Synode beschließt Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare

In Zukunft ist in der württembergischen Landeskirche die öffentliche gottesdienstliche Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren möglich. 65 Synodale sprachen sich für das Gesetz aus, 23 stimmten dagegen und zwei enthielten sich. Die jetzt beschlossene Regelung ermöglicht bis zu einem Viertel der rund 1.300 Kirchengemeinden der Landeskirche, Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare in ihre örtliche Gottesdienstordnung aufzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass sich Dreiviertel der Pfarrerinnen und Pfarrer einer Kirchengemeinde sowie des Kirchengemeinderates für diese Möglichkeit aussprechen.

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July nannte den Beschluss einen wichtigen Schritt für gleichgeschlechtliche Paare, die um den Segen in einem öffentlichen Gottesdienst bitten und zeigte sich erleichtert darüber, dass die Synode das Gesetz mit großer Mehrheit beschlossen hat. „Die Landessynode und damit die gesamte Landeskirche hat ihre Handlungsfähigkeit in einem wichtigen und konfliktreichen Thema gezeigt. Wir haben Einigkeit bewiesen trotz unterschiedlicher Überzeugungen und setzen damit auch ein Zeichen in dieser Gesellschaft.“ Das Gesetz schaffe Rechtssicherheit und fördere innerkirchlichen Frieden, so der Landesbischof.

Pressemitteilung Landeskirche

Synode beschließt Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare