Zeltkirche Balzheim - ein ökumenisches Mammutprojekt

Kernteamleiter Matthias Knecht (links) überreicht Zeltmeister Martin Heubach (mitte) und Zeltkirchenpfarrer Thomas Wingert zum Abschluss einen USB-Stick mit Bildern von allen Veranstaltungen. Foto: Privat

Zelt­kir­che zählt mehr als 8500 Be­su­cher. 150 Helfer arbeiteten Hand in Hand für ökumenisches Mammutprojekt
Über 8500 Menschen sind zu den insgesamt 37 Veranstaltungen der Zeltkirche in 15 Tagen nach Balzheim gekommen. Die veranstaltenden Gemeinden und Institutionen sind näher zusammengerückt, die Ökumene in der Region ist im Jahr des Reformationsjubiläums sichtbar gestärkt worden.

Exakt 8565 Besucher zählte der Zeltmeister Martin Heubach, nachdem zum Abschlussgottesdienst am vergangenen Sonntag 660 Menschen geströmt waren. Das war Tagesrekord. So konnte der "christliche Vagabund" Heubach feststellen: "Der Granatenaufwand hat sich gelohnt." Das bestätigte auch der katholische Pfarrer Gerhard Bundschuh aus Dietenheim: "Sehr vieles ging Hand in Hand, menschlich und geistlich, mit Gott."

Tatsächlich ist die Zeltkirche in Balzheim ihrem anspruchsvollen Motto "Hand in Hand" gerecht worden, fast 200 Helfer haben laut Kernteamleiter Matthias Knecht 18 Tage lang "am Reich Gottes mitgearbeitet." Für Knecht und seinen Stellvertreter Rudi Stetter ist es nun wichtig, "dass die Zeltkirche nachwirkt, dass ihr Ton weiterklingt" (Knecht) und dass "die Pflänzchen des Glaubens weiterwachsen (Stetter)."

Der Dritte im Bunde der Kernteamleitung, Emanuel Unterweger, war überrascht darüber, wie viele Personen bereit waren, für den Auf- und Abbau der Zelte drei Urlaubstage zu opfern. Auch Unterweger sieht die vielen Mühen belohnt: "Das Zelt bot eine hervorragende Möglichkeit, mit anderen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfession ins Gespräch zu kommen und über den Glauben zu reden." Das empfinden Matthias Knecht und der Zeltkirchenpfarrer Thomas Wingert genauso. Für Wingert war es die Zeltkirche "mit den meisten tiefgehenden Gesprächen" unterschiedlichster Art, man habe "frei vom Herzen gelacht, aber auch Tränen vergossen." Für den Geistlichen aus Sulz am Eck ist die Zeltkirche in Balzheim "innerlich noch lange nicht vorbei."

Besondere Akzente dieser Zeltkirche waren für Thomas Wingert die vier Themenabende der vier Gemeinden Dietenheim (Brauchtum), Wain (Heimat), Kirchberg (Musik) und Balzheim (Sport), welche die sehr unterschiedliche Prägungen der Orte auf kreative Weise verbunden hätten.

Rückmeldung ist positiv


Auch Rudi Stetter hebt die unterschiedlichen Formate der Veranstaltungen hervor, Matthias Knecht nennt sie "vielfältig, bunt und tiefgehend". Stetter hat nach eigenem Bekunden bisher nur positives Feedback bekommen. Dazu zählte er auch die Aussage "Ich habe zwar mit der Kirche nichts am Hut, aber das, was die Kirche hier macht, finde ich Klasse".

Text von Harald Kächler