Stadt-Kirchengemeinde startet mit neuem Kirchengemeinderat ins Jahr 2020

Kirchengemeinderat konstituiert sich und nimmt Arbeit auf
Die Mischung macht’s — getreu diesem Motto beginnt die evangelische Stadt-Kirchengemeinde Biberach das neue Jahr mit einem Kirchengemeinderat (KGR), dem neben sechs langjährigen auch sechs neue Mitglieder angehören. Die frisch gewählten Protestanten, die im Gremium mit den Pfarrern Ulrich Heinzelmann, Johannes Köhnlein und Pfarrerin Margit Bleher zusammenarbeiten, trafen sich am Tag nach Drei König zur konstituierenden Sitzung. Auf der Tagesordnung standen das gegenseitige Kennenlernen sowie Einblicke in die Arbeit des KGR und der vielfältigen Themenfelder und Ausschüsse in einer Kirchengemeinde.

Der KGR der Stadt-Kirchengemeinde wird im Gesamtkirchengemeinderat mit drei Personen vertreten sein. Die Wahl findet, wie auch die Besetzung der Ausschüsse, in der nächsten Sitzung Anfang Februar statt. Immer wieder beschäftigen werden die Räte des Stadt-KGR die Immobilien der Kirchengemeinde. Mit der Stadtpfarrkirche und der Heilig-Geist-Kirche gehören zwei Gotteshäuser dazu, bei denen umfangreiche Renovierungen anstehen. Und auch das Martin-Luther-Gemeindehaus ist ein Gebäude, das grundlegende Baufragen aufwirft.

Auch die bereits vollzogene Fusion der Kirchengemeinden — im Herbst 2018 fusionierten die drei Pfarrbezirke Stadtpfarrkirche, Heilig-Geist-Gemeinde und Bonhoefferkirchengemeinde zur Evangelischen Stadt-Kirchengemeinde — soll kontinuierlich ausgestaltet, das Gottesdienstprogramm weiterentwickelt werden. Bei allen Überlegungen steht die grundsätzliche Frage im Hintergrund, wie sich Kirchengemeinden in das sich ständig wandelnde Leben einer mehr und mehr pluralistischen Gesellschaft einbringen können. Dass dieser Beitrag, zumal in Biberach und seiner Simultankirche, nur in ökumenischer Weite und Gemeinschaft geschehen kann, darüber besteht Einigkeit.

Pfarrer Ulrich Heinzelmann, der das Gremium und die Stadt-Kirchengemeinde leitet, freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinderäten, seinen Kollegen — und in Erwartung des neuen Dekans, Matthias Krack, der am 10. Mai in sein Amt investiert wird. „In Baden-Württemberg wird jede evangelische Kirchengemeinde von Kirchengemeinderat und Pfarrer im guten Miteinander geleitet. Dazu gehört auch Verantwortung für Themen wie Haushalt und Gemeindevermögen, Bau und Erhalt von Gebäuden, Besetzung von Pfarrstellen, Gottesdienstordnung und die Organisation von Veranstaltungen und Festen. Gerade in dieser Zeit, in der wir durch die Pensionierung von Dekan Hellger Koepff und die Vakanz mehrerer Pfarrersstellen etwas beengt sind, ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit für das Gelingen von Kirche und Glaube in Biberach besonders wichtig. Das, so mein Eindruck, kann mit dem neuen KGR wieder gut gelingen.“

Wer sich für die Arbeit des KGR interessiert, ist herzlich zur Teilnahme an einer öffentlichen Sitzung eingeladen. Die nächste Gelegenheit dazu besteht am 4. Februar um 19.30 h im Martin-Luther-Gemeindehaus.


Text Nadja Scharfe / Foto Frank Mosthof