, Hermann Loginov, Jana Philipp, Johanna Rieber, Elwin Schabert, Andreas Schefer, Elwin Schlegel, Vanessa Schröder, Anne Simonis, Johanna Stockburger und Yannik Weishaupt.

© Schwäbische Zeitung - 02.05.2015

Pfarrer Albrecht Schmieg (von links), Dekan Hellger Koepff, Flötistin Johanna Glaser, Gitarrist Martin Sadowski und Professor Maximilian Rimmel vor einem der Entwürfe für das Kolumbarium.

Pfarrer Albrecht Schmieg (von links), Dekan Hellger Koepff, Flötistin Johanna Glaser, Gitarrist Martin Sadowski und Professor Maximilian Rimmel vor einem der Entwürfe für das Kolumbarium. SZ-Foto: Günter Vogel

Ur­nen könn­ten im Kir­chen­raum bei­ge­setzt wer­den
Hochschule und Gesamtkirchengemeinde arbeiten zusammen für Entwurf eines Kolumbariums

Biberach - Die Kirchengemeinde Heilig Geist und die Gesamtkirchengemeinde Biberach denken schon seit Längerem über eine Nutzung des Gotteshauses auch als Kolumbarium nach. Der evangelische Hochschulpfarrer Albrecht Schmieg hatte mit dem Architekturprofessor Maximilian Rimmel und seinen Studenten an der Biberacher Hochschule Kontakt aufgenommen. Diese erhielten von ihrem Professor die Aufgabe, Entwürfe für eine zusätzliche Nutzung der Heilig-Geist-Kirche vorzulegen. Mitglieder des Kirchengemeinderats waren bei der ersten Vorstellung angerührt von den inspirierenden Entwürfen.

Diese wurden jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Zusammen mit den Studenten waren gut 100 Besucher in das Martin-Luther-Gemeindehaus gekommen, die sich anhand von Plänen und Skizzen mit dem Thema vertraut machen konnten. Johanna Glaser (Blockflöte) und Martin Sadowski (Gitarre) unterhielten mit Musik von der Renaissance bis zur Neuzeit.

Pfarrer Schmieg stellte in seiner Begrüßung Professor Rimmel als Spezialisten für sakrale Räume vor, gab einen kurzen Abriss über die Entwicklung dieser Kolumbarium-Idee. "Kolumbarium" war ursprünglich die Bezeichnung für einen Taubenschlag; wegen der optischen Ähnlichkeit wurden dann altrömische Grabkammern mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen zur Aufnahme von Urnen so benannt. Heute bezeichnet man damit ein Bauwerk, das der Aufbewahrung von Urnen dient und oft einem Friedhof angegliedert ist.

Gräber in den Kirchen

Dekan Hellger Koepff sprach von zwei Brückenpfeilern zwischen Hochschule und Gesamtkirchenrat. Er zitierte das vierte Gebot, das anweist, die Eltern zu ehren, und dazu gehört auch, den Menschen in einer würdigen Form zu bestatten: "Gräber sind Orte voller Spiritualität!" Und sie wurden schon immer in den Kirchen wie auch darum herum geschaffen. In vielen Gotteshäusern geht man über Grabplatten, und früher gab auch direkt an der Stadtpfarrkirche einen Friedhof.

Phase der Vorbereitung

Falls die Idee realisiert wird, geht es im konkreten Fall der Heilig-Geist-Kirche um eine Umnutzung des Kirchenraums, der selbstverständlich auch bei Errichtung eines Kolumbariums weiter als sakraler Raum für Gottesdienste wie auch für Konzerte genutzt würde. Koepff: "Noch ist nichts entschieden, wir sind in einer Periode hoher vorbereitender Kreativität." Er nennt das "Phase des Rumspinnens". Eine Grundsatzentscheidung wird letztlich beim Kirchengemeinderat und Gesamtkirchenrat liegen. "Aber die Landeskirche in Stuttgart wird auch mitsprechen." Bei Realisierung wäre das Kolumbarium in einer Kirche das erste seiner Art in Württemberg.

Professor Maximilian Rimmel sprach davon, dass für das Gedenken an die Verstorbenen eine angemessene ästhetische Form verpflichtend sei, dass bei einer Realisierung gleichzeitig die Anforderungen an den sakralen Raum zu erhalten seien. Der Hochschullehrer sprach vom Licht als eines der wichtigsten Elemente der Architektur, zitierte Matthäus "Ihr seid das Licht der Welt!" und Le Corbusier "Ein Haus ist nur bewohnbar, wenn es voller Licht und Luft ist!"

Der Rektor der Hochschule, Professor Thomas Vogel, erzählte im Gespräch mit der SZ, dass angedacht sei, auf dem Hochschulcampus eine Kapelle zu errichten, die Angehörige aller Religionen zu einer Andacht, zu einem Gebet einladen soll.

Die Ausstellung der Entwürfe im Martin-Luther-Gemeindehaus, Waldseer Straße 18, ist bis einschließlich Sonntag, 3. Mai, von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

© Schwäbische Zeitung - 02.05.2015

Hans-Martin Rieger vor dem Kreuz im Gerhard-Berner-Haus, seiner Wirkungsstätte in Ertingen.

Hans-Martin Rieger vor dem Kreuz im Gerhard-Berner-Haus, seiner Wirkungsstätte in Ertingen. sz-Foto: Alexander Radulescu

Idea­list, Mo­ti­va­tor, Pfar­rer
Hans-Martin Rieger verlässt das Pfarramt Ertingen-Dürmentingen

 
Ertingen - Fünf Jahre lang hat Hans-Martin Rieger als evangelischer Pfarrer in Ertingen, Dürmentingen und auch in Riedlingen gewirkt - zuletzt übernahm er auch Vertretungen der vorübergehend unbesetzten Pfarrstellen in Riedlingen und Pflummern. Mit seiner Frau und den drei Kindern zieht Rieger Anfang August in den Schweizer Kanton Bern.

"Es tut richtig weh, zu gehen", sagt der 48-jährige Theologe. "So schön wie das Miteinander hier war." Ertingen-Dürmentingen sei eine kleine Kirchengemeinde, in der es "menschlich miteinander zugehe". Mit den Menschen zu arbeiten - das habe Freude gemacht. Dass er dennoch Oberschwaben verlässt, hat mit der familiären Situation zu tun.

"Es war klar, dass wir zurückgehen, wenn die Familienphase es nach nunmehr 15 Jahren zulässt", erklärt Rieger. Seine Frau stammt gebürtig aus dem Kanton Bern, dort hat das Paar auch geheiratet. 1998 kamen sie nach Deutschland, doch Riegers Frau konnte hier nie als Pfarrerin arbeiten, weil die Württembergische Landeskirche die Ausbildung nicht anerkennt. Nachdem die Kinder nun aus dem Gröbsten raus sind, geht es zurück in den Beruf und damit auch zurück in die Schweiz.

"Ich lasse Beziehungen und Bindungen zurück, das spüre ich in mir selbst", sagt Rieger. Es sei ihm immer ein Anliegen gewesen, alle Menschen - egal welcher Herkunft oder Bildung - im Gottesdienst zu motivieren und ihnen zu vermitteln, dass der Glaube dem Leben gut tut. Um diesen Anspruch zu erfüllen, bleibt Rieger nicht an der Oberfläche, sondern steigt tief in theologische Überlegungen ein. Das hat möglicherweise mit seiner Tätigkeit als sogenannter außerplanmäßiger Professor an der Universität Jena in Thüringen zu tun. Neun Jahre hat er dort gelehrt und auch während seiner Zeit in Ertingen wochenweise Seminare gegeben.

Riegers Überzeugung nach ist der Glaube ein Vertrauensverhältnis zu Gott. Und wie in jeder Beziehung kann das Vertrauen auf die Probe gestellt werden. Wie geht man beispielsweise damit um, wenn die eigenen Gebete nicht erhört werden? "Als gläubiger Mensch darf man auch klagen", sagt der Pfarrer. Selbst Jesus am Kreuz habe gezweifelt und gefragt: "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Der wissenschaftliche Begriff für dieses Problem lautet Theodizee.

Aufgrund seiner Ausbildung könnte Rieger rund um die Uhr mit komplizierten Fachbegriffen um sich werfen. "Doch Klugheit besteht darin, es einfach auszudrücken", erklärt er. Auf die Frage, ob er glaubt, die Menschen in seiner Kirchengemeinde erreicht zu haben, antwortet er: "Bei der Predigt habe ich manchmal in leuchtende Augen gesehen." Wenn Menschen sich von Gottes Wort im Herzen angesprochen fühlen, dann mache ihm das Freude.

Schatzkästchen Bibel

"Die Bibel ist wie ein Schatzkästchen", erklärt er weiter. Ein guter Pfarrer verstehe es, zu jedem Gottesdienst etwas aus diesem Kästchen herauszuholen. Nichtsdestotrotz hat Rieger im Kofirmandenunterricht viele Jugendliche mit Null-Bock-Einstellung erlebt. "Da bin ich dann Idealist." Ein Idealist, der fest davon überzeugt ist, die Menschen zum Glauben motivieren zu können. Unter anderem deshalb engagiert er sich für das überregionale Konfi-Camp. Auch die Kinderkirche Ertingen und die Ökumenischen Kinderbibeltage Riedlingen sind ihm ein großes Anliegen.

Für die Zukunft der Kirchengemeinde Ertingen-Dürmentingen wünscht sich Rieger, dass es weiter gelingt, auch Familien und junge Erwachsene anzusprechen. Die Voraussetzungen dafür sind in Oberschwaben gut. "Hier arbeiten Schule, Kirche und Kommune zusammen", sagt er. "Das ist etwas Schönes."