Kirchengemeinde Ersingen

Die Franziskuskirche in Ersingen

Die Evang. Kirchengemeinde Ersingen (heute ein Stadtteil von Erbach im Alb-Donau-Kreis), zu der die Gemeindeorte Oberdischingen, Öpfingen und Ehingen-Rißtissen gehören, kann im Jahr 2010 auf eine 475jährige bewegte Glaubensgeschichte zurück blicken: Evangelische Ortschaft in einem über viele Jahrhunderte von katholischen Nachbargemeinden geprägten Umfeld.

 

Als von Generation zu Generation gelebter Glaube ist diese Geschichte sichtbar und gegenwärtig. Äußerliches Zeichen ist die mitten im Ort gelegene Franziskuskirche. Nach einem Vorgängerbau, der vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt, wird der Chor im Jahr 1476 errichtet, das Schiff 1766 vergrößert und in der Wandbemalung und Teilen der Ausstattung im Stil des Spätbarock gestaltet.

 

Innenansicht der Franziskuskirche

Die Reformationsgeschichte der Reichsstadt Ulm hat durch die Verbindung zur „Ulmer Sammlung“ unmittelbare Auswirkungen auf die Ortskirchengeschichte Ersingens: 1535 kommt der erste evangelische Pfarrer und vermutlich noch vor 1539 gelangen die kunstgeschichtlich bedeutenden Altäre aus den Ulmer Werkstätten von Jörg Stocker und Niklaus Weckmann in die Franziskuskirche. Bis heute prägen das Chorretabel (Jörg Stocker, um 1483/85) mit der Muttergottes im Zentrum und die beiden Seitenaltäre mit dem Konstanzer Bistumsheiligen St. Konrad und einer Darstellung der Verkündigungsszene an Maria (Niklaus Weckmann, um 1510/14) den Kirchenraum.

 

Hauptaltar der Franziskuskirche

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein bleibt Ersingen ein evangelisch geprägter Ort. Erst mit den Flüchtlingsbewegungen nach 1945 und verstärkt ab Mitte der 1960er Jahre ändert sich dieses Erscheinungsbild. Die Zahl der Dorfbewohner wächst spürbar an: Von 431 Einwohnern im Jahr 1946 über 668 Einwohner 1969 bis auf knapp 1200 Einwohner im Jahr 2009, damit verbunden auch der katholische Anteil an der Ortsbevölkerung. Momentan gehören etwa 530 Menschen der evangelischen und etwa 340 Menschen der katholischen Kirche an. Insgesamt lebt aber die Mehrheit der evang. Gemeindeglieder (etwa 800) außerhalb, in Oberdischingen, Öpfingen und Rißtissen.

An die Stelle konfessioneller Unterscheidung ist aber wachsende ökumenische Verbundenheit getreten, die heute das Leben der Ev. Kirchengemeinde Ersingen prägt.

Neben der fast dreißigjährigen Öffnung der Franziskuskirche für kath. Gottesdienste spiegelt sich das Aufeinander-zu-Gehen und Miteinander-Leben in allen gemeindlichen Bereichen. Angefangen vom Kindergarten über die „Ersinger Spielwoche“ (ein Kinder-Sommerferienprogramm), das Singen im Franziskuschor, die jährliche Ökumenische Bibelwoche bis hin zu gemeinsamen Gottesdiensten, wird das jeweilige kirchengemeindliche Leben wechselseitig bereichert. Das setzt sich darüber hinaus in Schule, Vereinen und in der Zusammenarbeit mit den Kommunen fort.

"Franziskus sucht Dachpaten"

Hauptaltar der Franziskuskirche

Die erste Aktion steht nun an. „Franziskus sucht Dachpaten“ startet am 26. April 2015 mit einem Gottesdienst. Zur Planung und Durchführung dieser Aktion hat sich ein kleines Team aus drei aktiven „Freundinnen und Freunden der Franziskuskirche“ gebildet. Die Dachpatenaktion ist ein Baustein für die Kirchendachsanierung, für die Dach und Decke in Quadrate aufgeteilt wurden. Diese werden Paten angeboten. Jede Patenschaft und somit jedes Quadrat ist mit einer Spende von 50€ verknüpft und verbindet den Spender symbolisch mit der Kirche und der Sanierungsaktion.

mehr Infos unter Link Ev. Franziskuskirche Ersingen

Erste Erfolge sind schon da.
Im letzten Jahr sind bereits 13.300,- € an zweckgebundenen Spenden eingegangen. Noch fehlen etwas mehr als 130.000,- €, Die Patenaktion soll circa 22.000.- € erbringen. Luft genug also nach oben für die kommenden Aktionen des Fundraisingteams.