Gottesdienst Rogate (Betet) am 17. Mai 2020

Rogate (Betet), 17.05.2020, 9 Uhr
in der Wainer Michaelskirche /Gemeindehaus oder bei Ihnen zuhause

·       Liturgie und Predigt: Pfarrer Ernst Eyrich

 

Glocken der Wainer Michaelskirche oder der umliegenden Kirchen

In der Wainer Michaelskirche brennen die Altarkerzen

 

Orgelvorspiel

 

Eingangslied EG 133, 1+5    Zieh ein zu deinen Toren

 

Votum

Im Namen Gottes des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes. AMEN

 

Wochenspruch

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66, 2

 

Wochenpsalm 118 – EG 747

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich.

Der Herr ist meine Macht und mein Psalm

            und ist mein Heil.

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten:

Die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Die Rechte des Herrn ist erhöht;

die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben

und des Herrn Werke verkündigen.

Der Herr züchtigt mich schwer;

aber er gibt mich dem Tode nicht preis.

Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit,

dass ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.

Das ist das Tor des Herrn;

die Gerechten werden dort einziehen.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast

und hast mir geholfen.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,

ist zum Eckstein geworden.

Das ist vom Herrn geschehen

und ist ein Wunder vor unsern Augen.

Dies ist der Tag, den der Herr macht;

lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

O Herr, hilf!

O Herr, lass wohlgelingen!

Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seid.

Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet.

Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!

 Du bist mein Gott, und ich danke dir;

mein Gott, ich will dich preisen.

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich.

 Ehr` sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist …

 

Eingangsgebet und Stilles Gebet

Allmächtiger, heiliger, ewiger Gott! Wir danken dir, dass du uns hörst, wenn wir dich im Gebet anrufen. Wir danken dir, dass du dich uns zuwendest, wenn wir dich um deinen Heiligen Geist bitten. Wir preisen deine Barmherzigkeit, mit der du dein Ohr zu deiner Gemeinde neigst und deine Kirche in dein Herz aufnimmst.

Wir bitten dich im Namen Jesu Christi: Sei du mitten unter uns. Dein Wort soll uns treffen, damit wir uns von dir verändern lassen. Nimm das Lob unserer Lieder an und höre auf unser Gebet. AMEN

 

Wir beten weiter in der Stille, mit einander und füreinander …

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von uns wendet.

 

Schriftlesung aus Lukas 11, 5-13    Der bittende Freund

5 Und er sprach zu ihnen: Wer unter euch hat einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote; 6 denn mein Freund ist zu mir gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann, 7 und der drinnen würde antworten und sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben. 8 Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seines unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf. 9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 10 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. 11 Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater um einen Fisch, und der gibt ihm statt des Fisches eine Schlange? 12 Oder gibt ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

 

Lasst uns antworten auf das Wort der Heiligen Schrift mit den Worten unseres Glaubens:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.   Amen.

 

Wochenlied EG 344, 1-5

 

Predigttext: Matthäus 6, 5-15 – Vom Beten. Das Vaterunser

5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. 7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. 9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.] 14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.       

 

Predigt

Liebe betende Gemeinde, 

ein Gebet umspannt die Welt. Es ist das Vaterunser. Es ist das Gebet des Herrn. Es ist das Gebet schlechthin. Es wird in jedem Augenblick irgendwo auf dieser Welt von irgend-jemandem gebetet oder gesungen. Es umspannt die Welt. Wir sind ein Teil dieser Beter und Beterinnen. Zig-fach vertont wurde dieses Gebet. Wir gehören mit zu diesen Sängern und Sängerinnen, liebe Gemeinde. Wir nehmen regelmäßig an dieser Gebetsgemeinschaft, an diesem Weltenchor teil. Wir beten es gemeinsam im Gottesdienst. Wir beten es aber auch allein zuhause. Erst neulich hat mir jemand gesagt: Ich bete es jeden Abend!

 

In Jerusalem steht auf dem Ölberg die Paternoster-Kirche, die Vaterunser-Kirche. Es ist der Ort, an dem Jesus das Gebet seinen Jüngern beigebracht hat. Als ich dort stand und das Vaterunser betete, war ich tief bewegt. Das war mehr als ein Gänsehautmoment. Ort und Wort waren so dicht beieinander und sind miteinander verschmolzen. Bereits im Jahr 330 n. Chr. ließ Helena, die Mutter des Römischen Kaisers Konstantin, dort eine Kirche errichten (Helena bedeutet: Die Leuchtende. Sie wurde zu einer Schlüsselfigur der Verbreitung des Evangeliums und des Christentums). Die von Helena errichtete Kirche wurde im Jahr 614 n. Chr. von den Persern vernichtet. 1874/75 wurde die heutige Paternoster-Kirche errichtet und wird von französischen Karmeliterinnen betreut. An den Wänden der Vorhalle und des Kreuzganges wurden Tafeln mit dem Text des Vaterunsers in 140 Sprachen angebracht. Im Innern der Kirche findet man sogar eine Tafel des Vaterunsers in Blindenschrift. Fürwahr: Ein Herz und Sinn bewegender historischer Ort.

 

Ja, das Vaterunser ist das Gebet schlechthin. Wir dürfen es kennen und wir dürfen es beten. Vier Prominennte möchte ich nun erwähnen, was sie zum Vaterunser gesagt haben: Bonhoeffer, Luther, Thielicke und Matthias Claudius. Dazu noch eine fünfte Person, eine gänzlich unbekannte Frau.

 

Bonhoeffer: „Wenn wir Jesu Gebet beten dürfen, wenn er uns auf seinem Wege zu Gott mit hinaufführt, dann sind wir von der Qual der Gebetslosigkeit befreit. Das aber will Jesus Christus. Er will mit uns beten, wir beten sein Gebet mit und dürfen darum gewiss und froh sein, dass Gott uns hört.“ – Wir müssen das Vaterunser nicht beten, liebe Gemeinde. Wir dürfen es beten. Es schenkt uns Worte, wenn uns Worte fehlen, wenn wir meinen, nicht beten zu können. Es befreit uns aus der Qual der Gebetslosigkeit. Wenn wir nicht wissen, was und wie wir beten sollen – solche Situationen gibt es im Leben zuhauf – da ist das Vaterunser keine billige Alternative, sondern das passende Gebet. Im Vaterunser ist alles enthalten, was uns bewegt, liebe Gemeinde. Das ist ein schöner Gedanke von Bonhoeffer: Das Vaterunser befreit uns aus der Qual der Gebetslosigkeit. Es kann auch still und leise gebetet werden, wenn wir merken, dass gebetet werden sollte, weil wir uns in einem schwierigen Gespräch oder in einer gefährlichen Situation befinden. Es ist ein ganz persönliches Gebet und ein Allround-Gebet. Es verbindet Himmel und Erde und es verbindet Menschen, Völker und Rassen.

 

Martin Luther ging regelmäßig zum Frisör. Er sagte allerdings nicht Frisör, sondern Barbier. Sein Barbier hießt Peter. Eines Tages hat sich der Barbier Peter von Martin Luther eine Anweisung zum Beten gewünscht.

 

„Lieber Meister Peter, ich geb’ s euch so gut, wie ich’s habe und wie ich selber mich beim Beten verhalte. Unser Herr Gott gebe es euch und jedermann, es besser zu machen. Amen.

 

Erstlich, wenn ich fühle, dass ich durch fremde Geschäfte oder Gedanken kalt und ohne Lust zu beten geworden bin, wie denn das Fleisch und der Teufel stets das Gebet abwehren und hindern, nehme ich mein Psälterlein, laufe in die Kammer oder, wenn’s der Tag und die Zeit ist, in die Kirche zu den Leuten und fange an, die zehn Gebote, das Glaubensbekenntnis und, je nachdem wie ich Zeit habe, etliche Sprüche Christi, des Paulus oder der Psalmen mündlich für mich selbst zu sprechen, ganz und gar wie die Kinder tun. Darum ist’s gut, dass man das Gebet morgens früh das erste und abends das letzte Werk sein lasse. Und man hüte sich mit Fleiß vor diesen falschen, betrügerischen Gedanken, die sagen: Warte ein wenig, in einer Stunde will ich beten; ich muss dies oder jenes zuvor erledigen. Denn mit solchen Gedanken kommt man vom Gebet in die Geschäfte, die einen dann halten und umfangen, so dass aus dem Gebet den ganzen Tag nichts wird.“ Luther hat also regelmäßig festvorformulierte Texte gebetet.

 

Weiter schreibt Luther an seiner Barbier Peter: „Mit dem Gebet ist es wie bei einem guten, fleißigen Barbier. Der muss seine Gedanken, seinen Sinn und seine Augen ganz genau auf das Schermesser und auf die Haare richten und darf nicht vergessen, wo er im Strich oder im Schnitt ist. Wenn er aber zugleich viel plaudern und anderswohin denken oder gucken will, so würde er einem leicht Mund und Nase, und die Kehle dazu abschneiden. Also will ein jegliches Ding, wenn es richtig gemacht werden will, den Menschen ganz haben mit allen Sinnen. Wie viel mehr verlangt das Gebet das Herz einzig, ganz und allein haben, wenn es ein gutes Gebet sein soll!“

 

Beim Beten geht es also um unser Herz. Es geht darum, dass unser Herz zu sprechen beginnt. Darum ist Jesus wohl auch so deutlich in seinen Worten: „Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.“

 

Plappern wie die Heiden! Jesus nimmt hier Bezug auf das, was in der griechischen und römischen Welt üblich war. Die langen Gebete zu den vielen Göttern und Götzen sollten die Götter und Götzen müde machen (fatigare Deos – die Götter müde machen!). Wir kennen das auch aus unserer Zeit: Da wird man dermaßen zugetextet, dass man nur noch seine Ruhe haben möchte. Man ist von dem vielen Reden des anderen müde geworden und total erschöpf und macht Zusagen, die man eigentlich gar nicht machen wollte. Man will eben seine Ruhe haben. Fatigare Deos nannten das die Römer: Die Götter müde machen. 

 

Helmut Thielicke spricht vom Vaterunser als einem Prisma, in welchem „das ganze Licht des Lebens eingefangen ist. Keiner wird sagen dürfen: Mich lässt er leer ausgehen oder an meine Lebensnot hat er nicht gedacht. Es kann an den Wiegen und an den Särgen gesprochen werden.“ Lob Gottes, sein Wille, tägliches Brot, Vergebung, nicht in Versuchung führen, Erlösung, dein ist das Reich – Doxologie als Abschluss.

 

Eine Frau erzählte einmal, sie bete das Vaterunser täglich. Von Jugend auf habe sie das so gehalten. Früher sei sie schnell damit fertig gewesen. Auch wir wissen, dass das Vaterunser schnell heruntergespult und unbedacht gebetet werden kann. Also früher sei sie schnell mit dem Vaterunser fertig gewesen. Je älter sie werde, umso länger brauche sie für das Vaterunser. Ihr Gegenüber fragte sie, wie sie das meine! Darauf antwortete sie: „Manchmal, wenn ich mit der Bitte fertig bin `und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern `, dann möchte ich schnell weitersprechen `und führe uns nicht in Versuchung`. Aber ich weiß, ich habe meinem Nachbarn noch nicht vergeben, und wenn ich jetzt weiterbete, bin ich schon der Versuchung erlegen: also wiederhole ich wieder und wieder `wie wir vergeben unseren Schuldigern` und manchmal schlafe ich darüber ein.“

 

Ja, man kann schnell mit dem alten – vielleicht zu sehr vertrauten – Vaterunser fertig sein. Wenn wir recht beten wollen, genügt es nicht, die vorgegebenen Worte nachzuplappern. Wenn ich mich recht entsinne war es Martin Luther, der das Vaterunser einmal als den größten Märtyrer der Kirche und der ganzen Kirchengeschichte bezeichnet hat. In der Tat kann das Vaterunser missbraucht und heruntergeleiert werden – wer es aber ernsthaft und gewissenhaft betet, der ist nie mit ihm fertig. Selbst derjenige, der es nur herunterleiert, kann vom Heiligen Geist überrascht werden und plötzlich von der einen oder anderen Zeile überrascht und sogar überwältigt werden.

 

Das Vaterunser bleibt frisch und neu, kraftvoll, tröstend und doch auch anspruchsvoll. Es bewegt uns, es zeigt uns, dass wir gar nicht so gut sind. Es zeigt uns, dass das Reich Gottes kommt und es auch zu uns kommen soll, und wir uns verändern lassen sollen zum Handeln in dieser Welt, dass auch durch uns das Reich Gottes kommen möge. Was für eine hohe Auszeichnung, die uns Jesus in seinem Gebet verleihen möchte und das er uns anvertraut hat! Um das Kommen des Reiches Gottes kann ehrlich nur jemand beten, der an einem Teil dafür sorgt, dass Gottes Wille geschieht und erlitten wird. Beten und Tun des Gerechten (Bonhoeffer) gehören zusammen.

 

Matthias Claudius an seinen Freund Andres

„Das Vaterunser ist ein für allemal das beste Gebet, denn du weißt, wer`s gemacht hat. Aber kein Mensch auf Gottes Erdboden kann`s so nachbeten, wie der`s gemeint hat; wir krüppeln es nur von ferne, einer immer noch armseliger als der andere. Das schad`t aber nicht, Andres, wenn wir`s nur gut meinen; der liebe Gott muss so immer das Beste tun, und der weiß, wie`s sein soll.“

 

Das Vaterunser weist weg von mir. Es weist hin auf Gott. Sein Wille soll auch in meinem Leben geschehen. Das Gebet bringt auch zum Ausdruck, dass ich nicht mir selbst gehöre. Mein Leben gehört Gott.

 

Herr, lehre uns beten!   AMEN

 

Lied nach der Predigt: EG 344, 6-9

 

 

Fürbittengebet

Allmächtiger, heiliger, ewiger Gott! Du gibst uns alles, was wir zum Leben brauchen.

 

Wir bitten dich für alle, die ein Leben lang vergeblich unrealistischen Wünschen und Zielen hinterherlaufen. Lass sie erkennen, dass deine Fülle sich auch im Unvollendeten und im Abgebrochenen und Zerbrochenen offenbart. Wir rufen dich an: Herr, erhöre uns!

 

Wir bitten für alle, die dem Wahn erliegen, alles selber richten zu müssen und die sich dabei doch nur überfordern, überschätzen und übernehmen können. Lass sie erkennen, dass uns alles Wesentliche im Leben als Geschenk von dir widerfährt. Wir rufen dich an: Herr, erhöre uns!

 

Wir bitten dich für alle, die sich immerfort nur zurücknehmen und dir und sich selber zu wenig oder nichts zutrauen. Lass sie erkennen, dass ihre Gaben gefragt sind und du auch aus dem kleinen Anfang Großes wachsen lassen kannst. Wir rufen dich an: Herr, erhöre uns!

 

Wir bitten dich für alle, die es immer wieder neu wagen, sich im Gebet an dich zu wenden. Dass sie – ja, dass wir alle erkennen, dass du zwar nicht alle unsere Wünsche, aber alle deine Verheißungen und Zusagen erfüllst. Wir rufen dich an: Herr, erhöre uns!

 

Um nichts mehr bitten wir dich, als um das, was du uns schon längst schenken willst, wenn wir uns an dich wenden mit den sieben Bitten des Vaterunsers. AMEN

 

Vater unser im Himmel …

 

Lied nach dem Vaterunser

NLplus 8, 1-4             Bist zu uns wie eine Vater

 

Abkündigungen

 

Schlussvers EG 99 – Christ ist erstanden

 

Segen

Der Herr segne euch und behüte euch.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.

 

Dreifaches AMEN (dazu kann das Kreuz geschlagen werden)

 

Orgelnachspiel