Gesamtkirchengemeinde Biberach

Zur Gesamtkirchengemeinde Biberach gehören die Stadt-Kirchengemeinde, die Friedenskirche und die Versöhnungskirche in Ummendorf.

Struktur der neuen Stadt-Kirchengemeinde ab 1. September 2018:

Die Evangelische Stadt-Kirchengemeinde wird neben der Dekanatsstelle über drei 100%-Pfarrstellen verfügen, wobei davon 25% auf das Jugendpfarramt im Kirchenbezirk entfallen. In der neuen Gemeinde bleiben die "Pfarrbezirke" bestehen, für die jeweisl ein/eine Pfarrer/Pfarrerin zuständig ist: Für Seelsorge, Taufen, Trauungen und Beerdigungen.

Pfarrbezirk Stadtpfarrkirche
Dekan Hellger Koepff (SPK I)
Pfarrer Ulrich Heinzelmann (SPK II)

Pfarrbezirk Heilig-Geist-Kirche

Pfarrer Johannes Köhnlein

Pfarrbezirk Bonhoefferkirche
Pfarrer Johannes Schüz

Im Zuge der Fusion werden manche Aufgabengebiete der Pfarrer/Pfarrerinnen neu verteilt.

Viele Gemeindeglieder werden weiterhin von Ihrem bekannten Pfarrer/ Ihrer Pfarrerin betreut, allerdings mussten einige Straßenzüge einem anderen Pfarrbezirk zugewiesen werden.

Unter dem Gemeindefinder können Sie Ihre Straße eingeben und es wird Ihnen der Kirchenbezirk genannt. Siehe Gemeindefinder.

Pfarrbezirk Friedenskirche
Pfarrer Peter Schmogro
Pfarrerin Birgit Schmogro

Pfarrbezirk Versöhnungskirche Ummendorf
Pfarrerin Andrea Luiking.


Sie wollen mehr über die Gesamtkirchengemeinde Biberach erfahren?
Besuchen Sie die Homepage der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Biberach:

 

 

 

Kleine Biberacher Stadtgeschichte

Der markant, fast 70 m hohe Turm der Stadtpfarrkirche St. Martin überragt die ehemalige Freie Reichsstadt mit heute über 30.000 Einwohnern. Mit dem Kirch- und dem Marktplatz ist er das Zentrum eines fast noch geschlossenen Altstadtensembles, Bürger- und Patrizierhäusern, Brunnen auf lebhaften Plätzen, Museen bedeutender Maler (Braith und Mali, Pflug und Bräckle) und des bekanntesten Biberachers, Christoph Martin Wieland (1733-1813).

 

Selbstbewusstsein und fundiertes bürgerschaftliches Leben in Biberach speisen sich aus drei Quellen:


 Der „Spital“ als eine Einrichtung in christlicher Verantwortung für kranke, alte und einsame Menschen, im 13. Jahrhundert gegründet, war Garant für eine zuverlässige Verwaltung der Bürgerinteressen. Viele Stiftungen machten dieses Sozialwerk wohlhabend, und noch heute leben Biberachs Senioren im spitälischen „Bürgerheim zum Heiligen Geist“. Die alten Spitalgebäude umfassen heute zwei sehenswerte Kirchen beider Konfessionen, das Biberacher Museum sowie städtische Ämter.


Die zweite Quelle besonderer Entwicklungen ist die Stadtpfarrkiche St. Martin aus dem 14. Jahrhundert. Nach 17 Jahren in alleiniger evangelischer Nutzung ist sie seit 1548 auf kaiserliche Anordnung und durch Ratsbeschlüsse „simultan“, also im Besitz und Gebrauch durch Evangelische und Katholiken, bis auf den heutigen Tag. Bis heute auch sorgt die „Gemeinschaftliche Kirchenpflege“ von Stadt und beiden Kirchen für den Unterhalt des Gebäudes. Durch die Jahrhunderte waren Erfahrungen der Ökumene in Biberach selbstverständlich – aber auch die Erfahrung, dass die Zusammengehörigkeit aller Christen immer wieder neu gewonnen werden muss.


Das wirkte sich auch auf die dritte Quelle der Stadtgeschichte aus, die „Biberacher Parität“, die bald nach dem „Simultaneum“ und endgültig seit 1648 bis zum Ende der Reichsstadt die wesentlichen städtischen Ämter konfessionell „paritätisch“ besetzte und damit einen (meist) friedlichen und nützlichen Wettbewerb in politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und kirchlichen Fragen in Gang hielt. Zum Nutzen der Stadtentwicklung ist das noch heute spürbar, sichtbar gemacht im alljährlichen historischen Umzug beim Kinder- und „Schützenfest“.