Auf ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr 2019 schauen die fünf Diakonieläden in Trägerschaft der Diakonie des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach zurück

Ehrenamtliche spenden 170.000 €

Auf ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr 2019 schauen die fünf Diakonieläden in Trägerschaft der Diakonie des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach zurück. Dies konnte Diakoniepfarrer Peter Schmogro, der für die Gesamtleitung der Läden zuständig ist, am letzten Donnerstag dem Diakonischen Bezirksausschuss berichten. Die von rund 100 Ehrenamtlichen – überwiegend Frauen - betriebenen Läden in Bad Buchau (AnsichtsSache), Bad Saulgau (Diakonieladen), Biberach (tragwerk.), Mengen (Diakonielädele) und Ochsenhausen (KleiderTreff), in denen second-hand-Kleidung zu kleinsten Preisen angeboten wird, konnten mit ihren Erlösen 64 soziale Projekte und Einrichtungen in der Region und auch in Entwicklungsländern unterstützen. Insgesamt wurde im letzten Jahr ein stolzer Betrag in Höhe von 170.496,68 € an Fördermitteln weitergegeben.

 

Die Palette der 64 Spenden-Empfänger reicht weit: Spielmaterial für Kindergärten, Zuschüsse für Schulspeisungen, Kinderhospiz, DRK-Hundestaffel, Wohnungslosenhilfe, Beratungsstelle für häusliche Gewalt, Taschengeld für Wohngruppen in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Jugendfeuerwehr, Notfallseelsorge, … bis hin zu einem Frauenprojekt von Misereor in Timor Leste und dem Projekt zum Aufbau einer Krankenversicherung des Deutschen Instituts für ärztliche Mission in Afrika. Auch Einzelhilfen für Menschen in persönlichen Notlagen wurden gewährt. Die Hilfsbeträge reichen in der Regel von 150 € bis 7.000 €. Eine Sonderstellung nimmt das Biberacher tragwerk. in der Weberberggasse ein. Hier fließen durch das Ladenprojekt rund 100.000 € ausschließlich in ein Projekt der Diakonie zur Beschäftigung und Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen.

 

Das vorrangige Ziel aller Diakonieläden ist es, mit gespendeten Kleidern Menschen, die nur über wenig finanzielle Mittel verfügen, gute bis sehr gut erhaltene Kleidung zu kleinen Preisen anzubieten. Darum ist man stets auf den Zufluss qualitativ guter Kleiderspenden angewiesen. Dass jedoch durch den Verkauf von Waren zu kleinsten Preisen Erlöse erzielt werden, die wiederum für soziale Zwecke weitergegeben werden können, ist für viele Ehrenamtliche eine ho-he Motivation für ihre Mitarbeit in den Sozialläden, berichtete Schmogro. Die Ehrenamtlichen kommen überall aus beiden Konfessionen. In der Regel werden die Läden darum auch von den örtlichen Kirchengemeinden mitbegleitet.

 

Die Diakonie Biberach unterstützt neben ihren eigenen fünf Läden mit Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen auch das "trag's weiter" in der Biberacher Bürgerturmstraße, das von der Arbeitsgemeinschaft Missions- und Entwicklungshilfe e.V. Laupheim betrieben wird.

 

 

Ehrenamtliche spenden 170.000 €