Kirchliches Medienhaus übernimmt Evangelisches Gemeindeblatt

Stuttgart (epd). Das Evangelische Medienhaus in Stuttgart übernimmt die Herausgabe des Evangelischen Gemeindeblatts für Württemberg. Damit soll das weitere Erscheinen der Wochenzeitung gesichert werden, teilte die Landeskirche am Freitag mit. Das seit mehr als 100 Jahren erscheinende Gemeindeblatt ist mit derzeit rund 45.000 verkauften Abonnements die auflagenstärkste evangelische Kirchengebietszeitung Deutschlands, kämpft aber wie andere Zeitungen seit 20 Jahren mit einem Auflagenschwund. Seitherige Herausgeberin war die Evangelische Gesellschaft (eva), die Übernahme durch das Medienhaus erfolgt rückwirkend zum 1. Januar.


Das Evangelische Medienhaus ist eine hundertprozentige Tochter der Landeskirche. Stefan Werner, Direktor im Evangelischen Oberkirchenrat, betonte, die Kirche wolle "eine unabhängige Print-Publikation, die auch kritische Perspektiven einnimmt, im kirchlichen Raum zukunftsfähig machen". Das Übernahmepaket enthält nicht nur das Gemeindeblatt, sondern die gesamte GmbH "Verlag und Buchhandlung der Evangelischen Gesellschaft". Dazu gehören Buchprogramm, Onlinebuchhandel, Leserreisen sowie in Kooperation mit dem Schwabenverlag die Anzeigengemeinschaft Süd für verschiedene kirchliche Publikationen.


Der eva-Vorstandsvorsitzende Klaus Käpplinger erklärte der Mitteilung zufolge, der Wechsel diene dem Anliegen, Kirchenmitglieder weiterhin sachkundig über aktuelle Themen des kirchlichen Lebens zu informieren. Käpplinger werde als Mitglied im Redaktionsbeirat die Arbeit des Gemeindeblatts begleiten. (0229/25.01.2019)
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