© Schwäbische Zeitung - 29.01.2016

Tanja Böhringer hat von ihrem Jahr in Chile berichtet. FOTO: PRIVAT

Chi­le im Her­zen

Tanja Böhringer berichtete von ihrer Arbeit in Südamerika

Wain/Großschafhausen - (sz) -
Tanja Böhringer hat rund 100 interessierte Zuhörer im Wainer Gemeindehaus mit auf eine Reise nach Südamerika genommen; genauer in die Stadt Temuco in Chile. Dort hat junge Frau aus Großschafhausen mit dem Gustav-Adolf-Werk, einem Diasporawerk der Evangelischen Kirche, nach dem Abitur von August 2014 bis August 2015 gearbeitet. Unterstützt wurde sie dabei von der evangelischen Kirchengemeinde in Wain.

Tanja Böhringer berichtete davon, dass sie in einer kleinen Gemeinde in Temuco in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt war und viel Zeit im Kindergarten der Gemeinde verbrachte, den 60 Kinder besuchen. Des Weiteren arbeitete sie in der Teletón, einer Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche. Das Gustav-Adolf-Werk unterstützt diese Arbeit, die rein aus Spenden finanziert wird. Dabei reichen die Angebote für die Kinder und Jugendliche von der Freizeitbetreuung bis hin zur Physiotherapie und Rehabilitation.

Tanja zeigte in ihrem Vortrag Bilder von einzigartigen Landschaften mit Vulkanen und Seen. Sie bereiste den Süden Chiles, wo sich nahe der Antarktis Gletscher erheben. Im Kontrast dazu waren Bilder von der Atacamawüste im Norden Chiles zu sehen. So vielseitig wie die Landschaften sind, so sind es auch die Menschen und die Begegnungen, die die junge Frau dort erlebte. Sie habe das Land, die Menschen, deren offene, freundliche und lockere Art in ihr Herz geschlossen, so Tanja Böhringer. Ihr Wunsch ist es, eines Tages wieder einmal dorthin zu reisen. In der Zwischenzeit hat sie ein Studium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg begonnen.

© Schwäbische Zeitung - 28.01.2016

Pfarrer-Ehepaar Anne und Theo Mielitz

Neue evan­ge­li­sche Pfar­rer

Neue Gesichter in den evangelischen Pfarrgemeinden von Riedlingen und Pflummern. In beiden Gemeinden wurden neue Pfarrer eingesetzt. Als Nachfolgerin von Pfarrer Rieger feierte Gudrun Berner im August Investitur. Einen Monat später folgte die Einsetzung des Pfarrer-Ehepaars Anne und Theo Mielitz.

© Schwäbische Zeitung - 28.01.2016

Lothar Schiro (links) und Oberbürgermeister Norbert Zeidler (hinten) danken den Ehrenamtlichen, die rund um den Mittagstisch im Stadtteil Gaisental aktiv sind. SZ-FOTO: CARMEN BOGENRIEDER-KRAMER

Mit­tags­tisch im Gai­sen­tal fei­ert zehn Jah­re

Ehrenamtliche Helfer werden gewürdigt - Beim offenen Angebot ist jeder willkommen

Biberach - Im Stadtteilhaus Gaisental gibt es seit zehn Jahren immer dienstags einen offenen Mittagstisch, der von einem Team Ehrenamtlicher angeboten wird. Dieses Jubiläum wurde nun gefeiert. Eine besondere Überraschung präsentierte das Ehepaar Maria und Balthasar Seidl.

Balthasar Seidl stellte sich als "wöchentlichen Mittagstisch-Genießer" vor und lobte: "Das ist vorbildlich, was hier vorgeht. Es hat Hand und Fuß was hier gemacht wird. Das gibt es selten auf der Welt. Danke an das ganze Team." Details zu den vergangenen gemeinsamen Mittagstischen präsentierte Maria Seidl mit einem Gedicht. Sie berichtete unter anderem von der Freundlichkeit der Helferinnen, die immer ein liebes Wort parat haben, von gutem selbst gebackenen Kuchen, der jede Woche eine Versuchung sei und von den schön gedeckten Tischen, auf denen nie ein "Blümelein fehlt". Mit Blick auf die künftigen Dienstage formulierte sie den Wunsch: "Bleibe dieser Tag noch lange erhalten. Er erfreuet viele in unserem Alter."

Lob, Dank und Anerkennung gab es auch von Oberbürgermeister Norbert Zeidler. Er erinnerte daran, dass Verträge bis ins elfte Jahrhundert immer durch ein gemeinsames Essen besiegelt worden seien. Zur heutigen Bedeutung gemeinsamer Mahlzeiten meinte er: "Essen stiftet Verbindung, ist was Privates, ein Zeichen der Nähe und des Zusammenhalts."

Pfarrerin Birgit Schmogro ließ die Anfänge des Mittagstischs Revue passieren. Dabei war zu erfahren, dass dieses Angebot ursprünglich für junge Familien geplant worden war und zwischenzeitlich als integratives Projekt etabliert ist. Jeder sei heute beim Mittagstisch willkommen. Sigrid Ritter, die Leiterin des Stadtteilhauses, fasste den Erfolg dieses ehrenamtlichen Engagements in Zahlen zusammen: In den vergangenen zehn Jahren haben zehn aktive Helferinnen in 5796 Ehrenamts-Stunden an 414 Dienstagen durchschnittlich 45 Besucher willkommen geheißen und bedient.

Dieses "großartige Engagement" würdigte auch Lothar Schiro, Vereinsvorstand des Stadteilhauses. Er überreichte dem Mittagstisch-Team einen Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug in die Sinn-Welt im Jordanbad. Zusätzlich gab es für jede Helferin noch einmal eine Rose, die im Vergleich zu denen des Oberbürgermeisters nicht rosa, sondern rot waren.

© Schwäbische Zeitung - 23.01.2016

Foto: privat

"Klei­der­treff" in Och­sen­hau­sen auf Er­folgs­kurs

Ochsenhausen - Der Secondhand-Laden "Kleidertreff" in Ochsenhausen für alles Textile besteht nun seit zwei Monaten und scheint eine echte Marktlücke geschlossen zu haben. Dies teilen die Organisatoren mit. Neuwertige Kleidung erfreue die zahlreichen Kunden. Flüchtlinge und Arbeitskräfte aus europäischen Ländern würden genauso zum Kundenstamm zählen wie Secondhand-Liebhaber und modebewusste Damen und Herren jeden Alters. Kinder- und Jugendbekleidung gebe es zu besonders günstigen Preisen, da die ehrenamtlichen Verkäuferinnen ein Herz für Familien hätten. Der "Kleidertreff" ist offen für alle. Der Reinerlös aus dem Verkauf der Kleiderspenden wird für Sozial- und Entwicklungsprojekte gespendet. Kleidung, Schuhe und alles Textile können während der Öffnungszeiten abgegeben werden. Der "Kleidertreff" in der Memminger Straße 7 ist geöffnet von Dienstag bis Samstag von 9 bis 12 Uhr und Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr.

© Schwäbische Zeitung - 22.01.2016

Auch vor der Landtagswahl 2011 stellten sich die Kandidaten der Herausforderung, ihr Parteiprogramm in leichter Sprache zu erklären, damals noch in Wilhelmsdorf. FOTO: JÜRGEN SCHMALE

Po­di­ums­dis­kus­si­on in der Fach­kli­nik for­dert "leich­te" Po­li­ti­ker­spra­che

Zieglersche laden Landtagskandidaten zu Podiumsdiskussion - Premiere in Bad Saulgau und für den Wahlkreis Sigmaringen

Bad Saulgau -
Premiere in Bad Saulgau: Die Zieglerschen laden am Montag, 25. Januar, um 17 Uhr zu einer Diskussion mit den Kandidaten von CDU, Grüne, SPD und FDP für die Landtagswahl am 13. März in die Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau, Sonnenhof 1, ein.

Die Teilnehmer stehen vor einer ganz besonderen Herausforderung: Sie sollen ihr Programm in "leichter Sprache" erläutern. So, dass es Menschen mit Handicap und Menschen mit schlechten Deutschkenntnissen auch verstehen. So setzt die Ankündigung zu der Veranstaltung die Regeln fest. Für die Zieglerschen ist die Veranstaltung nicht neu. Bereits im Vorfeld von zwei Landtags- und einer Bundestagswahl gab es solche Veranstaltungen. "Bislang haben wir diese immer in Wilhelmsdorf angeboten", sagt die Pressesprecherin der Zieglerschen, Sarah Benkißer. Mit der Eröffnung der Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau, einer Fachklinik der Zieglerschen für suchtkranke Frauen, kommt es zur Landtagswahl 2016 erstmals zu einer Premiere. "Es ist das erste Mal, dass wir das in Bad Saulgau und mit Kandidaten aus dem Wahlkreis Sigmaringen machen", so die Sprecherin.

Wer bei der Landtagswahl am 13. März in Baden-Württemberg wahlberechtigt ist, sollte sich vorher über die Programme der verschiedenen Parteien informieren. Doch für Menschen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen oder mit einer geistigen Behinderung ist es oft schwer, Politiker zu verstehen.

Worte wie "Heimmindestbauverordnung", "Personalverordnung oder das für behinderte Menschen wichtige Wort "Inklusion" nennt Sarah Benkißer als Beispiele. "Inklusion könnte in leichte Sprache übersetzt ,alle können mitmachen' heißen." Der Herausforderung stellen sich die Landtagskandidaten Klaus Harter (Grüne), Klaus Burger (CDU), Michael Femmer (SPD) und Wolfgang Dobler (FDP).

© Schwäbische Zeitung - 22.01.2016

Pfarrerin Birgit Schmogro (links) und Sigrid Ritter (rechts) haben den Mittagstisch im Stadtteilhaus Gaisental vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Im Bild ist der „Stammtisch Zimmermann“ zu sehen. SZ-FOTO: BOGENRIEDER-KRAMER

Kon­tak­te knüp­fen beim Mit­tag­es­sen

Alle sind zum Mittagstisch im Stadtteilhaus eingeladen

Biberach - Seit zehn Jahren gibt es im Stadtteilhaus Gaisental einen Mittagstisch - immer dienstags im Jugendraum M-Pire. Dieser runde Geburtstag soll nun am 26. Januar ab 12 Uhr gefeiert werden. Dazu laden Pfarrerin Birgit Schmogro und die Leiterin des Stadtteilhauses Sigrid Ritter alle Interessierten ein. Auch Oberbürgermeister Norbert Zeidler hat sein Kommen bereits zugesagt.

"Im Mittelpunkt dieser Jubiläumsveranstaltung soll das Danken stehen", erklären Pfarrerin Birgit Schmogro und Sigrid Ritter. Beide loben das herausragende Engagement der ehrenamtlichen Helfer, die jede Woche rund um den Mittagstisch aktiv sind. Ohne sie gäbe es dieses Angebot der Begegnung nicht. Und das wäre schade, wie Gerhard Zimmermann betont. Er kommt jede Woche zusammen mit seiner Frau Waldtraut zum Mittagessen ins Stadtteilhaus und trifft dort Freunde und Bekannte. Spontan zeigt eine der Damen ein Tischkärtchen mit dem Namen Zimmermann und sagt: "Das hier ist unser Stammtisch, seit zehn Jahren. Wir sind glücklich hier zu sein." Dienstags werde zu Hause nicht mehr gekocht, erklärt die Tischgemeinschaft übereinstimmend. Und Waldtraut Zimmermann ergänzt: "Wenn einer von uns krank ist, dann bringen wir das Essen."

Besonders lecker: Der Kuchen

Auch an den anderen Tischen herrscht gute Laune. Mittendrin sitzt eine Gruppe der Lebenshilfe - Menschen mit und ohne Behinderung. Alle genießen das Essen außer Haus und freuen sich auf den anschließenden Kaffee und den selbst gebackenen Kuchen des Mittagstisch-Teams, der immer besonders lecker sei. Eine andere Tischgruppe ist als der "lustige Haufen" bekannt, weil dort Witze erzählt werden und viel gelacht wird. Besonders gelobt wird die Wohlfühl-Atmosphäre im dekorierten Jugendraum und die Herzlichkeit der Ehrenamtlichen.

Kein Gast sitzt alleine. "Hier teilt man Freud und Leid miteinander", betont Mechthild Lange, die Kantorin der Friedenskirche. Auch sie freut sich jede Woche auf das gemeinsame Mittagessen. Dieses wird vom Dornahof geliefert und von den Ehrenamtlichen zum Preis von vier Euro pro Portion ausgeteilt.

© Schwäbische Zeitung - 21.01.2016

Mit­ein­an­der Bi­bel le­sen: Je­der ist zum Mit­re­den ein­ge­la­den

Die ökumenische Bibelwoche steht unter dem Titel "Augen auf und durch!"

Mengen - Die Kirchengemeinden laden zur traditionellen ökumenischen Bibelwoche ein. An vier Tagen treffen sich alle, die sich mal intensiv mit einem Bibeltext auseinandersetzen möchten. "Man braucht keine Vorkenntnisse, sondern nur die Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen, Neues zu entdecken, Weite zu gewinnen", erklärt Pfarrer Wolfgang Raiser.

In diesem Jahr werden Pastor Jochen Steinle und er die Abende leiten. Pfarrer Stefan Einsiedler könne sich in diesem Jahr nicht beteiligen, weil die Arbeitsbelastung derzeit zu hoch sei, berichtet Pfarrer Raiser. "Wir wollten es aber nicht ausfallen lassen", erklärt er. Denn die Bibelwoche hat in den vergangenen Jahren sehr viel zur Ökumene beigetragen, so Pfarrer Raiser. "Wir konnten in vertrauensvoller Atmosphäre miteinander sprechen, Zweifel und Fragen offen handhaben", berichtet er. Die Abende finden im Wechsel im evangelischen Gemeindehaus und bei der Stadtmission statt.


In diesem Jahr wird das Buch des Propheten Sacharja gelesen. Er sei ein eher unbekannter, aber wichtiger Prophet. Er habe die Vorstellung vom Messias stark geprägt. Nicht als kriegerischer Eroberer habe Sacharja den Messias beschrieben, sondern als König auf einem Esel, als Kontrast zu den weltlichen Mächten, als einer, der den Frieden verkündet.

Die Bibelwoche steht unter dem Titel "Augen auf und durch!" "Der Prophet Sacharja hatte - wie viele seiner Berufskollegen - Visionen", erklärt Raiser. Seine inneren Augen waren auf Empfang gestellt. Gott habe ihm die Konsequenzen menschlichen Handelns vor Augen geführt und es mit dem Auftrag gekoppelt, dem Volk die Schritte zum Heil aufzuzeigen. Sie sollen nicht die Augen verschließen und weitermachen wie bisher. "Augen auf und durch!" heißt die Parole, so Raiser. Augen auf und durch - zu Gott, zu seinen guten Weisungen und hin zu den Menschen für ein gelingendes Zusammenleben im Volk und ein friedvolles Zusammenleben der Völker als Volk Gottes. "Spannende Texte erwarten uns. Sie führen uns in das Ringen und Werben Gottes um sein Volk vor Augen und beschreiben zugleich die Herausforderung für alle, die zu Gott gehören (wollen), Augen und Ohren offenzuhalten, sie nicht zu verschließen - weder vor der Realität des Lebens noch vor der Gegenwart Gottes", sagt Pfarrer Raiser und lädt mit Pastor Steinle ein, mitzulesen, zu reden und nachzudenken.

© Schwäbische Zeitung - 21.01.2016

Gottesdienste mitten im Alltag. FOTO: VERANSTALTER

Be­son­de­re Got­tes­diens­te mit­ten im All­tag

Die Abendgottesdienste können an einem zusätzlichen Ort gefeiert werden

Region -
Mit einem zusätzlichen "Standort" beginnt das Neue Jahr für die Zieglerschen mit ihrer besonderen Abendgottesdienstreihe "Zago - Gottesdienst mitten im Alltag". Künftig wird es diese Veranstaltungsreihe auch in Aulendorf in der Thomaskirche geben. Das Besondere daran ist, hier laden die Zieglerschen gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde und der Schulseelsorge der Schule am Schlosspark und des Gymnasiums ein.

So finden dieses Jahr Zagos monatlich vier Mal statt: Dienstags um 16.30 Uhr Kapelle am Siebenkreuzerweg in Bad Saulgau. Ebenfalls dienstags um 20 Uhr abwechselnd in der Kirche am Weg in Wilhelmsdorf und der Kapelle auf dem Höchsten im Deggenhauser Tal. Mittwochs um 20 Uhr in der evangelischen Thomaskirche in Aulendorf und donnerstags um 18.30 Uhr im Karlsstift in Schorndorf. Die ersten Gottesdienste finden am 26. Januar um 16.30 Uhr in Bad Saulgau, um 20 Uhr in Wilhelmsdorf statt. Danach am 27. Januar um 20 Uhr in Aulendorf und am 28. Januar um 18.30 Uhr in Schorndorf.


Den Auftakt macht Pfarrer Heiko Bräuning und Michael Schlierf. Heiko Bräuning ist als Musiker und Journalist weit über die Grenzen Oberschwabens hinaus aktiv und bekannt. Zu cirka 50 Konzerten ist er unterwegs und wird von seinem Pianisten begleitet. Hauptberuflich ist Bräuning Pfarrer bei den Zieglerschen und Schulseelsorger in Aulendorf. Zudem ist er verantwortlich für den wöchentlichen Fernsehgottesdienst "Stunde des Höchsten" auf dem Sender BibelTV, der von den Zieglerschen produziert wird. Michael Schlierf ist hauptberuflich Musiker: seine Leidenschaft ist das Klavierspielen, Arrangieren und Komponieren. Nur wenige Künstler verstehen es so wie er, kreativ und feinfühlig, einfühlsam und virtuos Texte und Melodien von Heiko Bräuning und vieler anderer Künstler pianistisch umzusetzen.


Neben neuen Liedern wird es thematisch in den ersten Gottesdiensten um das Thema "Trost" gehen: Inspirierende Bilder, Lieder zum Hören und Mitsingen, tiefgehende Texte und Meditationen rund um die Jahreslosung.

Das weitere Programm der Zagos kann sich sehen lassen. So konnten die Veranstalter das Gospel-Duo Helmut Jost und Ruthild Wilson für den 16.-18. Februar, sowie den Liedermacher Christoph Zehendner für den 12.-14. April gewinnen. Das Spektrum reicht von einem Saxofon-Professor Klaus Graf über die Violin-Solistin Adelheid Abt, der irischen Sängerin Joan Croker bis hin zum Panflöten-Virtuosen Ingolf Käs.

Die Termine stehen in Kürze auf der Homepage der Zieglerschen zum Download bereit.

© Schwäbische Zeitung - 20.01.2016

Dekan Hellger Koepff überreichte Klinikseelsorgerin Pfarrerin Elke Maisch

Neue Kli­nik­seel­sor­ge­rin ins Amt ein­ge­führt

Elke Maisch ist nun zuständig für die Kliniken in Aulendorf und Bad Schussenried

Bad Schussenried - Dekan Hellger Koepff hat Pfarrerin Elke Maisch am Wochenende in ihr neues Amt als evangelische Klinikseelsorgerin für Aulendorf und Bad Schussenried eingesetzt. Er betonte, es sei wichtig, die Menschen in den Kliniken zu begleiten, da viele von ihnen sich in schwierigen Situationen befinden würden. Koepff: "Ohne Zeit zu haben für Menschen, merken wir nicht, dass der Himmel offen ist", stellte er fest und riet, dass man "dem Humor Platz lassen" solle, denn gerade dort, wo es oft nicht viel zu lachen gibt, würde es meist viel Humor geben.


So begann Pfarrerin Elke Maisch ihre persönliche Vorstellung dann auch spontan mit einem Witz und erzählte einiges zu ihrer Person und zu ihren Beweggründen, diese Stelle anzutreten. Zum einen sieht die Theologin, die 28 Jahre im Pfarrdienst als Gemeindepfarrerin tätig war, ihre Erfahrungen bei der Bahnhofsmission, die Jahre als Diakoniepfarrerin und die Arbeit mit Trauernden als Meilensteine auf dem Weg zur Klinikseelsorge. Das vierwöchige Praktikum, das sie im Parksanatorium Aulendorf und im ZfP Bad Schussenried gerade ableistet, bestärke sie in ihrer Entscheidung. Zum anderen sei der Ortswechsel vom "Unterland" ins Oberschwäbische möglich, da die beiden Töchter mit 22 und 19 Jahren nun aus dem Haus sind. Die feierliche Einsegnung wurde in Anwesenheit des Besetzungsgremiums und der Zeugen vorgenommen, drei sehr persönliche Zeugenworte wurden Elke Maisch anschließend zugesprochen. In ihrer Predigt hob Pfarrerin Maisch unter anderem die Bedeutung des Weiterscheinens des weihnachtlichen Lichtes hervor und erläuterte die Situation des Briefschreibers Paulus selbst. Er, Paulus, könne hinsehen, würde nichts beschönigen und er sei kein Siegertyp. An dieser Stelle schlug die Theologin die Brücke zur Frage, was nach einem anscheinend zerbrochenen Leben noch verlässlich sei. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem kleinen Empfang eingeladen, bei dem die Aulendorfer Thomasblockflöten die Grußworte musikalisch untermalten. Eine Reihe von guten Wünschen und Geschenken kamen von den Vertretern und Amtskollegen der Kliniken, der umliegenden und ortsansässigen Kirchengemeinden, der vorigen Wirkungsstätte von Elke Maisch und von der Gemeinde Bad Schussenried.

© Schwäbische Zeitung - 18.01.2016

7000 sa­gen Nein zu Ras­sis­mus

81 Organisationen aus dem Südwesten rufen zu gemeinsamer Kundgebung in Stuttgart auf


Stuttgart - Rund 7000 Menschen haben am Samstagmittag unter dem Motto "Halt zusammen" auf dem Stuttgarter Schlossplatz gegen Rassismus und Gewalt demonstriert.

Zu der Kundgebung hat ein breites Bündnis aus insgesamt 81 Organisatoren aufgerufen - darunter Gewerkschaften, Arbeitgebervertretung, Landeskirchen, Wohlfahrtsverbände, Naturschutz-, Sport- und Jugendorganisationen, islamische und jüdische Religionsgemeinschaften, Migrantenverbände sowie Parteien. Laut Polizei kam es zu keinen Vorkommnissen. Auch am Rande der Veranstaltung blieb alles friedlich.

Tatsächlich hatten die Organisatoren mit 10 000 Menschen gerechnet. "Dafür, dass 81 Organisationen zur Demo aufgerufen haben, waren es zu wenige", zeigt sich Uli Dorn ein wenig enttäuscht. Uli Manz relativiert: "Hinter jedem Demonstranten stehen mindestens zehn Gleichgesinnte, die zu Hause geblieben sind."

Die Kirchen seien es zum Beispiel nicht gewöhnt, dass ihre Bischöfe zu Demos aufriefen. Die beiden Männer gehören zu einer Gruppe von acht Menschen, die am Samstagmorgen auf das Schneeschippen in ihren Heimatorten Tuttlingen und Denkingen verzichtet haben und stattdessen nach Stuttgart gereist sind. Auch sie wollen ein Zeichen setzen: für Nächstenliebe, gegen Rassismus.

Frank Othfried July, Bischof der evangelischen Landeskirche Württemberg, appelliert in seiner Rede an die Nächstenliebe und stützt sich dabei auf Passagen aus der Bibel sowie des Grundgesetzes. "Wenn Menschen aus Kriegsgebieten fliehen, gibt es für uns als Christen nur einen Platz: nämlich an der Seite dieser Menschen." Er nennt es "gotteslästerlich", wenn hingegen Menschen mit schwarz-rot-goldenen Kreuzen herumliefen, statt Nächstenliebe zu praktizieren.

Als "kaum aushaltbar" bezeichnet Manuela Rukavina vom Landesfrauenrat manche Gruppierungen, die sich nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und in anderen Städten als Verfechter der Frauenrechte aufschwängen. In Richtung "AfD, Pegida und andere Rechtspopulisten" sagt sie: "Nein, Ihr sprecht nicht für mich. Nein, Ihr sprecht nicht für meine Werte."

Für Frauenrechte interessierten sich diese Gruppen nur, um Ressentiments gegen Ausländer zu schüren. Mit der Landtagswahl am 13. März im Blick ruft sie dazu auf, wählen zu gehen, "und zwar demokratisch, nicht rechtspopulistisch".

"Ich bin nicht Köln."

Unter den Demonstrierenden ist auch der 34-jährige Ali Alnimei, der seit September in Stuttgart-Weilimdorf lebt. Mit Frau und Sohn ist er aus dem Irak geflohen. In seinen Händen hält er ein Schild, auf dem zweimal das Straßenverkehrszeichen "Durchfahrt verboten" aufgemalt ist. Neben den Zeichen stehen zwei Worte, jeweils auf Deutsch und Arabisch: "Gewalt" ist das eine, "Rassismus" das andere.

Warum er das Schild hochhält? "Weil wir Frieden brauchen", sagt er auf Englisch. "Wenn böse Menschen etwas Schlechtes tun, müssen wir uns dagegen wehren." Mit einem Freund und gemeinsam vier Söhnen verfolgt er die Reden auf der Bühne. Einer der Jungen hält ebenfalls ein Schild, auf dem auf Deutsch steht: "Ich bin nicht Köln."

Keine Ängste schüren

Arbeitgebervertreter Stefan Wolf, Vorsitzender von Südwestmetall, warnt vor "populistischen Rattenfängern", die "0,0 Lösungen" zu bieten hätten. In baden-württembergischen Betrieben arbeiteten mehr als 100 Nationalitäten gut zusammen. "Wir akzeptieren weder verbale, noch tatsächliche Brandstiftung", so Wolf.

Doch müssten auch die Probleme der Integration benannt und angegangen werden. Die Herausforderungen zu verschweigen sei Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten. So müsse auch darüber geredet werden, ob die Kapazitätsgrenze für gelingende Integration irgendwann erschöpft sei. "Aber das Schüren von Ängsten darf nicht zur Debatte gehören."

Auch wenn er sich mehr Demonstrierende erhofft hat, ist Berthold Laufer zufrieden mit der Veranstaltung. "Es ist toll, dass vom Jugendlichen bis zum Greis alles dabei war", sagt er, bevor er sich mit seiner Gruppe auf den Heimweg nach Tuttlingen macht.

Was auf der Bühne gesagt wurde, hängt ihnen allen nach. Ein Satz hat Beate Koch ganz besonders gut gefallen, wie sie sagt - geäußert von der stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Baden-Württemberg, Gabriele Frenzer-Wolf, die in ihrer Rede brennende Flüchtlingsheime angesprochen und vor Hetzern und Demagogen am rechten Rand gewarnt hat: "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf." Beate Koch dazu: "Wir müssen unsere Demokratie verteidigen und nicht den Proleten überlassen."

© Schwäbische Zeitung - 15.01.2016

Frau­en be­rei­ten sich auf Welt­ge­bets­tag vor
Verantwortliche aus der Region treffen sich in Bad Saulgau - Kuba steht im Zentrum


Bad Saulgau - Die Katholische Erwachsenenbildung der Dekanate Biberach und Saulgau und das ökumenische Team des Weltgebetstags (WGT) laden alle verantwortlichen Frauen aus den Kirchengemeinden der Region zu einem Vorbereitungstag am Donnerstag, 21. Januar, von 14 Uhr bis 17.30 Uhr ins evangelische Gemeindehaus in der Gutenbergstraße 49 in Bad Saulgau ein.

Christliche Frauen aus Kuba haben die Gottesdienstordnung für die internationale und ökumenische Gebetsbewegung verfasst. Kuba fasziniert und polarisiert die Menschen auf der ganzen Welt. Diskussionen über die bevölkerungsreichste Karibikinsel sind selten frei von Klischees und ideologischen Wunsch- oder Feindbildern.

In der Gottesdienstordnung 2016 kommen kubanische Frauen selbst zu Wort: sie erzählen von ihrem Heimatland, ihren Sorgen und Hoffnungen. Zu den Situationen der Frauen, ihrer Kultur, Geschichte und Religion erhalten die Teilnehmer bei den Vorbereitungstreffen Einblicke. Die Gottesdienstordnung mit verschiedenen Gestaltungselementen, Auslegung der Bibeltexte und Ideen zur Festgestaltung sind ebenfalls Bestandteil der Vorbereitungstreffen. Eingeladen sind alle verantwortlichen Frauen, die für die Gestaltung der Weltgebetstagliturgie vor Ort zuständig und verantwortlich sind, ebenso eingeladen sind weitere interessierte Frauen.

Der Weltgebetstag wird am Freitag, 4. März, in vielen Gemeinden in der Region gefeiert.

© Schwäbische Zeitung - 15.01.2016

Ingo Huchler (links) und Axel Fischer freuen sich, dass "United Colors" als Marke weiterhin bestehen bleiben soll.

Ingo Huchler (links) und Axel Fischer freuen sich, dass "United Colors" als Marke weiterhin bestehen bleiben soll. archivFoto: gerd mägerle

10 000 Euro für die Ar­beit mit Flücht­lings­kin­dern
Organisatoren des Festivals "United Colors" freuen sich über Summe - "United Colors" soll zur Marke werden


tab 15. January 2016

Biberach - Rund 10 000 Euro von den Einnahmen des "United Colors"-Festivals, das am Samstag in der Gigelberghalle stattfand, sollen nun an die ökumenische Flüchtlingsarbeit der Caritas und Diakonie im Landkreis Biberach gehen. Bestimmt ist es für die Unterstützung von Flüchtlingskinder, das ist den beiden Organisatoren, Axel Fischer und Ingo Huchler, besonders wichtig.

In Absprache mit Pfarrer Matthias Ströhle sollen deshalb drei Bereiche mit dem Erlös gefördert werden: einzelfallbezogene Sprachkurse und Nachhilfe für Flüchtlingskinder, ein Patenprogramm für traumatisierte Kinder und ihre Eltern sowie die Unterstützung von Vereinen, die Flüchtlingskinder in ihre Jugendgruppen und -abteilungen aufnehmen. "Wir wollen aber ganz genau wissen, was mit dem Geld passiert", sagt Axel Fischer. Deshalb soll auf der Facebook-Seite von "United Colors" immer mal wieder veröffentlicht werden, wie die Spenden tatsächlich eingesetzt werden. "Wir freuen uns natürlich sehr, dass jetzt so eine große Summe zusammengekommen ist", sagt Fischer. "Aber klar, es hätten schon noch mehr Leute in die Halle gepasst." Rückblickend lag es wohl an einigen Faktoren, warum das Festival nicht ausverkauft war. "Es hat vielleicht schon etwas mit den Vorfällen in Köln zu tun, oder auch mit dem Beginn von Fasching." Vielleicht sei aber auch der Eintritt mit 15 beziehungsweise 18 Euro an der Abendkasse ein bisschen zu hoch gewesen. Trotz allem sieht Fischer das Festival als großen Erfolg: "Die Stimmung war super, die Menschen sind mit vielen Flüchtlingen ins Gespräch gekommen und das ist genau das, was wir auch wollten."

"Das Thema geht weiter"


Für Axel Fischer und Ingo Huchler sei die Veranstaltung vorerst eine einmalige Sache gewesen. Den Titel "United Colors" soll es aber weiterhin geben. "Die Marke ist gesetzt, das habe ich mit Matthias Ströhle so vereinbart. ,United Colors' steht für Integration." In Zukunft soll es unter diesem Titel Veranstaltungen im Kreis Biberach geben. "Das Thema geht also weiter."

© Schwäbische Zeitung - 14.01.2016

Pfarrerin Elke Maisch

Pfarrerin Elke Maisch

In­ves­ti­tur: Elke Ma­isch ist neue Kli­nik­seel­sor­ge­rin

Bad Schussenried/Aulendorf - (sz) - Pfarrerin Elke Maisch (Bild) wird am Sonntag, 17. Januar in ihr neues Amt als Klinikseelsorgerin für das Klinikpfarramt Bad Schussenried und Aulendorf eingeführt. Dekan Hellger Koepff leitet den Gottesdienst, der um 9.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Bad Schussenried beginnt. Elke Maisch ist 54 Jahre alt und ist in Esslingen aufgewachsen. Dort war sie 14 Jahre Gemeindepfarrerin, die vergangenen acht Jahre in Berkheim, berichtet sie im Gemeindebrief. Nachdem nun die jüngere ihrer zwei Töchter mit der Schulausbildung fertig sei, möchte sie selbst auch etwas Neues anfangen. Die Seelsorge gehöre für sie zu einer der Kernaufgaben des Pfarramtes und die Begegnung und Begleitung von Menschen sei ihr schon immer sehr wichtig gewesen.

© Schwäbische Zeitung - 13.01.2016

Beate Walaschek-Leube (von links) übergibt die Urkunden an die neuen Ehrenstifter Gernot und Gisela Haager, Familie Günter Schwer und Familie Peter Kiess.

Beate Walaschek-Leube (von links) übergibt die Urkunden an die neuen Ehrenstifter Gernot und Gisela Haager, Familie Günter Schwer und Familie Peter Kiess. Die ebenfalls ausgezeichnete Familie Wolfgang Rieger war bei der Übergabe verhindert. Foto: privat

Stif­tung Chris­tus­kir­che zeich­net Un­ter­stüt­zer aus
In Bad Schussenried werden vier Familien für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet


Bad Schussenried - Die Stiftung Christuskirche der evangelischen Kirchengemeinde Bad Schussenried hat vier Familien ausgezeichnet, die mit umfangreichen Geschenken sehr zum Wohle der Stiftung beigetragen hatten. Es waren die Familien Gernot Haager und Gisela Haager, Familie Peter Kiess, Familie Günter Schwer und Familie Wolfgang Rieger.

Die vier Familien haben in den vergangenen Jahren an vielen Wochenenden mit eigener Hände Arbeit eine Ferienwohnung im Allgäu stilvoll geplant, renoviert, eingerichtet und gestaltet. Die Ferienwohnung wurde veräußert und der Erlös fließt nun der Stiftung zu.

Beate Walaschek-Leube, die Stiftungsbeiratsvorsitzende, dankte den Familien für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement und ehrte sie mit einer Urkunde. "Mit großem Dank für Ihre Mitverantwortung für die Zukunft der Christuskirche werden Sie heute mit großer Freude in die Reihe der Ehrenstifter aufgenommen", sagte Walaschek-Leube und zitierte das Bibelwort: "In Christus liegen verborgen alle Schätze der Erkenntnis und der Weisheit." Feierlich unterzeichneten die Geehrten vor der Gemeinde in der Liste der Ehrenstifter und nahmen Blumen in Empfang.

Gemeindezentrum erhalten


Die Stiftung Christuskirche hat sich zum Ziel gesetzt, als zusätzliche finanzielle Säule für die Erhaltung des Gemeindezentrums zu sorgen, damit die evangelische Christuskirche als Herzstück ein Ort der Besinnung und der gemeinschaftlichen Begegnung, der Bildung und der christlichen Orientierung, der Freude und des Trostes bleibt. Sie soll weiterhin ein Ort der offenen Türen sein können.

Vorbehaltloses Miteinander


Denn es sei wertvoll, schließt die Stiftung ihren Bericht, wenn es Räume für Gottesdienste, Kirchenmusik, Jugendarbeit, Ausstellungen, Seniorenarbeit, den Club für psychisch Belastete, die Meditation, die Kinderwoche, ein Kirchenasyl, Gottesdienste für syrische und rumänische Christen und einfach für ein friedliches vorbehaltloses Miteinander gebe.

© Schwäbische Zeitung - 13.01.2016

Die Matching Ties treten in Riedlingen auf.

Die Feier zum fünfjährigen Bestehen vom Hospiz Haus Maria ist für die Verantwortlichen ein wichtiges Signal (von links): Tobias Bär, Annemarie Strobl, Dekan Hellger Koepff und Hubert Hagel. SZ-Foto: Tanja Bosch

Das Hos­piz Haus Ma­ria fei­ert sei­nen fünf­ten Ge­burts­tag
Eine kleine Erfolgsgeschichte: Seit Dezember 2010 gibt es mitten in Biberach einen Ort für sterbende Menschen

Von Tanja Bosch 13. January 2016
Biberach - Das Hospiz Haus Maria in Biberach feiert Geburtstag. Fünf Jahre gibt es diese Einrichtung nun schon mitten im Herzen Biberachs. Und dass sie genau da hingehört, konnten die Gäste und Redner bei der Geburtstagsfeier am Montagabend im Biberacher Gemeindezentrum St. Martin nur bestätigen. Das Team vom Haus Maria, einige Unterstützer und viele Gäste waren gekommen, um gemeinsam mit Leiter Tobias Bär die kleine Erfolgsgeschichte dieser wichtigen Einrichtung zu feiern. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Hospizband.

Vor fünf Jahren hatte alles einmal ganz klein angefangen, erzählte Tobias Bär in seiner Rede. "Im Dezember 2010 bestand das Team aus drei hauptamtlichen Mitarbeitern." Mittlerweile gibt es 23 Hauptamtliche und 20 ehrenamtliche Mitarbeiter. Aber zum Team Hospiz zählt Bär nicht nur die Mitarbeiter im Haus Maria, denn zur optimalen Versorgung der schwerstkranken Gäste gehört das ganze palliative Netzwerk im Landkreis Biberach. "Wir haben großes Glück, dass bei uns die Zusammenarbeit so gut funktioniert, das ist ein Geschenk", sagte der Leiter. Besonders wichtig war es ihm auch, zu zeigen, dass die Arbeit in einem Hospiz schöner ist, als manche vielleicht denken. Denn natürlich ist die Auseinandersetzung mit dem Tod und die Versorgung von Sterbenden nicht immer leicht. "Bei uns wird aber definitiv mehr gelacht als geweint", so Bär.

Das kann auch Annette Köpfler, Leiterin der Altenhilfe bei der St.-Elisabeth-Stiftung, bestätigen: "Wenn ich ins Hospiz komme, betrete ich einen lebendigen Ort", erzählt sie. "Die Besucher werden offen empfangen und verlieren die Angst vor einem Ort, an dem gestorben wird." Dies habe das Haus Maria dem tollen Team zu verdanken.

Annemarie Strobl vom Vorstand der St.-Elisabeth-Stiftung erinnert an eine Zeit ohne Hospiz. "Bis wir das Haus einweihen konnten, war es ein langer Weg", erinnert sie sich. "Es waren viele verschieden Partner an diesem Vorhaben beteiligt, dafür war viel Koordination nötig." Doch dies alles habe sich gelohnt: Es habe sich ein guter Ort gefunden, der Abmangel von jährlich 100 000 Euro könnte geschultert und auch die Trägerschaft sei mit der St.-Elisabeth-Stiftung eine gute Lösung. "Das alles geht jedoch nicht ohen die viel Unterstützung der Partner", so Strobl. Durch die finanzielle Unterstützung von Stadt, Landkreis, Kreissparkasse und Hospital sei die Finanzierung jedes Jahr aufs Neue abgesichert. Dazu komme die Unterstützung der Hospizstiftung, des Fördervereins und natürlich den Spendern.

Auch Landrat Heiko Schmid blickt mit Stolz auf die ersten fünf Jahre des Hauses Maria zurück. "Dieser kleine Geburtstag ist so unglaublich wichtig für uns alle", sagte er. "Sterbende und ihre Angehörigen brauchen Unterstützung und Halt. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft, Menschen in den Tod zu begleiten."

Keine Angst vor dem Sterben

Auch für Hubert Hagel, Stadtrat und erster ehrenamtlicher Oberbürgermeister-Stellvertreter, hat sich Biberach in diesem Punkt sehr positiv entwickelt: "Bis vor wenigen Jahren war das Thema Sterben noch ein absolutes Tabu. Dass das nicht mehr so ist, haben wir dem Haus Maria zu verdanken." Auch er erinnert sich noch an einige Diskussionen als es um den Standort mitten in der Stadt ging, "aber jetzt wissen wir, es war die richtige Entscheidung". Ihm nehme die Einrichtung jedenfalls die Angst vor dem Sterben.

In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Menschen im Haus Maria um 418 Gäste, wie die Schwerstkranken dort genannt werden, gekümmert.


© Schwäbische Zeitung - 12.01.2016

Die Matching Ties treten in Riedlingen auf.

Die Matching Ties treten in Riedlingen auf. Foto: pr

Folk-Klän­ge im Zwick-Haus
Matching Ties treten am Samstag in Riedlingen auf


Riedlingen - Die Evangelische Kirchengemeinde lädt ein zu einem gemütlichen Abend mit zwei außergewöhnlichen Folk-Musikern mit den Matching Ties, den "zusammenpassenden Krawatten" Paul Stowe und Trevor Morriss. Sie spielen seit 1986 irischen und britischen Folk, Bluegrass und Blues. Das Konzert beginnt am Samstag, 16. Januar, um 20 Uhr im Johannes-Zwick-Haus.

Sie sind nicht nur gekonnte Stilisten auf einer Vielzahl von akustischen Saiteninstrumenten, sondern auch begnadete Sänger und Entertainer. Als perfekt eingespieltes Team und durch die Erfahrung von über 3000 Konzerten zählen die beiden sympathischen Musiker zu den Besten der europäischen Folk- und Akustik-Musik-Szene. Die "Matching Ties"-Musiker lieben den Kontakt mit "ihren" Konzertbesuchern - Mitklatschen und Mitsingen ist durchaus erlaubt ….

Während des Konzerts werden kleine Speisen und Getränke angeboten. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Saalöffnung ist 19 Uhr.

© Schwäbische Zeitung - 11.01.2016

Landrat Heiko Schmid (2. von links) und Kreissparkassen-Vorstand Günther Wall (rechts) übergaben einen Scheck an Pfarrer Matthias Ströhle (2. von rechts) für die Flüchtlingsarbeit. Mit ihm freuten sich die Festival-Organisatoren Ingo Huchler (links) und A

Landrat Heiko Schmid (2. von links) und Kreissparkassen-Vorstand Günther Wall (rechts) übergaben einen Scheck an Pfarrer Matthias Ströhle (2. von rechts) für die Flüchtlingsarbeit. Mit ihm freuten sich die Festival-Organisatoren Ingo Huchler (links) und Axel Fischer (Mitte).

 

"United Co­lors" lockt 600 Be­su­cher an
Musikfestival zugunsten der Flüchtlingsarbeit in der Gigelberghalle bietet einen bunten Musikmix


Von Diana Ezerex 11. January 2016

Biberach - Zahlreiche Musikfans und Unterstützer der Flüchtlingsarbeit in Biberach und dem Landkreis haben am Samstagabend in der Gigelberghalle beim Festival "United Colors" Partystimmung mit abwechslungsreicher Musik genossen. Durch ihren Besuch unterstützten sie zugleich den guten Zweck.

Nachdem die Resonanz im Vorverkauf noch recht gering war, füllte sich die Halle im Laufe des Abends immer weiter mit Kurzentschlossenen, die die Arbeit mit Flüchtlingen mit dem Besuch eines musikalischen Abends unterstützen wollten. Circa 600 Besucher von Jung bis Fortgeschritten waren bei dem Festival zu Gast.

Mit einem vielfältigen Angebot an musikalischen Stilrichtungen lockte das Organisationsteam um Axel Fischer und Ingo Huchler in die große Halle. So vielfältig wie das Publikum waren auch die Genres: Von ruhigem regionalen Singer-Songwriter zu Hard Rock war an diesem Abend alles dabei.

Eröffnet wurde der Abend von Patrick Jakucs und Dina Hofmann und Band, die sich extra für die Benefizveranstaltung zusammentaten. Für den Abend schrieben die beiden einen besonderen Song, der vor allem die Situation der Flüchtlinge im Blick hatte. Man könne Geschehenes nicht ungeschehen machen, erzählt Dina Hofmann zu dem Song, dem sie den Titel "Nach Hause" gegeben haben. Ihr sei es aber wichtig, zu wissen, dass ein Zuhause nicht mit einem Ort verbunden sein muss, sondern auch mit einer Person zusammenhängen kann, die Schutz und Sicherheit bietet.

Temperatur steigt um einige Grad

Partystimmung kam mit Peter Pux auf, die drei Jungs schoben die Temperatur in der Gigelberghalle um einige Grade nach oben. Auch ihnen lag der Sinn des Festivals besonders am Herzen, vor allem in Anbetracht der aktuellen Nachrichten "ist es wichtig, nicht immer nur die Masse, sondern den Einzelnen zu sehen, denn nur so können Freundschaften entstehen".

Mit Melodic Punkrock von "This ain't california" und Hard Rock von "The Phan" wurde den Besuchern richtig eingeheizt, die Coverband "Xplosive" brachte die Halle dann zum Beben, bevor DJ Danhall die Musikregie übernahm.

"Wir wollten vor allem Publikum im Alter von 20 bis 30 ansprechen", sagt Axel Fischer vom Organisationsteam. Das Anliegen sei, das Bewusstsein für die aktuelle Flüchtlingssituation zu schärfen und Integration zu fördern.

Wie viel Geld an dem Abend zusammengekommen ist, steht noch nicht fest. Mitarbeiter des Landratsamts hatten jedoch auf die Weihnachtsgeschenke verzichtet und 2000 Euro für gegeben. Die Kreissparkasse Biberach legte 3000 Euro obendrauf, sodass dem Team der Flüchtlingsarbeit im Landkreis Biberach an diesem besonderen Abend ein Scheck in Höhe von 5000 Euro überreicht werden konnte. Dieser Betrag fließt vor allem in die Bildung von jungen Flüchtlingen.

Diese haben es laut Moderator Ingo Huchler in einem neuen und fremden Land besonders schwer, sich zu integrieren und daneben durch Bildung gefördert und gefordert zu werden. Das Ziel ist es, möglichst vielen von diesen jungen Menschen durch die ökumenische Arbeit Perspektiven aufzuzeigen.

Viele weitere Bilder vom Festival sind im Internet zu finden, im Lauf des Montags wird dort auch ein Video zu finden sein unter



© Schwäbische Zeitung - 09.01.2016

Titelbild zum Weltgebetstag

Das Titelbild zum Weltgebetstag sieht so aus. Foto: Heiner Heine

Welt­ge­bets­tag: Kuba steht im Mit­tel­punkt
Alle Frauen sind eingeladen, die ökumenische Feier vorzubereiten


Mengen - In den nächsten Tagen beginnen die Vorbereitungen für den Weltgebetstag "Alle Frauen aus Mengen, Ennetach, Blochingen und Scheer - mit und ohne Konfession - und jeden Alters sind eingeladen, bei den Vorbereitungen dabei zu sein und wenn sie es möchten, mitzuarbeiten", lädt die evangelische Theologin Brunhilde Raiser ein. In diesem Jahr kommen die Grundlagen des Gottesdienstes aus Kuba. Lieder, Gebete, Fürbitten, Anliegen, Texte und Ablauf sind von kubanischen Frauen zusammengestellt worden. Sie machen alle Welt auf die Freuden und Nöten ihres Landes aufmerksam.

Der Weltgebetstag steht unter dem Titel "Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf". Er wird am Freitag, 4. März, um 19 Uhr, in der Pauluskirche gefeiert. Dazu sind auch Männer eingeladen. Das Einsingen beginnt um 18.45 Uhr.

Der Weltgebetstag wird in drei Abenden vorbereitet. Der erste Abend findet schon am Montag, 18. Januar, statt. Theologin Raiser erläutert die zwei zentralen Texte des Gottesdienstes. Im Markus Evangelium geht es um die Geschichte und die Aussage Jesus: "Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes." Und im Text des Propheten Jesaja steht: "Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg." Gemeinsam wird über die Botschaft der Texte nachgedacht. "Im Friedensreich sind die Gefährdungen aufgelöst. Es geht um die Bedingungen, die es braucht, um im Leben das Reich Gottes erfahrbar zu machen", erklärt Raiser. Das Friedensreich ist das zentrale Thema: Es gehe darum, ohne Blockaden, in kindlicher Unbeschwertheit das Leben zu gestalten. "Das Titelbild zeigt eine weiße ältere Hand und eine junge farbige Hand, die einander halten", beschreibt Raiser.

Am zweiten Vorbereitungsabend, am Mittwoch, 3. Februar, geht es um Land und Leute in Kuba. Interessant sei die aktuelle Situation: Das Land verändere sich durch die Öffnung der USA. Über Jahrhunderte war Kuba eine spanische Kolonie und wurde am Ende des 19. Jahrhunderts unabhängig. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts verstärkten die USA ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf Kuba. 1959 veränderte die Revolution die Ausrichtung des Landes. In den 1960er-Jahren wandte sich Kuba der Sowjetunion zu. Die Auflösung des Ostblocks stürzte ab 1990 Kuba in eine tiefe Wirtschaftskrise. In jüngster Zeit entwickelt sich Kuba zu einem Tourismusland, in dem die Urlauber paradiesische Strände entdecken, die Bevölkerung aber oft in Armut lebt. Wenn auch die Gleichberechtigung seit den 1960er-Jahren zugesichert ist, so werden Menschen mit afrikanischen Vorfahren gegenüber der weißen Bevölkerung oft diskriminiert. Die Schulbildung ist für alle kostenlos. Viele Frauen sind aber alleinerziehende Mütter, weil die Männer als Wanderarbeiter unterwegs sind, im Ausland arbeiten oder ihre Rolle nicht einnehmen.

Am dritten Vorbereitungsabend, am 18. Februar wird der Gottesdienst vorbereitet. "Man muss nicht an allen Vorbereitungsabende teilnehmen, man muss nicht aktiv im Gottesdienst mitwirken, um sich für die Arbeit im Vorfeld des Weltgebetstags zu interessieren", so Raiser.

Die Vorbereitungsabende am 18. Januar, am 3. und 18. Februar finden jeweils um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus statt.

© Schwäbische Zeitung - 09.01.2016

Vier Pilgerwege führen durch Württemberg.

Vier Pilgerwege führen durch Württemberg. ARchivfoto: Möllers

Pil­gern in Ba­den-Würt­tem­berg
Kirchen präsentieren sich gemeinsam auf Touristikmesse CMT


Rottenburg/Stuttgart - (sz) - Die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Evangelische Landeskirche in Württemberg präsentieren sich gemeinsam auf der Tourismus-Messe CMT. Diese dauert von Samstag, 16. Januar, bis Sonntag, 24. Januar, auf der Landesmesse in Stuttgart

Am gemeinsamen Info-Stand in Halle 6 (Stand 6 B 30) können sich Besucher über Urlaubs- und Freizeitangebote für Erwachsene, Familien und Alleinerziehende sowie über Exerzitien- und Einkehrhäuser informieren. Dort stellen auch Jugendwerke, Bildungseinrichtungen und kirchliche Reiseveranstalter ihre Angebote vor. Das Schwerpunktthema des Messeauftrittes lautet in diesem Jahr "Geh mit Gott - Pilgern in Baden-Württemberg". Dazu informiert unter anderen eine neue Broschüre über die vier großen Pilgerwege durch Württemberg: den Jakobsweg, den Martinusweg, den Diakonie-Pilgerweg sowie den Oberschwäbischen Pilgerweg. Außerdem sind am ersten Messewochenende (16. und 17. Januar) beide Kirchen mit einem Stand zu "Pilgerwegen in Württemberg" bei der Sonderausstellung "Fahrrad- und Erlebnisreisen" in Halle 9 (Stand 9 B 66) vertreten.

1700 Jahre Martin von Tours

Anlässlich des heuer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ausgerufenen Martinsjahrs zum 1700. Geburtstag des Diözesanpatrons, präsentiert die Diözese neue Teilstücke des rund 1200 Kilometer umfassenden Martinuswege-Netzes. Als "Geburtstagsgeschenk" erhalten außerdem am ersten Messesonntag (17. Januar) alle Besucher des Kirchenstandes mit Namen "Martin" oder "Martina" einen Martinuswegschal.

Um Pilgern und Wandern sowie um den touristischen Wachstumsmarkt des spirituellen Reisens wird es auch beim Empfang der beiden Kirchen am Donnerstag, 21. Januar, um 10 Uhr im ICS Internationales Congresscentrum (Raum 6) gehen. Dann werden Diözesanbischof Dr. Gebhard Fürst und Oberkirchenrat Professor Dr. Ulrich Heckel das Wort ergreifen. Der Honorarprofessor für "Slow Tourism" am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Westküste in Heide, Prof. Dr. Christian Antz, wird zum Thema "Pilgern und Wandern - Kirche und Tourismus auf dem Weg als gemeinsame Gastgeber" sprechen.

An den beiden Messesonntagen (17. und 24. Januar) gibt es jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr auf der SWR-Bühne in Halle 6 einen kirchlichen Frühschoppen mit Musik, Talk und geistlichen Impulsen. Zudem bieten die Kirchen an jedem Messetag um 12.45 Uhr "Atempausen" mit kurzen geistlichen Impulsen und Ruhezeiten im Andachtsraum (Foyer des Eingangs Ost) an. Darüber hinaus ist im Foyer des Eingangs Ost ein "Forum der Kirchen" eingerichtet, in dem sich die Besucher über den Jakobsweg informieren und mit Kennern des traditionsreichen europäischen Pilgerweges ins Gespräch kommen können.

© Schwäbische Zeitung - 09.01.2016

Die Kinder traten im Bad Schussenrieder Kloster auf. Foto: privat

Wie der Weih­nachts­stern die Ge­burt Jesu er­leb­te
Kinder der Bad Schussenrieder Kinderkirche zeigen ein etwas anderes Krippenspiel


Bad Schussenried - Kinder der evangelischen Kinderkirche und der Jugendgruppe Bad Schussenried haben das Krippenspiel im Neuen Kloster in Bad Schussenried aufgeführt. Dieses Mal allerdings aus einer anderen Sicht: der des Weihnachtsstern.

Vor einer großen Zahl von Besuchern agierten die kleinen und großen Schauspieler mit viel Freude und großem Können.

In dem Theaterstück beobachten die Sterne am Himmel von oben den mühsamen Weg von Maria und Josef auf der Suche nach einer Unterkunft und machen sich ihre Gedanken zu den ersten Gratulanten. Müssen ausgerechnet arme Hirten die Ersten an der Krippe sein? Und sie beginnen mit aller Kraft zu strahlen, damit jeder den Weg zum Kind findet. Maria, müde und erschöpft; Josef, trotz aller Widrigkeiten voller Zuversicht. Mürrische, überarbeitete Wirte, Hirten staunend und dankbar und die Könige, weise und hoheitsvoll. Und über allen strahlen die goldenen Sterne.

Die Darsteller wurden mit viel Beifall bedacht und kamen dann selbst ins Staunen: Während ihres Liedes "Seht, die gute Zeit ist nah" kam das Christkind herabgeschwebt und belohnte die Kinder mit Lebkuchen für ihre tolle Darbietung.

© Schwäbische Zeitung - 09.01.2016

Mu­si­ker spie­len für Flücht­lings­kin­der
Das Festival "United Colors" beginnt am Samstag um 18 Uhr in der Gigelberghalle

Biberach - Beim Festival "United Colors", das am Samstag, 9. Januar, in der Gigelberghalle in Biberach stattfindet, haben einige regionale Künstler zugesagt. Mit dabei ist Sängerin Dina Hofmann, das Trio Peter Pux, die Cover-Rockband X-Plosive, die Bands The Phans und This ain't California und auch DJ Danhall. Der Erlös des Festivals soll der Arbeit mit Flüchtlingskindern zugutekommen. Für das Konzert werden 100 Freikarten an junge Flüchtlinge verteilt.

Der Biberacher Sängerin Dina Hofmann liegt das Schicksal von Kindern aus den Kriegsgebieten sehr am Herzen. So überlegte sie selbst im Sommer letzten Jahres, was sie tun könnte, um Flüchtlinge in Biberach zu unterstützen. Sie suchte Kontakt zu Flüchtlingen, wobei die sprachliche Barriere für Herausforderungen in der Kommunikation sorgte.

Alle haben ein gemeinsames Ziel


"Ich stellte mir die Frage, wie ich hier helfen kann?", erzählt sie. "Nur wenige Tage später, bekomme ich einen Anruf von Ingo Huchler, einem der Veranstalter des United-Color-Festivals, ob ich zusammen mit anderen tollen Bands bei dem Festival spielen möchte." Für sie war klar, bei einer solchen Aktion sofort zuzusagen.

Vom Festival erhofft sie sich, dass viele Leute kommen und Spaß haben und dabei eine gute Summe an Spendengelder für die Kinder von Flüchtlingen eingenommen werden können. Sie freut sich besonders, dass so viele befreundete Musiker und Freunde am Festival beteiligt sind, die alle das Ziel haben, für einen guten Zweck, etwas auf die Beine zu stellen. Die Musikerin, selbst Mutter, weiß, wie viele Dinge für die Kinder nötig sind. "Die wachsen ja ständig aus den Sachen raus".

Auch der Biberacher Daniel Haller, besser bekannt als DJ Danhall, ist vom Konzept der Veranstalter überzeugt: "Das ist wirklich eine richtig gute Sache, die da auf die Beine gestellt wurde. Ich hoffe sehr, dass wir vielen Flüchtlingskindern damit helfen können." Denn klar sei, dass das Thema große Wellen schlägt und die Situation müsse Deutschland irgendwie bewältigen. "Es ist schön, wenn man einen kleinen Teil dazu beitragen kann", sagt DJ Danhall. Er wird nach den Auftritten der Künstler und Bands für den richtigen Sound in der Gigelberghalle sorgen.

Dina Hofmann steht am Samstag als erstes auf der Bühne. Doch sie wird nicht allein sein, erstmals tritt sie mit ihrer Band in neuer Besetzung auf. Am Schlagzeug sitzt Tobias Brand, Frank Kösler begleitet an der Gitarre, Oliver Sampson am Bass, Patrick Jakucz unterstützt mit Gitarre und Gesang, Beate Baur am Cello, Anne Simonis an der Bratsche und Laura Gola an der Violine. Außerdem freut sie sich, einen neuen Song auf dem Festival zu spielen.

© Schwäbische Zeitung - 04.01.2016

von links nach rechts: Evang. Schuldekan Michael Pfeiffer, Vorsitzende Klara Grimm, Diakon Günther Rahn (rechts)

Re­gi­on fei­ert 50 Jah­re ASB

Orsenhausen - 50 Jahre Arbeiter-Samariter-Bund Region Orsenhausen-Biberach, zehn Jahre ehrenamtliche Hilfe durch den Freundeskreis Seniorenzentrum "Sofie Weishaupt": Mit einem Fest hat der ASB im Juni dieses Doppeljubiläum gefeiert. Die rasante Entwicklung von einer von Idealisten mit Pioniergeist gegründeten Sanitätskolonne 1965 bis hin zu einem sozialen Dienstleister heute, der in der Region alles aus einer Hand anbietet, wurde gewürdigt. Bei einem ökumenischen Gottesdienst stellten Diakon Günther Rahn (rechts) und der evangelische Schuldekan Michael Pfeiffer (links) das besondere Engagement der Freundeskreis-Mitglieder (Bildmitte: die Vorsitzende Klara Grimm) heraus. Foto: Bernd Baur

© Schwäbische Zeitung - 04.01.2016

So­zi­al­sta­ti­on ist "fa­mi­li­en­be­wuss­tes Un­ter­neh­men"

Biberach - Mit dem Prädikat "Familienbewusstes Unternehmen" ist auch ein Standort der Altenhilfe der Zieglerschen in Biberach geehrt worden: Die Diakonie-Sozialstation Biberach erhielt die vom Wirtschaftsministerium, von der Spitzenorganisation Arbeitgeber Baden-Württemberg und vom Landesfamilienrat Baden-Württemberg ausgelobte Auszeichnung. Insgesamt wurden 33 Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Sozialwirtschaft das Prädikat "Familienbewusstes Unternehmen" für eine systematische familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet. Bewertet wurden die Aktivitäten der Unternehmen in den zehn Handlungsfeldern Führungskompetenz und Personalentwicklung, Arbeitsort, -zeit und -organisation, Kommunikation, geldwerte Leistungen, Service für Familien, Gesundheit sowie bürger- schaftliches Engagement.

"Für uns ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiges Thema. Unser Ziel ist es, dass alle unsere Einrichtungen bis spätestens 2017 dieses Prädikat erwerben. Wir bieten in unseren Einrichtungen flexible Arbeitsbedingungen und fördern gezielt den Wiedereinstieg von Fachkräften nach einer Familienphase", sagt Steffen Bucher, Regionalleiter Süd bei den Zieglerschen.

© Schwäbische Zeitung - 02.01.2016

Das Leitungsteam der Werkstatt, gemeinsam mit der Dienststellenleitung des Dornahofs (von links): Andreas Butscher, Albrecht Weil, Gerhard

Eine Ära geht zu Ende

Dornahof verabschiedet Werkstattleiter Gerhard Linder

Altshausen - Im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeier der Werkstattmitarbeiterinnen und -mitarbeiter am Hauptstandort des Dornahofs in Altshausen, hat Dornahof-Leiter Albrecht Weil den langjährigen Abteilungsleiter, Gerhard Linder, in den Ruhestand verabschiedet.

Der gelernte Elektromeister Gerhard Linder begann seine Arbeit in der Werkstatt des Dornahofs bereits im Jahr 1978 als Leiter einer Montagegruppe. Berufsbegleitend absolvierte er in den 80er-Jahren seine sonderpädagogische Zusatzausbildung und übernahm im Jahr 1992 die Stelle als stellvertretender Werkstattleiter, in Verbindung mit der Leitung des gesamten Montagebereichs. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Öffnung der Arbeits- und Beschäftigungshilfen des Dornahofs für externe Langzeitarbeitslose beteiligt. Bis dahin waren die Arbeitsangebote ausschließlich für stationär am Dornahof lebende Personen zugänglich. Was damals ganz neu war, ist heute der Alltag in der Werkstatt: Heimbewohner stehen neben externen Langzeitarbeitslosen an der Werkbank und erhalten gleichermaßen Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung.

Im Jahr 2000 übernahm Linder die Gesamtleitung der Werkstatt, mit den Bereichen Metall, Montage sowie der Zentralen Arbeitsvermittlung und brachte somit auch seine Fähigkeiten und Kenntnisse 16 Jahre lang als Abteilungsleiter in den Leitungskreis des Einrichtungsverbundes Dornahof ein.

Loyal und kritisch

In seiner Rede lobte Vorstand Albrecht Weil Linder als stets zuverlässige, loyale, kritische aber auch immer lösungsorientierte Führungskraft, die eine Ära am Dornahof geprägt hat. "Bei allen Stationen, die Sie hier am Dornahof durchlaufen haben, wusste ich immer, dass ich mich auf Sie verlassen kann", betonte Weil. Er bedankte sich von Herzen bei Gerhard Linder für die fast 38 Jahre Engagement für die Ziele des Dornahofs.

Die Werkstatt ist, neben der Großküche, der Gärtnerei sowie dem hauswirtschaftlichen und technischen Dienst, Teil der Arbeitsangebote des Dornahofs am Standort Altshausen. Ziel ist die berufliche Wiedereingliederung von Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten sowie Langzeitarbeitslosen. Mit der Verabschiedung von Gerhard Linder übernimmt Herr Andreas Butscher die Leitung der Montageabteilung. Die Gesamtleitung der Werkstatt liegt bei Maximilian Pfarr, der zugleich Geschäftsführer der Dornahof Integrationsbetriebe gGmbH ist und zuständig für die CNC-Präzisionswerkstatt in Bad Buchau.