© Schwäbische Zeitung 29.07.2016

Noch freie Plät­ze im Hölz­le

Biberach - Das Ferienwaldheim Hölzle feiert am Sonntag, 31. Juli, Eröffnung. Nach dem Gottesdienst im Grünen ab 10.30 Uhr gibt es einen Vorgeschmack auf das Hölzleprogramm. Die Waldheimleitung lädt alle Eltern, ihre Kinder und Gäste ein, diesen Tag im Hölzle zu genießen. Besucher können den Zwölf-Meter-Kletterturm am Eröffnungssonntag unter Aufsicht nutzen. Im zweiten und dritten Hölzleabschnitt sind für Kinder aller Altersstufen noch Plätze frei. Für Teenager ab 13 Jahren bietet das Hölzle-Camp elf spannende Tage mit Übernachtung in Winterreute.

Informationen unter Telefon 07351/22330 oder

www.hoelzle-online.de

© Schwäbische Zeitung 29.07.2016

Das Quintett aus (v.l.) Albrecht Schmid, Hubertus von Stackelberg, Marion Hafen, Martin Schmelcher und Klaus-Ulrich Dann musizierte in der Stadtpfarrkirche Sankt Martin.

Das Quintett aus (v.l.) Albrecht Schmid, Hubertus von Stackelberg, Marion Hafen, Martin Schmelcher und Klaus-Ulrich Dann musizierte in der Stadtpfarrkirche Sankt Martin. SZ-Foto: Aßfalg

Ge­nuss mit Pau­ken und Trom­pe­ten
Konzert in Sankt Martin kommt beim Publikum bestens an


Von Josef Aßfalg 29. Juli 2016


Biberach - "Mit Pauken und Trompeten", unter diesem vielversprechenden Titel hat es für die Besucher in der Stadtpfarrkirche Sankt Martin am Mittwoch einen musikalischen und gestalterischen Hochgenuss gegeben.

Mit festlichen Klängen verzauberten die Trompeter Klaus-Ulrich Dann, Martin Schmelcher und der frühere Ludwigsburger Basketballnationalspieler Hubertus von Stackelberg, mit dem Organisten Albrecht Schmid und Marion Hafen (Pauken und Vibrafon) die Besucher im gut besetzten Mittelschiff der Stadtpfarrkirche.

Mit der Bach-Ouvertüre Nr. III in D-Dur gab das Quintett mit dezenter Paukenbegleitung einen fulminanten Einstieg. Nach dem Konzertbolero (Boléro de concert op. 166), eine gefällige Orgelkomposition von Lefébure-Wély, folgte Telemanns Concerto D-Dur für drei Trompeten, Orgel und Pauken. Nach dem lustigen "Klarinettenmuckl", gespielt von Albrecht Schmid auf der Orgel, gab es eine Pause mit Bewirtung vom Förderkreis "pro musica sacra" auf dem Kirchplatz.

Klangliche Überraschung


Erstaunte und faszinierte Blicke der Zuhörer waren zu erkennen, als danach von den Trompeten an verschiedenen Orten in der Kirche, in drei Tonarten und Stimmungen, von lieblich bis heldenhaft, die geniale "Fanfare for St. Edmundsbury" (Benjamin Britten) erklang.

Das Vibrafon-Solo "Blues for Gilbert" ist keine formale Blues-Komposition. Der englische Komponist Mark Glentworth (Jahrgang 1960) hat das Stück seinem plötzlich verstorbenen Lehrer und Freund Gilbert Webster gewidmet. Seine Betroffenheit und Resignation, aber auch Freudiges, hat Marion Hafen am Vibrafon treffend in Töne umgesetzt.

Nach der "Toccata D-Dur" des italienischen Barockkomponisten Allessandro Scarlatti für Trompeten, Orgel und Pauken, folgte die Orgelkomposition "Toccata G-Dur" aus "Douze Pièces pour Orgue" von Théodore Dubois. Zum Abschluss dann der scherzhafte Suitensatz "La Réjouissance" und die Menuette I und II aus der "Feuerwerksmusik" von Händel. Nach lang anhaltendem Beifall war eine Zugabe fällig.

"Bei dem Titel 'Mit Pauken und Trompeten' können Sie davon ausgehen", dass es kein ruhiges und leises Konzert geben werde, sagte Kantor Ralf Klotz vom evangelischen Kantorat bei seiner Begrüßung. Pauken und Trompeten seien Attribute von Königen und Herrschern, mit denen sie auf sich aufmerksam machten.

Auf der Basis einer perfekten Technik konnten sich Trompeter, Organist und Marion Hafen an den Pauken und am Vibrafon, auf jeden Ton konzentrieren. Frisch, lebendig und virtuos verbanden sich die Musiker an diesem Abend zu einem homogenen, Barock-verliebten Klangkörper. "Es war ein musikalischer und gestalterischer Hochgenuss", so das übereinstimmende Resümee vieler Besucher.

© Schwäbische Zeitung 26.07.2016

Viele Mitglieder der Kirchengemeinden verabschiedeten sich von ihrer Vikarin Martina Schlagenhauf am vergangenen Wochenende. Foto Somm

Vikarin zelebriert Abschiedsgottesdienste
Martina Schlagenhauf verlässt die Kirchengemeinden Ersingen und Öpfingen nach etwas mehr als zwei Jahren


Öpfingen sz Verabschiedet hat sich Vikarin Martina Schlagenhauf in Ersingen und Öpfingen. „Es freut mich, dass ich hier war und was ich in den zweieinhalb Jahren erlebt habe“, sagte sie in Öpfingen. Es war aber noch nicht der endgültige Abschied von der evangelischen Kirchengemeinde Ersingen mit den kirchlichen Teilgemeinden, weil Schlagenhauf hier im Herbst ihre Ordination erleben wird.

Diese feierliche Einsetzung als evangelische Pfarrerin ist für Sonntag, 18. September, um 16 Uhr in der Franziskuskirche in Ersingen angesetzt. Künftig wird die 36-Jährige in Sulz am Neckar eingesetzt. Dort warten die Aufgaben als Pfarrerin zur Dienstaushilfe, die Notfallseelsorge und Religionsunterricht auf sie.

150 Besucher nahmen am Sonntagvormittag in der Ersingen Kirche an dem Abschiedsgottesdienst teil und anschließend in Öpfingen wurden 30 Besucher gezählt, was in der Diaspora als sehr gute Zahl gilt, nachdem ansonsten nur halb so viele Personen dabei sind. Als gesanglich sehr stark zeigte sich aber das Grüppchen. Zu den Teilnehmern gehörten zum Beispiel Bürgermeister Andreas Braun und seine Frau sowie die katholischen Mesner.

Martina Schlagenhauf erinnerte an ihren Start in der Region im April 2014. „Die Zeit ist rasch vergangen“, sagte sie in der Rückschau. In Öpfingen spielte Adelheid Moll aus Altheim die Orgel. Sie widmete der scheidenden Vikarin und Pfarrerin in spe den Frank-Sinatra-Hit „I did it my way“. Der ehemalige Kirchengemeinderatsvorsitzende Hans-Ulrich Maier ergriff das Wort und dankte für Schlagenhaufs Einsatz. Namentlich wurde zum Beispiel auch Hilga Ege-Rohr gedankt, die selbst katholisch ist, aber ehrenamtlich für die evangelischen Gottesdienste Mesnerinnenaufgaben in St. Martin übernimmt.

Alle Kirchenbesucher in Öpfingen waren anschließend in den katholischen Gemeindesaal zu einem Stehempfang bei Kaffee und Backwaren eingeladen. Ersingens Pfarrer Günther Wruck erinnerte, dass Martina Schlagenhauf für ihn der erste Schützling in der Aufgabe des Ausbildungspfarrers war. Bei der verheirateten, 36-jährigen Vikarin sei das selbstsichere Auftreten spürbar, nachdem sie bereits einen anderen Beruf ausgeübt hatte, ehe sie die Berufung zur Pfarrerin verspürte, sagte Wruck. Wie berichtet, war die Vikarin im ersten Beruf Bankkauffrau. Sie stammt ursprünglich aus Tieringen bei Balingen und hatte während der Zeit ihres Vikariats in Öpfingen gewohnt. Sie freut sich darauf, bald wieder mit ihrem Ehemann in einem Haushalt zu leben.


© Schwäbische Zeitung 25.07.2016

Claudia Dobler erhält von Wolfgang Zippel, 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, bei ihrer Verabschiedung einen Blumenstrauß, rechts Pfarrer Markus Lutz.

Claudia Dobler erhält von Wolfgang Zippel, 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, bei ihrer Verabschiedung einen Blumenstrauß, rechts Pfarrer Markus Lutz. Foto: Klaus Weiss

Kir­chen­pfle­ge­rin Clau­dia Do­bler ver­ab­schie­det
Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde in Bad Buchau


Bad Buchau - Zu ihrem Sommerfest hat die Evangelische Kirchengemeinde in den Garten des Gemeindehauses eingeladen. Im Gottesdienst, mit dem das Fest begann, stellten sich die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden vor und bekamen ihre Bibeln vom vorigen Konfirmandenjahrgang überreicht.

Am Ende des Gottesdienstes stellte Pfarrer Markus Lutz zwei neue Mitarbeiter vor. Seit Anfang dieses Jahres ist Annemarie Roth aus Bad Buchau für die Reinigung und Pflege des Gemeindehauses verantwortlich. Seit Februar versorgt Berthold Rundel aus Alleshausen die anfallenden Hausmeisterdienste. Beide wurden bei dieser Gelegenheit öffentlich in ihr Amt eingesetzt und unter den Segen Gottes gestellt.

Pfarrer Lutz bedankte sich anschließend bei zwei verdienten Mitarbeiterinnen, die ihren Dienst in der Kirchengemeinde beendeten. Kerstin Hänsler arbeitete in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Kirchengemeinderat engagiert mit. Insgesamt zehn Jahre versah Claudia Dobler die Kirchenpflege der Kirchengemeinde. Pfarrer Markus Lutz dankte ihr für ihren Dienst, den sie durchgehend mit vollem Arbeitseinsatz - auch über die bezahlte Zeit hinaus - und mit viel Fachkenntnis versehen hatte. Als Kirchenpflegerin war sie insbesondere für die Finanzverwaltung der Kirchengemeinde zuständig. In ihre Zeit fiel auch die Umstellung der Zuweisungspraxis im Biberacher Bezirk vom Bedarf hin zur Pauschalierung. Einige Jahre war die Gemeinde deswegen auf einen Zuschuss des Kirchenbezirks angewiesen. Durch Einsparungen und Veränderungen in der Mitarbeiterschaft kann der Haushalt inzwischen ohne Probleme ausgeglichen werden. Wie Pfarrer Markus Lutz in seinem Dankeswort hervorhob, hatte Kirchenpflegerin Claudia Dobler daran einen nicht unerheblichen Anteil.

 

© Schwäbische Zeitung 23.07.2016

29 Monate war Martina Schlagenhauf Vikarin in der Kirchengemeinde Ersingen. Foto privat

Ersingen - Vor allem um Öpfingen hat sich Martina Schlagenhauf in den vergangenen 29 Monaten gekümmert. Beim Pfarramt Ersingen hat sie in der Zeit ihr Vikariat, die praktische Ausbildung zur Pfarrerin, gemacht. Nun ist ihre Ausbildungszeit vorbei – am Sonntag, 24. Juli, verabschiedet sich die Gemeinde von der Vikarin.

„Ich wurde gut aufgenommen in der Gemeinde“, sagt Martina Schlagenhauf. Viele bereichernde Begegnungen habe sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren gehabt. Doch es sei auch ein wenig stressig gewesen: 16 Wochen Seminare hatte sie in der Zeit, außerdem musste sie noch ein großes Examen ablegen. So sei sie auch kaum zum Orgel spielen gekommen, was sie seit ihrem 18. Lebensjahr in Gottesdiensten regelmäßig getan habe.

Dafür hat sie Kinder im Religionsunterricht auf dem Klavier begleitet. Daneben war sie auch für Gottesdienste zuständig, hat Geburtstagsbesuche gemacht oder Seelsorge betrieben. „Ich bin eher ein praktisch veranlagter Mensch“, sagt die 36-Jährige. Deshalb habe ihr die Zeit in Öpfingen nach der Theorie an der Universität viel Freude bereitet: „Ich habe gemerkt, dass es der richtige Weg für mich ist.“

Zuerst eine Ausbildung als Bankkauffrau gemacht

Ursprünglich kommt Martina Schlagenhauf aus Tieringen bei Balingen. Bevor sie sich auf die Aufgabe als Pfarrerin vorbereitet hat, war sie Bankkauffrau – fünf Jahre lang war sie Zweigstellenleiterin bei der Volksbank.

Erfüllend sei das für sie nicht gewesen: „Ich wollte doch eher was machen, bei dem ich mich mehr den Menschen widmen kann und weniger den Verkaufszahlen.“ Ab dem ersten September ist sie also Pfarrerin – im Kirchenbezirk Sulz am Neckar.

Am Sonntag, 24. Juli, nimmt die Kirchengemeinde Ersingen in zwei Gottesdiensten Abschied von der Vikarin: Um 9.30 Uhr in der Franziskuskirche Ersingen und um 10.45 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Öpfingen. Martina Schlagenhauf leitet beide Gottesdienste selbst.

© Schwäbische Zeitung 23.07.2016


Im Klei­nen spie­gelt sich das Gro­ße
Zur Geschichte des Schützenfestlieds "Rund um mich her ist alles Freude"

 
Von Franz Schlegel 23. Juli 2016

Biberach - An Bauernschützen wird sie nochmals erklingen, die heimliche Hymne aller Biberacher. Das Schützenfestlied "Rund um mich her ist alles Freude" wurde 1797 von dem Biberacher Musikdirektor und evangelischen Kantor Justin Heinrich Knecht (1752 bis 1817) komponiert.

Die heute bekannte Textfassung ist erstmals enthalten in Knechts "Neuem vierstimmigem Choralbuch zum neuen Biberachischen Gesangbuche" von 1802. Weil für heutige Stimmen der Tonumfang in der originalen Tonart A-Dur zu hoch ist, wird das Lied heute meist zwei Töne tiefer intoniert.

Nach knapp zehnjähriger Beratungszeit wurde das neue Gesangbuch am ersten Advent 1802 eingeführt. Prediger Mayer arbeitete manche Texte um, so sicher auch den Text von Christoph Christian Sturm. Der Dichter wurde 1740 in Augsburg geboren und starb 1786 in Hamburg. Er war Prediger in Halle, Magdeburg und St. Petri in Hamburg. Sturm hat sich durch seine Sammlung geistlicher Lieder einen Namen gemacht. Mit der Beschreibung von meist alltäglichen Naturgegenständen und -ereignissen wollte Sturm den Leser oder Sänger zur Erbauung und zur Verehrung des Schöpfergottes anleiten.

Der Choral "Rund um mich her" und die anderen neuen Choralmelodien wurden durch den Wochengesang der Alumnen, der Biberacher Singknaben, und das "Abblasen vom Thurm", dem Gigelturm, bekannt gemacht. Vom evangelischen Schützenfest 1802 berichtet der Chronist Johann Konrad Krais, dass zum ersten Mal aus einem neuen Gesangbuch der Choral "Rund um mich her" gesungen worden sei. Knecht komponierte neue Choräle, um - wie er schreibt - den Liedern eine ihrem Inhalt angemessene Melodie zu geben.

Dies ist ihm gerade besonders gut bei "Rund um mich her" gelungen. Als Besonderheit wurde vermerkt, dass man den Charakter der einzelnen Lieder und Melodien jeweils eigens vermerkt habe. "Munter und angenehm" steht über dem Choral "Rund um mich her" und deutet damit an, dass er nicht zu langsam gesungen werden darf.

Vielen Schützenfestbesuchern ist oft gar nicht bewusst, dass die "Biberacher Nationalhymne" ein Kirchenlied ist, in dem Gott als Schöpfer und Herr gepriesen wird. Immer wieder ist zu beobachten, dass sich Biberacher, wenn sie sich ganz besonders freuen, das Schützenfestlied anstimmen, egal zu welcher Zeit und an welchem Ort der Welt.

Neueinspielung erhältlich

Eine interessante Neueinspielung von "Rund um mich her" ist dieser Tage bei Digitalstudios Werther in Erlenmoos erschienen. Interpretiert wird das Lied von der Sopranistin Aline Ehrig-Metz und dem Kirchenmusiker Ulrich Werther. Das neue an dieser Einspielung ist nicht nur der schöne Gesang von Aline Ehrig-Metz, sondern auch die zum Text passenden tonmalerischen Effekte in der Begleitung von Ulrich Werther.

Zum Text von Sturm passend, wird auch ein schön gestaltetes Booklet mitgeliefert. Werther schreibt im CD-Heft: "Wer also aufmerksam um sich schaut, erkennt schon in seiner nächsten Umgebung vielfach das Grundbild alles Geschehens in der Schöpfung, weil sich im Kleinsten immer auch das Größte spiegelt."

© Schwäbische Zeitung 21.07.2016

15 neue Fahr­zeu­ge für die So­zi­al­sta­ti­on Rot­tum-Rot-Il­ler

Ochsenhausen - Seit vielen Jahren sind die knallroten Autos der Ökumenischen Sozialstation Rottum-Rot-Iller beinahe rund um die Uhr auf den Straßen des östlichen Landkreises zu sehen, unterwegs zu den hilfe- und pflegebedürftigen Menschen in der Region. Nun gab es für die vielen fleißigen Pflegeschwestern neue - und natürlich wiederum knallrote - Autos. Gleich 15 Fahrzeuge durften die Mitarbeiterinnen der Sozialstation in Empfang nehmen. Alle Autos sind mit zeitgemäßer Sicherheitstechnik ausgestattet, damit die Pflegekunden auch in Zukunft zuverlässig und pünktlich zu Hause aufgesucht werden können, teilt die Sozialstation mit. Unser Bild zeigt (v. l.): Franziska Bolz (FSJ), die stellvertretende Einsatzleiterin der Familienpflege Dorothee Dangel sowie die beiden Bereichsleiterinnen Stephanie Steinkamp und Sabine Kessler. Foto: Sozialstation

© Schwäbische Zeitung 19.07.2016

Das Fest der Diamantenen Konfirmation feierten 15 Männer und Frauen in der Christuskirche Riedlingen

Fei­er der dia­man­te­nen Kon­fir­ma­ti­on

Riedlingen - Ein besonderes Fest ist in der Riedlinger Christuskirche gefeiert worden: das Fest der Diamantenen Konfirmation. 15 Männer und Frauen, die 1956 ihre Konformation erhalten haben, waren der Einladung gefolgt, um ihrer Konfirmation vor 60 Jahren zu gedenken. Im festlichen Gottesdienst wurde durch Pfarrerin Anne Mielitz bei der gemeinsamen Abendmahlsfeier ein persönliches Segenswort mit auf den Weg gegeben. Irene Schell überbrachte in einem Grußwort Segenswünsche der Kirchengemeinde. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Liederkranz unter der Leitung von Kathrin Claßen. Nach der sich anschließenden Führung im ehemaligen Kapuzinerkloster durch Franz-Josef Gerster gab es beim gemeinsamen Mittagessen und späteren Kaffeetrinken Zeit für Gespräche untereinander. Dankbar waren alle, dass sie diesen denkwürdigen Tag mitfeiern durften. Foto: privat

© Schwäbische Zeitung 19.07.2016

Pfarrerwechsel bei der evangelischen Kirchengemeinde Kirchdorf: Schuldekan Michael Pfeiffer (links) verabschiedete Pfarrer Jörg Scheiring. SZ-Foto: Hermann Hummel

Jörg Schei­ring wech­selt an den Ne­ckar
Evangelische Kirchengemeinde Kirchdorf verabschiedet ihren langjährigen Pfarrer

Kirchdorf - Mit einem festlichen Gottesdienst hat sich Pfarrer Jörg Scheiring am Sonntag von den Gemeindegliedern der evangelischen Kirchengemeinde Kirchdorf verabschiedet. Nach neunjähriger Tätigkeit im Illertal tritt er im September seine neue Pfarrstelle in Stuttgart-Heumaden an.

Mit zwei für sein Leben besonders bedeutsamen Bibelstellen umschrieb er in seiner Abschiedspredigt seine Gedanken angesichts des Aufbruchs zu neuen Ufern. Zum einen sei es der ermutigende Aufruf des Propheten Jesaia zum Vertrauen auf Gott, der halte, was er verspreche, auch wenn seine Wege nicht die des Menschen seien.

Die zweite Ermutigung sei für ihn, so Pfarrer Scheiring, die Bibelstelle vom reichen Fischfang, mit der Aufforderung, noch einmal hinauszufahren. Jesus verbreite dabei Aufbruchsstimmung, er mache Hoffnung auch für den neuen Auftrag, Menschen mit Gott zusammenzuführen - nicht um sie einzufangen und zu binden, vielmehr um sie zu befreien und ihnen zu helfen. Als Symbol für seinen Aufbruch zeigte er einen Umzugskarton, zuvor schon mehrfach Teil einer Mauer, die bei verschiedenen Projekten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufgebrochen wurde. Sie werde nun Teil seines Umzugs sein, sagte er, prall gefüllt mit Erinnerungen an seine erste Pfarrgemeinde.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werde er wohl das Illertal verlassen, mutmaßte Schuldekan Michael Pfeiffer, denn nur, wenn es nicht gut war, tue es auch nicht weh. Doch es seien Beziehungen gewachsen, Früchte hervorgegangen durch den Pfarrer Scheiring, den die Mitmenschen empfunden hätten als jemand, der sie verstand, sich Zeit nahm, Mut machte und das Gefühl gab: Wir schaffen es. Eine seiner großen Stärken sei dabei seine Bescheidenheit gewesen, die Raum schaffte und Entwicklungen ermöglichte.

Menschenfischer in vier Illertalgemeinden gleichzeitig sei er gewesen und dabei überaus erfolgreich auf Fischfang gegangen, bescheinigte auch Bürgermeister Rainer Langenbacher dem Scheidenden. Er sei den Menschen ein guter Seelsorger gewesen, dem Jesu Wirken stets Mittelpunkt und Vorbild gewesen sei. Er werde in ihrem Herzen bleiben als ein Pfarrer und Mensch, der auch selbst ein großes Herz habe.

Ihr Bedauern über den Weggang von Pfarrer Scheiring brachte auch Schulleiterin Veronika Schaffranek zum Ausdruck. Ein beliebter Kollege sei er gewesen, offen, Ideen einbringend und aufnehmend und ein hervorragender Religionslehrer. Als Geschenk überreichte sie ihm eine Hauswurz mit Symbolcharakter: pflegeleicht, robust, ewig lebend und heilsam bei Verletzungen. Auch seine Amtskollegin Dorothee Sauer von der evangelischen Nachbarpfarrei Erolzheim-Rot hatte ein passendes Geschenk parat; einen Bauhelm, in Erinnerung daran, dass Pfarrer Scheiring im Illertal Kirche gebaut habe und sie auch gemeinsam in harmonischer Zusammenarbeit manche Steine bewegt hätten.

"Neun Jahre im gleichen Boot"

"Schade, dass du gehst", bedauerte auch Pfarrer Walkler Caxilé von der katholischen Kirchengemeinde seinen Weggang und wünschte ihm alles Liebe und Gute und Gottes reichen Segen. Abschließend ergriff die stellvertretende Kirchengemeinderatsvorsitzende Patricia Hirt nochmals das Wort: "Neun Jahre bist du mit uns im gleichen Boot gesessen", sagte sie, an den reichen Fischfang anknüpfend. "Nun steigst du um in ein neues Schiff. Dazu wünschen wir dir gute Fahrt mit einer hoffentlich netten Schiffsgesellschaft." Musikalisch begleitet wurde der Abschiedsgottesdienst vom Kirchenchor und einer Jugendband. "Gottes guter Segen zieht mit dir ins Land", sang der Chor, und die Jugendlichen hatten für ihn den Rat: "Es geht sich viel besser mit leichtem Gepäck."

© Schwäbische Zeitung 19.07.2016

Diskutierten über die Bedeutung von Wasser (v. l.): Pfarrer Georg Maile, Maria Rentschler, Charles Schlicker, Theresia K. Moosherr, Forstamtsleiter Georg Jehle, Revierleiter Matthias Holzapfel und Bürgermeister Achim Deinet. SZ-Foto: Josef Aßfalg

Ohne Was­ser kein Le­ben
Vorträge und Musik erinnern am "Tag des Wassers" an die Bedeutung des Elements


Bad Schussenried - An die Bedeutung von Wasser hat die Künstlerin Theresia K. Moosherr am Wochenende beim "Tag des Wassers" erinnert. Mit einem spirituellen Impuls, Gedanken zu Wald und Wasser und Gesangseinlagen ist am Samstag die Veranstaltung an der Schussenquelle eröffnet worden. Das Kreiskulturamt stellte am Nachmittag das Buch über das Projekt "Wasserhüterinnen" vor.

Zwei vier Meter hohe Eichenskulpturen, bearbeitet mit einer Kettensäge, stehen als "Wasserhüterinnen" neben dem Treppenabgang zur Schussenquelle. Geschaffen hat sie Theresia K. Moosherr, die Figuren wurden von den rund 40 Besuchern andächtig betrachtet. Wasser sei der Ursprung allen Lebens und Seins, sagte Theresia K. Moosherr bei ihrer Begrüßung. Und: Eine Quelle habe in vielfacher Hinsicht auch eine besondere Bedeutung. So gebe es Quellen zum Fluss, für neue Gedanken, aber auch für Trugschlüsse.

Ausreichend Wasser vorhanden

Nach der Schöpfungsgeschichte zitierte Pfarrer Georg A. Maile Bibelstellen zum Thema Wasser, wie Gefahr und Heilung, aber auch Reichtum, was vom Wasser ausgehe. Wasser sei im Leben nicht wegzudenken "und wir sind in der glücklichen Lage, ausreichend frisches Wasser zur Verfügung zu haben und vergessen dabei oft, dass dies in anderen Ländern nicht selbstverständlich ist", so der Pfarrer.

Forstamtsleiter Georg Jehle und der Otterswanger Forstrevierleiter Matthias Holzapfel brachten Gedanken zu Wald und Wasser ein. Das Wasser verändere und binde sich "und nimmt viel Schadstoffe mit, darunter viel Plastik in Form von Flaschen", wusste Jehle. Von der Donau flossen zigtausend Tonnen Plastik in das Schwarze Meer. "Das kommt alles zurück, wir essen Fische, die vorher Plastik aufgenommen haben und das Wasser im Schwarzen Meer steigt auf und kommt über die Wolken wieder zu uns zurück", mahnte Georg Jehle einen umsichtigen Umgang mit Gewässern an.

"Der Wald braucht Wasser", bekannte Revierleiter Holzapfel, sauberes Wasser brauche aber auch den Wald. Aus dem Wald seien sie entstanden, so der Revierleiter mit Blick auf die Wasserhüterinnen, "für den Wald und sein Wasser". Sie seien ästhetisch ansprechend "und laden zum Verweilen ein". Man könne sich inspirieren lassen von den angesiedelten Skulpturen und von alten Bäumen. Beide, Skulpturen und Bäume, wiesen auf die Kostbarkeit sauberen Wassers hin. "Der Wald soll nicht nur als Freizeitgelände wahrgenommen werden", befand Matthias Holzapfel.

Bürgermeister Achim Deinet lobte die Arbeit der Künstlerin. Ihm liege es am Herzen, sich der Kreisläufe von Natur und Wasser bewusst zu werden, sagte Deinet. Mit ausgeprägtem Tenorgesang umrahmte Charles Schlicker die Eröffnungsfeier a cappella mit Schuberts "Du holde Kunst" und dem Morgenständchen "Mattinata" von Leoncavallo. "Wasser für alle" sei ein Menschenrecht "und das ist die Botschaft meiner Skulpturen", sagte Moosherr im SZ-Gespräch. "Meine Werkstatt habe ich im Wald" und sie suche sich die Stämme aus mit dem Gedanken, welche Figur entstehen soll.

© Schwäbische Zeitung 16.07.2016

Biberacher Geistliche in der Stadtpfarrkirche Sankt Martin

Jahrgänger feiern mit den Biberachern Geistlichen einen ökumenischen Gottesdienst.

Am Samstag nach Schützenfestbeginn ist der erste Festumzug in Biberach an der Riß den Jahrgängern gewidmet. Vor dem Festumzug von Sankt Martin Kirche über den Marktplatz und in den Straßen wird gemeinsam ein ökumenischer Gottesdienst in der simultanen Stadtpfarrkirche gefeiert.

© Schwäbische Zeitung 16.07.2016

Für die Gemeinde nimmt Pfarrerin Andrea Luiking (Mitte) den großen Scheck von Bürgermeister Klaus Reichert und Ortsvorsteherin Karin Schraivogel an. FOTO: PRIVAT

Ver­söh­nungs­kir­che in Um­men­dorf fei­ert Ge­mein­de­fest

Dabei sammelte die Gemeinde Spenden für das neue Kirchendach

Ummendorf - Am Gemeindefest konnte die Gemeinde der Versöhnungskirche in Ummendorf weitere Spenden für die Kirchensanierung sammeln. Noch fehlen 13 000 Euro.

Strahlende Gesichter gab es beim Gemeindefest der Versöhnungskirche in Ummendorf. Und das nicht nur, weil die Sonne ein strahlendes Fest bescherte. Auch der Kindergarten Villa Regenbogen trug mit seinem Tüchertanz und den Dankgaben dazu bei, dass die Besucher sich freuten. Im Gottesdienst bedankte sich Pfarrerin Andrea Luiking bei den vielen Menschen, die seit Beginn der Spendenaktion "Kirche gut beDacht" vor zwei Jahren gespendet, oder bei den vielen Aktionen mitgewirkt haben. Sie erinnerte an den Sponsorenlauf, die Benefizkonzerte und das Repaircafé.

"Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir so viel Unterstützung bekommen, auch von Menschen, die gar nicht zur Versöhnungskirche gehören", sagte sie. Die klangvolle Unterstützung des Posaunenchors der Gesamtkirchengemeinde Biberach unter der Leitung von Katharina Bickel lud zum Singen ein. Pfarrerin Luiking betonte in der Predigt: "Wir kennen viele Namen, die den Erhalt der Versöhnungskirche mit unterstützt haben. Und doch danken wir an erster Stelle heute Gott. Was Menschen tun und geben, hat seinen Ursprung in ihm."

Das aufgestellte Spendenbarometer zeigte den aktuellen Stand der Spenden. Neben dem Beitrag von Landeskirche und Kirchenbezirk in Höhe von 88 000 Euro muss die Gemeinde aus eigenen Mitteln 132 000 Euro für die erste Bauphase stemmen. Fast 50 000 Euro kamen in den vergangenen zwei Jahren durch Spenden zusammen. Weitere 50 000 Euro konnten seit Längerem durch Kirchensteuermittel von der Gesamtkirchengemeinde angespart werden. Der Baubeginn am 15. August ist durch die großzügige Unterstützung der bürgerlichen Gemeinden Ummendorf und Fischbach möglich geworden.

13 000 Euro fehlen

Bürgermeister Klaus Reichert überreichte einen Scheck in Höhe von 20 000 Euro. Er sagte bei der Übergabe des symbolischen Schecks: "Ich möchte damit auch deutlich machen, welche wichtige Arbeit in der Versöhnungskirche getan wird und wie viel durch Eigeninitiative hier gemacht wird."

13 000 Euro fehlen noch zur notwendigen Summe. Das Gemeindefest hat einen weiteren Beitrag dazu geleistet. Der Kirchengemeinderat bittet um weitere Spenden. Im Oktober soll die Kirche mit saniertem Dach eingeweiht werden.

© Schwäbische Zeitung 07.07.2016

Insgesamt 19 Sterne wurden im Rahmen einer Feier an zehn Kitas verliehen. FOTO: LANDRATSAMT

Ki­tas er­hal­ten Ster­ne für Prä­ven­ti­ons­ar­beit

Jury zeichnet Villa Regenbogen in Ummendorf mit allen vier Sternen aus

Landkreis Biberach - Erzieherinnen, Erzieher, Elternbeiräte und Kindergartenkinder von zehn Kindertagesstätten aus dem Landkreis Biberach sind feierlich mit den "Sternen für Kitas" ausgezeichnet worden. Sterne gab es in den Kategorien Ernährung, Bewegung, Zahngesundheit und Suchtprävention. Neben dem Stern erhielten die Einrichtungen auch eine Prämie in Höhe von 100 Euro.

Die Verleihung übernahm die Schirmherrin des Projekts, Hildegard Ostermeyer, Leiterin der Mathias-Erzberger-Schule Biberach. Organisiert hat die Verleihung die Projektgruppe "Gesundheitskonferenz Netzwerk 1" unter Leitung von Dr. Sigrun Klessinger. Die Projektidee liegt darin, Kindertageseinrichtungen zu bestärken, gesunde Lebenswelten zu schaffen, in denen allen Beteiligten die Entscheidung für einen gesunden Lebensstil leichtfällt. Die Kinder sollen von klein auf Lebenskompetenzen vermittelt bekommen, wie sie gesundheitsförderlich mit sich selbst und anderen umgehen können. So bieten die Kitas Möglichkeiten, sich mit Spaß zu bewegen, sich gesund zu ernähren und bieten Angebote der Suchtprävention oder Zahnhygiene, um schon im Kindergartenalter ein gesundes Aufwachsen zu fördern.

Bereits seit 2006 werden im Landkreis Biberach Sterne verliehen, zunächst nur an Schulen. Seit 2012 werden auch Kindertageseinrichtungen für ihre gesundheitsförderlichen Profile mit Sternen ausgezeichnet. Denn schon in der Kindheit müssen grundlegende gesundheitsförderliche Verhaltensweisen erlernt und gefestigt werden. Bis zu vier Sterne können Kitas erhalten. Ein Stern im Bereich Bewegung wird vergeben, wenn Bewegung ein regelmäßiger Bestandteil des Kindergartenalltags ist. Der Ernährungsstern zeichnet die Kitas aus, die auf eine gesunde Ernährung, aber auch auf eine ansprechende Tischkultur und angenehme Atmosphäre beim Essen achten. Den Stern für Zahngesundheit/Hygiene erhalten Kitas, in denen positive Rahmenbedingen für eine zuverlässige Zahnpflege geschaffen sind. Bei dem Suchtpräventionsstern liegt der Schwerpunkt auf der Elternarbeit. Wichtig sind Elterngespräche und Projekte mit den Eltern, um die Vorbildfunktion zu thematisieren. Eine Jury mit ein bis vier Fachleuten entscheidet über die Vergabe jedes Sterns.

© Schwäbische Zeitung 07.07.2016

Chor Takt­voll über­gibt Spen­de an Not­fall­seel­sor­ge

Biberach - Das vom Chor Taktvoll organisierte Benefizkonzert für die Notfallseelsorge im Landkreis Biberach hat eine Summe von 1620 Euro erzielt. Daniel Schreiner, Dirigent des Chors Taktvoll: "Wir sind sehr stolz, dass unser Konzert diese hohe Summe zusammengebracht hat." Bläser des Musikvereins Ummendorf, die Folkband Aran aus Blaubeuren sowie der Chor Taktvoll hatten in der katholischen Kirche in Ummendorf ein vielseitiges und eindrucksvolles Konzertprogramm präsentiert. "Wir haben uns sehr gefreut, dass das Konzert so gut besucht war", so Ingeborg Schneider, Vorsitzende des Chors. Die Idee für das Konzert hatte Patricia Billwiller, die sowohl Sängerin im Chor als auch ehrenamtliche Notfallseelsorgerin ist. Die Leitung der Notfallseelsorge, Kerstin Leitschuh und Markus Lutz, freuen sich über die Spende. Diese wird für neue Funkalarmempfänger eingesetzt.Foto: privat

© Schwäbische Zeitung 06.07.2016

Bernd Geisler FOTO: Archiv

West­öst­li­cher, be­sinn­li­cher Abend

Riedlingen - Unter dem Titel "Oh, Karawanenführer! Fahre langsam" findet am Donnerstag, 7. Juli, ein westöstlicher, besinnlicher Abend mit orientalischer Musik und Texten von Rumi, Hafis, Saadi, Goethe und Rückert statt. Beginn ist um 19 Uhr im Johannes-Zwick-Haus. Mitwirkende sind Zia und Jawid Montazeri, Ute Giese und Bernd Geisler.

An diesem Abend soll poetischen Bildern nachgespürt werden, die in Jahrtausenden durch verschiedene Kulturen gewandert sind. Die klassische persische Poesie lebt heute noch in der afghanischen Volksmusik, die die Brüder Jawid und Zia Montazir (Gesang, Harmonium, Tabla) zusammen mit Ute Giese (Blockflöte) und Bernd Geisler (afghanische Laute Robab) darbieten werden.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

© Schwäbische Zeitung 06.07.2016

Ann-Helena Schlüter FOTO: PRIVAT

Ann-He­le­na Schlü­ter ge­stal­tet Got­tes­diens­te mit

Die deutsch-schwedische Pianistin ist eine Expertin, was den Komponisten Johann Sebastian Bach anbelangt

Bad Saulgau - Die deutsch-schwedische Pianistin Ann-Helena Schlüter ist in den kommenden ZAGO zu Gast. Die Gottesdienste finden am 12. Juli um 16.30 Uhr in Bad Saulgau in der Kapelle am Siebenkreuzerweg statt, und am gleichen Abend um 19.30 Uhr in der Kapelle auf dem Höchsten. Am 13. Juli um 19.30 Uhr ist die Pianistin in der evangelischen Thomaskirche in Aulendorf zu hören und am 14. Juli um 18.30 Uhr im Karlsstift in Schorndorf.

Man nennt Ann-Helena Schlüter auch "Bachs Mädel". Sie hat sich auf die Werke und das Leben von Johann Sebastian Bach spezialisiert. Im Gottesdienst wird es von ihr unter dem Thema "Soli Deo Gloria" Bach-Werke und kurze Impulse zu diesem Musiker geben. Der Gottesdienst wird von Pfarrer Heiko Bräuning geleitet. Der Eintritt ist frei.

Die Pianistin, Komponistin und Lyrikerin Ann-Helena Schlüter wurde in Nürnberg geboren und wuchs in einer Musikerfamilie auf. Klavierunterricht erhielt sie seit ihrem vierten Lebensjahr von ihrem Vater, dem Pianisten Karl-Heinz Schlüter. Mit acht Jahren schrieb sie erste Gedichte. Sie wurde neben dem Musikgymnasium Würzburg Jungstudentin an der Hochschule für Musik Würzburg.

Sie studierte Künstlerisches Klavier an den Musikhochschulen Köln, Würzburg, Detmold und zwei Jahre in den USA. Dort legte sie den "Master of Music" an der Arizona State University ab. Außerdem hat sie neben verschiedenen anderen Hochschulabschlüssen ein Diplom in Künstlerisches Klavier sowie ein instrumentalpädagogisches Diplom. DAAD-Stipendiatin, Stipendiatin der Vera-Ritter-Stiftung, der Arizona State University Phoenix, USA. Schlüter gewann zahlreiche Preise im In- und Ausland, unter anderem den Steinway-Wettbewerb Hamburg und den Robert Schumann-Wettbewerb Zwickau.

Ann-Helena Schlüter tourt durch Australien, Tasmanien, Schweden, Schweiz, Deutschland und Tschechien und promoviert über Bach an der Universität Leipzig. Auf ihren Konzertreisen gibt die Bachexpertin eine Einführung zu den Werken und zum Leben Bachs, Gesprächskonzerte und Masterclasses, um auch junge Menschen wieder für den Komponisten zu begeistern.

© Schwäbische Zeitung 04.07.2016

Auch Ersingens Ortsvorsteher Werner Miller (2. v. l.), Erbachs Bürgermeister a.D. Paul Roth, der ehemalige Ortsvorsteher Egon Benz und Pfarrer Gunther Wruck (von links) sind mitgelaufen.(Foto: SZ- Körner)

Mit flinken Beinen für die Kirchendecke

Beim Sponsorenlauf in Ersingen ist das ganze Dorf dabei

Ersingen kö
„Laufen, schaffen und/oder zahlen“ ist am Sonntag die Devise in Ersingen gewesen. Ein Sponsorenlauf sollte zur Finanzierung der sanierungsbedürftigen Kirchendecke von St. Franziskus beitragen. Zu den geplanten Kosten in Höhe von 400 000 Euro muss die Gemeinde 130000 Euro selbst beitragen. „Der Spendenstand liegt bei bisher 76 000 Euro“ sagte Pfarrer Gunther Wruck.

Er selbst hatte den Talar gegen ein Laufdress ausgetauscht. „Ha, der neue Trainer vom VfB“ spotteten seine Brüder angesichts des T-Shirts. Neben dem Pfarrer standen der frühere Bürgermeister von Erbach Paul Roth, Ortsvorsteher Werner Müller und dessen Vorgänger Egon Benz in der ersten Startreihe beim Männerlauf. 26 Sponsoren, darunter einige Firmen aus Erbach und der Lions Club. standen auf der Liste von Paul Roth. „Das wird richtig teuer“ stöhnte Irene Paal scherzhaft, als Roth gleich nach der ersten Runde das Tempo anzog. Schon in der ersten Runde der Männer wurde der bis dahin vom Erstplatzierten der Kinder aufgestellte Rundenrekord von 1.10 Minuten für die 400 Meter unterboten. Auch Wruck war nach einer Runde noch in der Spitzengruppe, „Trotz des VfB Trikots“ frotzelten seine Brüder. Der Kindersieger Ruben Miller hatte in 20 Minuten 21 Runden geschafft. Die meisten Runden im Damenrennen hatte Susanne Braig mit 17 Runden erreicht.

Und weil nicht nur gelaufen, sondern auch gegessen wurde und es für die Kinder jede Menge Spiele gab, waren alle örtlichen Vereine irgendwie in den Sponsorenlauf zugunsten der Kirche eingebunden.

© Schwäbische Zeitung 04.07.2016

Im Begegnungscafé des Freundeskreises wird oft gemeinsam gespielt. FOTO: ARCHIV/KNIELE

In­sti­tu­ti­on mit Er­folg

Riedlinger Freundeskreis "Freunde für Fremde" will Grenzen überwinden

Riedlingen - Eine erfolgreiche Institution bei der Unterstützung von Flüchtlingen ist in Riedlingen inzwischen der Freundeskreis "Freunde für Fremde". Getragen von der Stadt Riedlingen, der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde, der Caritas Biberach-Saulgau im Rahmen der ökumenischen Flüchtlingsarbeit, arbeiten die Ehrenamtlichen des Freundeskreises in Kooperation mit dem Sozialdienst Asyl des Landratsamtes Biberach. "Grenzen überwinden, Brücken bauen - damit aus Fremden Freunde werden können" haben sie sich zum Ziel gesetzt.

Grundsätzlich möchte der Freundeskreis helfen, die schwierige Lebenssituation zu meistern, in der die Menschen als Flüchtlinge stecken. Ihnen soll zu einem menschlichen, nachbarschaftlichen Kontakt verholfen werden. Sie sollen in die Lage versetzt werden - wenn nicht für immer, so doch auf Zeit - ihr Leben in Riedlingen in die eigenen Hände nehmen zu können.

Auf vielfältige Weise arbeiten alle Stellen daran, dieses Vorhaben umzusetzen; zahlreiche Riedlinger helfen - ehrenamtlich - mit. Unter dem Vorsitz von Pastoralreferentin Ulrike Hudelmaier haben sich mehrere Arbeitsgruppen gegründet, die ihre Angebote organisieren. Im Begegnungs-café in der Gammertinger Straße laufen viele der unterschiedlichen Fäden zusammen. Hier ist es für jeden möglich - ob Einheimischer oder Fremder - mit anderen persönlich ins Gespräch zu kommen, sich gegenseitig kennen zu lernen, einen Anfang des Verstehens zu machen. Jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr. Zwanglos. Ein Treffen nur unter Frauen, das Frauen-Café, ist am Vogelberg angesiedelt. Für Schwangere und junge Mütter gibt es eine spezielle Betreuung und Begleitung durch die Familienhebammen. Der Fahrradservice hat sich in den Räumen des ehemaligen Flurbereinigungsamtes eingerichtet. Der Tafelladen in der Ziegelhüttenstraße wird vom Freundeskreis geführt, ebenso die Vermittlung und der Transport von Möbelspenden. Ein wichtiger Kreis sind die Personen der Hausaufgabenhilfe und des ergänzenden Deutschunterrichts. Jeweils nachmittags soll den Kindern und den Erwachsenen Hilfe beim Erwerb der für sie so fremden Sprache in Wort und Schrift zukommen.

Unterstützt werden die Flüchtlinge vor allem vom Landratsamt und den ehrenamtlich Tätigen. Diese erhalten wiederum Hilfe von den Kirchengemeinden und der Caritas. "Die Ehrenamtlichen leisten eine sehr vielfältige, überaus wertvolle Arbeit", sagt Helene Kopf von der Caritas Biberach-Saulgau, seit kurzem zuständig für Riedlingen. Sie ist Ansprechpartnerin für die in und um Riedlingen engagierten Ehrenamtlichen, um deren schwierige Aufgaben zu bewältigen. Auch für Einzelne. Auch für spezielle Fragen. So organisiert die Caritas Fortbildungen und bietet gewisse Qualifizierungen an. Über Besonderheiten und Schwierigkeiten werde in unregelmäßig stattfindenden Treffen diskutiert.

Anja Walz ist beim Freundeskreis im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Seit dem Sommer 2015, als immer mehr Flüchtlinge in die Stadt kamen, sei es ihr Anliegen gewesen, mitzuhelfen, sagt sie. Zusammen mit Johanna Bohner arbeitet sie unter anderem an der FAQ-Liste, der Liste der häufig gestellten Fragen: "Um Gerüchten, die die Runde machen, entgegenzuwirken."

Seit etwa Frühjahr 2014 gibt es den Freundeskreis "Freunde für Fremde". Einen Freundeskreis Aussiedler gab es in Riedlingen seit Anfang der 1990er-Jahre, als besonders viele Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion kamen und bei der Eingliederung in die Gesellschaft hier Hilfe brauchten. Recht erfolgreich arbeitete der Freundeskreis; manche der damals im "alten Freundeskreis" tätigen Ehrenamtlichen sind auch wieder im neuen aktiv, inzwischen im Freundeskreis "Freunde für Fremde".

Koordiniert wird der Kontakt zum Freundeskreis "Freunde für Fremde" von Ulrike Hudelmaier (07371/93350 oder ulrike.hudelmaier@drs.de) und bei der Stadt Riedlingen von Julia Müller (07371/183-37 oder jmueller@riedlingen.de).

Für Spenden gelten die Konten IBAN: DE36 6545 0070 0007 8047 66 oder DE14 6545 0070 0000 4072 63.

© Schwäbische Zeitung 04.07.2016

Dia­ko­nie er­hält Zu­schuss für die Flücht­lings­hil­fe

Stuttgart/Biberach - Die Diakonie Biberach erhält eine Förderung in Höhe von 14 500 Euro zum Aufbau eines lokalen Bündnisses für Flüchtlingshilfe. Die Mittel stammen vom Sozial- und Integrationsministerium des Landes Baden-Württemberg. Gefördert werden insgesamt 54 Initiativen im Rahmen des Landesprogramms "Gemeinsam in Vielfalt - Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe". Die Entscheidung, welche Initiativen in das Programm aufgenommen wurden, hat eine unabhängige Jury getroffen.

Durch die Entwicklung eines lokalen Bündnisses werde der Austausch der verschiedenen Unterstützerkreise und Netzwerke für Geflüchtete gefördert, heißt es in der Projektbeschreibung der Diakonie Biberach. Geplant ist die Sensibilisierung zum Thema Flucht, der Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements, die Beteiligung und Einbindung von Geflüchteten, die Förderung der interkultuerellen Jugendarbeit, Schnupperangebote der Vereine sowie Schulkooperationen.