Kirchengemeinde Ochsenhausen

Gemeindezentrum in Ochsenhausen

Die im Mittelalter bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts dominierende Stellung der Benediktinerabtei für Ochsenhausen und die Auswirkungen des Schmalkaldischen Krieges sorgten dafür, dass die Reformation in unserem Gebiet kaum eine Chance hatte. Ochsenhausen war zu dieser Zeit reichsunmittelbares Gebiet unter österreichischer Herrschaft.
 
1803 erhob Kaiser Karl II. Ochsenhausen zu einem Fürstentum unter Fürst Metternich, der seinen Besitz 1825 an die württembergische Krone verkaufte. In den Jahren der Aufhebung der Klöster und der Einrichtung aller möglicher Ämter und Verwaltungen durch den Staat Württemberg  entstand nun allmählich durch Zuwanderung auch rund um Ochsenhausen in einer kleinen Diasporagemeinde evangelisches Leben, das sich langsam, aber kontinuierlich entwickeln sollte. 1840 hielt der erste Vikar in Gestalt des Hauslehrers eines Oberförsters monatlich einmal Gottesdienst, 1844 bereits 14-tägig und das Jahr 1849 wurde durch die Errichtung einer ständigen Pfarrverweserei mit wöchentlichen Gottesdiensten zum Geburtjahr unserer eigenständigen Pfarrei. Allerdings sollten noch 21 verschiedene Pfarrverweser hier ihren Dienst versehen, bevor im Jahr 1898 mit Theophil Laißle der erste, ständige Pfarrer in Ochsenhausen aufzog.
 
Ende des 1. Weltkrieges lebten in und um Ochsenhausen etwa 570 evangelische Gemeindeglieder und erst die Entwicklung während und nach dem 2. Weltkrieg ließ unsere Kirchengemeinde aufgrund von Flucht, Vertreibung und in späterer Zeit auch durch Übersiedlung schließlich auf nahezu 1000 Gemeindeglieder wachsen.

Kirchensaal im Gemeindezentrum mit Blick auf Altar und Pantokrator(Foto:M. Pirner)

Die Lage in Oberschwaben mit ihrem enorm hohen Freizeitwert, der Landkreis Biberach mit seiner sprichwörtlichen Wirtschaftskraft und schließlich die Stadt Ochsenhausen mit der Anziehungskraft namhafter Unternehmen von Weltruf, aber auch einer Vielzahl von Gewerbetreibenden, veranlassen auch heute noch Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands, sich hier niederzulassen. Der hohe Freizeitwert, die vielfältigen Angebote der örtlichen Vereine und Organisationen und nicht zuletzt die Tatsache, dass Ochsenhausen als „Schulstadt“ über hervorragende Bildungsmöglichkeiten verfügt und mit seiner Nähe zu der Fachhochschule in Biberach und der Universität in Ulm auch den Einstieg in hohe Bildungsabschlüsse erleichtert, trägt enorm zur Attraktivität unseres liebenswerten Städtchens bei.
 
Dieser andauernden Entwicklung Ochsenhausens verdanken wir evangelischen Christen nunmehr, dass sich unsere Kirchengemeinde inzwischen von den östlichen Ortsteilen von Biberach über 10 Kilometer nach Osten bis Erlenmoos und im Norden von Heggbach bis zu den südlichen Ausläufern von Mittelbuch über eine Gesamtfläche von annähernd 120 qkm erstreckt, wo an 23  Orten ca. 1.750 Gemeindeglieder leben und seelsorgerisch betreut werden.
Namentlich zählen zu unserer Kirchengemeinde die Ortschaften, Ortsteile und Weiler:
 
Ochsenhausen, Sankt-Anna-Hof, Goldbach, Goppertshofen, Eichen, Laubach, Reinstetten, Wasenburg
Sommerhausen, Wennedach, Zum Stein, Maselheim, Heggbach, Ersinghaus. Ringschnait, Schlottertal, Bronnen
Winterreute, Hattenburg, Ziegelstadel, Längenmoos, Mittelbuch, Bebenhaus.
 
Praktizierte Ökumene ist hier nicht nur ein Schlagwort! Die Geistlichen beider großen Konfessionen kooperieren ausgezeichnet und diese Zusammenarbeit setzt sich fort über die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter bis hin zu den Lehrkräften in allen hiesigen Schulen. Gerne weisen wir an dieser Stelle auf den Internetauftritt der katholischen Kirchengemeinde St.Georg in Ochsenhausen hin. Der gemeinsame Glaube an den einen, allmächtigen Gott wirkt hier verbindend bei allem Respekt vor den unterschiedlichen Auffassungen über das „Wie“ der jeweiligen Konfession.

 

Und hier geht’s zur Homepage der evangelischen Kirchengemeinde Ochsenhausen: www.ev-ki-ox.de