Ablauf der Taufe

Die Taufe findet in der Regel an einem Taufstein im Gottesdienst statt

Der Ablauf einer Taufe und die Elemente die dabei vorkommen, sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Immer wird es auch Lieder, Texte und Gebete im Gottesdienst geben, die auf die Taufe Bezug nehmen. Oft gibt es auch eine extra Taufansprache, welche kurz die Bedeutung der Taufe erläutert. Die Taufe selbst erfolgt in der Regel im normalen sonntäglichen Gottesdienst; in manchen Gemeinden und zu bestimmten Gelegenheiten, finden auch ganz eigenständige Taufgottesdienste statt.

 

Bei jeder Taufe in der evangelischen Kirche kommen aber immer diese beiden Elemente vor: Die Tauffrage und die Taufhandlung.

 

Taufe eines Kindes

1. Tauffrage
Zur Taufe eines Kindes gehen die Eltern mit ihrem Kind, den Paten und der Pfarrer bzw. die Pfarrerin in einem Gottesdienst an den Taufstein. Dann geschieht folgendes:
Pfarrer/in: „Wollt ihr, dass euer Kind im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will!“.
Die Eltern und Paten antworten darauf: „Ja, ich will“.
Pfarrer/in: „Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!“.
Die Eltern und Paten antworten darauf: „Ja, mit Gottes Hilfe“.
Pfarrer/in: „Gott gebe euch zum Wollen das Vollbringen.“

 

2. Taufhandlung
Nach der Tauffrage wird das Kind über den Taufstein und das Taufbecken gehalten, in dem sich Wasser befindet.
Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin schöpft nun mit der Hand dreimal Wasser aus dem Taufbecken, gießt es über die Stirn des Täuflings und spricht dabei:
„… (Name des Täuflings), ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin legt dem Getauften nun die rechte Hand auf die Stirn und spricht dabei ein Segenswort. Z. B. „So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Amen.“ Oft ist das Segenswort zugleich der Taufspruch des Kindes.

Taufe eines Erwachsenen

1. Tauffrage
Bei der Taufe eines Erwachsenen geht der Täufling zusammen mit dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin in einem Gottesdienst an den Taufstein. Dann geschieht folgendes:
Pfarrer/in: „Willst du auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden und mit uns Gemeinschaft halten an Gottes Wort und Sakrament? So antworte: Ja, ich will!“.
Täufling antwortet:  „Ja, ich will“.
Pfarrer/in: Gott gebe dir zum Wollen das Vollbringen.

 

2. Taufhandlung
Nach der Tauffrage beugt sich der Täufling mit dem Kopf über den Taufstein und das Taufbecken, in dem sich Wasser befindet.
Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin schöpft nun mit der Hand dreimal Wasser aus dem Taufbecken, gießt es über die Stirn des Täuflings und spricht dabei:
„… (Name des Täuflings), ich taufe dich auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin legt dem Getauften nun die rechte Hand auf die Stirn und spricht dabei ein Segenswort. Z. B. „So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Amen.“ Oft ist das Segenswort zugleich der Taufspruch des Getauften.

 

Bei der Taufe eines Erwachsenen gibt es keine Paten. Die Aufgabe der Paten ist es nämlich in der evangelischen Kirche dem Getauften zu helfen in den christlichen Glauben und die christliche Gemeinde hineinzuwachsen. Bei einem Erwachsenen geht man davon aus, dass er selbst dazu in der Lage ist.

Nach Absprache und mit Einverständnis des Pfarrers/der Pfarrerin ist es aber möglich, dass der Täufling sich Taufzeugen aussucht, die ihn bei der Taufe zur Seite stehen und im Anschluss an die Taufe ein kurzes Wort im Gottesdienst an den Getauften richten.