© Schwäbische Zeitung 29.04.2019

Der jugendliche Blick auf Abrahams Geschichte
Das Adonia-Musical „Isaak - von allen geliebt“ reißt in Wain das Publikum mit

Wain - Rund 80 Jugendliche begeisterten am Freitagabend in der Mehrzweckhalle in Wain mit ihrem Musical „Isaak - von allen geliebt“ das Publikum. Der Verein Adonia Deutschland organisiert jedes Jahr Musicalcamps für Kinder und Jugendliche. Die Adonia-Musicals haben alle einen christlichen Hintergrund und werden an nur vier Tagen eingeübt. Am Ende stehen vier Aufführungen an verschiedenen Orten. Nach Wain hatten die evangelische Kirchengemeinde Wain und die Zeltkirche Balzheim den Chor eingeladen.

Pfarrer Ernst Eyrich drückte Freude aus, dass so viele Besucher in die voll besetzte Mehrzweckhalle gekommen waren. „Kann Gott so lachen, dass es ansteckend ist“, fragte er und antwortete gleich selber. „Ja, Gott lächelt euch an, er ist unter uns und möchte uns sagen, dass er uns von Herzen liebt.“ Der Name Isaak bedeute, „er wird lachen“.

Mit viel Enthusiasmus, großer Begeisterung und witzigen Einfällen ist es den Adonia- Mitwirkenden gelungen, die 4000 Jahre alte biblische Geschichte um Abraham und seine Familie in moderner Form zu besingen, zu tanzen, zu spielen - und einige Parallelen zur heutigen Zeit zu ziehen.

Die Adonia-Band begleitete Chor, Solisten und Schauspieler mal mit fetzigen und mitreißenden Rhythmen und dann wieder mit ruhigen, schönen Harmonien. Das Musical dreht sich um den biblischen Stammvater Abraham und Sohn Isaak.

Abrahams Familie bricht auf nach Kanaan. Gott hat Abraham verheißen, dass er ihm und seiner Sippe, die große Viehherden besitzt, das ganze Land geben wird. Einige der dortigen Bewohner sind aber alles andere als glücklich über die „Wirtschaftsflüchtlinge“, und bald gibt es Streit um die besten Weideflächen, was auch in dem Lied: „ Streit, immer wieder, immer wieder Neid“, besungen wird.

Auch die Ankömmlinge plagt das Heimweh: „Niemand hat auf mich gewartet hier in diesem fremden Land. Nicht willkommen, nur geduldet, alles neu und unbekannt.“

Es wartet aber auch eine schwere Prüfung auf Abraham. Gott möchte, dass er seinen Sohn Isaak opfert, um ihm so seine Ergebenheit und seinen Glauben zu beweisen. Isaak ahnt von alldem nichts und freut sich auf einen spannenden Ausflug mit seinem Vater. Abraham und Isaak brechen, auch ein Tribut an die Neuzeit, mit einem Fahrrad zu ihrer Reise auf und campieren in modernen Schlafsäcken unterm Sternenhimmel. Auf der Reise bleibt für Abraham genügend Zeit, seinem Sohn die Familiengeschichte zu erzählen, die in szenischen Rückblenden dargestellt wird.

Eine Leihmutterschaft?

Da tuscheln etwa die Frauen beim Wäscheaufhängen über die Kinderlosigkeit von Abraham und Sara, und dass sie jetzt eigentlich schon zu alt für Kinder sind. Sogar von Leihmutterschaft ist die Rede, weil Saras Sklavin Hagar ein Kind von Abraham zur Welt bringen wird. Die Schwangerschaft sorgt für Konflikte zwischen Sara und Hagar, die ihre Sklavin dennoch schuften lässt und sie am Ende sogar in die Wüste schickt. Aber Hagar wird von einem Engel zur Umkehr überredet, sodass sie in Abrahams Haus dessen erstgeborenen Sohn Ismail zur Welt bringt.

Hagar durfte erfahren, dass auch sie als „wertlose Sklavin“ von Gott gesehen wird und auch sie wichtig für ihn ist. „Mein Gott, der mich sieht. Du übersiehst mich nicht. Du bist das Licht, das dann noch hell scheint, wenn das Leben mutlos macht“, singt der Chor dazu.

Abraham, der mit Isaak auf dem Weg zur Opferstelle ist, hadert in der Nacht mit seinem Schicksal. „Es bricht mir das Herz und ich kann nicht atmen. Ein lähmender Schmerz. Es tut so weh. Vertrau ich mir selbst oder schenk ich dir Glauben? Was wird am Ende wohl geschehen?“

Schon mit dem Holz für seine eigene Opferung beladen, macht sich Isaak mit seinem Vater Abraham auf den letzten Weg. Aber am Ende hat Gott doch noch Erbarmen und ist überzeugt von Abrahams unendlicher Liebe zu ihm, die so groß ist, dass er ihm sogar seinen Sohn opfern würde. Gott schickt ihm stattdessen ein Opferlamm. Am Ende sind alle wieder glücklich vereint. Dazu singt der Chor das Lied: „So sehr geliebt“, und ein Herz aus vielen winzigen Lämpchen leuchtet auf.

Die Besucher waren begeistert und mitgerissen von der tollen Musical-Aufführung und zeigten dies mit frenetischem Beifall.

Foto und Text von Sonja Niederer

© Schwäbische Zeitung 23.04.2019

Der Chor führte mehrere zeitgenössische Lieder auf. (Foto: Manuel Mussotter)

Moderner Chor zu alter Liturgie

Besonderer Karfreitagsgottesdienst in Wain mit einem Kirchen- und Projektchor

Wain


Ein besonderer Gottesdienst ist am Karfreitag in der Wainer Michaelskirche gefeiert worden. Die alte Liturgie der Deutschen Messe wurde durch einen modernen Kirchen- und Projektchor ergänzt.

Unter der Leitung der Dirigentin des Wainer Kirchenchores, Sarah Locher, führten die Sängerinnen und Sänger mehrere zeitgenössische und rockige Lieder auf. Begleitet wurde der große Chor von einer vierköpfigen Band. „Wir halten hoch das Kreuz“ lautete einer der Titel des Autors Albert Frey, der auf moderne und eindrückliche Weise den Gottesdienstbesuchern das Karfreitagsgeschehen verdeutlichte. Dabei bildeten der Chorgesang, die Solisten, der Gemeindegesang, die Orgelmusik und die Liturgie eine harmonische Einheit.

In seiner Predigt über die Passionsgeschichte aus dem Johannesevangelium ging Pfarrer Ernst Eyrich intensiv auf die Bedeutung des Kreuzes ein. Als aktuelles Beispiel führte er das Kreuz des Altares der Kathedrale von Notre Dame auf, welches den Bränden der jüngsten Vergangenheit nicht zum Opfer fiel und den Flammen trotzte. So erhoffte sich Pfarrer Eyrich, dass die tiefe Bedeutung des christlichen Karfreitagskreuzes wieder mehr Bedeutung bei den Menschen erlange.

Zum Abschluss feierte die Gemeinde das heilige Abendmahl.

© Schwäbische Zeitung 23.04.2019

Der Ersinger Pfarrer Gunther Wruck nahm die feierliche Verpflichtung von Nadja Schienke-Weigold vor. (Fotos: Reiner Schick)

Viele gute Wünsche für die neue Diakonin

Evangelischer Kirchenbezirk Biberach setzt Nadja Schienke-Weigold in Laupheim, Oberholzheim und Ersingen ein

Laupheim


Mit herzlichen Worten und vielen guten Wünschen ist Nadja Schienke-Weigold am Ostermontag in Laupheim offiziell in das Amt der Diakonin für die evangelischen Kirchengemeinden Laupheim, Oberholzheim und Ersingen eingeführt worden. Schwerpunkte ihrer Arbeit, die sie bereits am 1. April begonnen hat, sind Seniorenangebote, Seelsorge und Gottesdienste in Pflegeheimen, Organisation von Besuchsdiensten und Projektarbeit. In Laupheim trat die 25-Jährige die Nachfolge von Diakon Joachim Krämer an, der vor rund zehn Monaten in den Ruhestand ging.

Vertreter und Mitglieder der drei Kirchengemeinden und des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach hießen die neue Diakonin zunächst bei einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Laupheim willkommen. Mit dem Psalmvers „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ verdeutlichte der Ersinger Pfarrer Gunther Wruck das erweiterte Zuständigkeitsgebiet der Diakonstelle von Nadja Schienke-Weigold. Sie habe innerhalb des Kirchenbezirks Biberach - dem größten der gesamten Evangelischen Landeskirche - mit den Kirchengemeinden in Laupheim, Oberholzheim und Ersingen auf einer Fläche von 210 Quadratkilometern insgesamt rund 7500 Gemeindemitglieder zu betreuen. Dabei sei der Gedanke an einen weiteren Psalmvers hilfreich: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“ In diesem speziellen Fall springe sie aber nicht über Mauern, sondern zwischen den vielfältigen Aufgaben hin und her, und dabei komme der passionierten Fußballerin und Reiterin ihre Sportlichkeit sicher zugute.

„Fußball habe ich früher mehr gespielt als heute, aber es kann gut sein, dass Sie mich mal auf einem Pferd sehen. Außerdem male und bastle ich gerne“, erzählte Nadja Schienke-Weigold an die Gottesdienstbesucher gerichtet. Sie freue sich sehr auf die von Pfarrer Wruck erwähnte Vielfältigkeit der Aufgaben. Schwerpunkte in Laupheim werden die Seelsorge und Gottesdienste in den Pflegeheimen sowie die Leitung des evangelischen Seniorenkreises sowie Besuchsdienste sein. Der Aufbau, die Weiterentwicklung und Vernetzung der Besuchsdienstarbeit werde ihren Dienst in Oberholzheim prägen, und in Ersingen stehe neben wöchentlich zwei Stunden Religionsunterricht an der Grundschule die Entwicklung von gemeinsamen Angeboten für Jung und Alt ganz oben auf der Agenda.

Feierlicher Akt

„Ich wünsche Ihnen von Herzen große Lust und Kraft, die Ihnen ihr Tun erleichtern mögen“, sagte Pfarrer Wruck. Im Kreise der Kirchengemeinderäte aller drei Gemeinderäte nahm er schließlich die feierliche Verpflichtung, Einsetzung und Segnung der neuen Diakonin vor. Ihr Mann Lukas Weigold, der ebenfalls seit April als Vikar in Wiblingen tätig ist, wo die beiden auch wohnen, und Schuldekan Michael Pfeiffer sprachen kurze Zeugenworte. Der Chor Crescendo umrahmte den Gottesdienst mit wunderbarem Gesang.

© Schwäbische Zeitung 20.04.2019

Julia Kaiser übernimmt die Pfarrstelle in Ertingen. (Foto: privat)

Neue Pfarrerin will Ökumene pflegen

Julia Kaiser ist katholisch aufgewachsen - Vorstellungsgottesdienst am 12. Mai in Ertingen

Ertingen

Für Julia Kaiser geht es jetzt ans Kofferpacken. Die evangelische Vikarin hält heute ihren letzten Gottesdienst in der Ravensburger Weststadt. In den nächsten Tagen steht dann der Umzug nach Ertingen an, wo sie ab 20. Mai die vakante Pfarrstelle besetzen wird, zunächst als Vikarin und nach der Ordination im September als Pfarrerin für Ertingen und Dürmentingen.

Sie habe „heimlich“ bei Spaziergängen schon die Örtlichkeiten erkundet, verrät sie im Gespräch: „Es ist ein sympathischer Ort. Er gefiel mir auf den ersten Blick.“ Und die ersten Gespräche mit den Kollegen Anne und Theo Mielitz hätten ihr Mut gemacht. Die Kirchengemeinde ist für die 31-Jährige mehr als gemeinsam Gottesdienste zu feiern. Es sollte ein Zuhause sein, wo man Freunde trifft und eine gute Gemeinschaft pflegt - „mit allen Brüchen, die man mitbringt.“

Missionarin auf Zeit

Ihr eigenes Leben hat solche Brüche aufzuweisen. An den neuen Wirkungsort bringt die Alleinerziehende vier Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren mit - durchaus eine Herausforderung, wie sie einräumt. In Friedrichshafen „sehr katholisch aufgewachsen“, ist sie der evangelischen Kirche erst beigetreten, nachdem sie in Tübingen ihr Studium der evangelischen Theologie aufgenommen hatte. Sie habe sich auch eine Tätigkeit in der katholischen Kirche als Pastoralreferentin oder sogar als Ordensschwester vorstellen können. Für ein Jahr ging sie zunächst als Missionarin auf Zeit nach Kamerun, ehe sie sich für den Beruf der Pfarrerin entschied.

Die Ökumene ist ihr ein besonderes Anliegen: „Ich habe große Lust, kirchengemeisam zu denken.“ Sie schätze die Vielfalt unter den Christen, die viel voneinander lernen könnten. Sie bringe nach Ertingen kein fertiges Konzept, aber einige Talente mit: „Ich arbeite zum Beispiel gerne mit Kindern, Jugendlichen und Familien zusammen. Ob in Ertingen dafür Bedarf ist, wird sich zeigen.“ Für Kinder hat Julia Kaiser ein Buch geschrieben, das noch der Veröffentlichung harrt: „Kannst du mir sagen, wo Gott wohnt?“ Darin gehe es um ein Mädchen auf der Suche nach Gott. „In Geschichten kann man Botschaften am besten rüberbringen“, hat Julia Kaiser festgestellt.

Selbst bezeichnet sich die Vikarin als lebenslustigen und optimistischen Menschen, kreativ-chaotisch und bewegungsfreudig. Sie wisse gutes Essen und leckeren Wein zu schätzen, liebe gute Gespräche und Begegnungen. Ansonsten male sie gerne, spiele Klavier und singe in verschiedenen Bands.

Die Pfarrstelle in Ertingen tritt Julia Kaiser als „Pfarrerin z. A.“ zunächst für drei Jahre an. Dann entscheide sich, ob es eine ständige Pfarrstelle wird - was sie sich gut vorstellen könne: „Ich habe kein großes Interesse, mit den Kindern noch oft umzuziehen.“

Bereits nach drei Jahren ist im Januar Kaisers Vorgängerin in Ertingen, Cornelia Schmutz, verabschiedet worden.

 

 

© Schwäbische Zeitung 17.04.2019

Der Hochschulpfarrer Albrecht Schmieg liest in der Karwoche gemeinsam mit Studenten 111 Stunden aus der Bibel vor. Interessierte sind zum Zuhören und Mitlesen eingeladen. (Foto: Celina Fels)

Studierende lesen 111 Stunden aus der Bibel

Bibelmarathon im „Nonnenschopf“ der Stadtpfarrkirche Biberach

Biberach


In der diesjährigen Karwoche findet in der Stadtpfarrkirche St. Martin erstmals ein studentischer Bibelmarathon statt. Rund um die Uhr wird dort im „Nonnenschopf“ aus der Bibel gelesen.

„Bibel und Marathon: zwei Worte, die für mich gar nicht zueinander passen wollten“, so der evangelische Hochschulpfarrer Albrecht Schmieg. Es sei dann doch eher sportlich, die Bibel am Stück durchlesen zu wollen. „Da kann einem schon mal die Stimme wegbleiben“, sagt Ida Landthaler. Die Studentin der Hochschule Biberach kam mit der Idee zum Bibelmarathon auf Albrecht Schmieg zu. In ihrer Heimatgemeinde Mindelheim gebe es so ein Projekt schon seit Jahren. Recht spontan und in Kooperation mit der Hochschulseelsorge setzte sie ihr Vorhaben in die Tat um.

Verschiedene Übersetzungen


Schmieg war zunächst eher skeptisch: „Die Bibel ist bekanntlich ein dickes Buch. Es gibt viele lange Strecken und problematische Stellen.“ Diese seien sonst eher für die Studierstube gedacht und würden oft nicht in der Gemeinde behandelt werden. Oftmals würden diese Texte von Sekten oder Bibelfundamentalisten für ihre Zwecke ausgelegt und so unsachgemäß außerhalb des Kontext betrachtet werden. Wenn man die Bibel jedoch in ihrem vollen Umfang lese, entstehe ein gesamtheitlicher Eindruck, in dem auch Widersprüche klar werden, so der Hochschulpfarrer.

Interessant seien auch die unterschiedlichen Übersetzungen und Fassungen der Bibel, aus denen vorgelesen wird. Manchmal fehle ihm da etwas oder er denkt, dass man das nicht so übersetzen könne. Sich darüber austauschen zu können, gefalle ihm besonders am Bibelmarathon. „Aber man sagt ja auch: Wenn es um die Bibel geht, werden die Protestanten fast katholisch“, sagt Albrecht Schmieg selbstironisch.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich jederzeit in einer Liste in der Stadtpfarrkirche St. Martin einschreiben. Jeder ist herzlich zum Lesen und Zuhören eingeladen. Der Bibelmarathon dauert noch bis Gründonnerstag um 19 Uhr an. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle Beteiligten zum gemeinsamen Abendessen eingeladen.

Ansprechpartner ist Albrecht Schmieg, der unter Telefon und WhatsApp 0160/99690790

nähere Auskünfte erteilt.

© Schwäbische Zeitung 09.04.2019

Blickten bei der Eröffnung auf sechs Jahrzehnte „Brot für die Welt“ (v. l.): Pfarrer Peter Schmogro, Margarete Kührt (Diakonie Biberach), Pfarrerin Birgit Schmogro, Mirjam Knecht (Diakonie Stuttgart) und Dekan Hellger Koepff. (Foto: Günter Vogel) Blickten bei der Eröffnung auf sechs Jahrzehnte „Brot für die Welt“ (v. l.): Pfarrer Peter Schmogro, Margarete Kührt (Diakonie Biberach), Pfarrerin Birgit Schmogro, Mirjam Knecht (Diakonie Stuttgart) und Dekan Hellger Koepff. (Foto: Günter Vogel)

Sechs Jahrzehnte segensreiche Tätigkeit
Ausstellung dokumentiert das Engagement der Spendenaktion „Brot für die Welt“

Von Günter Vogel

Zum 60-jährigen Bestehen von „Brot für die Welt“, der Spendenaktion der evangelischen Kirche, gibt es eine Ausstellung im Rathausfoyer.

Im Advent 1959 begann eine besondere Weihnachtsgeschichte: Zum ersten Mal wurden deutschlandweit Spenden für die Aktion „Brot für die Welt“ gesammelt. Seit dieser Zeit setzen sich die Verantwortlichen und Tausende freiwillige Helfer in unzähligen Projekten für die Überwindung von Ungerechtigkeit, Hunger und Armut in der Welt ein.

„Brot für die Welt“ gibt es seit nunmehr sechs Jahrzehnten. Daran erinnert eine Ausstellung, die bis 17. April im Foyer des Biberacher Rathauses zu sehen ist. Pfarrer Peter Schmogro sprach bei der offiziellen Eröffnung darüber, wie es anfing. Er erinnerte an die gewaltige Spendenaktion der Menschen in Amerika, die mit „Care-Paketen“ halfen, die erste Nachkriegsnot in Deutschland zu lindern. Regierung und Kirchen waren dafür außerordentlich dankbar, baten aber, die Hilfen ab 1960 einzustellen. Man musste und wollte allein mit den Aufgaben der Versorgung der Menschen fertig werden, wollte die Dankbarkeit Deutschlands und seiner Menschen an andere weitergeben. Die erste Spendenaktion erbrachte im Dezember 1959 allein in Biberach bereits mehrere Tausend Mark.

Kulturdezernent Jörg Riedlbauer sprach von der Gründung dieser im besten Sinne sozialen Bewegung am 12. Dezember 1959 in Berlin, direkter Anlass war damals eine Hungersnot in Indien. Er zitierte den evangelischen Theologen und während der Nazizeit Mitglied der „Bekennenden Kirche“, Helmut Gollwitzer: „Was heute Abend an uns geschehen soll, ist eine Aufrüttelung, ein Herausgerütteltwerden aus der Trägheit des Herzens, aus törichter, kurzsichtiger verantwortungsloser Trägheit.“ Riedlbauer: „Der Begriff verantwortungslose Trägheit war gemünzt auf wachsende Konsummentalität, den Einstieg in eine wohlhäbig saturierte Gesellschaft.“ Riedlbauer fragte weiter, ob wir hier in Biberach, wo quasi Vollbeschäftigung herrscht, eine solche Ausstellung brauchen? „Doch ja, Armut gibt es auch hier. Im Biberacher Tafelladen kaufen je Einkaufstag etwa 45 bis 70 Haushalte ein.“ Und grundsätzlich: „Der Geist einer Stadtgesellschaft manifestiert sich nicht zuletzt in den drei ebenbürtigen Linien eines Dreiecks von Bildung, Kultur und sozialer Verantwortung. Die Seiten müssen ausgewogen sein für ein tragfähiges Zusammenspiel in der kommunalen Daseinsfürsorge.

Dekan Hellger Koepff erzählte persönliche Erinnerungen, wie er 55 Jahre die Aktionen von „Brot für die Welt“ begleitet hat. Er sprach von nachdrücklichen Erfahrungen während Studienzeiten in Afrika, als er sich mit der Wasserversorgung der Dorfbevölkerungen befasste. „Hilfe zur Selbsthilfe“ war das Prinzip. Primär brauchen Frauen Unterstützung. Koepff: „Wenn du ein Land entwickeln willst, fang bei den Frauen an.“

Mirjam Knecht vom Diakonischen Werk in Stuttgart ging zurück zum Anfang, erzählte, dass die Berliner Aktion als einmaliges Geschehen vorgedacht war, dass sich das Ganze aber dann schnell erweitert habe, um weltweit wirkungsvoll helfen zu können. Sie sprach über die Plakate und ihre Leitthemen in den 60 zurückliegenden Jahren. Das erste Motiv war der emporgestreckte Arm eines hungernden Menschen. Spätere plakativ gestaltete Stichworte waren Frieden, Hunger durch Überfluss, Solidarität, menschliche Würde.

Einige der Plakate sind in der Ausstellung im Rathaus zu sehen. Es werden auch Bilder und Dokumente gezeigt, die das gesellschafts-diakonische Engagement der Evangelischen Kirche in Biberach während dieser 60 Jahre dokumentieren. In diesen sechs Jahrzehnten sind in Biberach für „Brot für die Welt“ rund 1,6 Millionen Euro gespendet worden.

Margarete Kührt, zusammen mit Peter Schmogro Vorsitzende des Diakonieausschusses der evangelischen Kirchengemeinde, sprach von eigenen Erfahrungen in Sambia, dankte den Rednern für ihre nachdrücklichen Beiträge.

Am Montag und Dienstag, 15. und 16. April, wird das „Brot für die Welt“-Mobil auf dem Marktplatz stehen, das wissenswerte Informationen über die jährliche Spendenaktion vermittelt.

Bildunterschrift:
Blickten bei der Eröffnung auf sechs Jahrzehnte „Brot für die Welt“ (v. l.): Pfarrer Peter Schmogro, Margarete Kührt (Diakonie Biberach), Pfarrerin Birgit Schmogro, Mirjam Knecht (Diakonie Stuttgart) und Dekan Hellger Koepff. (Foto: Günter Vogel)
Blickten bei der Eröffnung auf sechs Jahrzehnte „Brot für die Welt“ (v. l.): Pfarrer Peter Schmogro, Margarete Kührt (Diakonie Biberach), Pfarrerin Birgit Schmogro, Mirjam Knecht (Diakonie Stuttgart) und Dekan Hellger Koepff. (Foto: Günter Vogel)

© Schwäbische Zeitung 08.04.2019

Konfirmation 2019 in Wain

Jugendliche bekennen sich zum christlichen Glauben
Elf junge Menschen haben in der Wainer Michaelskirche Konfirmation gefeiert


Sechs Töchter und elf Söhne der Evangelischen Kirchengemeinde Wain sind am Sonntag bei einem ein Festgottesdienst in der Michaelskirche konfirmiert worden. Es sind: Leonie Madelaine Bleher, Antonia Engelmeyer, Angelique Flader, Jana Katharina Geiger, Emma Stetter, Alina Tonia Weinert, Moritz Otto Baur, Julius Bühler, Amos Andreas Frey, Benedikt Heinrich Alexis Christian Freiherr von Herman-Wain, Pascal Honold, Jonas Kern, Magnus Lautenschlager, Jaron Peter Rittner, Pascal Alexander Schoch, Aaron Xaver Stehle und Conner Manfred Fritz Zwiebel.

Der Posaunenchor, die Band des Jugendkreises und die Orgel begleitete den Gottesdienst musikalisch. Im Mittelpunkt der Predigt stand die Jahreslosung 2019 „Suche Frieden und jage ihm nach!“ aus Psalm 34,15.

Ausgehend von einem modernen geistlichen Lied - „Zerrissen ist diese Welt, zerrissen ist mein Herz, zerrissen ist das Wir“ -, erzählte Pfarrer Ernst Eyrich die Lebensgeschichte von Augustinus, der christlich erzogen wurde, als junger Mann aber mit seiner christlichen Erziehung brach. Er wurde ein Lebemann, jedoch verkümmerte seine Seele. Die ursprüngliche Lebensfreude verwandelte sich in eine große Lebens- und Sinnkrise. „Nimm und lies“, hörte er eines Tages eine Kinderstimme, und er las in der Heiligen Schrift und fand seinen Seelenfrieden in Jesus Christus.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten Hunderte bunte Puzzle gebastelt und bemalt. „Frieden“ in mehr als 20 Sprachen stand dort zu lesen. Alle Puzzleteile waren mit dem Kreuz verbunden. Das Kreuz selbst war mit goldener Farbe umrahmt (Gold als Farbe der Treue Gottes in der christlichen Kunst). Im Kreuz Jesu ist der Friede Gottes vollbracht. Der innere Friede wirkt nach außen: in unser zerrissenes Wir, in unsere zerrissene Welt.

© Schwäbische Zeitung 04.04.2019

Ein Jahr lang haben sich die Jugendlichen auf ihre Konfirmation vorbereitet. (Foto: Peter Schmogro)

Friedenskirche: 20 Jugendliche feiern am Wochenende Konfirmation

An diesem Wochenende stehen in der Friedenskirche die Feierlichkeiten zur Konfirmation bevor. Hinter 20 Jugendlichen aus der Kirchengemeinde liegt ein fast einjähriger Konfirmandenkurs, in dem sie von Renate Stockburger, Kirchengemeinderat Walter Brumme und Pfarrerin Birgit Schmogro begleitet worden sind.

Die Jugendlichen lernten nochmals die Hauptstücke des christlichen Glaubens kennen. Das aber geschah nicht nur in der klassischen Unterrichtsform. Es wurde auch gebastelt und gekocht, es kamen Referenten zum Workshop, die Jugendlichen unternahmen Exkursionen ins Bibelmuseum Meersburg und auf den Stadtfriedhof und absolvierten mehrwöchige Sozialpraktika in Biberacher Einrichtungen, gestalteten Gottesdienste und reisten zum Konfi-Camp auf die Schwäbische Alb sowie zur Konfi-Freizeit auf der Dobelmühle.

Wichtig war den drei Verantwortlichen im Konfi-Team, dass die Jugendlichen gerne zu ihrem Unterricht gehen und ihre Kirchengemeinde in ihrer großen Wirkungsbreite kennenlernen - und ihr auch verbunden bleiben. Denn nach der Konfirmation sind die Jugendlichen eingeladen, weiterhin im Jugendkreis zusammenzukommen, der jeden Montag stattfindet. Dort versammeln sich die Ehemaligen, die auch im jetzigen Konfi-Unterricht oder bei den Freizeiten mitgewirkt haben.

Die Konfirmationsfeierlichkeiten in der Friedenskirche, Krummer Weg 1:
Samstag, 6. April, 18 Uhr: Konfirmanden-Abendmahl I (Pfarrerin Birgit Schmogro, Vocal Chords), Sonntag, 7. April, 10 Uhr: Konfirmation I (Pfarrerin Birgit Schmogro, Neuer Chor)


Die Konfirmanden der Friedenskirche: Caroline Berland, Lukas René Biener, Felix Heinrich von Borstel, Carina Franka Braig, Emma Bubeck, Alexander Eirich, Leon Figel, Frieda Emma Maria Göhringer, Tim Hausler, Jennifer Heckel, Silvan Hoffmann, Erik Kaiser, Konstanze Minikel, Nils Levin Ott, David Rahm, Philipp Paul Reinhard Schafmeister, Tim Schaffran, Anton Thömmes, Kathleen Elisabeth Wagner, Lukas Wagner.

© Schwäbische Zeitung 02.04.2019

Den Gottesdienst zum Jubiläum des Posaunenchors unter Leitung von Katharina Bickel gestalteten Peter Schmogro (am Altar) sowie (von links) Ulrich Heinzelmann, Johannes Schüz und Dekan Hellger Koepff. (Foto: Helmut Lange)

Evangelischer Posaunenchor feiert 100-jähriges Bestehen
Bei einem Festgottesdienst geht der Blick nicht nur nach hinten: Warum das Ensemble eine gute Zukunft hat

Biberach - Ein würdiger Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Evangelischen Posaunenchors: Beim Festgottesdienst war die Stadtpfarrkirche St. Martin von vielen Gläubigen, evangelischen und katholischen, gut besucht. Den Gottesdienst zelebrierten die Pfarrer Dekan Hellger Koepff, Ulrich Heinzelmann, Peter Schmogro und Johannes Schüz.

Das Thema „Lobt Gott mit Posaunen“ (Psalm 150) griff Heinzelmann in seiner Predigt auf, erläuterte die historische Bedeutung der Posaunen vom „Widderhorn“, das nach dem Alten Testament die Mauern von Jericho zum Einstürzen gebracht hat, bis zum Auferstehungsweckruf in der Ewigkeit.

Sonntäglicher Weckruf

Einen sonntäglichen Weckruf mit Posaunen gibt es noch in einigen Städten, dieser soll erinnern, dass der Sonntag ein besonderer Tag für alle ist. Heinzelmann und die Dirigentin Katharina Bickel - sie dirigierte mit roten Handschuhen, damit die Posaunisten sie besser sehen konnten - wiesen auf die enge Verbindung der evangelischen Christen zur Posaune hin und die große Bedeutung von J. S. Bach. Dies wurde auch deutlich im Eingangslied von Bach „Nun danket alle Gott“, das mit Posaunenchor und Orgel (Ulrike Werthmann) mit kräftiger Unterstützung der vielen Gläubigen gesungen wurde. Das Chormitglied Boris Ferger skizzierte die Anfänge und Verläufe des evangelischen Biberacher Posaunenchors von der Gründung 1919 bis heute. Der Chor besteht nicht nur aus evangelischen Christen, auch Katholiken sind dabei. Die Dirigentin ist Katholikin, hier ist Ökumene pur. „Im Chor sind 32 aktive Bläser, die Altersspanne reicht vom neunjährigen Henning Ribbert bis zum 84-jährigen Roland Limprecht. Wichtig ist für uns die Jugendarbeit unter Leitung von Ralf Grunwald, die gute Früchte trägt, denn ohne Jungbläser hätte der Chor keine Zukunft“, so Ferger. Dies unterstrich auch Kulturdezernent Jörg Riedlbauer und Koepff sagte: „Unser Posaunenchor hat Zukunft.“ Landrat Heiko Schmid äußerte sich begeistert über den Gottesdienst. Katharina Bickel fügte noch hinzu: „Diese Arbeit ist für mich Gotteslob und Bach ist für die evangelischen Christen besonders bedeutsam, er hat die Theologie in Musik gegossen.“

Die Organisation lag wieder bei Daniela Schmid, die bereits das 90-Jahr-Jubiläum organisiert hatte und die leuchtend roten Krawatten mit Notenschlüsselapplikationen aussuchte.

Text/Foto Helmut Lange

© Schwäbische Zeitung 02.04.2019

Die Solisten (von links) Ulrich Wand, Joachim Streckfuß und Juan Pablo Marin. (Foto: Günter Vogel)

Das größte musikalische Werk der Christenheit erklingt
Die Evangelische Kantorei führt in St. Martin die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach auf

Unter Leitung von Ralf Klotz hat die Evangelische Kantorei eine großartige Aufführung eines Meisterwerks von Johann Sebastian Bach gestaltet. Die Passion ist der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu Christi nach dem Evangelium des Matthäus. Ergänzt wird sie um eingestreute Choräle und Dichtungen von Picander in freien Chören und Arien. Christian Friedrich Henrici (Pseudonym Picander) war im 18. Jahrhundert ein produktiver Gelegenheitsdichter des späten Barock, der wichtigste Textdichter Bachs und dessen Freund. Und Bach zeichnet in faszinierender Eindringlichkeit und Meisterschaft den unbeirrbaren Weg Christi in den qualvollen Tod, schildert unmittelbar Beteiligte wie Judas, Petrus, Pilatus mit ihren Gefühlen.

Fünf Gesangssolisten gestalteten die Arien und Rezitative, erzählten das Geschehen: Die Soprane Pinelopi Argyropoulou und Alina Klotz, die Altistin Beatriz Baptista-Simöes, die Tenöre Joachim Streckfuß (Evangelist) und Juan Pablo Marin, der Bariton Ulrich Wand (Jesus). Die Sänger gestalteten mit spezifisch oratorischem Klang und unterschiedlich sparsam eingesetztem Vibrato, alle textlich sehr gut verständlich.

Zwischendurch fast vergessen

Dieses gewaltige Werk ist ein absoluter Höhepunkt der Kirchenmusik. Die Uraufführung war am 11. April 1727 in der Thomaskirche in Leipzig. Nach Bachs Tod geriet das Oratorium in Vergessenheit. Die Wiederaufführung unter dem 20-jährigen Felix Mendelssohn-Bartholdy im Jahr 1829 in der Berliner Singakademie leitete eine gewaltige Bach-Renaissance ein. Ein damals kolportierter Satz: „Nicht alle glauben an Gott, aber alle glauben an Bach.“ Das grandiose dramatisch-epische Werk entfaltet seine beeindruckende Wirkung durch die doppelte Anlage von Chor und Orchester, die Chorsätze sind häufig dialogisch angelegt. Beide Teile des Werks werden durch groß angelegte Chöre der Kantorei und der St.-Martins-Chorknaben eröffnet und abgeschlossen. Kontemplative Arien offenbaren das Leiden Jesu. Zwischen Rezitativen, Chören und Arien stehen die Choräle in Bezug auf die dramatischen Höhepunkte der Handlung. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ des Theologen und Kirchenlied-Dichters aus dem 17. Jahrhundert, Paul Gerhardt, der mit verschiedenen Strophen und Harmonisierungen fünf Mal erklingt, der dem Werk Geschlossenheit gibt.

Das Oratorium besteht aus einem etwas kürzeren ersten Teil, der von den Mordplänen der jüdischen Verantwortlichen, Jesu Salbung in Bethanien, dem letzten Pessachmahl und der Gefangennahme in Gethsemane handelt. Der zweite Teil schildert das Verhör vor dem jüdischen Rat, die Verleugnung des Petrus, die Verurteilung durch Pilatus, Jesu Verspottung sowie Kreuzigung, Tod und Begräbnis.

Symbol für Allzumenschliches

Im Rückgriff auf alte theologische Deutungstraditionen der Passionsgeschichte Jesu werden nicht die Juden oder einzelne Personen als Verursacher des Leidens ausgemacht. Es gibt weder eindeutig gute noch eindeutig schlechte Protagonisten, vielmehr sind alle Menschen gleichermaßen Sünder. Die Jünger, Judas, Petrus sind - nach Heinrich Barthelmes - nur Symbolgestalten für allgemeinmenschliches Verhalten.

Zu Bachs Zeiten wurde zwischen beiden Teilen eine Predigt von etwa einer Stunde Dauer gehalten. In St. Martin unterbrach Ralf Klotz ebenfalls für einige Minuten. In der Matthäus-Passion arbeitet Bach vielfach mit musikalischen Symbolen, die im allgemeinen Bewusstsein seiner Zeitgenossen verankert waren. So werden etwa bei den Rezitativen die Worte Jesu stets im Arioso von Streicherakkorden begleitet, die das Göttliche symbolisieren. Die handelnden Menschen hingegen werden durch den Generalbass gestützt. Erst als Jesus am Kreuz die letzten Worte spricht und seine Gottverlassenheit beklagt, verstummen die Streichinstrumente.

Dieses gewaltige, optimal einstudierte Werk mit den Gesangssolisten, mit großem Chor der Evangelischen Kantorei, den St.-Martins-Chorknaben und der 30-köpfigen „Capella Novanta“ unter Konzertmeister Günther Luderer gestaltete der musikalische Leiter Ralf Klotz zu einem künstlerischen Großereignis des noch frühen Konzertjahres.

Text/Foto von Günter Vogel