Gottesdienst: Palmsonntag (Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein) 05. April 2020, 9 Uhr (Pfarrer Ernst Eyrich)

Palmsonntag (Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein) 05. April 2020, 9 Uhr  (Pfarrer Ernst Eyrich)

 

Glocken der Wainer Michaelskirche oder der umliegenden Kirchen

In der Wainer Michaelskirche brennen die Altarkerzen

 

Eingangslied EG 440, 1-4    All Morgen ist ganz frisch und neu

(in der Gemeinschaft mit allen Musizierenden und Singenden)

 

Votum

Im Namen Gottes des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes. AMEN

 

Wochenspruch

Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3, 14b.15 – Gemeint ist die Erhöhung im Tod am Kreuz. Wir dürfen an ihn glauben, um ins Leben zu kommen, ins unzerstörbare Leben.

 

Wochenpsalm - EG  731 Psalm 69

Gott, hilf mir!

Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.

Ich versinke in tiefem Schlamm,

wo kein Grund ist;

ich bin in tiefe Wasser geraten,

und die Flut will mich ersäufen.

Ich habe mich müde geschrien,

mein Hals ist heiser.

Meine Augen sind trübe geworden,

weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

Ich aber bete zu dir, Herr, zur Zeit der Gnade;

Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

Errette mich aus dem Schlamm,

dass ich nicht versinke,

dass ich errettet werde vor denen, die mich hassen,

und aus den tiefen Wassern;

dass mich die Flut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge

und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe.

Erhöre mich, Herr, denn deine Güte ist tröstlich;

wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit

und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte,

denn mir ist angst; erhöre mich eilends.

Nahe dich zu meiner Seele und erlöse sie,

Gott, deine Hilfe schütze mich!

 

Gesungenes Ehr` sei dem Vater …

 

Eingangsgebet

Herr Jesus Christus! Du kommst zu uns! Du hast uns nicht übersehen. Du hast uns nicht vergessen! Du kommst in unsere Stadt. Du kommst in unser Dorf. Du kommst in unser Leben. Du weißt, wer wir sind, wo wir wohnen, was uns bewegt und wie es uns heute geht. Du kommst zu uns als der Helfer, als der Retter und als der Heiland. Mach uns bereit uns von dir helfen zu lassen, uns von dir retten zu lassen, uns von dir heilen zu lassen. Öffne unsere Ohren, öffne unsere Lippen, öffne unsere Hände. Herr, öffne unsere Herzen. Du kommst zu uns. Wir wollen dich in unser Leben einziehen lassen. Dein Leiden und Sterben wollen wir in dieser Woche besonders bedenken: Als für uns geschehen! Dank sei dir, o Jesus! AMEN

 

Stilles Gebet

Wir beten weiter in der Stille, mit einander und füreinander …

Danke Herr Jesus, dass du uns hörst, dass du uns erhörst und dass du uns liebhast. AMEN

 

Schriftlesung aus Matthäus 21, 1-9     Jesu Einzug in Jerusalem

Als sie nun in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen. Das geschah aber, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht "Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers." Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Volk aber, das ihm voranging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Das Volk aber sprach: Das ist der Prophet Jesus aus Nazareth in Galiläa. AMEN

 

Lasst uns antworten auf das Wort der Heiligen Schrift mit den Worten unseres Glaubens:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.   Amen.

 

Wochenlied EG 91, 1-5+10  Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken

 

Predigttext Markus 14, 1-9

Der Plan der Hohenpriester und der Schriftgelehrten  – Salbung in Bethanien

Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest und den Tagen der Ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten.

Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe.

Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

 

Predigt

Liebe Gemeinde,

was für eine Szene?! Sie wirkt wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Eine namenlose und doch seit Jahrtausenden berühmte Frau tritt urplötzlich in das Haus Simons, des Aussätzigen, ein und stört die Männerrunde. Sie klopft nicht an. Sie stellt sich nicht vor. Sie redet kein einziges Wort. Sie macht` s einfach! Völlig unvermittelt salbt sie Jesu Haupt mit kostbarem und wertvollem Nardenöl.

 

Die namenlose und doch seit Jahrtausenden weltberühmte Frau bleibt bei dem, was sie sich vorgenommen hat. Sie bleibt sich treu. Sie bleibt Jesus treu. Markus erzählt uns von dieser Tat der Liebe, ja, von diesem Attentat der Liebe auf Jesus. Ein Jahreseinkommen eines Tagelöhners „verduftet“ im wahrsten Sinne des Wortes. Wie kann man im Ernst einen ganzen Jahreslohn buchstäblich auf den Kopf hauen, pardon: gießen? Wie viel Schweiß und Anstrengung, wie viel Hoffen und Bangen, wie viel Laufen und Rennen, wie viel Kraft und Ausdauer musste aufgebracht werden, um dieses Kapital zu erwirtschaften? Und das alles nur für einen kurzen Auftritt, für einen Augenblick!? Die Vernunft bringt das nicht zusammen! Die namenlose und doch seit Jahrtausenden weltberühmte Frau bleibt sich treu. Sie bleibt Jesus treu. Sie hat Gottes Hilfe erfahren. Die Liebe Gottes ist ausgegossen in ihr Herz (Römer 5, 5b). Und nun schüttet sie ihre Liebe über Jesus aus, den Sohn Gottes. Das ist ihre Sprache der Liebe!

 

Jesus lässt diese „verschwenderische“ Liebe an sich geschehen. Er weicht ihr nicht aus. Er steht nicht empört auf. Er stellt sie und ihre Tat nicht in Frage. Er spricht die Frau auch nicht an mit den Worten: „Das wäre aber nicht nötig gewesen!“ – Doch, es scheint nötig gewesen zu sein. Die Frau weiß das und Jesus weiß das auch! Jesus versteht diese Frau und ihre Tat. Salbungsvolle Worte sind nicht nötig. Hingabe zu Jesus ist nötig in dieser lieblosen Welt. Hingabe zu Jesus ist notwendig im wahrsten Sinne des Wortes: Not wendend!

 

Und wir? Auf der einen Seite geben wir dieser Frau Recht und doch können wir den Widerspruch der anwesenden Augenzeugen verstehen! Aber Jesus nimmt diese Frau und ihre Tat, ihr Attentat der Liebe, in Schutz. Sie tut ihm wohl  auch rein menschlich gut (es tut auch uns körperlich und seelisch gut, wenn wir uns mit wohlriechenden Ölen einreiben – Wellness!!).

 

Und doch ist diese Salbung weit mehr! Diese Frau erweist sich in dieser kleinen Runde als Prophetin, die mit ihrer Wohltat Jesus als den Messias bezeugt und verkündigt: Als König, als Priester und als Prophet. Die Salbung hat eine tiefe theologische Bedeutung: „Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein!“ (Psalm 23) – Könige wurde bei ihrer Inthronisation gesalbt (Saul und David). Die Salbung Jesu bedeutet in Wirklichkeit: Jesus ist der König –  der König, den die Weisen aus dem Morgenland suchten. Er ist der König der Juden, wie es am Kreuz stehen wird (INRI) und er ist der König der ganzen Welt. Weiter bedeutet diese Salbung – ich zitiere Martin Luther – (Luther deutet diese Salbung als die Bezeugung des Artikels vom ewigen Leben und von der Auferstehung): „ Es ist ein sehr alt Ding, dass man die Toten so gut wartet und die Leichname erhält, dass sie nicht verfaulen. Man bezeugt, dass der Mensch nach diesem Leben ewig leben wird. So hat man den Artikel von der Auferstehung der Toten bekannt. Wenn sie mir, spricht Christus, die Ehre antun, die man anderen Toten antut, die gewaschen und bekleidet werden, warum zürnest du?“

 

Eine einzige gute Tat kann auch heute noch häufig den Widerspruch der Öffentlichkeit hervorrufen. Da stehen auf einmal tausend und ein Grund im Vordergrund, die sagen, dass die gute Tat doch falsch war. So auch hier. Die Tat – das Attentat der Liebe – missfällt den ach so vernünftigen Anwesenden. „Es ist Unsinn“, sagt die Vernunft!“ (Erich Fried) -  Die Armen werden vorgeschoben. Sozial wird argumentiert. Biblisch wird begründet! Das muss doch richtig sein?! Wer kann dem widersprechen? Jesus wird es sich nicht leisten können, dem göttlichen Gebot der Nächstenliebe zu widersprechen.

 

Und doch widerspricht Jesus dem Widerspruch der Kritiker. Er setzt ihrem Aber sein Aber entgegen! Die Kritik an der Frau gilt in Wirklichkeit ihm. Die Augenzeugen haben die Liebestat und auch die Symbolhandlung in ihrer Tiefendimension längst verstanden. Die Frau muss herhalten. Schließlich muss wenige Tage vor dem kurzen Prozess und der geplanten Kreuzigung vieles geheim gehalten werden. (Furchtbar düsterer Kontext unserer so hellen Predigtperikope: der Beschluss der Hohenpriester und der Schriftgelehrten, Jesus zu töten VV. 1f.– sowie der Verrat des Judas Iskariot VV. 10f – Er wird Geld nehmen für seine böse Tat!).

 

Sind Nächstenliebe und Gottesliebe (Liebe zu Gott) gegeneinander auszuspielen? Wohl kaum. Auch Jesus ist der Nächste. Das Doppelgebot der Liebe ist nicht alternativ, sondern kooperativ zu hören und zu gestalten. Die Liebe zum Nächsten entspringt aus der Liebe zu Gott und zu seinem Sohn Jesus Christus. „Die Liebe zu Gott ist dem Glaubenden als Unterpfand der Gnade gegeben“ (Augustin). „Gott hat seinen Sohn dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Römer 8, 32). Das hat die Frau verstanden. Sie salbt Jesus. Wir hören von ihr keine salbungsvollen Worte, sie ist keine Quacksalberin. Wir sehen schlicht die Tat der Nächstenliebe. Auch Jesus ist unser Nächster. Er ist der Nächste der ganzen Welt! Heute noch! Weil Jesus sich für uns dahingegeben hat, deswegen geben sich Christen Jesus hin. Das ist die schlichte Begründung für solche beeindruckenden und tatkräftigen Leben wie das von Wichern, Bodelschwingh und Mutter Teresa und vieler auch Unbekannter und Namenslosen, die die Liebe zu Jesus den Nächsten haben spüren lassen.

 

Die Alternative lautet nicht: Verschwendung oder Liebe – müsste nicht vielmehr gepredigt werden: verschwenderische Liebe?! Luther: „Denn das ist die Natur der Liebe, dass sie dient und nicht herrscht; was man liebt, dem dient man.“ Wer die verschwenderische Liebe der namenlosen und doch seit Jahrtausenden berühmten Frau in Frage stellt, begeht ein Attentat auf die Liebe und damit auf Jesus.

 

So sind auch wir zur Wohltat aufgerufen, liebe Gemeinde. „Das Christentum ist bei den meisten keine Inbrunst mehr, sondern eine bequeme Gewohnheit. Wir haben vergessen, dass es auch eine Forderung ist!“ (Sören Kierkegaard). So können wir von der namenlosen und

doch weltberühmten Frau lernen. Wer ehrlich ist und gelegentlich Bilanz in seinem Leben zieht, erkennt, dass die Eigenliebe (Egoismus) in Wirklichkeit ein Attentat auf die eigene Seele ist.

 

Da versteckt sich ein Weizenkorn in der Scheune. Es wollte nicht gesät werden. Es wollte sich nicht opfern. Es wollte sein Leben retten. – Es wurde nie zu Brot. Es kam nie auf den Tisch. Es wurde nie gesegnet und nie ausgeteilt. Es schenkte nie sein Leben. Es schenkte nie Freude. Eines Tages kam der Bauer. Mit dem Staub fegte er das Weizenkorn weg. – So ergeht es dem Menschen, der nur an sich selbst denkt. Er betrügt sich um seine Bestimmung und um seinen Lebenssinn. Ganz anders die Frau. Sie stand zu Jesus und zu ihrer Tat der Liebe, die sie sich vorgenommen hatte. Sie gab alles her, was sie hatte und verschenkte es an Jesus.

 

Viele Menschen haben sich darüber Gedanken gemacht und die Hingabe zu Jesus in einem wunderbaren Zitat zusammengefasst:

 

·       Wenn Gott Menschen misst, legt er den Maßstab nicht um den Kopf, sondern ums Herz (Irisches Sprichwort)

·       Ein Tröpflein Liebe ist mehr wert als ein ganzer Sack voller Gold (Friedrich von Bodelschwingh)

·       Liebe, die von Herzen liebt, ist am reichsten, wenn sie gibt. (Emanuel Geibel)

 

In das Herz dieser namenlosen und doch weltberühmten Frau war die Liebe Gottes hineingegossen. Wie geht das? Das fängt damit an, dass ein Mensch in das Licht Gottes kommt. Wer dort mit ehrlichem Herzen vor dem heiligen Gott steht, erschrickt im selben Moment über die eigene Sünde und den Abgrund menschlicher Verlorenheit. Der merkt: Ich passe ja gar nicht zu Gott. Ich kann ihm so nicht begegnen! In solch einem Zustand ist diese Frau Jesus begegnet. Da hat sie kein Hochgefühl gehabt, sondern nur eines gespürt: Dieser Jesus stößt mich nicht weg! Im Gegenteil: Jesus ist gekommen, um gerade solche Menschen wie mich zu suchen, sie von ihren Sünden frei zu machen und mich heimzusuchen, nach Hause zum Vater in sein Vaterhaus zu lieben. Genau da hat sie ihr Herz der Liebe Gottes in Jesus Christus weit aufgemacht!

 

Wie sieht das bei uns aus? Jesus hat einige Tage später, nach seinem Kreuz und nach seiner Auferstehung, den Petrus gefragt: „Hast du mich lieb?“ - Er stellt diese Frage auch uns. Wir werden sie nur dann beantworten können, wenn uns klar geworden ist: Jesus hat gerade mich lieb, mit all meiner Schuld und Sünde. So lieb, dass er für mich ans Kreuz gegangen ist.

 

Jesus liebt uns so sehr, dass er nicht nur eine Flasche Parfüm auf den Kopf schlägt, sondern zuerst den Himmel und dann sein Leben opferte und für uns ans Kreuz ging. Das kann keine Vernunft und kein Verstand erfassen. „Es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist, was es ist, sagt die Liebe: Es ist Liebe! ... Wer nur die Hälfte liebt, der liebt dich nicht halb, sondern gar nicht, der will dich zurechtschneiden, amputieren, verstümmeln … (Erich Fried 1921 – 1988).

 

Die Tat der unbekannten und namenlosen Frau aus Markus 14 duftet nach. Dieser Duft bleibt der ganzen Welt bis zur Stunde in Erinnerung. Die unbekannte und namenlose Frau stellt uns heute noch Fragen. Nehmen wir die Hingabe zu Jesus als Aufgabe für unser Leben an? Die Hingabe zu Jesus ist nicht aufzugeben! Sie kann einfach und sie kann schwer sein. Die vergänglichen Werte wie Zeit und Geld, Gesundheit und Lebenskraft (werden besonders in der Corona-Zeit in Frage gestellt) bringen einen großen Segen, wenn man sie loslässt und einsetzt, sie hingibt und verschenkt. Wir sollten all die vergänglichen Dinge des Lebens dankbar empfangen und fröhlich verschenken. So sind sie für uns, für andere und für das Leben ein großer Gewinn. – Die ewigen Werte, der Glaube an Jesus, die Liebe zu anderen, die Hoffnung auf die Zukunft Gottes, das Vertrauen in die Macht Jesu bringen einen großen Segen, wenn man sie festhält.

 

Die Hingabe zu Jesus ist eine fruchttragende Entscheidung in die Zukunft, für Gottes Reich, im Himmel und auf Erden. Die Hingabe zu Jesus ist eine alternative Investition. Wir können uns eigentlich diesen verschwenderischen Luxus nicht leisten, auf diese Hingabe zu verzichten.   AMEN

 

Lied nach der Predigt EG 400, 1-7 Ich will dich lieben, meine Stärke

 

Fürbittengebet

Dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist!

Dein froh- und freimachendes Evangelium ist uns verkündigt worden. Du bist uns begegnet im Wort der Schrift und der Predigt. Du hast uns überwältigt mit deiner Liebe. Du bist zu uns gekommen. Wir kommen zu dir mit all dem, was uns bewegt:

 

Dir wollen wir mehr Raum geben in unserem Denken, Reden und Handeln, in unserem Alltag und in den kommenden Feiertagen. Du hast dich auf unsere Seite gestellt. Gib uns Kraft, uns zu dir zu bekennen. Stärke unseren Glauben. Hilf allen, die müde und erschöpft sind, weil sie viel Verantwortung und Sorge für andere Menschen tragen. Trage du sie!

 

Hilf allen, die darunter leiden, dass ihre Kräfte weniger werden und ihre Leistungen nachlassen durch Alter oder Krankheit. Lass sie spüren, dass du bei ihnen bist. Sei bei den Sterbenden! Tröste die Traurigen und Trauernden!

 

Segne die Verkündigung deines Wortes auf der ganzen Welt. Vertiefe das Verständnis der Christen untereinander. Führe die Generationen und Konfessionen zusammen. Heile uns, wenn wir durch die Angriffe anderer verletzt sind oder gar verbittern.

 

Erfülle uns in der Karwoche mit deiner Auferstehungshoffnung, damit wir mutig und zuversichtlich unseren Weg gehen. Wir rufen zu dir: Hosianna, Herr hilf doch! AMEN

 

Vater unser im Himmel …

 

Lied nach dem Vaterunser EG 610, 1-3   Lob, Anbetung, Ruhm und Ehre

 

Abkündigungen

Das Opfer an Karfreitag erbitten wir für die Aktion: Hoffnung für Osteuropa. Wir unterstützen damit diakonische Projekte in Rumänien (Kinderhospiz), in Georgien (Pflegebedürftige), Griechenland (Flüchtlingshilfe) und vieles mehr. Sie können Ihr Opfer im Pfarrhaus einwerfen oder auf das Konto der Ev. Kirchenpflege Wain überweisen. Bis zu 100 Euro gilt Ihr Kontoauszug als Spendenbescheinigung für das Finanzamt.

Kontonummern der Ev. Kirchengemeinde Wain

Volksbank Laupheim IBAN DE05 6549 1320 0030 2690 08

Kreissparkasse Biberach        IBAN DE07 6545 0070 0000 9023 80

 

Schlussvers EG 421  Verleih uns Frieden gnädiglich

 

Segen

Der Herr segne euch und behüte euch.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.

 

Dreifaches AMEN (dazu kann das Kreuz geschlagen werden)