© Schwäbische Zeitung 28.05.2021

Das rote Sparschwein, das Andrea Hehnle in den Händen hält, ist mit 10 000 Euro prall gefüllt. Hinter ihr stehen (v. l.) Martin Bücher, Thomas Opitz und Peter Grundler. (Foto: Kreissparkasse Biberach)

Kreissparkasse Biberach hilft Familien in Not


Der Covid-19-Hilfefonds von Caritas und Diakonie erhält von dem Geldinstitut 10 000 Euro


Biberach

Reicht das Geld? Diese Frage stellen sich im Moment viele Familien und Alleinerziehende, die wegen Corona in Not geraten sind. Oft waren Kurzarbeit, Jobverlust oder Krankheit der Auslöser. Auch Langzeitarbeitslose und Menschen ohne Ausbildung hat es hart getroffen.

Für Notsituationen haben Caritas und Diakonie vor einem Jahr den Covid-19-Hilfefonds gegründet. Gefüllt wurde er mit Spenden von Privatpersonen, der Gesamtkirchengemeinde Biberach und der Bruno-Frey-Stiftung. Dieser Fonds ist fast erschöpft. „Rund 300 Anfragen haben wir seither bekommen und fast 40 000 Euro an Überbrückungshilfen ausbezahlt“, sagt Peter Grundler von der Caritas Biberach-Saulgau. „Es trifft wie so oft diejenigen, die es vor der Pandemie schon schwer hatten und für die es jetzt noch schwerer ist, Boden unter die Füße zu bekommen. Viele von ihnen waren noch nie bei uns.“

Hilfe kommt jetzt von der Kreissparkasse Biberach und ihrer Kultur- und Sozialstiftung. Aus den Erträgen der Stiftung fließen 10 000 Euro in den Covid-19-Hilfefonds. „Als wir erfahren haben, welche Notsituationen die Pandemie verursacht hat und in welcher finanziellen Not der Hilfsfonds ist, haben wir sofort gehandelt“, sagt Martin Bücher, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach und Vorstand der Stiftung. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Stiftung haben und stocken ihr Stiftungskapital auch jedes Jahr auf, damit wir schnell und unkompliziert helfen können, wenn Hilfe gebraucht wird.“ Er kündigte zusätzliche Spenden an, falls weitere Unterstützung notwendig sein sollte.

An Andrea Hehnle gewandt, die bei der Caritas die Integrierten Hilfen für Familien verantwortet, informierte Bücher darüber, dass die Kreissparkasse bis zu zehn zusätzliche, auf zwei Jahre befristete Arbeitsplätze schaffen werde. Diese könnten auch im Jobsharing besetzt werden. Sie seien insbesondere für Stellensuchende aus dem Einzelhandel geeignet, die ihren Job verloren hätten und gerne Menschen weiterhelfen. Nach entsprechender Einarbeitung könnten sie in der Serviceberatung eine neue Aufgabe finden.

© Schwäbische Zeitung 26.05.2021

Sie alle freuten sich beim Spatenstich für das neue Pfarrhaus in Ertingen mit dabei zu sein. Hintere Reihe von links: Pfarrer und stellvertretender Dekan Gunter Ruck, Kirchenpflegerin Karin Frick, Architekt Walter Butscher, Pfarrerin Julia Kaiser, zweite Vorsitzender Paul Lenz, Pfarrerin Anna Mielitz, Bauunternehmer Karl Barth sowie die Vorsitzende des Bauauschusses Silke Renz. Davor die Kinder von Pfarrerin Julia Kaiser, die mit in das neue Haus einziehen werden. (Foto: Wolfgang Lutz

Ein Freudentag für die evangelische Kirchengemeinde

Spatenstich für eine neues Pfarrhaus in Ertingen mit Dankgottesdienst gefeiert

Ertingen

Große Freude und Erleichterung haben nun bei der evangelischen Kirchengemeinde Riedlingen geherrscht: Nach fast zehnjährigem Vorlauf fiel der Startschuss zum Bau eines Pfarrhauses beim Gerhard-Berner-Haus in Ertingen. Mit einem Gottesdienst im Freien, den ein Bläserensemble des Musikvereins Ertingen umrahmte, wurde der Spatenstich in diese Feier mit einbezogen. Durch den Neubau ergibt sich zusammen mit dem Gemeindehaus, Pfarrhaus und Pfarrbüro ein neues Gemeindezentrum für die evangelische Kirchengemeinde, daneben auch noch der Kindergarten und die Schule. „Lasst uns Gott dafür danken“, bat Pfarrerin Anna Mielitz alle Anwesenden.

Mit dem „Bavaria Marsch“ eröffnete ein Bläserensemble des Musikvereins Ertingen den Gottesdienst. „Auf jeden Fall ungewöhnliche Klänge bei unserer Kirche in dieser Zeit“, freute sich Pfarrerin Anna Mielitz und: „Das war richtig schön zum Anfang.“ Obwohl der Wunsch nach einem neuen Pfarrhaus in Ertingen schon lange besteht, waren zuvor viele Hürden zu nehmen, was eine lange Zeit in Anspruch nahm. „Plötzlich sind wir hier, beim Gottesdienst, beim Spatenstich“, freute sich die Pfarrerin. In dieser Woche gehen die Bauarbeiten los und „ich weiß nicht, ob Sie schon mal ein Pfarrhaus gebaut haben“, sagte sie zum Bauunternehmer Karl Bart, aber man freue sich auf jeden Fall, dass es los geht.

Die Voraussetzungen dazu hatte auch Architekt Walter Butscher geschaffen. Alle Gewerke habe er vergeben und es auch geschafft, die Handwerker auf den Punkt genau an die Baustelle zu bekommen. Ein Gruß galt auch der zukünftigen Hausherrin, Pfarrerin Julia Kaiser mit ihren Kindern. „Ihr könnt nun den Bau des Pfarrhauses live mitverfolgen, bevor ihr das Haus bezieht“, so Pfarrerin Mielitz.

Schon vor 25 Jahren habe man beim Grunderwerb für das Gerhard-Berner-Haus an das Pfarrhaus gedacht, das hier anschließend errichtet werden könnte, wusste die Vorsitzende des Bauausschusses, Silke Renz, zu berichten. Doch es dauerte bis zum Jahr 2013, als auf der Kirchengemeinderatsklausur eine erste Kostenschätzung für das Haus vorgestellt wurde. Der Kirchengemeinderat fasste dann den Entschluss, in Ertingen ein Pfarrhaus zu bauen und bemühte sich um finanzielle Unterstützung. „Obwohl es in unserer Landeskirche eher gegen den Trend ist, ein neues Pfarrhaus zu bauen, bestand unser Wunsch weiterhin, ein sichtbares Ensemble zu schaffen“, so Silke Renz. Also Gemeindehaus und Pfarrhaus mit Pfarrbüro an einem Ort zu erbauen. Doch es war ein zäher Gang, bis endlich der Weg frei war, um sich dem Neubau zu widmen. So konnte im Jahr 2018 das Architekturbüro Walter Butscher aus Daugendorf mit der Planung beauftragt werden. Parallel dazu bildete sich ein Bauausschuss, der zusammen mit der Kirchenpflegerin Karin Frick die Arbeit aufnahm und das Bauvorhaben begleitete. „Jetzt können wir tatsächlich an dieser Stelle den Spatenstich vollziehen. Ich freue mich riesig und hoffe auf gutes Gelingen“, so Silke Renz.

Am Schluss der Feier bat Pfarrerin Anna Mielitz auch um Gottes Segen und Beistand. „Ein jedes Haus wird von jemandem gebaut. Der, der alles errichtet hat, ist Gott.“ Und, so die Pfarrerin: „Hilf uns, dass alle Arbeiten gut gelingen. Wir bitten Dich um Deinen Beistand und Dein Geleit.“ Mit einem gemeinsam gesprochenen „Vater unser“ endete beim Gemeindehaus der nicht alltägliche Gottesdienst, in dessen Vordergrund der Spatenstich und damit verbunden die Grundsteinlegung zum Bau des neuen Pfarrhauses stand. Für Pfarrerin Julia Kaiser haben sich mit dem Neubau gleich zwei Wünsche erfüllt. Zum einen wird sie das Haus mit ihren Kindern bewohnen und zum andern entsteht dadurch neben dem Gerhard-Berner-Haus ein Anlaufpunkt für die Menschen mit ihren Anliegen und Wünschen, aber auch um sich in Gemeinschaft versammeln zu können. „Ich will das Haus mit Leben erfüllen, worauf ich mich jetzt schon freue. Wenn es dann mal laut wird, bin ich das“, fügte sie schmunzelnd hinzu mit Blick auf ihre vier Kinder, die das Haus mit bewohnen werden.

© Schwäbische Zeitung 11.05.2021

Dekan Matthias Krack hofft, dass die Heilig-Geist-Kirche noch in diesem Jahr wieder für die Bevölkerung geöffnet werden kann. (Foto T. Bosch)

Das Dach der Heilig-Geist-Kirche ist marode - Erster Bauabschnitt ist Ende Mai beendet

Dekan Matthias Krack hofft, dass die Heilig-Geist-Kirche noch in diesem Jahr wieder für die Bevölkerung geöffnet werden kann.

Sie ist die älteste evangelische Kirche in Biberach: die Heilig-Geist-Kirche. Nachdem ihr Vorgängerbau 1633 während des 30-jährigen Kriegs komplett zerstört worden war, begann im Jahr 1649 der Wiederaufbau an der Stelle des früheren Kirchengebäudes des Biberacher Hospitals. 1662 wurde die Heilig-Geist-Kirche, so wie man sie heute kennt, als evangelische Gottesackerkirche eingeweiht.

Aktuell ziert allerdings ein großes Gerüst die schöne, kleine Kirche an der Ulmer Straße. Das Dach ist marode und muss dringend saniert werden. Auch im Inneren der Kirche stehen Sanierungsarbeiten an. Ziel ist es, die Heilig-Geist-Kirche aber noch in diesem Jahr frisch renoviert wieder zu eröffnen. „Es ist eine große Herausforderung, der wir uns gerne stellen“, sagt Dekan Matthias Krack. „Vor allem, weil die Kirche unter Denkmalschutz steht. Da gilt es, alles zu erhalten, was erhalten werden kann.“

Auch für den Biberacher Architekten Frank Ladel von JKLM, Büro für Architektur, ist die Sanierung eine besondere Herausforderung. Jeder einzelne Balken im Dachstuhl der Kirche wurde vom Statiker der Firma IB Tragwerke plus und vom Holzsachverständigen Robert Ott geprüft. Viele Holzteile mussten aufgrund dieses Gutachtens denkmalgerecht ausgetauscht werden. Im November 2020 haben die Bauarbeiten am Dach begonnen. Vor allem an der Südseite der Kirche sind die Holzauflagen, die das Dach mit der Decke verbinden, stark angegriffen. „Wasser ist eingedrungen, ein Pilz- und Holzwurmbefall führte zur starken Schädigung der Konstruktion, wodurch sich das Dach nach Süden geneigt hat“, erklärt Frank Ladel. Auch die Stuckdecke im Inneren der Kirche wurde dadurch schon teilweise beschädigt. Die Sanierung wurde jetzt, trotz vorangegangener Sicherungsmaßnahmen, dringend notwendig, da sonst die Nutzbarkeit der Kirche nicht mehr gegeben gewesen wäre.

Für Frank Ladel ist die Arbeit auf dieser Baustelle besonders schön. „Vor allem auch historisch sehr interessant, man weiß nie, was man im Gemäuer findet.“ Zudem hat die Heilig-Geist-Kirche mit dem angeschlossenen Friedhof für ihn einen besonderen Charme: „Der erinnert mich an den Zentralfriedhof in Wien, ich komme sehr gerne hierher.“

Ende Mai sollen die Bauarbeiten am Dachstuhl beendet sein, dann kann der zweite Bauabschnitt im Inneren der Kirche beginnen. Hier steht die Sanierung der Decke und der Wände an. Insgesamt schätzt Dekan Krack die Kosten für die ersten beiden Bauabschnitte auf rund 740 000 Euro. „Das ist viel Geld, vor allem, wenn man bedenkt, dass aktuell auch unsere Stadtpfarrkirche renoviert wird.“ Dennoch gelte es, die historischen Kirchen zu erhalten, sodass auch die nächsten Generationen ihre Freude daran haben. „Beide Kirchen sind sehr bedeutend für unsere Stadt.“

Finanziert wird das Ganze zum einen aus Mitteln der Kirchensteuer, es gibt aber auch Zuschüsse der Deutschen Stiftung Denkmalschutz - immerhin 55 000 Euro -, aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes, des Landes und von der Landeskirche. „Besonders erfreulich sind für mich aber die Spenden aus der Bürgerschaft, die von einzelnen Euros bis hin zu hohen fünfstelligen Summen reichen“, sagt Dekan Krack. „Es ist wirklich bewegend zu sehen, wie sich Menschen mit dieser Kirche verbunden fühlen.“ Dank des Einsatzes der beiden Bundestagsabgeordneten, Josef Rief und Martin Gerster, gab es zusätzlich 150 000 Euro Sondermittel aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes. „Wir sind nach wie vor für jede Hilfe und Unterstützung sehr dankbar.“

Der dritte Bauabschnitt umfasst schließlich die Sanierung der sogenannten Epitaphien. Das sind die Gedenktafeln, die an den Seitenwänden in der Kirche hängen, sie sind meist mit der Inschrift für einen Verstorbenen versehen. „Hier wissen wir noch nicht, wie viel das kostet. Da die Epitaphien sehr alt sind und sorgsam mit ihnen umgegangen werden muss“, sagt Dekan Krack.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, soll die Kirche wieder für die Menschen geöffnet werden. Aktuell befasst sich Pfarrer Johannes Köhnlein gemeinsam mit dem Förderkreis der Heilig-Geist-Kirche über die künftige Nutzung der Kirche. Ursprünglich ist die Heilig-Geist-Kirche hauptsächlich eine Friedhofskirche, diente über viele Jahrzehnte aber als Gemeindekirche für die Heilig-Geist-Gemeinde, die jetzt zur Stadt-Kirchengemeinde fusioniert ist. Auch haben schon unzählige Konzerte in ihr stattgefunden. Wie es künftig weitergeht, das werden die Verantwortlichen gemeinsam entscheiden. „Wir freuen uns schon sehr, wenn die Kirche wieder geöffnet werden kann“, sagt Pfarrer Köhnlein. „Und wir sind sehr dankbar, dass alles bisher ohne Probleme und gut verlaufen ist.“

Text/Foto: Tanja Bosch, Schwäbische Zeitung Biberach

© Schwäbische Zeitung 07.05.2021

Die Plakate dieser Collage gestalteten Nikola Schmid und Charlotte Hefler. (Foto: Carsten Reinaerdts)

Ökumenischer Prüfungssegen für Abschlussschüler


Mut machende Impulse und Texten sollen die Prüflinge stärken

das katholische Jugendreferat Biberach hat gemeinsam mit der Profilstelle Schulpastoral Biberach und Saulgau und dem Evangelischen Jugendwerk Biberach einen ökumenischen Prüfungssegen an fünf Orten im Landkreis Biberach organisiert. Mit Mut machenden Impulsen und Texten sollen die Prüflinge bestärkt und zuversichtlich in ihre Abschlussprüfungen gehen.

„Gerade in diesen herausfordernden Zeiten der Pandemie, in denen alles anders ist - auch die Prüfungsvorbereitung - ist es wichtig, die Prüflinge zu begleiten und zu stärken“, so Carsten Reinaerdts, Dekanatsbeauftragter für Schulpastoral in den Dekanaten Biberach und Saulgau.

Beim ökumenischen Prüfungssegen handelt es sich um ein freiwilliges Angebot, das bewusst von der regulären Unterrichtszeit losgelöst ist, für Abschlussschüler sämtlicher Schularten. In Biberach und Laupheim hat der Prüfungssegen bereits stattgefunden. Die sehr dynamische Corona-Lage brachte es mit sich, dass das Format kurzfristig den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden musste.

In Biberach wagten sich trotz des sehr unbeständigen und nasskalten Wetters etwa 20 junge Menschen in den Hof des Alfons-Auer-Hauses, wo Miriam Rampp, Jugendreferentin beim Evangelischen Jugendwerk Biberach und Dominik Kern, Dekanatsjugendseelsorger der Dekanate Biberach und Saulgau, mit guten Gedanken und dem Prüfungssegen aufwarteten. In der Region Laupheim ließen die Inzidenzzahlen keine Präsenzveranstaltung in der Marienkirche zu. Daher wurde ein Video aufgenommen, das die Prüflinge über verschiedene mediale Kanäle abrufen konnten, sowie Materialien wie eine eigens angefertigte Prüfungskerze nach Laupheim geschickt. In Ochsenhausen werden fallende Zahlen abgewartet, um die Andacht zum Prüfungssegen in der Basilika feiern zu können. Der ursprünglich geplante Prüfungssegen am 5. Mai musste ausfallen. Ein Ersatztermin steht bisher noch nicht fest.

In Bad Schussenried und Riedlingen findet der Prüfungssegen jeweils am 7. Juni um 17 Uhr statt - in Bad Schussenried auf dem Schulhof der Drümmelbergschule und der Jakob-Emele-Realschule und in Riedlingen auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Realschule. „Wir hoffen, dass die Inzidenzzahlen bis dahin so sind, dass wir die Segensfeiern unter freiem Himmel, mit Maske und Abstand problemlos feiern können“, erläutert Reinaerdts den derzeitigen Planungsstand.

An den Prüfungstagen brennt symbolisch für alle Prüflinge eine Kerze in den fünf Orten, in denen der Prüfungssegen stattfand.

Die Plakate dieser Collage gestalteten Nikola Schmid und Charlotte Hefler. (Foto: Carsten Reinaerdts)

© Schwäbische Zeitung 06.05.2021

Programm zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter


Diakonie und DRK bringen das Pilotprojekt „GRIPS“ auf den Weg - Ehrenamtliche werden noch gesucht

ie Diakonie und das DRK Biberach bringen gemeinsam mit Kooperationspartnern das Pilotprojekt „GRIPS - Mach mit, bleib fit!“ auf den Weg. Zur weiteren Information gibt es eine Online-Veranstaltung über Zoom am Dienstag, 18. Mai, um 18 Uhr. Das teilen die Diakonie und das DRK mit.

„GRIPS - Mach mit, bleib fit!“ orientiert sich laut Mitteilung an dem von der Universität Nürnberg-Erlangen entwickelten SimA-Trainingsprogramm zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter. In Kassel wird das Programm seit einigen Jahren erfolgreich unter dem gleichnamigen Begriff „GRIPS - kompetent im Alter“ durchgeführt. In regelmäßigen Gruppenstunden werden mithilfe geistiger und körperlicher Übungen drohenden Alterserscheinungen vorgebeugt. Die Inhalte sind an die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angepasst und die Gruppe bietet Platz, altersrelevante Themen aufzugreifen, um den Alltag zu erleichtern.

Die Resonanz auf eine erste Gruppe in Kirchdorf an der Iller im Herbst 2019 war laut Mitteilung äußerst positiv. Nun sollen weitere GRIPS-Gruppen in den Gemeinden des gesamten Illertals und südöstlichen Landkreises Biberach entstehen. Unterstützt werden die Diakonie und das DRK Biberach dabei vom Landratsamt, AOK Ulm-Biberach, Caritas und Netzwerk Demenz.

Im Juni und Juli soll eine Schulung für ehrenamtliche GRIPS-Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen stattfinden. Hierfür werden in einigen Gemeinden im südöstlichen Landkreis noch Ehrenamtliche gesucht. Die Schulung wird von der AOK Ulm-Biberach gefördert.

Informationen zur Schulung und zum Projekt erhalten Interessierte am Dienstag, 18. Mai, von 18 bis 19 Uhr online in einer Zoom-Veranstaltung. Die geplanten Veranstaltungen in Kirchdorf an der Iller, Rot an der Rot und Ochsenhausen fallen aufgrund der aktuellen Beschränkungen aus.

Interessierte können sich bis Montag, 17. Mai, melden unter: Diakonie Biberach - Hilfen im Alter, Irene Richter, Tel.: 0174 / 5836736, DRK-Kreisverband Biberach, Daniela Ruf, Tel.: 07351 / 1570-32 oder über E-Mail an grips@mail.de

Weitere Informationen über „GRIPS - Mach mit, bleib fit!“ finden sich unter www.diakonie-biberach.de und www.drk-bc.de